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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
topologisches dunkel mit leuchtturm
Eingestellt am 08. 06. 2013 21:57


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HerbertH
???
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schmoll aß stieleis
f√ľr ein jahrhundert
und kaufte mit
der unbekannten weißen alkohol



topologisches dunkel


-------------------------
------------
-----------------------
----------------
--------------


1


un alten Haushalts

auf den kleine(re)n papieren
häuften sich durchgestrichene
mit den austernmustern aus linien
und nichts verrät dass sich
welten durchdringen wie Blei und Tinte

am leuchtturm fällt ein licht aus


2


mannigfaltigkeiten
kr√ľmmen sich umeinander
und in schwedischen seen
vorstellungen verstricken
sich quantenhaft und
mit leichen und steinen beschwert
tunneln in einander (taumeln)
umschlungen(e)

ein schiff fragt nach dem
kliff und fr√§st √ľber den grund


verraten fallen w√ľnsche in
die wirklichkeit und k√ľssen
linoleumböden (und gummibärchen)

topologisch betrachtet hat
ein mensch mindestens
genus zwei


3

auf der r√ľckseite der
empfindung des fr√ľhlings
wo bunte wiesen schmelzen
        Haged√∂rnernefriedrichs
passen V erregungswellen
nicht durch wurmlöcher
nur durchs rechte Nadelöhr
linke nasenloch
st√ľrmen pastisse und partisanen
sonnenflecken nur
viertausend vor den f√ľnftausend
graden und nicht so heiß wie
terras kern ... der raum aller
möglichkeien die null ergeben
im vektorraumb√ľndel

4

risse in der stetigkeit
an spr√ľngen der ableitung
        verlorenen
karten mit V √ľbergangsfunktio-
nen atlanten falscher
dimensionen die sich (durch
eruptionen)
nicht Haussdorfsch
definieren lassen

plattgewalzt wurden

auf dem abschalteten licht-
strahl reisten längst vergan-
genes eindr√ľcke ereignisse leben
in unsere vergangenheit
neben unserer
nichtlokalen gegenwart


ohne bums





Version vom 08. 06. 2013 21:57
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HerbertH
???
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was bleibt √ľbrig

topologisches dunkel

auf den kleine(re)n papieren
häufen sich durchgestrichene
mit den austernmustern aus linien
und nichts verrät dass sich
welten durchdringen wie Blei und Tinte

am leuchtturm fällt ein licht aus

mannigfaltigkeiten kr√ľmmen sich umeinander
in schwedischen seen
vorstellungen verstricken quanten
mit leichen steinbeschwert
tunneln in einander (taumeln)
umschlungen(e)

ein schiff fragt nach dem
kliff und fr√§st √ľber den grund


verraten fallen w√ľnsche in
die wirklichkeit und k√ľssen
linoleumböden (und gummibärchen)

topologisch betrachtet hat
ein mensch mindestens
genus zwei


auf der r√ľckseite der
empfindung des fr√ľhlings
wo bunte wiesen schmelzen
passen friedrichs erregungswellen
nicht durch w√ľrml√∂cher
nur durchs linke nasenloch
st√ľrmen pastisse und partisanen
sonnenflecken
nur viertausend vor den f√ľnftausend
graden und nicht so heiß
wie terras kern ...
der raum aller möglichkeien
die null ergeben im vektorraumb√ľndel

risse in der stetigkeit
an spr√ľngen der ableitung
karten mit verlorenen √ľbergangsfunktionen
atlanten falscher dimensionen
(durch eruptionen) plattgewalzt

auf dem abschalteten lichtstrahl
reist längst vergangenes leben
neben unserer nichtlokalen gegenwart


ohne bums

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HerbertH
???
Registriert: May 2007

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Liebe Pola,

das mit dem K√ľrzen ist so eine Sache. Es w√§re ein Streichungsprozess 2. Stufe. W√ľrde ich die neuen Striche in einer anderen Farbe machen k√∂nnen, k√∂nnte man das vielleicht vertreten. So aber geriete das ganze Konzept des Gedichtes aus den Fugen durch Streichungen 2. Ordnung.

Das Experiment besteht eigentlich darin, den assoziativen Schaffensprozess in seiner Dynamik zu zeigen. Das geht bei einem längeren Gedicht leichter.

Ausserdem w√ľ√üte ich kaum, wo ich mit den Streichungen 2. Stufe anfangen sollte

In einem anderen Forum wurde vorgeschlagen, Teilgedichte aus dem Gedicht herauszulösen, z.B.

quote:
am leuchtturm fällt ein licht aus
ein schiff fragt nach dem kliff
und fr√§st √ľber den grund

auf dem abschalteten lichtstrahl
reist längst vergangenes leben
neben unserer nichtlokalen gegenwart

oder

quote:
risse in der stetigkeit /an spr√ľngen der ableitung
karten mit verlorenen √ľbergangsfunktionen /atlanten falscher dimensionen

Das w√§ren dann eigene Gedichte, die durchaus reizvoll und f√ľr die Lesenden evtl. leichter zu verstehen sind, die aber nicht mehr das Konzept des Ganzen abzubilden erlauben.

Danke f√ľr Deine Gedanken zu diesem Gedicht.

Liebe Gr√ľ√üe

Herbert
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