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Leselupe.de > Ungereimtes
vom umdenken (wie ein kind)
Eingestellt am 15. 12. 2007 22:15


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Venus
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vom umdenken (wie ein kind)

hab ich mich gestern noch
ertappt beim stampfen
lose beine ausgefranst
auf dem halbierten boden

reifer fakten wacht enthemmt
heut stolz mein sturm
kein bisschen mĂŒde
darf er zornen launig und
auf herzenslÀnge zeitlos

ist die wut so gern
vertraut gewogen in mir selbst
der unverstand willkommen
und in jeder frage bleibe ich
gern mir

ein rÀtsel
endlich

in den unverschrÀnkten tagen
will ich es schÀndlich
laut und deutlich

bleiben


© gabriele schmiegelt

__________________
den wind im rĂŒcken, sterb ich mich ein
in den großpassat -
und lebe erst recht

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gareth
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Es liegt mir etwas daran, liebe Venus,

etwas zu Deinem Gedicht zu sagen. Es ist eine Weile her, dass ich etwas neues von Dir gesehen habe.

Es kann sein, dass ich mich wiederhole, aber was mir bei fast allen Deinen Gedichten geschieht ist, dass mich mindestens ein Bild, manchmal auch nur eine Zeile darin, ganz unmittelbar anspricht, ohne dass oder noch bevor es mir vollstÀndig zugÀnglich ist.

Auch hier ist es so und ich bin beeindruckt von unverbrauchten Metaphern und kraftvollen Bildern, die hier entstehen. Ich lese sie als UnabhÀngigkeitserklÀrung eines stolzen Lebewesens, dass sich der Unauflöslichkeit vieler seiner Lebensknoten bewusst ist und auch sein will.

Das ist natĂŒrlich sehr verkĂŒrzend und ich wollte, mir stĂŒnden mehr Worte und GedankengĂ€nge zur VerfĂŒgung. Aber ein wenig mag deutlich werden, dass mir diese Werk gefĂ€llt und ich mir zumindest MĂŒhe gegeben habe :o)

GrĂŒĂŸe
gareth


__________________
Wie hÀsslich ist ein schrÀges Treiben,
da lob ich mir mein trÀges Schreiben.

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Venus
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Lieber gareth,

ich hab mich sehr gefreut, ĂŒber deine konstruktive, ausfĂŒhrliche Nachricht; lieben Dank!

Freilich hĂ€tte dieses Werkchen auch „die unabhĂ€ngigkeitserklĂ€rung einer in die wechseljahre gekommenen“ heißen können, oder halt so Ă€hnlich
 ;o)

Vielleicht ist es ja in der Tat so, dass man sich zurĂŒckentwickelt, mit den Jahren (manchmal erscheint es mir jedenfalls so, wenn mich die Hilflosigkeit (wirklich) alter Menschen, gegenĂŒber NormalitĂ€ten trifft). Der Mensch wird (wieder) zum Kind.

So stelle ich mit meinem Titel (vielleicht) die These in den Raum, dass es nicht (immer) schadhaft sein muss, so man sich denn bewusst zurĂŒckentwickelt und umdenkt. Wie ein Kind nĂ€mlich, und frech herausdenkt: „Jetzt stampf ich und dann wird alles gut!“.

Vielleicht stimmt das aber so auch gar nicht und vielleicht ist das bloß ein Gedicht, aus einer Zeit heraus, welche fĂŒr die Autorin nachvollziehbar sein könnte.
WÀr ja noch schöner, tÀt ich zugeben, dass ich schon in den Wechseljahren sei!
Sei?
Sei. Äh, sei mir ganz herzlich gegrĂŒĂŸt, du treuer Freund!

Herzlich,
Gabi

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Venus
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Danke, Prosa,

fĂŒr deine EindrĂŒcke; wobei der erste mich besonders gefreut hat. Ja, so eines wollte es in der Tat sein und ja, ich bleib lieber immer anfĂ€llig fĂŒr Komplimente. ;o)

Das von dir angefĂŒhrte Zitat ist in der Tat wortgetreu wiedergegeben. Ob Picasso damit recht hatte und ob es das Ziel eines Malers/KĂŒnstlers guthin ist, erneut (irgendwann wieder) so zu malen wie ein Kind, möchte ich dahin gestellt lassen. Dass es seine offizielle Devise sein mochte, hat er proklamiert.

Letztendlich (meine ich) ist die Kunst ein Luder.
Sie sucht dich heim, kĂŒsst dich und lĂ€sst dich zurĂŒck.
Ein Lebtaglang verbringt der KaltgekĂŒsste dann im Endlosversuch, das eigene GefĂŒhl des Kusses, nach außen hin, darzustellen. Es wird (immer) sein GefĂŒhl bleiben; mit der hehren Hoffnung auf Solche, welche gerade jenes Ureigene glauben nachempfinden zu können. Weil, ja weil

Weil Kunst mehr ist, als ein GefĂŒhl.
Der Kuss jedoch: bleibt was er ist.

Was ist also im besten Falle ein Gedicht?

Danke, fĂŒr den Austausch!
Recht freundlich,
Gabriele


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