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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
traum in aspik
Eingestellt am 16. 09. 2006 06:38


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Paul
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Registriert: Nov 2000

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traum in aspik

...und gehst durch die tür,
die ganz lautlos,
also nicht in ein schloß fällt,
vielleicht eine schwingtür,
doch eher scheint sie irgendwie nicht fest,
eher wie gelee,
eine tür aus aspik, sülztür –

gehst also durch dieses etwas in einen raum,
der nur spärlich beleuchtet,
gleich gegenüber die nächste tür,
die nicht weniger glibberös,
auch die passierst du
eigentlich ohne sie zu öfffnen,
einfach durch diese masse hindurch –

und so geht das weiter,
tür um tür und
raum und raum,
wobei die räume immer größer werden,
kaum ist die nächste tür zu erkennen,
bis überhaupt keine mehr,
geschweige denn raum –

schon gehst du gar nicht mehr,
weder tür noch raum noch sonst irgendwas,
nur dunkelheit,
du fliegst irgendwie,
schwebst vielleicht,
nein, fällst,
fällst endlos, wohin?

DARÜÜÜNGNGNG, der wecker,
du schweißgebadet, verwirrt, benommen,
stehst auf und torkelst richtung bad –
der türgriff fühlt sich ganz komisch an,
irgendwie scheint seine konsistenz über nacht,
etwas weicher liegt er in der hand,
gibt nach, dahinter

das meer.

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