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Leselupe.de > Gereimtes
vor den montag gestreut
Eingestellt am 23. 03. 2004 01:11


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Jongleur
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vor den montag gestreut


drei tage, drei n├Ąchte
hat schwerer sturm
in die fr├╝hen forsythien
gefasst.

am morgen ein leichtes
gehen ├╝ber bl├╝ten,
als folgte man ersten
schritten der braut.
 

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Klopfstock
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo, Jongleur,
trotz dessen, da├č dieses Gedicht in Natur steht, lese ich was anderes darin. Mag ja albern sein, aber mir tut sich hier ein innerer Kampf eines jungen M├Ądchens auf, welches vor ihrer Hochzeit in schwere Zweifel ger├Ąt, ob das, was es tun will, auch das Richtige f├╝r sie ist.
So klingt der erste Teil des Gedichtes f├╝r mich.
Der zweite dann ist der "ausgek├Ąmpfte" - in diesem Teil hat sie sich entschlossen und ruhig geht sie zur Trauung,
geht entschlossen in diese Ehe...diese Beziehung....
Lach jetzt bitte nicht, aber das war mein erster Leseeindruck - wenn es aber doch "nur" Natur ist,
dann ist dieses Gedicht ebenso sch├Ân, f├╝r mich....

Liebe Gr├╝├če
von Klopfstock

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Hannah Rieth
H├Ąufig gelesener Autor
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Hallo Jongleur,

Dein Gedicht ist wirklich wundersch├Ân und tief. An zwei Stellen habe ich Probleme mit dem Rhythmus, was aber auch an meiner Betonung/Lesart liegen kann. Trotzdem mein Vorschlag, vielleicht passt es ja:


vor den montag gestreut

drei tage und drei n├Ąchte
hat schwerer sturm
in fr├╝he forsythien
gefasst.

am morgen dann
ein leichtes gehen
├╝ber bl├╝ten,
als folgte man ersten
schritten der braut.


Netten Gru├č und Kompliment,

Hannah

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Jongleur
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irgendetwas ist wohl neu hier??

Hallo,
ich hatte schon gestern schnellgeantwortet - das kam aber a mich als Mail und steht nun gar nicht hier.
Ein Eigentor, quasi ...

Neuer Versuch, genau so wenig Zeit, mitten im B├╝ro-Umzug ...
Stress ohne Ende ...

... schnelle wenigstens einen Dank f├╝r Lesen und Interpretation und Vorschl├Ąge. Bin eilig ... melde mich noch einmal dazu.
Herzlichen Gru├č
Jongleur

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Jongleur
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Bl├╝ten auf dem Boden

Hallo Klopfstock,
bin leider noch immer schwer im Umzug - man k├Ânnte fast sagen: in schwerem Sturm!
Warum soll albern sein, was Du herausliest. Man kann das genau so deuten. In der vordergr├╝ndigen Gedichtebene steht das Erlebnis Sturm, die Forsythien werden gerupft, Bl├╝ten fallen zu Boden, jemand tritt am Morgen aus der Haust├╝r und l├Ąuft ├╝ber einen gelben Bl├╝tenteppich, als h├Ątten Blumenkinder aus dem K├Ârbchen einem Brautpaar Rosen auf den Weg gestreut.

"Daneben" liegst Du mit deiner Textempfindung nicht, was das tieferliegende urspr├╝nglich bewegende Moment des Autors angeht! Nur ist es nicht die Braut, sondern ich m├Âchte das Lyrische Ich ausgestattet wissen mit ├╝berstandenem schweren Sturm, dann aber ├╝ber gefallene Bl├╝ten zwar - gehen wie ├╝ber einen Blumenteppich, der als Versprechen verstanden sein mag. Also eine Metaebene: nach durchstandenem Sturm des Lebens, gerupft, Bl├╝ten fielen --> das ├ľffnen einer T├╝r, weiches Laufen ├╝ber einen Grund, der sich duftig aus etwas Verlorenem, Entrissenem (oder verloren Geglaubtem) bildet und vers├Âhnt.

Hallo Hannah,
mmh, ich merke, dass Du es anders betonst und liest als ich.
Ja - das klingt auch in Deiner Version.
Den Forsythien den Artikel zu entf├╝hren - damit kann ich mich anfreunden.
Anders als die anderen beiden vorgeschlagenen Erg├Ąnzungen, mit denen ich ├Ąhnlich in den ersten Entw├╝rfen begonnen hatte. Da das Thema Sturm - Bl├╝ten und dann noch die Assoziation zur Braut leicht ins zu Romantische bis Kitschige abgleiten k├Ânnte, wollte ich den Ton auf jeden Fall sehr gestrafft und sachlich halten, ein Kontrapunkt zur Aussage. Das Erz├Ąhlend-Ausf├╝hrliche wie das verbindende "und" und das "dann" (oder "jetzt") musste dem eher stringenten Ton weichen.
Nun, so ist meine Sicht. Ob Du es verstehst?

Danke noch mal f├╝rs Lesen und dass Ihr es m├Âgt, das Gedicht. Bald ist wieder Montag, man k├Ânnte es allen frustigen oder launischen oder schweren Montagen, die einem entspannenden Wochenende folgen, ├╝ber die T├╝r h├Ąngen.

Gr├╝├če vom Jongleur

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Sandra
Guest
Registriert: Not Yet

Hall jongleur,

dieses Gedicht ist wunderbar und sehr gelungen. Es baut sich vor meinem Auge ein Bild auf, dem ich unendlich viel abgewinnen kann. Man kann viel hineininterpretieren oder es einfach als Bild genie├čen. Wie immer der Leser will und genau deshalb gef├Ąllt es mir so sehr.

LG
Sandra

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Jongleur
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Aug 2001

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Danke

Danke Sandra, dass es Dir gef├Ąllt - und dass Du es mich wissen l├Ąsst!
Einen sch├Ânen Freitag!
Jongleur

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