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Leselupe.de > Kurzprosa
verlangen
Eingestellt am 17. 10. 2001 13:59


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anna karena
Hobbydichter
Registriert: Oct 2001

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verlangen

Die ehe war eigentlich immer gl├╝cklich gewesen.
keine dramen, keine n├Ąchtlichen szenen wegen andauernder stammtischbesuche (er war abstinenzler), keine anderen frauen - naja, hier und da einen blick riskiert, kleine streitereien, aber nichts ernsthaftes.
nat├╝rlich war die liebe nicht mehr so ├╝bersch├Ąumend wie zu beginn, aber nach den langen jahren - wo ist sie das noch ? alles hatte sich irgendwie eingespielt.
er war ├╝berhaupt eher ruhig, auch im streit nie laut. Sogar die leidenschaften, denen er fr├Ânte, konnten, wenn ├╝berhaupt als solche bezeichnet, doch eher gem├Ą├čigt genannt werden.

aber dann trat, nein, st├╝rmte sie in sein leben. unerwartet, einem erdbeben gleich - und auf einmal war nichts mehr so wie vorher. Nichts.
war er schon hundertmal an ihr vor├╝bergegangen, in anderer gestalt oder war sie es, die einzige ?
keine war so wie sie, so verf├╝hrerisch, lockend, inspirierend.
die vorstellung, sie zu besitzen, versetzte ihn in einen rauschzustand, wochen-, monatelang.
verbotener genu├č ! der gedanke an seine frau, das schwanken zwischen wildem verlangen, furcht vor der entdeckung, der zweifel.....
er schrieb sogar gedichte.

in jeder leidenschaft gibt es einen punkt, an dem sie unertr├Ąglich wird - er sp├╝rte ihn deutlich kommen, jeden tag ein st├╝ck n├Ąher. Er war wie besessen, von einem gedanken : sie.
und keine gelegenheit !
seine frau - jeden abend f├╝r ihn da, jeden abend ihr das gewohnte liebevolle gesicht zeigen, sie k├╝ssen und dabei tr├Ąumen....tiefste abgr├╝nde, unstillbare sehnsucht !

und dann, unverhofft - seine frau w├╝rde ausgehen. Nach jahren zum ersten mal allein ausgehen, mit einer freundin. sie, die ihm inzwischen wie eine klette erschien.

genaueste planung...ÔÇťpa├čt der hellgraue anzug noch ?...ich werde sie sehen, ber├╝hren, auskosten !ÔÇť
die frau gl├╝cklich auf den weg gebracht, das scherzhafte : ÔÇ×du wirst mir doch inzwischen keine dummheiten machen !ÔÇť mit einem etwas gezwungenen l├Ącheln entgegengenommen und dann - endlich, endlich !

mit zitternden h├Ąnden den sitz der krawatte gepr├╝ft - ein letzter blick in den spiegel.
der weg schien endlos und endete doch. hier hatte er sie zum ersten mal gesehen, und da stand sie - diese formen, der schlanke hals - g├Âttlich, verwirrend, traumhaft...und k├Âstlich verborgen in ihrem innern, sein verbotenes gl├╝ck.....

..............................................................................................................................................................

Im ├╝brigen fand er das bier ein wenig bitter.

__________________
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anna karena

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Zauberfrau
Nennt-sich-Schriftsteller
Registriert: Oct 2001

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... wie geht es weiter?????
*wundersch├Ânfesselnd*
Gibts ne Fortsetzung f├╝r diese Geschichte, oder soll sich die Fortsetzung im Kopf abspielen?

Zauberfrau
__________________
Wenn der Himmel einen Menschen liebt, dann l├Ą├čt er ihm einen Freund begegnen.

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