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Leselupe.de > Kurzprosa
trieb und intellekt (Die Kollaborateure)
Eingestellt am 06. 06. 2001 15:25


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Chrissie
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Oct 2000

Werke: 67
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trieb und intellekt (ein dialog der geschlechter)

weib:

intellekt du holdes weib
wie weit sind wir gekommen?
dass kommen immer nur das eine meint
und schwanzgeburten uns're köpfe entern?
ein weib muss sein die kopfgeburt
was traurig ist
doch nicht zu Àndern
wer andres zu beweisen hÀtte
der tu's mir an
mein lieber mann

mann:

du holdes weib
dein geistger odem
gewinnt substanz
und fĂŒhrt
mit worten
des reimes tanz.

weib:

die holde werd ich geben dir -
doch wird das wohl ein harter tanz...
dein beutel voll des schleimes
trachtet eindruck nur zu schinden.
mag sein, dies dĂŒnkt mir falsch...
was immer es auch sei:
der intellekt des manns versiegt
kommt in das spiel
des weibes arsch!

mann:

bei weib und reim
ist meistens
ein automatischer reflex
das dabei schleim zustande kommt
wenn er dann entdeckt wird
dauert es nicht lange
und alles ist fĂŒr'n arsch
doch
kein schwanz ist so hart wie das leben
ob baumelnd oder nicht


weib:

wenn blicke, des schweifens mĂŒde
beginnen trÀge zu baumeln
nichts mehr erhaschend
bald den erdboden kĂŒssend
mit schleimigen spuren
schneckengleich den boden zeichnend
so ist es besser
ihn hart zu machen
solang er lebt
als dem baum
das elt zu paaren
oder
um dem strick
eine neue windung zu geben
ein neuer versuch
um den schwanz
nicht um den hals
denn
das eine hÀlt hart
das andre macht weich
das eine der moment
das andre die ewigkeit

mann:

fast erstickt
und abgeschnĂŒrt
quÀlt der schwanz sich durch sein leben
doch er schleicht
wie eine schnecke
auf der voll geschleimten strecke
obwohl er nicht weiß
wo ihn sein weg
noch hinfĂŒhrt

weib:

nicht wissen brauchst du
fĂŒhlen nur
so sÀuselt ihm
die biergefĂŒllte falle
in die
er dankbar torkelt
und trunken von
der herrlichsten geborgenheit
die schleimhÀute bieten mögen
ist’s ihm ganz gleich
das wohin

mann:

wenn schwÀnze
von bierschleim betrunken
einfach so rum hÀngen
und stricken
fest in der hoffnung
dass die eigene wolle auch reicht

weib:

und die gebĂ€rmĂŒtter
versonnen vom olymp lÀcheln
wohl wissend
wer hier die nadeln austeilt

mann:

dann
kommt es
hin und wieder vor

weib:

dass
eine neue sicht
sich einschleicht

mann:

und
der eine oder die andere anfÀngt
am klostein der erkenntnis zu naschen



Die Kollaborateure 2000
(Die Kollaborateure sind CMvM und WW)

__________________
Pseudonym? Nein Danke!
Christine Mell von Mellenheim

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Chrissie
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Oct 2000

Werke: 67
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Spricht fĂŒr Dich, dass Du mit 68 noch suchst!

Hi Sucher!

Ja klar isser drin, aufg'rĂ€umt, weg von der Straß', so wie im richtigen Leben halt.

Heißen Dank fĂŒr Deinen Kommentar, selten so gelacht!

Liebe GrĂŒĂŸe
Chrissie
__________________
Pseudonym? Nein Danke!
Christine Mell von Mellenheim

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