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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
ungeist
Eingestellt am 22. 11. 2017 13:17


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Label
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UNGEIST
kann in irgendwelchen ritzen
sitzen und durch schlĂŒssellöcher
spitzen was manche Leute
sehr entgeistert denn die
fĂŒhlen sich gestört und
haben eindeutig gehört was
klaren blick verkleistert

doch DER flitzt durch das
ohr ins hirn von da aus
gleich zur stirn und
schaut dort aus den augen

oft hat der UNGEIST seinen
weg bereits gemeistert und
wieder einer wirkt BEGEISTERT

__________________
sie lasen soeben die buchstabenfolge, zensiert nur von eigener meinung

Version vom 22. 11. 2017 13:17
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Mondnein
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Beim besten Willen, liebe Label,

kann ich mir unter "Ungeist" so wenig vorstellen wie unter einem "Unwort". Oder einer "Unexistenz". Oder einem "Unich".
Das Gegenteil vom einen Geist wÀre ein anderer Geist, und da Geist eigentlich nicht zÀhlbar ist wie ein Ding, hat Geist sein Gegenteil in sich.

grusz, hansz


__________________
sato bandhum asati nir avindan
hridi pratishya kavayo manisha

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Label
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Lieber Walther, hab herzlichen Dank fĂŒr die Wertung.

Lieber Bernd

quote:
Ja, der Ungeist, jagt oft dem Zeitgeist hinterher und treibt ihn voran.
eine aufmerksame Beobachtung, meiner Meinung nach. Eine zerstörerische und selbstsĂŒchtige Stimmung breitet sich leichter aus, als das Gegenteil.
FĂŒr deine Gedanken zum Text und die Wertung danke ich sehr.

Lieber Hansz
es freut mich dass du hereingelesen hast, auch wenn ich es schade finde, dass du mit dem Text offenbar nichts anfangen kannst.
Vielleicht hilft dir eine "Übersetzung" fĂŒr Ungeist - in frĂŒheren Jahrhunderten hĂ€tte man das wohl als DĂ€mon, oder aber als vom Teufel geritten bezeichnet. Duden sagt Hier klicken
Geist ist ein weitreichender Begriff und beinhaltet vieles, nichts davon ist mit HÀnden greifbar und demzufolge ist es wichtig zu prÀzisieren, was gemeint ist.

lieber Gruß
Label
__________________
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Tula
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Hallo Label

Das Gedicht kommt recht beherzt und drollig daher. Auch der Bezug zum Zeitgeist war mir sofort klar und damit eine satirische Absicht. Ich sehe, dass man den Ungeistern nur schwer entkommt, auch wenn sie anfangs zu stören scheinen, nisten sie sich erfolgreich hinter der Stirn ein.

Soweit so gut. Als satirisches Gedicht finde ich es dennoch etwas unprĂ€zise, wobei man erwĂ€gen kann, dass es ohnehin vor Ungeistern nur so wimmelt. Auch ok; es muss inhaltlich nicht unbedingt tiefer gehen, könnte dann aber sprachlich noch ulkiger werden. Dass der Ungeist begeistert, finde ich noch witzig, der Rest des Textes geht aber ĂŒber völlig normale Umgangssprache nicht hinaus (kein besonderes Experiment). Oder du hĂ€ttest ein 'richtiges' und metrisch einwandfreies Reimgedicht verfasst (?).

Das 'mehr' in Zeile 5 erscheint mir als unpassend. Mehr als was? oder was nicht mehr?

Dennoch unterhaltsam, keine Sorge.

LG
Tula





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Trainee
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Hallo Label,

quote:
UNGEIST
kann in irgendwelchen ritzen
sitzen und durch die schlĂŒssellöcher
spitzen was manche bewohner
mehr entgeistert denn die
fĂŒhlen sich gestört und
haben eindeutig gehört was
klaren blick verkleistert
doch DER flitzt durchs das
ohr ins hirn von da aus
gleich zur stirn und
schaut dort aus den augen

oft hat der UNGEIST so
seinen weg bereits gemeistert und
wieder einer wirkt BEGEISTERT


aus meiner Sicht gibt es eine gramm. Unstimmigkeit, die den Sinn "verkleistert." Und es wÀre wohl zum Ende hin eine ZÀsur nötig.
Ungeist ist vieles. - Auf den Ungeist des Faschismus passte dein Gedicht in etwa. Auch auf den des Militarismus. Besser vielleicht noch auf den "Ungeist der Rechthaberei", der von der kath. Kirche in Bezug auf Franziskus beschworen wird.
Du bleibst aus meiner Sicht zu sehr im Vagen, verschenkst die Speerspitze, die ein Gedicht politischen / zeitkritischen oder auch personenbezogenen Inhalts aufzeigen sollte.
Deine Binnenreime gefallen mir recht gut, machen aber ein Gedicht noch nicht zu einem experimentellen Werk (das Gleiche gilt fĂŒr die Hervorhebungen).
Zudem bergen jene die Gefahr unfreiwilliger Komik ...
Einiges andere ist von den Vorkommentatoren gesagt worden.
FĂŒr mich ein ĂŒberarbeitungswĂŒrdiges Gedicht, das der PrĂ€zisierung bedarf.

Mit freundlichem Gruß
Trainee



__________________
Mein Maul ist ein Löwe / mein Herz ein Kaninchen / Von fern bin ich Zora, von Nahem: Sabinchen (Simone Borowiak)

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Bernd
Foren-Redakteur
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Hallo, Label und Trainee,

die Regularisierung der Rhythmik in den letzten Versen wĂŒrde ich befĂŒrworten, wie sie Trainee vorgeschlagen hat.

Bei "manch Bewohner"="manch ein Bewohner" sehe ich rhythmische und inhaltliche Probleme bei der vorgeschlagenen Änderung.

Vielleicht lese ich es aber auch nur anders.

Viele GrĂŒĂŸe
Bernd
__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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