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Leselupe.de > Feste Formen
so recht gelinkt (Sonett) (gelöscht)
Eingestellt am 27. 09. 2011 11:22


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Kaleidoskop
???
Registriert: Jul 2011

Werke: 57
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Bernd
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Aug 2000

Werke: 2248
Kommentare: 11067
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Das Sonett verwendet eindringliche Bilder. Es lehnt sich an klassische Sonettformen an, verwendet sie aber nicht, sondern moderne, eine Mischung der englischen und der italienischen Form.

Statt abba abba ist der Reim in den Quartetten abba cddc (wie in englischen Sonetten).

Anders als im Shakespeare-Sonett folgt aber kein weiteres Quartett, sondern es folgen zwei Terzette.

Diese Form wird heute relativ oft verwendet.

Die Stimmung in den Bildern ist expressiv, teilweise surreal.


__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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gitano
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Kaleidoskop!

Reimschma: AbbA CbbC dEdEdE
(lese ich alle als reine Reime, die Kadenz läßt mich stutzen)

Der Text benutzt mit Ausnahme von; Laterne, (vergärte), Erinnerungen ansonsten nur ein- oder zweisilbige Wörter die rhythmisch eher fragmentierend als denn bindend wirken. Dies zeigt sich dann in einem eher hämmernden Rhythmus als denn in einem gebundenen Fluss ...und es weißt auch auf metrische Unsicherheiten hin...Ob es so ist weißt Du am Besten.

Klanglich finde ich hier in einem Klinggedicht außer „rosa Zeit“ keine tragenden Aufmerkpunkte,
die Endreime, daß war´s …

Argumentation /innerer Disput:
Sehr schön eingeleitet, witzig. Ich kann den Argumenten und Aspekten bis Ende Z8 durchaus schlüssig folgen im Sinne von Link, gelinkt werden, ok.
...ab Z9 finde ich keine Schlüssigkeit mehr
Willst Du nicht sehen?
Lässt mich einfach nur stutzen...wieso diese Frage? Welchen Sinn macht sie im Zusammenhang mit Link, gelinkt etc.pp.? Ich finde keinen

...und was hat nun die Vorstellung mit den Bedeutungen von „-Link“ zu tun?


Und deshalb geht für mich die Conclusio auch nicht auf...auch nach 10x lesen nicht.
Nach meinem Empfinden sind Dir Z1 bis einschließlich Z 8 wirklich gut gelungen...bis dahin schlüssig, witzig.

...mal abgesehen von der Reimkadenz.
Denn es ist eine ungleich höhere Anforderung einen Argumentationsdisput mit Vierfachreimen zu schreiben...zweifach ist wirklich zu easy...und gab im klassischen ital. Sonett keine“ ich wiederhole KEINE Form in der nur Zweifachreime in den ersten acht Zeilen vorkamen. Und auch das Klangkonstrukt ist im Viefachreim ein ganz anderes...vergessen wir nicht den Namen des guten Gedichts: Sonett ...suono:klingen...altital. War es wohl sonare...
(Falls Du dazu etwas an Literatur brauchst kann ich gern etwas empfehlen...alles höchst interessant..)

Danach, ist für mich nicht mehr zu erkennen wo Du mit Deiner Idee eigentlich hinwolltest...

Viele Sonettschreiber berichten, daß ihnen die Conclusio oft zuerst einfällt und sie dann daraus den Text schreiben...

Klingt alles nicht sehr lobend..ich weiß.
Ist aber ein ehrliches und gutgemeintes Statement von einem „Sonett Viel Leser“ denn nur wenn man Rückmeldung über Klemmer bekommt kann man dort weiter ansetzen. Ich hoffe Du kannst es auch so sehen.

Liebe Grüße
gitano

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Kaleidoskop
???
Registriert: Jul 2011

Werke: 57
Kommentare: 379
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Hallo Gitano,

ich danke für die Kritik.
Die Kadenz lässt dich stutzen?
Warum? Weil ich auch männliche gebrauche?
Ich will an dieser Stelle keine Diskussion über das Sonett führen, aber dass männliche wie weibliche Kadenzen im deutschen Sonett gebräuchlich sind,
ist nichts Neues. Man benutzte bis zur Zeit Lessings den Alexandriner. Da der deutsche Alexandriner zwischen weiblicher und männlicher Kadenz wechseln kann, ist auch im Sonett die Kadenz variabel; dabei blieb es auch, als man nicht mehr den Alexandriner, sondern einen jambischen Fünftakter verwendete.
Ich akzeptiere, wenn du für das Sonett den Endecasillabo favorisierst, der in der deutschen Nachbildung als jambischer Vers mit weiblicher Kadenz gebraucht wird. Aber es muss ja nicht jeder so empfinden.
Außerdem habe ich nicht behauptet, dass dies ein klassisches italienisches Sonett wäre. Es ist ein Deutsches.
Und über die Sonette von Rilke will ich schweigen, der sich bezüglich der Kadenz und Reimschema ganz eigene Freiheiten herausnahm.

Das hat doch nichts damit zu tun, ob man ein Sonett als gelungen bezeichnen darf oder nicht.

zum Klang:

quote:
Der Text benutzt mit Ausnahme von; Laterne, (vergärte), Erinnerungen ansonsten nur ein- oder zweisilbige Wörter die rhythmisch eher fragmentierend als denn bindend wirken.

Was ist mit: Laterne, Straßenecke?
Aber es stimmt, ich mag die einfachen Worte, die Ausdrucksstarken. Am Metrum kann ich nichts finden, was auf Unsicherheiten schließen lässt. Kurzsilbige Worte sind im Sonett durchaus gebräuchlich, wie im Gedicht „Er sah sie über Feld gehen“ zeigt:

quote:
Es ging die Lesbia in einem Schäfer-Kleide
als Hirtin, wie es schien, der Seelen über Feld
Es schaute sie mit Lust das Auge dieser Welt;
Es neigte sich vor ihr das trächtige Getreide.

Ich finde bis auf „Lesbia“ und „trächtige Getreide“ nur ein-und zweisilbige Worte.

quote:
Argumentation /innerer Disput:
Sehr schön eingeleitet, witzig. Ich kann den Argumenten und Aspekten bis Ende Z8 durchaus schlüssig folgen im Sinne von Link, gelinkt werden, ok.
Danke.


Bis Z 8 konntest du also folgen.
Dann weißt du, dass LI sich vom Glück gelinkt fühlt. Es ist verbittert. Es bleiben ihm zwei Möglichkeiten:
1. Sich mit der Verbitterung abfinden
2. Die Augen schließen und sich die Welt malen, wie sie einmal war, in Erinnerungen schwelgen

quote:
Willst du nicht sehen? Schließe deine Lider
und stell dir vor, es wäre wie du fühlst;
die rosa Zeit, sie käme noch mal wieder.

Entschließt sich LI für Möglichkeit zwei, wird es gewarnt:
Wer in Erinnerungen leben will, der muss ganz in ihnen aufgehen vor ihnen auf die Knie gehen/ wird von ihnen in die Knie gezwungen, denn er lebt in abgestandenen, kalten
Zeiten und riskiert eine emotionale Abkühlung, eine Unempfindlichkeit des Glücks gegenüber, das die Zukunft evtl. noch für ihn bereithält.
quote:
Wenn du in den Erinnerungen wühlst,
dann sinke auf den Boden, knie nieder.
Doch gib nur acht, dass du dich nicht verkühlst.


quote:
Viele Sonettschreiber berichten, daß ihnen die Conclusio oft zuerst einfällt und sie dann daraus den Text schreiben...
Ist bei mir nicht der Fall.

quote:
Klingt alles nicht sehr lobend..ich weiß.
Ist aber ein ehrliches und gutgemeintes Statement von einem „Sonett Viel Leser“ denn nur wenn man Rückmeldung über Klemmer bekommt kann man dort weiter ansetzen. Ich hoffe Du kannst es auch so sehen.

Aber klar, und vielleicht schreibe ich ja mal ein Sonett, dass dir auch gefällt - ein Klassisches. Bis dahin kann ich damit leben, dass es diesmal nicht der Fall war.
Lg,
kalei

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gitano
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Kaleidoskop!
...war eigentlich kein Grund zum schmollen...es sind nur Texte!
und ich habe den Text kritisiert.

Also zu Deinen Fragen:

quote:
Die Kadenz lässt dich stutzen?
Warum? Weil ich auch männliche gebrauche?
Natürlich nicht dehalb sondern: (wie ich bereits erwähnte):
quote:
Denn es ist eine ungleich höhere Anforderung einen Argumentationsdisput mit Vierfachreimen zu schreiben...zweifach ist wirklich zu easy...und gab im klassischen ital. Sonett keine“ ich wiederhole KEINE Form in der nur Zweifachreime in den ersten acht Zeilen vorkamen. Und auch das Klangkonstrukt ist im Viefachreim ein ganz anderes...vergessen wir nicht den Namen des guten Gedichts: Sonett ...suono:klingen...altital. War es wohl sonare...
(Falls Du dazu etwas an Literatur brauchst kann ich gern etwas empfehlen...alles höchst interessant..)
dies war Kern meiner Antwort auf diese Frage soetwas sollte man in einer Replik nicht einfach überlesen. Schließlich mache ich mir auch die Mühe ausführlich darzustellen.

weiter:
quote:
Man benutzte bis zur Zeit Lessings den Alexandriner. Da der deutsche Alexandriner zwischen weiblicher und männlicher Kadenz wechseln kann, ist auch im Sonett die Kadenz variabel; dabei blieb es auch, als man nicht mehr den Alexandriner, sondern einen jambischen Fünftakter verwendete.
ist bekannt, klar und spielte für meine Anmerkungen aber hier keine Rolle weil in Deinem Text keine Rolle spielt

weiter:
quote:
Ich akzeptiere, wenn du für das Sonett den Endecasillabo favorisierst, der in der deutschen Nachbildung als jambischer Vers mit weiblicher Kadenz gebraucht wird. Aber es muss ja nicht jeder so empfinden.

Versmaße sind heute sehr variabel für Sonette...die Südamerikaner sind wohl diejenigen mit den größten Variantenreichtum...Es ging mir nicht um das Versmaß! Dies habe ich nicht kritisiert. Denn auch in der zweiten stilgebenden Epoche des Sonetts gab es andere Versformen als den Endecassillabo dafür...

quote:
Außerdem habe ich nicht behauptet, dass dies ein klassisches italienisches Sonett wäre. Es ist ein Deutsches.

Ein deutsches also....in welcher Tradition?
Das innere Wesen des Sonetts und die elementarsten äußeren Anforderungen wurden doch von der ital. Form übernommen....es gab zwar immerwieder "Übermittlungsirrtümer" und "Erklärungsirrtümer" (A.Schlegel)

Nun ja, führende deutsche Lyriker haben die Heiligkeit Rilkes in seinen sonettähnliches Texten angezweifelt...zurecht. Ich denke Rilke hat sich wenig Kopf gemacht beim verzapfen dieser Texte und lacht wahrscheinlich über das Kopfzerbrechen unserer Tage.

Zu den Wortlängen: Laterne hatte ich benannt, siehe oben
"Straßenecke" ist 2x Zweisilbig

quote:
Aber klar, und vielleicht schreibe ich ja mal ein Sonett, dass dir auch gefällt - ein Klassisches. Bis dahin kann ich damit leben, dass es diesmal nicht der Fall war.
Diese "Unfreundlichkeit", darf ich sie so verstehen, daß Du nicht an Textkritiken meinerseits interessiert bist? Sondern nur an den zustimmenden Meinungen der anderen Kommentatoren? Wir sparen uns jede Menge Zoff (z.B. Entstellung meines Kommentares etc..pp.)und Zwist wenn wir dies gleich klären...Dann schreibe ich nur noch Kurzeindrücke zu Deinen Sonettversuchen....wenn überhaupt. Ganz nach Deinen Wünschen...und denk mir meinen Teil.
Muß daß sein?
Bis bald
gitano

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gitano
Guest
Registriert: Not Yet

Kurzer freundlich gemeinter Nachtrag:
Es wäre schön, wenn sich die Sonettliebhaber dieses Forums mal "versammelten" und für Einsteiger formulieren würden was ein Sonett ausmacht...
und wäre wohl auch für uns sehr erhellend, -wieviele unterschiedliche Auffassungen es dazu geben mag?
Cui gitano

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