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Leselupe.de > Ungereimtes
strandläufer
Eingestellt am 10. 03. 2011 16:27


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Karl Feldkamp
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Registriert: Aug 2006

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habe keine freiheitsstatur
würde am liebsten
unterdrücker unterdrücken gnadenlos
träumen von fluchtflugversuchen mit
möven kreischen und der krähe
hinterherwaten durch
sand leckende wasserzungen

stemme mich gegen sturm gebeugt
am strand lauf ich gezeiten hinterher
starre ins weitere zwischen
gischtkrone und wellental
ein angefressener fisch versandet
neben resten eines netzes

suche immer noch
eigentumswohnung mit meeresblick


__________________
Bei jedem Irrtum hat die Wahrheit eine neue Chance.

Version vom 10. 03. 2011 16:27
Version vom 11. 03. 2011 14:57

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Perry
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Registriert: Aug 2004

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Hallo Karl,

mir gefällt das Spannungsfeld zwischen der eher resignierenden Suche im Treibgut und der idylle "Haus mit Meerblick" gut, auch wenn ich mir das Ganze noch mehr verdichtet wirkungsvoller vorstellen könnte. Z.B. kommt das Windbild zweimal (Sturm, Windstärken) vor auch die Strandimpression, mit Fisch, Netz und Balken ist für mich (zu) üppig. Bei der Möwe hast du die Wiederholung mit der Krähe vermieden, wobei ich ein wenig unsicher bin, ob diese ein typischer Strandläufer ist.
LG
Manfred
PS: "sammle"

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Karl Feldkamp
Routinierter Autor
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Lieber Herbert,
danke für dein mehrmaliges Lesen und für deinen Kommentar.
Wie du sehen kannst, habe ich noch ein wenig am Text gearbeitet und hoffe, meine zweite Fassung gefällt dir besser.
Herzliche Grüße
Karl
__________________
Bei jedem Irrtum hat die Wahrheit eine neue Chance.

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Karl Feldkamp
Routinierter Autor
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Lieber Manfred,
auch auf Grund deines Hinweises habe ich noch am Text gearbeitet. Ich hoffe, er gefällt dir jetzt besser.
An der holländischen Nordseeküste sieht man immer weniger Möven (Nahrungsmangel) und immer häufiger Krähen und Dohlen.
Die Krähe sollte also nicht die Wiederholung vermeiden.
Außerdem symbolisieren Rabenvögel den Tod und halten sich oft auf Friedhofsbäumen und abgeernteten Feldern auf...
Liebe Grüße
Karl
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Heidrun D.
Guest
Registriert: Not Yet

Lieber Karl,

in der jetzigen Fassung gefällt mir dein Gedicht sehr gut.

Du schilderst einen typisch-menschlichen Zwiespalt: Da ist einerseits der unauslöschliche Wunsch nach dem Haus am Meer (natürlich Reetdach!), der Wunsch, der gewöhnlichen Unbill des Dasein zu entfliehen, andererseits das Wissen darum, dass es sich selbst in der Fantasie um eine Scheinidylle handelt ... also für immer gefangen zu sein im eigenen Netz.

Tja.
Heidrun

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Karl Feldkamp
Routinierter Autor
Registriert: Aug 2006

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Liebe Heidrun,
wir sollten einen Gefangenen-Shanty-Chor aufmachen.
Jaja, die Sehnsucht nach Idylle, die ich gleichzeitig verabscheue, weil sie nicht das Leben ist. Schließlich gehört zum Lyr-Ich immer auch ein Alter Ego.
Danke für dein Mitfühlen und dein Lob.
Gruß
Karl
__________________
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