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Leselupe.de > Kurzprosa
sonntag
Eingestellt am 21. 08. 2004 18:17


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Asfalon
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Registriert: Jan 2003

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es war juli. einer dieser morgen, an denen kinder ihr fr├╝hst├╝ck aushusten oder hunde sich gegenseitig den hintern ablecken und als ich aufwachte, badete ich in den nachwehen einer zu tode gefeierten nacht. die zeit blendete, wie ein betrunkener marktschreier sprang mir die zehnuhrdrei├čig ins gesicht. in meiner decke entdeckte ich noch den geruch von wodkaschwei├č und billigem parfum; ich spuckte mich selbst auf den boden und benahm mich wohl wie ein kleines kind, das der arzt fallen gelassen hat, denn ich wirkte unheimlich erwachsen.
ich zog mich an; in meinem kopf wurde meine private atombombe bei jeder hastigen bewegung neu erfunden, mein k├Ârper war ein schlachtfeld von rausch und fremden blicken und ich wei├č bis heute nicht, wer gewonnen hat. es dauerte nicht lange, bis ich vor die wei├če fahne kroch und mit ihr waffenstillstand vereinbarte, danach ging es mir besser. und ich dachte ├╝ber diese nacht nach, das fleisch an meiner seite mit den blonden haarfluten und den kleinen m├Âpsen, die sie mir ins gesicht gedr├╝ckt hatte wie jemand, der an der haust├╝r versicherungen verkauft oder beheizbare badelatschen aus kork. falls du mich h├Âren kannst, du namenlose: ich will meinen stolz zur├╝ck (une eine flasche von die bier, die so sch├Ân hat geprickelt in mein bauchnabel). dein schritt hat den teppich versengt, dein k├Ârper das laken entmannt, meine wohnung hast du mit frau infiziert. und wo bist du jetzt? weg, wie ein geldschein im herbstwind, wie ein fkk-strand in der nacht. dein husten zerkratzt mir mein trommelfell, ich brauche dich.

auf dem balkon schwimmst du davon, zusammen mit dem sonnenlicht st├╝rzt du in die tiefe, mitten in einen flohmarktsonntag. die stadt brandet ziellos an meine zigarette, autohupen und gemurmel pumpen mich mit tag voll. im kirchturm erkenne ich deinen hals wieder, alles in dieser stadt erinenrt mich an dich, die luft schmeckt nach deiner zunge, du bist ├╝berall. und mit einem knall, den niemand h├Ârt, zerplatzt diese welt in nichts und ich schmei├če die t├╝r hinter mir zu. kurz darauf rei├čen mich meine f├╝├če das treppenhaus hinab, dem boden entgegen. ich will frei sein und die erinnerung an dich im schlafzimmer begraben. heute ficken wir bei dir.

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Kasoma
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo, lieber Asfalon,

Dein Werk ist f├╝r mich unm├Âglich zu bewerten, egal, was ich anklicken w├╝rde, es w├Ąre ungerecht! Denn einige Formulierungen sind weltklasse, einige einfach nur daneben...
ein Beispiel f├╝r daneben: der Arzt, der ihn fallen lie├č und nun f├╝hlt er sich erwachsen...v├Âllig beschr├Ąnkt, diese Aussage macht keinen Sinn, oder!?
Auch der erste Satz mi├čf├Ąllt mir: ein Sonntag, an dem Kinder ihr Fr├╝hst├╝ck aushusten und Hunde sich den Hintern ablecken...? Passiert das nur sonntags und welche Kinder husten regelm├Ą├čig ihr Fr├╝hst├╝ck aus? Ich habe drei von der Sorte und habe das bei keinem je erlebt, weder sonntags noch mittwochs...

Tja, einige S├Ątze, eigentlich viele, sind so absolut genial, dass ich nur laut Beifall zollen kann: Sie hat das Laken entmannt, die Wohnung mit Frau infiziert und und und der letzte Satz als Pointe, ja der hat was, das hast Du superklasse, toll gemacht und daf├╝r h├Ątte ich gern eine 10 gegeben, kann ich aber nicht, weil das andere auch da ist...

Deshalb sei vorerst herzlich gegr├╝├čt und ich behalte Deinen Text im Auge, vielleicht tut sich noch was dran, dann aber...

sagt Kasoma

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