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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
und manchmal schneit es im April
Eingestellt am 19. 01. 2004 13:48


Autor
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habicht
Junior Mitglied
Wird mal Schriftsteller

Registriert: Oct 2001

Werke: 19
Kommentare: 37
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Die Bar ist voll.
MusikĂĽberlagertes Stimmengewirr.
Sie nimmt einen Schluck.
Ränder von roten Lippen am Glasrand... glitzernde Perlen auf purpurner Haut...
Sie sitzt alleine.
Rauchschwaden. Ăśberforderte Frischluftventilatoren. Der Geruch bleibt haften. Bis nach Hause und ein StĂĽck weiter.
Vertraute Gesichter, täglich gesehen, kurze Worte gewechselt und doch fremd geblieben im in der täglichen Oberflächlichkeit.
Ein Lächeln – sie lächelt zurück. Ein kurzer Gruß – man grüßt zurück. Gespräche im Treppenhaus.
„Haben Sie schon gehört bei der Dame im 3 Stock ist noch ein Herr eingezogen.“
Nein man hatte nicht gehört, tut interessiert und versucht wegzuhören während man die Post aus dem Postkasten holt. Werbung, Rechnung... und kein Stück Vergangenheit aus einer anderen Zeit, aus einer anderen Stadt.
Wie schmeckt Heimat eigentlich...
Vielleicht war sie nur ĂĽberarbeitet...
Ihre Hand spielt mit den Glas... feuchte spuren auf der dunklen Marmorplatte des Tisches... schimmern im gedämpften Licht.
Etwas Erholung...
Weit entfernt... eine Terrasse... eine, zwei Kerzen... und der Himmel, langsam in der Dunkelheit versinkend.
Weit entfernt .... Lachen, klirren von Gläsern...
Weit entfernt .... der Geruch der frischen Luft nach einen Regenguss.
Melancholisch... sie und melancholisch.... ein Lächeln spielt ihre Lippen... ironisch
Alleine unter lauten Bekannten und die Freunde.....
Die Einsamkeit in dem ĂśberfĂĽllten Lokal wird ihr zu greifbar.
Sie nimmt das Glas... leert es in einen Zug... stellt es nieder... Ihre Jacke, über die Schulter geworfen. Hinaus... drängt sie sich durch... Musik... hinaus... aus den Rauchvernebelten, mit Gesprächsfetzen überfluteten Raum. Weg von all den Bekannten, unbekannten, von all den Gesichtern. Namen ohne Geschichten dahinter, aus den ewig gleichen Wiederholungen wie eine steckengebliebene Schallplatte. Kransch.... Kransch....
Draußen....dann....später zu Hause.... im Sofa, zurückgelehnt, weit Weg von der Kneipe ... der Geruch ist geblieben.
Radio um die Stille zu brechen... schlieĂźt die Augen...
Sometimes it snows in April
Sometimes I feel so bad, so bad
Sometimes I wish that life was never ending



__________________
*Nachtflug*

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stresa
Guest
Registriert: Not Yet

that´s sad
that´s beautiful
den Teil "melancholisch...sie und melancholisch" finde ich, gerade selbst in dieser Stimmung, gerade genial -

Guten Flug, Habicht!

stresa

P.S.: über "kransch" als Plattengeräusch bin ich ziemlich "gestolpert" - ohne dass mir jetzt wirklich was besseres einfiele - eventuell - könnte man es weglassen?

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