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Leselupe.de > Ungereimtes
warte
Eingestellt am 16. 09. 2011 11:09


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Duisburger
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warte

es ward nichts
allerorts
nur zeit
der tymbal
der zikaden schweigt
in bangor
noch bin ich nicht
doch
die kimm flĂŒstert
ich war nie faul

__________________
Unter den Kastraten ist der eineiige König (unbekannter Gas- und Wasserinstallateur).

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Duisburger
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Vielleicht erschließt sich das kleines Werk damit: Hier klicken
Tymbal ist das Organ, mit dem die Zikaden ihre Laute erzeugen. Aber das ist vielleicht wirklich zu kryptisch. Vielleicht sage ich einfach:
...die zikaden singen nicht
oder
... die zikaden sind verstummt.
Hier wollte ich die absolute Stille darstellen.
Die Kimm ist der Horizont der Seefahrer.
Ich habe es auf einen nahen Tod ĂŒbertragen, weil mir die Bildsprache gefĂ€llt.

lg
Uwe
__________________
Unter den Kastraten ist der eineiige König (unbekannter Gas- und Wasserinstallateur).

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Franke
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Hallo Uwe,

ja, Stephen King, das habe ich bei Bangor fast vermutet.
Wie schon angemerkt, ist es vielleicht wirklich etwas schwierig ein Gedicht zu schreiben, dem nur die Eingeweihten direkt etwas abgewinnen können.

Mit Tymbal und Kimm habe ich keine Probleme, der Leser sollsich schließlich auch ein paar Gedanken um einen Text machen. Wenn wir alles gleich fix und fertig abliefern, können wir auch gleich die ganze Lyrik abschaffen.

Wie dem auch sei, dein Gedicht gewinnt mit jedem Lesen. Ich mag die Sprachmelodie und dieses geheimnisvolle

quote:
ich war nie faul

bringt mich immer wieder zurĂŒck.
Gerne gelesen!

Liebe GrĂŒĂŸe
Manfred
__________________
Das Leben ist eine Krankheit der Materie (Thomas Mann)

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Duisburger
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Hallo Manfred,

danke fĂŒr den freundlichen Kommentar.
Sicherlich ist der Zugang zum Werk erschwert, aber einfach kann jeder.
Nee, ernsthaft.
Nicht alle Gedichte können universell sein. Es muss auch abseits vom Bekannten, vom einfach Erschließbaren Raum fĂŒr Lyrik geben.
Hier liegt das "Problem" ja lediglich darin, dass nicht jeder diese Novelle von Stephen King kennt.
Aber in der Zeit des grenzenlosen Internets ist es einfach möglich, sich den Zugang zum Werk zu "ergooglen".
Das mache ich beim Lesen fremder Werke oder Kommentare sehr oft, weil man schlicht nicht alles gelesen haben kann. Das hat den angenehmen Effekt der Wissenserweiterung, was nie verkehrt ist.
Und diese "EntrĂ€tseln" von Lyrik und Prosa, zu der ich nicht gleich einen Zugang finde, ist zumindest fĂŒr mich eine spannende Sache.

lg
Uwe
__________________
Unter den Kastraten ist der eineiige König (unbekannter Gas- und Wasserinstallateur).

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Architheutis
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Uwe,

quote:
Aber in der Zeit des grenzenlosen Internets ist es einfach möglich, sich den Zugang zum Werk zu "ergooglen"

Das habe ich sogar gemacht. Bei "Bangor" bekam ich als erstes zig Treffer fĂŒr reale StĂ€dte. Sorry, wenn ich mir nicht die MĂŒhe mache, und "UngefĂ€hr 43.400.000 Ergebnisse (0,15 Sekunden)" ( laut Google) nach dem Sinn deines Gedichtes durchforste.

Allgmeinsoße finde ich selbst Ă€tzend. Mit "allgemein verstĂ€ndlich" meine ich nicht, dass es ins Triviale driften soll. Es ist auch in Ordnung, wenn man einzelne Begriffe recherchieren muss. Uns eint der Wille nach eigener Entwicklung. Wenn der Sinn eines Textes in GĂ€nze aber eine Recherche erfordert, ist fĂŒr mich der Bogen ĂŒberspannt. Die Stellen des Textes, die selbst fĂŒr jemanden wie mich verstĂ€ndlich waren, habe ich ja wohlwollend kritisiert.

Ich dachte bis hierhin immer, der Autor - nicht der Leser- mĂŒsste sich die MĂŒhe machen. FĂŒr wen schreibt man eigentlich?

Ich habe einige Texte von dir verfolgt, meistens kann ich nicht nur was damit anfangen, sondern sehe einen Könner am Werk. Bei diesem Text gönne ich mir die komfortable Stellung des geneigten Lesers, der angemessen unterhalten werden und einen Text geniessen möchte - ich muss daher dankend ablehnen.

Gruß,
Archi


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Duisburger
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Hallo Archi,

ich kann deine Sichtweise verstehen, habe aber auch keinerlei Probleme, den Leser gelegentlich in die Pflicht zu nehmen.

Warum muss sich Lyrik sofort dem Leser erschließen?

Ich habe einige Werke geschrieben, die sehr speziell sind, weil sie spezielles Wissen voraussetzen. Diese Werke sind mir wichtig, weil ich sie fĂŒr mich geschrieben habe und sie mit geneigten Lesern teile.
So wie hier geschehen. Die Bilder basieren auf einer Novelle, die nicht jeder kennen muss. Wer geneigt ist, kann sich informnieren. Ich habe aber auch VerstĂ€ndnis dafĂŒr, wenn man hier so weit nicht mitgehen will.

lg
Uwe

PS: Ich hatte gleich im ersten RE-Kommentar den Tip "Langoliers" gegeben, die Treffer dazu erklÀreneigentlioch alles.
Ich hÀtte wohl besser gleich einen Link unter das Werk gesetzt, was ich in Zukunft tun werde.
__________________
Unter den Kastraten ist der eineiige König (unbekannter Gas- und Wasserinstallateur).

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Architheutis
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Uwe,

quote:
Warum muss sich Lyrik sofort dem Leser erschließen?

Muss sie nicht. Ist aber angenehm. :-)

quote:
Ich habe einige Werke geschrieben, die sehr speziell sind, weil sie spezielles Wissen voraussetzen. Diese Werke sind mir wichtig, weil ich sie fĂŒr mich geschrieben habe und sie mit geneigten Lesern teile.

Wenn du solche Texte aber einem allgemeinen Forum eröffnest, musst du mit Nicht-verstanden-werden leben.

quote:
PS: Ich hatte gleich im ersten RE-Kommentar den Tip "Langoliers" gegeben, die Treffer dazu erklÀreneigentlioch alles.

Ich hatte bereits vor deinem Hinweis recherchiert. Das Gesangsorgan kannte ich noch, die Kimm habe ich gefunden und fand das Bild des werdenden Horizontes dann auch sehr schön.
Bei Bangor half mir auch der beste Wille nichts.

quote:
Ich hÀtte wohl besser gleich einen Link unter das Werk gesetzt, was ich in Zukunft tun werde.

Das bietet sich an. Dann kann jeder selbst entscheiden, ob er sich die MĂŒhe der Recherche machen möchte oder nicht.

Ein faires Angebot, mit dem ich gut leben kann. Dabei kann man es belassen.

Gruß,
Archi

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