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Leselupe.de > Ungereimtes
verankert?
Eingestellt am 26. 01. 2011 11:54


Autor
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meradis
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Oct 2010

Werke: 78
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leises murmeln
├╝ber mir
alte holzbalken
schwankende schritte

schroffe ansprache
ich mag den tonfall nicht

die stille war heilig
ein fester hafen

land in sicht
er geht
ich bleibe nicht allein

sittsam
seltsam anmutend

die gefalteten h├Ąnde



__________________
Nachts wird┬┤s hier auch dunkel

Version vom 26. 01. 2011 11:54
Version vom 26. 01. 2011 14:25

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Heidrun D.
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Conny,

das gef├Ąllt mir.
Nur eine Kleinigkeit gebe ich zu bedenken: Es hei├čt allein, nicht alleine. Au├čerdem ist dir an dieser Stelle ein l entglitten.
Vielleicht m├Âchtest du auch noch einmal ├╝ber die Formatierung nachdenken?

quote:
leises murmeln
├╝ber mir
alte holzbalken
schwankende schritte

schroffe ansprache
ich mag den tonfall nicht

die stille war heilig
ein fester hafen
land in sicht

er geht
ich bleibe nicht allein

sittsam
etwas seltsam anmutend

die gefalteten h├Ąnde

Herzliche Gr├╝├če
Heidrun



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Karl Feldkamp
Routinierter Autor
Registriert: Aug 2006

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Hallo meradis,
mit deinem Gedicht erzeugst du sehr gekonnt eine beklemmende Athmosph├Ąre, ein Gef├╝hl zwischen Angst und Geborgenheit.
Kompliment! Die kleinen ├änderungsvorschl├Ąge Heidruns kann ich gut nachvollziehen.
Gru├č
Karl
Karl
__________________
Bei jedem Irrtum hat die Wahrheit eine neue Chance.

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Franke
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Registriert: Mar 2009

Werke: 175
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Hallo Conny,

manchmal ergibt ein Gedicht die unterschiedlichsten Lesarten.

F├╝r mich handelt dieses Gedicht vom Tod und vom letzten Abschied. Dieses Bild hat sich bei mir anhand der gefalteten H├Ąnde und dass das lyr.ich nicht allein bleibt ergeben.

Liebe Gr├╝├če
Manfred
__________________
Das Leben ist eine Krankheit der Materie (Thomas Mann)

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Perry
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Werke: 1033
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Hallo Conny,

ich mag die leise Sprache deines Textes, obwohl es sich um ernste Beziehungsprobleme zu handeln scheint:

"schroffe ansprache
ich mag den tonfall nicht

die stille war heilig"

Konstruktiv w├Ąre anzumerken:

"leises murmeln
├╝ber mir" -> murmeln ist meistens leise, deshalb w├Ąre auch
"├╝ber mir / murmeln" m├Âglich w├Ąre.

Interessant auch die Wortfolge

"er geht
ich bleibe nicht allein

sittsam
seltsam
anmutend"

die ich als Bruch mit der religi├Âs geforderten Enthaltsamkeit deute.

LG
Manfred










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Label
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Registriert: Jan 2011

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liebe meradis

nachdem ich deinen Text mehrfach gelesen habe, formt sich f├╝r mich immer klarer ein Bild - besser noch - eine Stimmung, heraus.
Eine Stimmung in die ich hinein schl├╝pfen kann, mit dem Gef├╝hl - ja, passt.
Ich erlebe deinen Text als Beschreibung eines Trauergottesdienstes.

quote:
leises murmeln
Bittgebete oder Rosenkr├Ąnze dringen dem LyrI ans Ohr. Es wird aber nicht in den Ritus hineingezogen, es schaltet nach "innen", nimmt Ger├Ąusche nur noch als Hintergrund wahr
quote:
├╝ber mir
alte holzbalken
und betrachtet statt dessen die Umgebung
quote:
schwankende schritte
und trauernde Menschen
durch diese Tonabschaltung dringen
quote:
schroffe ansprache
ich mag den tonfall nicht
die Worte des Pfarrers.
quote:
die stille war heilig
ein fester hafen
das Leben dringt in die gew├Ąhlte Bet├Ąubung ein, die f├╝r eine Zeit Halt bot,(hier gibt es die zus├Ątzlichen Ansatzpunkte heilig wie in Eucharistie und eine feste Burg/Kirche - Hafen/Glaube)
quote:
land in sicht
Hoffnung keimt mit dem Gedanken
quote:
er geht
ich bleibe nicht allein
(trotzdem)
quote:
sittsam
Lyri l├Ą├čt sich nun auf die Riten ein
quote:
seltsam anmutend
f├╝hlt sich aber eher fremd mit
quote:
die gefalteten h├Ąnde
und stellt sich die Frage wo bin ich
quote:
verankert?

Dein Text hat mich erreicht und mir gut gefallen

mit einem lieben Gru├č
Label
__________________
sie lasen soeben die buchstabenfolge, zensiert nur von eigener meinung

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