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Leselupe.de > Gereimtes
unter jenem Fluss
Eingestellt am 02. 05. 2004 00:19


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Venus
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unter jenem fluss tief

in deinen augen
blicken winden sich becken
entgegen alle strömung

ins unbelauschte
nimmt sich ein harter
brecher lebendige tropfen mit

fort ins trockne erwachen


© gabriele schmiegelt

__________________
den wind im rĂŒcken, sterb ich mich ein
in den großpassat -
und lebe erst recht

Version vom 02. 05. 2004 00:19

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MH
Routinierter Autor
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hallo venus,

im gesamten ein sehr schönes werk, kompakt und ausdrucksstark.
allerdings stört mich irgendetwas an der mitte:

der strömung sog ins
unbelauschte

nimmt sich ein letzter
brecher

ist es die redundanz von strömung und sog, oder
der fĂŒr meine wahrnehmung das gedicht etwas verkrampfende genitiv, ich bin nicht sicher. man weiss vielleicht bereits, wie ungern ich alternativen vorschlage, aber ich wĂŒrde hier lieber etwas lesen wie

die strömung ins
unbelauschte

nimmt sich ein letzter
brecher

oder so Àhnlich.

tut der gesamtwirkung aber keinen schaden an.

mfgMH

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bonanza
Guest
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Bei deinen Gedichten denke ich immer an einen
tropfenden Wasserhahn.

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Cirias
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Liebe Venus,
Dichten heißt fĂŒr mich in ausdrĂŒcklich gewolltem Dunkel die verschwiegenen Dinge beschwören. Ich habe das GefĂŒhl, als hĂ€ttest du selbst dich "unter jenem Fluss" gelegt, den Worten die Iniative ĂŒberlassen, den Rhythmus des Unendlichen zugelassen, es ist, als hĂ€ttest du dieses Gedicht vom Sprachimpuls her geschrieben, es ist aber auch, als wolltest du eine Raumvorstellung ergreifen und als hĂ€tte sich dann etwas eingestellt„ dass nichts mehr mit RĂ€umlichen zu tun hat. Deine Worte klingen wie die Stimme eines Vogels, den man nicht noch einmal im Leben vernimmt...es ist, als holtest du das Wort hervor, um es wieder einzutauchen in seine Vergeblichkeit, von der Anwesenheit in die Abwesenheit, in deinen Zeilen scheint die Zeit in die Zeitlosigkeit ĂŒberzugehen...unter jenem Fluss...
Ein wunderbares Gedicht.

Ein alter Freund...Cirias

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Venus
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Hallo MH,
recht lieben Dank, fĂŒrs Auseinandersetzen mit meinen Gedanken!

Ich schÀtze sie in gewisser Weise sehr, die alternativen VorschlÀge von kompetenten Kollegen/innen. Helfen sie mir doch, die eigentliche Interpretation des Lesers leichter nachzuvollziehen.

Ich bin (wie man vielleicht weiß) etwas „berĂŒchtigt“ fĂŒr verkappte ZeilenumbrĂŒche und deren (möglicherweise) lesbare Vielschichtigkeit. Gewollt war folgender Gedanke:

tief in deinen augen
blicken sich becken krĂŒmmend
entgegen der strömung
sog ins unbelauschte
(Bindewort also Sog ins Unbelauschte und ins Unbelauschte nimmt sich ein letzter Brecher...)
nimmt sich
ein letzter brecher
...


Ich weiß, lieber MH, ein Gedanke ist immer nur so wertvoll, wie seine (tatsĂ€chlich resultierende) Wirkung...
Bin immer ein wenig zerrissen, ob ich nicht zuviel (in mir) aussagen will.
Bestimmt etwas beruhigt, durch deine Anmerkung „tut der gesamtwirkung aber keinen schaden an“ interpretiere ich daraus, dass der Leser nicht immer unbedingt und ausschließlich das verstehen muss, was der Autor sagen will/wollte. Wichtig möchte sein, dass der Spielraum fĂŒrs eigene Lesen offen bleiben darf –
oder?
WĂ€re es dann letztendlich so, dass, wĂŒrde ich deinem Vorschlag entsprechen, mein Geschriebenes reduziert wĂ€re, auf einen einzigen Gedankengang?

Ich bin echt schlimm –
manchmal halt

Danke, fĂŒr deinen interessanten Kommentar!

Lieben Gruß,
Gabi

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Venus
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Hallo Bon!

Nun ja - danke
Ein tropfender Wasserhahn ist bekannterweise etwas Ă€rgerliches. Beim Versuch ihn zum Schweigen zu bringen, kann es oft genug passieren, dass man ein Gewinde ab- oder ĂŒberdreht. Anstatt einfach die Dichtung auszuwechseln...

Manchmal jedoch, erinnert das gleichmĂ€ĂŸge "plopp-plopp..." auch ans Ticken einer Uhr. Die Gewissheit, das sichere Einvernehmen, dass die Zeit nicht still steht -

Ich Optimist!

Lieben Gruß,
Gabi
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