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Leselupe.de > Erz├Ąhlungen
stimmungen
Eingestellt am 14. 11. 2002 14:20


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elocin
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Aug 2001

Werke: 14
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Zigarette. Feuer. Kaffee. Telefon. Hallo. Gut. Danke. Sehen wir uns? Bis dann. Die Badezimmerm├Âbel sind vergilbt, die Wanne hat Kratzer. Die Zahnb├╝rste m├╝sste mal wieder gewechselt werden. Sp├Ąter. Ich drehÔÇś das Wasser auf. Der Spiegel beschl├Ągt. Herz drauf gemalt. K├╝che. Radio. Merke: einkaufen! Das ganze Leben ist eine Aneinanderreihung von Worten. Wir schlafen zu viel. Wie viel Zeit k├Ânnten wir besser nutzen, wenn wir nicht allein, miteinander, ├╝bereinander, nebeneinander schlafen w├╝rden. Ich werde aufh├Âren zu schlafen. Reduzierung. An Schlaf, Essen, Worten, Gesten. Optimale Ausnutzung. Zur├╝ck. Er hat auf den Anrufbeantworter gesprochen. Es wird sp├Ąter. Ich gehe einkaufen. Danke stimmt so. Sch├Ânen Tag noch. Sie mich auch. Was ist sch├Ân an diesem Tag? Was war am gestrigen sch├Ân? Morgen, ja morgen wird es anderes. Kuchen gebacken, mit Liebe und allem drum und dran. Was mag er? Was will er? Interesse? Leben wir miteinander? Ich mache mir zu viele Gedanken. Was tut er? Ich will nicht allein sein. Ich wei├č, ich wei├č, aber es mu├č *klick* machen. Es l├Ąuft schief, schon wieder. Er ist nicht da. Er meldet sich nicht. Es ist mir egal. Ich hasse ihn f├╝r sein Verhalten. Was w├Ąre er ohne sein Verhalten. Warum habe ich mich in ihn verliebt. Sterne geguckt, ganz romantisch, f├╝r mich zumindest. Nicht f├╝r ihn. Ich liebe dich. Ich habe es noch nicht gesagt, aber ich tue es. Ich habe Angst vor der Reaktion. Er wird mir weh tun, so oder so. Ratschl├Ąge! Guter Rat scheint teuer. Es regnet, die Blumen auf dem Balkon werden nass. Ich stehe daneben. Sie atmen. Ein sch├Âner Klang, er erinnert mich an bessere Zeiten, bessere Dinge. Fr├╝her. Positiv denken. Was ist Liebe? W├╝rde ich ihn lieben, wenn wir zwei ganz allein auf dieser Welt w├Ąren? Ich kann sie doch nicht entt├Ąuschen, nicht schon wieder. Ich kann auch nicht gehen. Ich stecke fest. Sie werden mir nicht helfen. Nur so ein Gef├╝hl. Wann hat es angefangen? Ich kann es erz├Ąhlen. Ich kann es mir anh├Âren. Aber ich werde es nicht machen, ich wei├č. Und du wei├čt und sie wissen es sowieso. Es ist schwer. Bisher habe ich ja auch ├╝berlebt, irgendwie jedenfalls. Die Frage ist doch nicht, ob ich mich ver├Ąndern mu├č, soll, kann. Es geht doch nicht. Ich mache nichts falsch. Oder? Die T├╝r m├╝sste mal wieder ge├Âlt werden. Jedes Mal wenn ich sie aufmache gibt sie einen ├Ąu├čerst unangenehmen Ton von sich. Ich habe mich daran gew├Âhnt. Vielleicht w├╝rde ich ihn vermissen. Einfach so weg von heute auf morgen. Sch├Ân ist das nicht. Und er kommt doch wieder. An einer anderen Stelle tritt er ein. Vielleicht ist es besser, dass er bleibt, den Ton meine ich. Es w├Ąre doch schrecklich, wenn alles perfekt w├Ąre. Ich will es ja auch nicht, aber so ein bisschen. Ist das zuviel? Ich kann nichts aufgeben, er will nichts aufgeben. Zwickm├╝hle. Der Verstand sagt, das Herz sagt... Sie sind einer Meinung. *Klick* Rasterfahndung eingeleitet. Es klingelt. Er ist es nicht. Warten. Beten. Hoffen. Nicht aufgeben. Es ist 18 Uhr. Es ist 19 Uhr. Er wird nicht kommen. Der Kuchen schmeckt nicht gut. Er ruft nicht an. Computer. Internet. Leseproben. Schmerzen. Keine Kontrolle. Wieder Schmerzen. Abschalten. Fernseher. Vorabendprogramm. Fragen. Ich kann nicht reagieren. *Es ist unglaublich, was in dieser Stadt passiert*. Abschalten. Konzentrationslosigkeit. Panik. Unweigerlich klickt die Hand. tipp, tipp, tipp. Stille. Die T├╝r knarrt. Lass mich in Ruhe, ich kann jetzt nicht. Und dann finde ich mich wieder. Vor dem Telefon. Ich nehme den H├Ârer. Nein. Ich schlafe. Ich kann nicht schlafen. Ein Glas Wein, eine Zigarette, ein Tee. Ich sitze im Wohnzimmer. Das Telefon. Es ist 2 Uhr. Ich w├Ąhle. Nein. Es ist 5 Uhr. Ich schlafe. Ich liege. Ich drehe mich nach links. Nach rechts. Auf dem Bauch. Auf dem R├╝cken. Das Fenster ist zu. Ich bekomme keine Luft. Ich ├Âffne es. Aufstehen. Fr├╝hst├╝ck machen. Verabschiedung. Ruhe. Wohnzimmer. Die T├╝r knarrt. Ich werde sie ├Âlen. Erledigt. Es ist angenehm. Die Balkont├╝r geht nicht richtig zu. Sp├Ąter. Das Telefon. Es starrt mich an, egal in welcher Ecke ich sitze. Ich w├Ąhle. Freizeichen. Drei Minuten. Er ist nicht da. Ich hasse ihn. Schlaf. Unn├Âtig. 10 Uhr. 11 Uhr. Verrinnung. Zersplittung der Tatsachen. Tr├Ąume. Du kannst nicht mehr atmen. Er wei├č es nicht. Ich krieg keine Luft. Ich will ihm so viel sagen. Wie sehr ich ihn hasse, wie sehr er mir fehlt, wie viel er mir bedeutet. Er wird mir nicht antworten. Wie immer. Was ist er? Ein gef├╝hlskalter Klotz am Bein, an meinem Bein? Nachdenken, wie immer. Ausmalen. Die Farben sind grau. Schwarz-Wei├č. Ein Schleier. Ich werde es schaffen. Ich steige ins Auto. Es ist kalt. Die Scheiben beschlagen. Ich mu├č es tun. Ich steige aus. Ich gehe zur Haust├╝r. Ich ├Âffne die Wohnungst├╝r. Wohnzimmer. Ich tue es nicht! 12 Uhr. 13 Uhr. Hallo. Wie gehtÔÇśs euch? Okay. Ich mu├č nachdenken. Schreiben, lesen, riechen. Ich sitze auf dem Balkon. Nachbar. Ja. Nein. Vielleicht. Sch├Ânen Tag noch. Ebenso. Couch. In die Decke einkuscheln. Freiheit. W├Ąrme. Ich habe Hunger. Das erste Mal. Es tut weh. Zur├╝ck. Zigarette. Tee. Zigarette. Internet. *Die Glut*. Zigarette. Klingel, verdammt klingel! 15 Uhr. Kekse. Scheibe Brot, Salami, K├Ąse. Zigarette. Tipp, tipp, tipp...Ich werde verr├╝ckt. Ich bin verr├╝ckt. Er ist Schuld! Ich steige ins Auto. Es ist kalt. Die Scheiben beschlagen. Ich mu├č es tun. Ich steige aus. Das Licht brennt. Ich rufe an. Er geht nicht dran. Ich rufe wieder an. Er geht nicht dran. Ich klingel. Er ├Âffnet nicht. Ich klingel wieder. Er ├Âffnet nicht. Ich schreie. Er ├Âffnet nicht. Verschwinde! Ich gehe, er ├Âffnete nicht. Haust├╝r. Wohnungst├╝r. Wohnzimmer. Kleine Welt. Meine Welt. Himmlich. Ich halte es nicht aus. W├Ąhle Nummer. Er geht nicht ran. Das warÔÇśs. Ich bin bereit. Es ist aus. Ich hasse ihn, ich will ihn nie wieder sehen. Ich werde ihm die Schmerzen zuf├╝gen, die er verdient! Neuer Tag. Der Tag. Ich steige ins Auto. Mir ist nicht kalt. Ich gl├╝he. Die Haust├╝r steht offen. Viele Menschen. Seine T├╝r ist zu. Die Nachbarin schaut durch den Spion. Sie ├Âffnet. Ich l├Ąchle. Sie l├Ąchelt gequ├Ąlt.
Er ist tot.




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immer offen f├╝r konstruktives...
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Leider ist er gestorben. Ich habe ihn stets nur vorw├Ąrts gehen sehen. Niemals sah ich ihn bei Erreichtem stehenbleiben.
(Konfuzius)

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