Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92225
Momentan online:
147 Gäste und 7 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Ungereimtes
violoncelli
Eingestellt am 11. 04. 2007 21:56


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
rosste
Routinierter Autor
Registriert: Jul 2004

Werke: 85
Kommentare: 606
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um rosste eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

violoncelli

im aufstrich zeichnen
edle hohlk├Ârper terzen
rechtsherzmusik
wie wei├čer staub
ein weinen
vom feinsten
gegen schlaganfall
leichtes vibrato
dringt bis ins mark
crescendo rei├čt
mauern ein
und brocken rollen
in quinten
eine flut
in halben t├Ânen
cis ist des
├╝bung ist meister
streichseelenmeer

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Karl Feldkamp
Routinierter Autor
Registriert: Aug 2006

Werke: 849
Kommentare: 4769
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Karl Feldkamp eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Liebe/r rosste,
dein Gedicht f├Ąllt in erfreulicher Weise aus dem ├╝blichen Rahmen. Musik ist der fast unmittelbare Ausdruck von Gef├╝hlen. Lyrik ist wesentlich "mittelbarer". Dein Verusch, hier beides zusammenzufassen, verst├Ąrkt die psychische Wahrnehmung deines Textes. Dein Gedicht gef├Ąllt mir sehr.
Allerdings m├╝sste es nicht unbedingt die Berliner Mauer sein. Eine Mauer w├╝rde reichen. Eine aktuelle Mauer, vielleicht die israelische, w├Ąre besser, zumal die Leser/innen dazu Barenboims (hoffentlich habe ich den Namen richtig geschrieben) musikalische Bem├╝hungen assoziieren k├Ânnten.
Herzliche Gr├╝├če
Karl

__________________
Bei jedem Irrtum hat die Wahrheit eine neue Chance.

Bearbeiten/Löschen    


rosste
Routinierter Autor
Registriert: Jul 2004

Werke: 85
Kommentare: 606
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um rosste eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

@ HFleiss
mit deinem kommentar kann ich leider nicht so viel anfangen - von "einem" cello hab ich nichts geschrieben.

@ Karl Feldkamp
danke karl,
bei der berliner mauer hatte ich beim schreiben schon ├╝berlegt...
werde "berliner" rausnehmen.

(urspr├╝ngliche fassung:
violoncelli

im aufstrich zeichnen
edle hohlk├Ârper terzen
rechtsherzmusik
wie wei├čer staub
ein weinen
vom feinsten
gegen schlaganfall
leichtes vibrato
dringt bis ins mark
crescendo rei├čt
berliner mauern ein
und brocken rollen
in quinten
eine flut
in halben t├Ânen
cis ist des
├╝bung ist meister
streichseelenmeer)

Bearbeiten/Löschen    


vicell
Routinierter Autor
Registriert: Feb 2004

Werke: 14
Kommentare: 118
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um vicell eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Lieber rosste,
schon bei diesem Titel schl├Ągt doch jedes Celloherz h├Âher- ein Hoch auf die Lupianer Cellofraktion! (so. das musste mal raus)
Deine Zeilen erfreuen mit ihrer ausdrucksklaren Kargheit, Worte wie "Streichseelenmeer" und "Rechtsherzmusik" lassen die Liebe zu diesem Gegenstand mehr als erahnen.
Ich selber tu mich oft schwer mit lyrischer Umsetzung von Musik, bin auch eher ein Mensch, der die gef├╝hlte Musik in sich in Worten wesentlich, naja, sagen wir mal, weitschweifiger ausdr├╝ckt, jedoch deine Version hat mich nach mehrmaligem Lesen sehr angesprochen und ├╝berzeugt.

Nat├╝rlich k├Ânnte man versuchen, eine aktuelle politische Aussage zu assoziieren, Barenboim & The West-Eastern Divan Orchestra, die israelische Mauer - wie Karl schon anmerkte, aber dies ist Geschmackssache.
Aber da die meisten Musiker mit der Berliner Mauer sofort an Rostropovitch und Bach denken (und dies auch noch im "Rostropovitch - Jahr", am 27. M├Ąrz ist er 80 geworden) st├Ârt mich der Ausdruck "berliner mauern" ├╝berhaupt nicht, ganz im Gegenteil, er dr├╝ckt in diesem Zusammenhang etwas sehr Essentielles aus - n├Ąmlich und ├╝berhaupt die Universalsprache der Musik.
Da zerbricht eine Diktatur, Millionen von Menschen feiern weltweit und ein einzelner Mann sitzt, scheinbar v├Âllig in sich versunken, mit seinem Cello vor dem Symbol dieses Untergangs und der neugewonnenen Freiheit, n├Ąmlich der Berliner Mauer, und spielt Bachs Cellosuiten. Und egal, ob die vielen begeisterten Zuh├Ârer nun mit Bach vertraut sind oder nicht, er sprach zu ihnen, und niemand f├╝hlte sich mi├čverstanden, im Gegenteil.
Was also, wenn nicht dieses Beispiel, kann denn deutlicher zeigen, dass Musik eine Sprache ist, die aus der Tiefe unseres Herzens unmittelbar zu jedem zu sprechen wei├č?
Ich w├╝rde an deiner Stelle die "crescendeo rei├čt berliner mauern ein" nicht streichen - ich finde gerade diesen Ausdruck mehr als gelungen.)


Es gr├╝├čt dankend f├╝r diese Zeilen aus Celloland,
herzlichst,
die vic

Bearbeiten/Löschen    


3 ausgeblendete Kommentare sind nur f├╝r Mitglieder und nur mit eingeschaltetem Javascript erreichbar.
Zur├╝ck zu:  Ungereimtes Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!