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Leselupe.de > Ungereimtes
stadtdämmern
Eingestellt am 15. 04. 2010 15:32


Autor
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Karl Feldkamp
Routinierter Autor
Registriert: Aug 2006

Werke: 857
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lichtreste locken
in gespannte fallen
verwirrte blicke saugen
zwischen häusern
schattenspiele
aus der dämmerung
schnappen nach gekühlter luft

die kleinstadt riecht
nach abendessen
hinter den gardinen
schwillt vergessnes schweigen
aus den kellerfenstern
kriechen fragen
nach schuld und sühne

die kerze
in der heiligkreuzkapelle
brennt allmählich ab

__________________
Bei jedem Irrtum hat die Wahrheit eine neue Chance.

Version vom 15. 04. 2010 15:32
Version vom 16. 04. 2010 08:53
Version vom 16. 04. 2010 10:18

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Rhea_Gift
Häufig gelesener Autor
Registriert: Apr 2003

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Hi Karl,

das hat starke Bilder, vor allem der Anfang

lichtreste locken unsichtbar
in gespannte fallen
verwirrte blicke saugen
zwischen häusern
schattenspiele aus der dämmerung
schnappen nach gekühlter luft

>> der Teil ist der Hammer!!

aber ich würd noch ne Kleinigkeit im weiteren Verlauf ändern:

hinter den gardinen schwillt
schweigen zu alarmtönen >> klingt zu nüchtern
vielleicht

hinter den gardinen
schwillt schweigen
langsam
zu sirenengeheul


>>schwillt schweigen sollte auch unbedingt nebeneinaderstehen!

aus geöffneten kellerfenstern
kriechen schuldfragen und
die kerze in der heilig-kreuz-kirche
brennt allmählich ab

>> das eingefügte "aus" macht den Übergang zum Schlussteil klanglich flüssiger...

Aber nur meine Meinung... was meinste?

LG, Rhea
__________________
...Seele, bist du nun erwacht?...Und sie zittert, und sie lacht allen Himmelssternen zu... (Hesse)

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Thylda
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Registriert: Aug 2002

Werke: 114
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Lieber Karl

Hier hast Du sehr schön mit Oxymora gespielt

licht unsichtbar
schatten dämmerung
schweigen alarmtönen

Vielleicht kannst Du das noch weiter ausbauen?

Sehr gern gelesen

Liebe Grüße
Thylda

__________________
allgemeine Warnung: bei meinen Beiträgen ist Ironie nicht auszuschließen

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Karl Feldkamp
Routinierter Autor
Registriert: Aug 2006

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Liebe Rhea,
danke für deine Vorschläge.
Ich werde die Alarmtöne ganz herausnehmen.
Deinen 2. Vorschlag ünbrnehme ich gern.
Herzliche Grüße
Karl
__________________
Bei jedem Irrtum hat die Wahrheit eine neue Chance.

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Karl Feldkamp
Routinierter Autor
Registriert: Aug 2006

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Liebe Thylda,
danke für deine Anmerkungen. Ich werde über deinen Vorschlag nachdenken, möchte aber auch nicht, dass sich mein Gedicht in dieser Stimmung verlliert.
Herzliche Grüße
Karl
__________________
Bei jedem Irrtum hat die Wahrheit eine neue Chance.

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Heidrun D.
Guest
Registriert: Not Yet

Lieber Karl,

an deinen Gedichten pflücke ich nur ungern herum, weil sie mir in der Aussage oft so vorzüglich gefallen.

Reimlose Verse sind ja an kein regelmäßiges Metrum gebunden, aber sollten doch rhythmisch gelesen und gesprochen werden können. Damit habe ich in deinem 2. Abschnitt ein echtes Problem.

quote:
lichtreste locken unsichtbar
in gespannte fallen
verwirrte blicke saugen
zwischen häusern
schattenspiele aus der dämmerung
schnappen nach gekühlter luft

die kleinstadt riecht nach abendessen
hinter den gardinen schwillt schweigen

aus geöffneten kellerfenstern
kriechen die fragen nach schuld
allmählich
brennen die kerzen in der heilig-kreuz-kirche ab
Nimm dies bitte nur als Beispiel für eine denkbare Umverteilung. Du kannst das bestimmt viel besser.

Sehr herzliche Grüße
Heidrun

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