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Leselupe.de > Ungereimtes
über leben
Eingestellt am 17. 05. 2008 17:40


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nisavi
Routinierter Autor
Registriert: Feb 2006

Werke: 105
Kommentare: 238
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als es kuckuckslicht wird,
buchenhimmel sich öffnen
und den blick freigeben auf die sterne
verlässt du die wälder,

schleppst dich
durch schneesand und land,
das du nicht wiederkennst.

im dunkeln singt
die brandung - ganz nah scheint ein meer.
es riecht nach muscheln und tang und klingt -
so fremd.

die schatten fließen aus der vorzeit
an den rand der wege,
wenn du versuchst, sie zu berühren,
werden sie zu blauen vogelrufen,
und zum wind in den wiesen.

ganz selten nur triffst du die anderen.
auch sie gehen immer allein.
und einer von ihnen verkauft dir die worte,
geschrieben auf dünnem papier.

du weißt sie nicht mehr zu deuten,
doch morgens wenn du dich birgst
in einem neuen versteck,
flüstern sie sich in deine träume.

du weißt dann, was war, wer du bist.
bis du erneut erwachst, unter den sternen,
im schutz der bäume und
weiterläufst, als gäb' es ein ziel.
__________________
On a poet's lips I slept.
(P.B.Shelley)

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Hakan Tezkan
Guest
Registriert: Not Yet

hallo nisavi,

auch mir gefällt dein gedicht, ich würde aber hie und da nich straffen udn erklärende teile wegfallen lassen. hier einmal ein paar vorschläge:

quote:
als es kuckuckslicht wird,
buchenhimmel sich öffnen
und den blick freigeben auf die sterne
verlässt du die wälder,

schleppst dich
durch schneesand und land,
das du nicht wiederkennst.

im dunkeln singt
die brandung - ganz nah scheint ein meer.
es riecht nach muscheln und tang und klingt -
so fremd.

die schatten fließen aus der vorzeit
an den rand der wege,
wenn du versuchst, sie zu berühren,
werden sie zu blauen vogelrufen,
und zum wind in den wiesen.

ganz selten nur triffst du die anderen.
auch sie gehen immer allein.

und einer von ihnenden anderen verkauft dir die worte,
geschrieben auf dünnem papier.

du weißt sie nicht mehr zu deuten,
doch morgens wenn du dich birgst
in einem neuen versteck,
flüstern sie sich in deine träume.

du weißt dann, was war, wer du bist.
bis du erneut erwachst, unter den sternen,
im schutz der bäume und
weiterläufst, als gäb' es ein ziel.


Vielleicht kannst du damit etwas anfangen. Mir haben insgesamt die melancholischen Bilder sehr gefallen und deswegen würde es mich freuen, wenn mand as Gedicht optimieren könnte.

LG,
Hakan

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

Werke: 671
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Hallo nisavi,

ausnahmsweise bin ich mal anderer Meinung als Hakan.

Das Kuckuckslicht scheint mir wichtig, als ein geborgtes, fast gestohlenes Licht, jedenfalls ist es nicht mehr das gewohnte erfreuende Licht von einst.

Auch die anderen, die immer allein gehen, scheinen mir wichtig. Jeder hat Grund jedem zu misstrauen.

Du weißt dann, was war, wer du bist halte ich auch für unverzichtbar. In Zeiten von Flucht und ausschließlich ums Überleben ringend, kann man sich nicht mehr über sich selbst vergewissern, man erlebt sich nur noch von Sekunde zu Sekunde, so, als schaute man einem Fremden zu; und nur im Schlaf, in den Träumen verschmilzt man wieder mit dem, was man über sich selbst weiß.

Sehr tiefgründig und gelungen, Dein Text.

Liebe Grüße von Vera-Lena
__________________
Der Mensch ist sich selbst das größte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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