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Leselupe.de > Ungereimtes
so denn
Eingestellt am 04. 05. 2004 14:13


Autor
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Venus
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Registriert: Oct 2003

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im gewirr meiner
nachdenklich
hab ich hand und fuß
gefesselt
bleibt stumpfheit kopflos/
hallt der lohn im leerlauf

einerlei bekennt sich
schuldig/ streichelt die
entfernung jede angst/ lĂŒgt
bÀnde

hier reicht das herz die hand
zum aufbruch


© gabriele schmiegelt

__________________
den wind im rĂŒcken, sterb ich mich ein
in den großpassat -
und lebe erst recht

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Sheerie
Guest
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Hallo Venus,

na wenn diese Worte

mit Hand und Fuß
feige wenig
der nÀhe
und seele

gebĂŒndelt

herztief

... danke, herzlich Sheerie.

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Venus
HĂ€ufig gelesener Autor
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Einsicht ist der erste Weg zur...
Zweisicht ermöglicht dem blauen Auge geschlossen zu bleiben...
Vielsicht ist eine Form von Optimismus, die immer einen Ausweg...

Danke, Sheerie!

Obwohls dunkel ist da unten - kein bisschen blind,
meint Gabi
...und nickt in deine Richtung
__________________
den wind im rĂŒcken, sterb ich mich ein
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und lebe erst recht

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Wilhelm Riedel
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Hallo Gabriele,
das lyrische Ich spricht von seinem eigenen Gewirr. In diesem Gewirr hat die Stumpfheit Bestand. Das tĂ€gliche Einerlei ĂŒbernimmt die Schuld.
Dies ist eine trĂŒbsinnige Stimmung. Dagegen steht der beherzte Schluss, als könne es einen Aufbruch geben.

Liebe GrĂŒĂŸe,
Wilhelm.
__________________
Wilhelm Riedel

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Venus
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Lieben Wilhelm,
vielen Dank, fĂŒr deine gelungene Interpretation!

Ich bin ein grenzenloser Optimist.
Selbst im Schmerz, such ich nach Lösung.
Nach der Linderung desselben.

"ein offenes und ein blaues Auge"

herzlichen Gruß,
Gabi
__________________
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Cirias
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Liebe Venus,
der letzte Tagebucheintrag Paveses lautet: "Die im geheimsten gefĂŒrchtete Sache geschieht immer(...)Je bestimmter und genauer der Schmerz ist, um so mehr schlĂ€gt der Instinkt des Lebens um sich,(...)Es braucht Demut, nicht Stolz. All das macht Ekel. Nicht Worte. Eine Geste. Ich werde nicht mehr schreiben."

Nun, du schreibst hoffentlich weiter. Das letzte, sehr intensive Bild deines Gedichts lÀsst das vermuten. Du zwingst zum Quer-und Wiederlesen, immer wieder, ich folge dir stets an eine bestimmte Stelle deiner Wortkaskaden, Wortlabyrinthe, dann drehe ich mich um und lege mich einen Augenblick unter den Fluss. Manchmal sind TrÀnen im Fluss.Die Kraft deiner Worte lÀsst sie im Wasser gerinnen. Das ist gut so,
Cirias

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Venus
HĂ€ufig gelesener Autor
Registriert: Oct 2003

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Lieber Cirias,

Cesare Pavese war ein sog. Dichter des Pessimismus. Seine Lyrik und Prosa durchzieht ein pessimistischer Grundton. Am deutlichsten tritt der Pessimismus in Paveses Tagebuch "Das Handwerk des Lebens" zutage; wohl eines der letzten großen Werke, vor seinem Selbstmord.

Lieber Himmel, Cirias, Menschen mĂŒssen auch traurig sein (dĂŒrfen). Ich hoffe sehr, selbst in meinen sog. dĂŒsteren Werken, schwingt der unumstĂ¶ĂŸliche Grundton von Optimismus (der Autorin) mit. Vielleicht ist es das Salz der TrĂ€nen, das trĂ€gt, beim ruhen - im Fluss...

Ich werde wohl schreiben, solange „es mich schreibt“. Nicht ich zwinge zum „Quer- und Wiederlesen“. Es ist das, was mich antreibt. Das, und die Menschen, die sich dabei einfinden -

Wenn schon Pavese, dann so:

"Wir werden nicht unter das Volk gehen. Denn wir sind bereits das Volk [...] Wenn schon, dann gehen wir unter Menschen."

...zitiert eine Nachdenkliche -

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