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Leselupe.de > Gereimtes
unverbrüchlich
Eingestellt am 19. 09. 2005 11:28


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Vera-Lena
Routinierter Autor
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unverbrüchlich

niemals kann ich mich
in dich
hineinlösen
als wäre ich ein Salz
in deinem Blute
bleibe immer
Gegenüber
Zugegen
Einfach-da
bin dir
Zu-Fall
in deinen Lebensschatz
wartend
dass unser beider Chaos
sich einen Kosmos
gestaltet











__________________
Der Mensch ist sich selbst das größte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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noel
???
Registriert: Dec 2002

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die überschrift lockte

liebe vera-lena

die überschrift ist genialgut!

dein text spaltet mich in `wow´

quote:
bleibe immer
Gegenüber
Zugegen

quote:
dass unser beider Chaos
sich einen Kosmos
gestaltet

wobei mir beider & unser zu viel ist. will meinen, ich würde eines weglassen...

dass sich beider Chaos
einen Kosmos
gestaltet

ODER

dass unser Chaos
sich einen Kosmos
gestaltet

gibt es eine mehrzahl von chaos????


hineinlösen klingt mir nicht, warum? unerklärbar, einfach mein wortgefühl.

der lebensschatz und das salz im blute ist mir zu gewöhnlich, besonders in anbetracht der ansonsten chaotisch_schönen bilder.

hat zum deneken angeregt, wie man schwerlich überlesen kann

noel


__________________
© noel
Wir sind alle Meister/innen der Selektion und der konstruktiven Hoffnung, die man allgemein die WAHRHEIT nennt ©noel
NOEL = Eine Dosis knapp unterhalb der Toxizität, ohne erkennbare Nebenwirkung (NOEL - no observable effect level) .

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

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Liebe noel,

danke für Deinen Leseeindruck!

"Unser beider Chaos" ist mir wichtig, damit ich auch richtig verstanden werde. Da stoßen ja zwei Welten aufeinander, die ich jetzt nicht als ein Chaos sehe, sondern als zwei Felder, die in sich noch ungeordnet sind, anderenfalls wäre eine Gemeinsamkeit ganz anders, als ich mir das hier vorstelle. Hier ist eben alles möglich, weil bei beiden alles offen ist.
Einen Plural von Chaos kenne ich nicht. In einem Prosatext könnte man chaotische Szenerien schreiben, aber hier muss es wohl in der Einzahl bleiben.

Vielleicht finde ich für den "Lebensschatz" noch ein anderes Wort.

Das "sich hineinlösen", sich in den anderen auflösen, so eine Art Selbstaufgabe, die im Leben bei Menschen ja durchaus vorkommt, das wollte ich unbedingt ausschließen, und deshalb habe ich vielleicht diese Sache etwas unlyrisch und eher naturwissenschaftlich "chemisch" ausgedrückt. Insofern ist es für mich stimmig, weil da so viel Ablehnung von mir dahinter steht.
Kann aber sein, dass ich nach längerer Zeit auch dafür eine sanftere Formulierung suchen werde.

Ich freue mich, dass Dir der Text etwas sagt.

Liebe Grüße von Vera-Lena
__________________
Der Mensch ist sich selbst das größte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Perry
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Aug 2004

Werke: 1029
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Hallo Vera-Lena,
das Zu-fall sein und trotzdem Gegensätzliche verleiht deinem Text eine sehr gute Spannung. Zur Umsetzung habe ich auch zwei kleine Anregungen:
"ein Salz" mutet mich befremdlich an. Entweder nur "Salz" oder "ein Salzkorn" würde mir besser gefallen.
Für "Lebensschatz" wäre vielleicht auch "in deiner Art (zu leben)" eine Möglichkeit.
LG
Manfred

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Vera-Lena
Routinierter Autor
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Lieber Manfred,

danke für Deine Beschäftigung mit diesem Text.

Über das "ein Salz" habe ich lange nachgedacht. Ich denke im Blut befinden sich viele Salze nach der Nahrungsaufnahme zB. Im übertragenen Sinne wollte ich aber ausdrücken, dass ein Mensch natürlich viele Menschen in seinem Innersten ständig bei sich hat, an die er denkt und mit denen er sich verbunden fühlt.
Und wenn er so geartet ist, dass er andere geradezu aufsaugt, wäre das "Ich" eines unter vielen Salzen. Aber hier wird ja gesagt, dass nach einem solchen aufsaugenden Menschen eben nicht gesucht wird, weil die Bereitschaft zum "Hineinlösen" nicht da ist.

Ich denke wirklich an das Salz im gelösten Zustand, das da mit dem Blute durch die Adern pulsiert, das als etwas Eigenständiges nicht mehr wahrnehmbar ist. Und (ich sage es hier noch einmal,) dieser Zustand wird aber nicht von dem "Ich" gewünscht.

Es gibt natürlich "ein Salz" und es gibt "viele" Salze, insofern erscheint mir das nicht gar so fremd. (ja, der Chemieunterricht ich kann ihn nicht verleugnen *lach*)

Danke für einen Neuvorschlag für den "Lebensschatz" Für solche Vorschläge bin ich immer offen und sehr dankbar.

Nun ist der Lebensschatz ein Wort mit einem sehr konzentrierten Inhalt. Vor allem ist das Wort "Schatz" = Reichtum darin enthalten.

Ich hatte dieses Wort gewählt, um deutlich zu machen, dass das "Ich" jemandem zugefallen ist, dessen Leben ohnehin in der Fülle in einem großen inneren Reichtum dasteht.

Mir sind bis jetzt lauter blödsinnige Wörter eingefallen zb "Deine Lebensköstlichkeit", "Lebenskostbarkeit" usw um den Inhalt nicht zu verwischen. Ich glaube, es wird schwierig werden. Vielleicht hat noch jemand eine Idee.

Das heißt, jetzt denke ich, wenn da stünde "in dein Leben", würde es die Aussage auch nicht verfälschen. Was meinst Du?

Das freut mich, dass Du das erkennst, dass man jemandem zufallen und trotzdem ihm ein Gegenüber bleiben kann.

Noch einmal Danke!
Liebe Grüße von Vera-Lena
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Sonnenkreis
Festzeitungsschreiber
Registriert: Jul 2005

Werke: 6
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Liebe Vera-Lena,

ich lese Deinen Text mit den Augen meiner Erfahrungen
und staune ein wenig, wie sich hier mit wenigen Worten
etwas spiegelt, wofür manche Autoren hunderte Seiten
brauchen:

Ich lese hier, wie sich eine Verbindung gegen Symbiose-
Bestrebungen entwickelt und somit wirklich autonom zu
einer Gemeinsamkeit gestaltet.

Vielleicht ist das die hohe Kunst der Liebe. Zumindest
ein wichtiger Teil davon.

Denn so wie ich es lernte und leben versuche, kann nur
die freiheitliche Verbindung in wirklich unverbrüchlicher
Nähe dauerhaft lebendig bleiben.

Ich wünsche Dir einen schönen Abend und eine gute Zeit)!

Liebe Grüße
Sonnenrkeis

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Vera-Lena
Routinierter Autor
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Lieber Sonnenkreis,

ja darum geht es mir, dass da zweie miteinander sind, aber ihre Gemeinsamkeit dadurch so viel Stärke und eine so tiefe Lebendigkeit besitzt, weil sie es gelernt haben, den anderen "Er-selbt" sein zu lassen. Auf diese Weise kann man sich dann wirklich annähern, ergänzen ja und einander lieben.

Das lässt sich nicht mal eben so bewerkstelligen, weil man darüber Bescheid weiß, sondern da gilt es, sich einen Erfahrungsschatz zu erwerben und immer bereit zu bleiben, wieder neu zu lernen.

Ich danke Dir herzlich für Deinen Kommentar.

Dir ganz liebe Grüße!
Vera-Lena
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