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Leselupe.de > Erotische Geschichten
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Eingestellt am 28. 11. 2011 03:55


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HerbertKalk
Festzeitungsschreiber
Registriert: Nov 2011

Werke: 18
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Er war ihr beim Joggen aufgefallen, ein schlanker, großer Junge, der das unwegsame Pflaster der Stadt nahm wie einen Hindernisparcours. Er schwitzte, sein T-Shirt war durchwirkt von Schweiß. Seine Muskeln glänzten.
„Wuff!“ machte Bello und zerrte an der Leine. Erst jetzt bemerkte sie, dass sie langsamer geworden war und stattdessen dem Fremden nachsah.
Sie gab sich einen Ruck. So einen triffst Du nicht alle Tage!, sagte sie sich, und machte sich daran, ihn zu verfolgen. Auch Bello kam in Fahrt. Und da war er, rank und schlank, ein junger, durchtrainierter Bursche. „He!“, rief sie und trat an seine Seite. „Ich bin Erna, wie heißt Du?“
Erst jetzt nahm er sie wahr. „Oh!“, entschuldigte er sich. „Ich habe Sie gar nicht gesehen!“
Sie!, wie weh das tat, doch riss sie sich zusammen. „Macht doch nichts“, sagte sie stattdessen. Plötzlich fuhr der Hund herum. Er buckelte, bellte, zerrte an der Leine, wollte hier und da und überall auf einmal sein!
„Wirst Du wohl!“, fauchte Erna, wandte sich dem Fremden zu und rettete sich in ein Lächeln. „Sorry“, entschuldigte sie sich, „der hat halt seinen eigenen …“ Ein letzter Ruck und das Tauziehen war entschieden: Bello riss sich los.
„He!“
Doch der Fremde schnappte sich die Leine.
Erna seufzte. „Danke! Das war echt … Rettung in letzter Sekunde!“
Achselzucken. „Kein Problem!“ Er lachte.
„Und jetzt?“
Anstelle einer Antwort gab er ihr die Hand. „Steffen“, stellte er sich vor.
„Erna“, erwiderte sie.
„Ich weiß.“ Er lächelte. „Wohnst Du hier?“
„Gleich um die Ecke.“
Nicken. Eine Pause. Dann: „Ich hol Dich ab.“
Damit hatte sie nicht gerechnet. „Wann?“ fragte sie.
„Um Acht?“
Sie nickte.
„Also dann“, schloss er, „bis heute Abend!“
Erna schluckte. „Tschüss!“
Dann war er verschwunden.
Sie seufzte, sank auf den Bürgersteig herab.
Bello kommentierte dies mit einem „Wuff!“
Und so war es dann auch. Tatsächlich holte er sie ab, aber ganz anders, als sie erwartet hatte. Er fuhr in einer Rikscha vor.




Etwas ängstlich nahm sie Platz. „Wo fahren wir denn hin?“
Steffen grinste, wirkte dabei wie ein Schuljunge, der seinen Kameraden von einem unglaublichen Abenteuer berichtet, und irgendwie gefährlich …
Sie schüttelte den Kopf. Wird schon schief gehen!, sagte sie sich und freute sich auf einen schönen Abend.
Und der wurde es. Sie aßen Pizza, gingen tanzen und danach noch in einen Jazz-Club. Er küsste sie, als sie am Pier spazieren gingen, und sie erwiderte den Kuss. Da war es wieder, dieses Prickeln, sie kannte es aus Teenietagen. Sie hatte sich verliebt.
Sie standen eng umschlungen, er hauchte ihr ins Ohr „Zu mir oder zu Dir?“ und die Frage war so … standard, dass sie nicht anders konnte und einfach losprusten MUSSTE!
Alles war so standard, er, seine geflüsterten Worte, der Abend, und vor allen Dingen Bello!
Sie lachte, hielt sich den Bauch, kringelte sich vor Lachen. Das Prickeln war verschwunden. Stattdessen erfüllte sie eine angenehme, einlullende Wärme.
Nun lachte auch Steffen, obschon voller Unbehagen. „Was … ist so lustig daran?“
Erna kicherte noch immer. „Nichts“, brachte sie schließlich hervor, „es ist nur …“ Sie hielt im Lachen inne … und küsste ihn erneut, und diesmal voller Leidenschaft.
So flüchtig ihr erster Kuss gewesen war, so fordernd war nun dieser. Es war der Kuss einer Frau, die wusste, was sie wollte. Etwas regte sich. Sie griff danach. Sie fühlte ihn zusammenfahren, und machte einen Schritt zurück.
„Komm!“, flüsterte sie, und rannte los …
Erst an ihrer Haustür holte er sie ein.
„Zu mir oder zu Dir?“, neckte sie, ehe sie im Treppenhaus verschwand.
In ihrer Wohnung war es dunkel. Draußen röhrten Wagen, und über die Wände tanzten Schatten. Da waren Bewegung, ein Streifen nackte Haut und das Bellen eines Hundes.
„Steffen?“
„Erna!“
Sie empfing seine Stöße, erst noch zögerlich und voller Zärtlichkeit, dann immer wilder und schließlich hart und ungestüm. Seine Muskeln zuckten. Aus seiner Kehle kam ein Grunzen, ein dunkler, gutturaler Laut, der sie an brunftende Hirsche erinnerte.
Sie fasste in festes, junges Fleisch und wollte seinen Schwanz noch tiefer!
BUMM!, schlug sein Becken wider ihre Scham, immer wieder, BUMM!, BUMM!, BUMM!, und der Akt verkam zum Beat, einem Wummern dumpfer Bässe am Grunde einer feurigen, aufgewühlten See …
Sie kam.
Ihr Becken bebte, die Scheide kontrahierte, schloss sich fest um seinen Stamm. Sie war erfüllt von weichem, weitem Weiß. Sie starb, ertrank in diesen Weiten. Und ein süßer, unbeschreiblich schöner Schmerz ergriff von ihr Besitz.
Wieder.
Und wieder.
Und immer wieder.
Sie lachte, gluckste, schrie und quiekte vor Verzückung. „Erna!“, ächzte er, dann sank er auf sie nieder.
„Und jetzt?“, fragte sie, als er sich auch nach zehn Minuten noch nicht wieder regte, und sein schwerer, nasser Leib allmählich ungemütlich wurde.
Er blinzelte. „Hm?“
„Was machen wir jetzt?“, formulierte sie die Frage neu.
Er gähnte „Was wohl?“ und zuckte mit den Achseln. „Heiraten, Hausbauen, Kinderkriegen!“, schoss er und lachte.
Erna aber schürzte die Lippen. Das hatte sie sich anders vorgestellt. „Ich seh das anders“, verkündete sie, kam unter ihm hervor und rappelte sich auf. „Du packst Deine Sachen und verschwindest von hier!“
Schon stand er im Bett. „Was?“
Sie nickte. „Du hast schon richtig gehört!“
Diesmal waren es seine Augen, die zu Tellern wuchsen.
„So eine bin ich nicht“, erklärte sie, „wir können ab und an ein bisschen Spaß haben, aber für ‚Heiraten, Hausbauen, Kinderkriegen‘ bin ich die Falsche!“ Sie lachte auf.
Aus seinem Gesicht war die Farbe gewichen. „Wie?“
„Na ja“, versuchte sie, „ich bin einfach nicht so …“ Sie schnippte nach dem Wort. „Standard!“, rief sie dann und lachte.
„Standard?“, erkundigte er sich.
„Anders eben!“, half sie auf die Sprünge.
„Anders?“
Sie winkte ab. „Zieh Dich an“, riet sie, „mein Mann kommt gleich!“
„Dein MANN!?“ Das gab ihm den Rest. Er wurde ohnmächtig.
Erna aber lachte.
Männer!, dachte sie, und schüttelte den Kopf.

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