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Leselupe.de > Ungereimtes
von goldgräbern und etagenbetten
Eingestellt am 21. 02. 2003 13:37


Autor
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margot
???
Registriert: Mar 2002

Werke: 298
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könig alkohol schwang sich zu mir hoch
auf mein etagenbett
„gibt`s was neues von jack?“ fragte ich
„ne, er gräbt in klondike nach wie vor
nach gold ...“
„dem gold seines herzens ...“
„ja, haha!“
„ich denke, wenn es an der zeit ist, werde
ich ihm helfen –
hast du mir was mitgebracht?“
„klaro, einen kasten flens, mit schnappver-
schluß, wie du`s liebst, kumpel“
„du bist ein engel ...“
ich beugte mich über den bettrand und
blickte nach unten
„meine schwester schläft?“
„laß die vernunft schlafen!“
„weißt du, dass nietzsche eigentlich ein
poet war?“
„kein wunder, dass er missverstanden
wurde ...“
„das paradebeispiel eines süchtigen –
ist er noch immer so einsam?“
„ein nietzsche bleibt auch im jenseits
einsam“, könig alkohol reichte mir eine
flasche, „öffne sie leise, damit dein
anstandswauwau unter dir nicht
aufwacht!“
„yeah“, grunzte ich
der verschluß machte: „plop“
ich nahm einen kräftigen zug und
wischte mir den mund
„man sollte einen cocktail nach ihm
benennen ...“
„nach wem?“
„nach nietzsche“, kicherte ich
„mit nietzsche und dir eine runde skat
kloppen und dann sterben – haha!“
„psst, nicht so laut“, raunte mir
könig alkohol zu, „ich muß dann wieder
habe noch kundschaft ...“
und er machte sich auf leisen sohlen davon
während ich mich wieder in meine
lektüre vertiefte
hartmut lange „tagebuch eines melancholikers“
„plop“ machte es
die leeren bierflaschen glitten zurück in
den kasten
eine handbewegung - und
„plop“
hartmut sinnierte über die philosophie
von nietzsche, bloch, schopenhauer
kierkegard, feuerbach ...
ich spürte, der „übermensch“ hatte es ihm angetan
bald überwältigte mich der schlummer
ich gähnte
beugte mich noch einmal schlaftrunken über
den bettrand und blickte hinunter auf
meine schwester
vernunft
„gute nacht“, murmelte ich ihr zu
„ich liebe es, dein antlitz schlafend
zu sehen ..."





__________________
schlagt mich bitte nicht tot. ich bin kitzlig.

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heike von glockenklang
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deine gedichte,ralph,

unabhängig davon ob sie mir gefallen oder nicht, sind abgedreht genug um etwas besonderes zu sein.
heike



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Wenn das Leben dir einen Kinnhaken gibt, kühle dein Kinn und lass dich auf deinem Weg nicht beirren.
H Keuper-g /13.07.06

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margot
???
Registriert: Mar 2002

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danke, liebe heike, ich denke, das leben ist für
abgedrehte gedichte selbst abgedreht genug.

ralph
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caruso
Guest
Registriert: Not Yet

Selbstbewusstsein

Lieber Ralph,

mir gefällt Dein Stil vor allen Dingen weil Du dir - egal wie die Meinung zu Deinen gedichten ist - nicht reinreden lässt, finde ich gut.

Schönen abend aus Italia, caruso

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margot
???
Registriert: Mar 2002

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danke caruso - das ist ein indiz, warum ich mit nietzsche
zumindest mal gerne ein bier zusammen trinken würde.

gruß aus germany

ralph
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Schakim

Wird mal Schriftsteller

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Aufruf an die Philosophen?

Hi, margot! Willst Du uns mit alltäglichen Belanglosigkeiten die Philosophen ins Gewissen rufen? Immerhin könnte Dein Schreibstil die Geburtsstunde für neue Philosophen sein!

Schakim
__________________
§§§> In jeder Knospe zeigt sich ein kleines Wunder beim Aufblühen <§§§

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margot
???
Registriert: Mar 2002

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ne, schakim, ich will mit meinen gedichten unterhalten.
die meisten werke von philosophen klappe ich nach
wenigen seiten wieder zu. das sind hirnspastiker.
manchmal macht`s spaß, ihnen durch ihre gedankengänge
zu folgen und sie ein wenig auf die schippe zu
nehmen.

gruß
ralph
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schlagt mich bitte nicht tot. ich bin kitzlig.

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