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Leselupe.de > Ungereimtes
wahrheiten über den herbst
Eingestellt am 19. 09. 2008 17:41


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nisavi
Routinierter Autor
Registriert: Feb 2006

Werke: 104
Kommentare: 238
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I

gelb blüht der raps september in wiesen und bäume.

sein licht legt er an die ränder der himmel -

als wolle er trösten.

II

hoffnung wärmt nicht

und nährt keine feuer.

III

eine stoppelkatze duckt sich ins feld.


IV

die magnolie summt leise erinnerungen,

spielt karten mit sommernächten, dem mond und den sternen.

V

ihr duft ist der von kartoffelfeuern und trauer.

mit abschied bestäubt sie die nacht.

__________________
On a poet's lips I slept.
(P.B.Shelley)

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Karl Feldkamp
Routinierter Autor
Registriert: Aug 2006

Werke: 849
Kommentare: 4766
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Hallo nisavi,
ja, so ist er, der Herbst. Dein Gedicht kommt zwar romantisch daher aber nicht sentimental. Muss es in der ersten Zeile nicht "bäumen" heißen?
Sehr gern gelesen.
Herzliche Grüße
Karl
__________________
Bei jedem Irrtum hat die Wahrheit eine neue Chance.

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penelope
Guest
Registriert: Not Yet

begeisterung pur...

liebe nisavi,

deine wortwahl ist betörend, sie weitet einem das herz, sie bedient sich einer sprache, die menschlich ist und bleibt und führt uns zurück zu unseren wurzeln: zur natur...

ein gedicht ohne makel... würde sogar sagen, ein perfektes huchel-gedicht, nicht anders hätte er es wohl geschrieben...

sieh: peter huchel: ich habe alle seine gedichte ins türkische übertragen: kenne sie deshalb fast alle auswendig: dieses hier passt so gut: sieh: er sagt folgendes über den herbst:

"AN DEN HERBST

Wenn du kniest am Saum der Wälder,
rotes Laub im Haar,
wir fühlen die Trauer der Landschaft,
das zerbrochene Lächeln
der abgemähten Wiesen,
den müden Vogelflug
in die Wolken des Abends...

wir fühlen den Tod,
die süße Frucht der Traurigkeit,
sommergereift in uns
und voller Samen.

Wie mild ist dein Sterben
im Schatten des Himmels,
wie lächelt dein Antlitz
erlöst und versöhnt..."

jedes weitere wort wäre zuviel...

lg penelope

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