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Leselupe.de > Ungereimtes
ungeküsst
Eingestellt am 23. 10. 2008 11:01


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Franka
Foren-Redakteur
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Registriert: Feb 2006

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ungeküsst

das Leben
wie ich es kannte
gibt es seit gestern nicht mehr
liegt gebettet unter weichem Braun
darüber Rosenstöcke
Blüten werden sie tragen
und natürlich Dornen
eine Hecke wird wachsen
undurchdringlich
doch kein Prinz wird kommen
der sie durchschlägt
denn dieser ruht hier für immer

Juni 2002
__________________
Man probiert. Vielleicht klappt es. Wenn nicht, dann probiert man was Neues. (frei nach Antje Joel)

Version vom 23. 10. 2008 11:01
Version vom 23. 10. 2008 12:25
Version vom 25. 10. 2008 23:03
Version vom 26. 10. 2008 12:17

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Heidrun D.
Guest
Registriert: Not Yet

Liebe Franka,

ein märchenhaft-trauriger Text, der sehr schön klingt. Nur die letzten beiden Verse würde ich verändern:

ungeküsst

quote:
das Leben
wie ich es kannte
gibt es seit gestern nicht mehr
liegt gebettet im warmen Braun
darüber ein Rosenstock
Blüten wird er tragen
und natürlich Dornen
veredelt trägt er nur noch diese
eine Hecke wird wachsen
undurchdringlich
doch kein Prinz wird kommen
der sie durchtrennt
der letzte liegt im warmen Braun


Weißt du, ich finde einfach, dass am Ende ein Vokal fehlt, um die Aussage noch einmal kräftig zu untermauern ...

Liebe (genau, wie bei Liiiiiebe ) Grüße
Heidrun


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bluefin
Guest
Registriert: Not Yet

entschuldige bitte, @franka, wenn ich das jetzt so sage, aber dein "warmes braun" ist unmöglich. damit klingt die ode wie ein nachruf auf jörg haider. oder was noch schlimmeres.

da solltest du nochmal drübergehen. außer, du bist kärnterin und willst partout mit dem kopf durch die wand (ich bin aber sicher, dass nicht).

liebe grüße aus münchen

bluefin

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bluefin
Guest
Registriert: Not Yet

braun als solitär wär schon okay, und warm für sich allein auch (obwohl's ja eigentlich schon die ersten nachtfröste hätte). so wie's aussieht, war unser jörg ein brauner warmer, und solang er noch nicht wirklich kalt geworden ist, in seiner bärentalgruft, sollte man solche metaphern meiden. jedenfalls immer dann, wenn man "ernsthaft" zu dichten gedenkt.

auch ohne den jäh verblichenen landeshauptmann wäre das "warme braune" ziemlich befrachtet - vor allem, wenn's, wie hier, sinngemäß heißt, dass man drin liege oder sitze. so was nennt man "unfreiwillige komik", glaub ich.

wenn's wenigstens bloß tinte wäre! aber so...

aus der nummer, liebe @franka, kommst du leider nicht mehr heraus. wohlwollender tipp: löschen und neu anfangen.

liebe grüße aus münchen

bluefin

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Franka
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Feb 2006

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Hallo,

danke für das Feedback, habe die letzte Zeile ein wenig geändert, ja und wer dieses Werk mit einem gewissen gerade Verstorbenen in Verbindung bringt, hat selber Schuld. Aber ich habe mal das Jahr der Entstehung unten vermerkt.

LG Franka
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OlafMietender
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wenn es ein bildfeld gibt in der lyrik, das wahrhaft abgegriffen ist und deswegen schwer zu bearbeiten, dann ist es jenes "rund um die rose".
leider gelingt es auch hier der autorin nicht, innovativ zu wirken. dieses dornröschenmotiv im hintergrund, diese verhalten aus jeder zeile schluchzende wehleidigkeit, welche zaunpfahlwinkend sich müht, den leser "anzurühren" - das ist aufdringlich und unästhetisch: zu viel des guten. der text erinnert - man verzeihe mir gütigst diese aussage - sehr an gewisse werke, welche kitschrosenumrankt in manchen frauenzeitschriften als "gedicht" angeboten werden, gleich unter einer jener "geschichten, die das leben schrieb".
fazit: meide die rose - sie sticht mit hoher wahrscheinlichkeit in den fettnapf.
(um auch einmal ein missglücktes bild zu gebrauchen ...)

mit besten grüßen,

OM







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