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Leselupe.de > Ungereimtes
was bleibt
Eingestellt am 23. 06. 2011 20:05


Autor
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Duisburger
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jeder atemzug
ein letzter
gedanke
ein
aus
tilgt im takt
was war
nichts bleibt
spurlos
das tun
und
lassen
kein bedauern
vor dem letzten

....

Hier die wortversetzte Version:

jeder atemzug
ein letzter
gedanke
ein
aus tilgt
im takt
was war nichts
bleibt spurlos
das tun
und
lassen
kein bedauern
vor dem letzten

....
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Unter den Kastraten ist der eineiige K├Ânig (unbekannter Gas- und Wasserinstallateur).

Version vom 23. 06. 2011 20:05

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Ralf Langer
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duisburger,
lg gru├č vom gelsenkirchener

dies st├╝ck gef├Ąllt mir in seiner
abruptheit.
es n├Ąhert sich atemlos und ohne lesepause
dem letzten wort "aus".
von dem ich aber glaube, das es nicht n├Âtig w├Ąre

jeder atemzug
ein letzter
gedanke
ein
aus tilgt
im takt
was war nichts
bleibt spurlos
das tun
und
lassen
kein bedauern
vor dem letzten

....(├╝brig)

so lese ich es ├╝brigens

das wort ├╝brig habe ich einfach mal als klammer
gesetzt weil es auf eine unaufdringliche art mit dem gegeben
titel harmoniert
" was bleibt.....├╝brig"

lg
ralf
__________________
RL

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Duisburger
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Hallo Ralf,

danke f├╝r deinen freundlichen Kommentar.
Vorab:
Mit deinem Vorschlag in Bezug auf das letzte Wort gehe ich mit dir insoweit konform, das es eigentlich ├╝berfl├╝ssig ist.
Die Gedankenpunkte sind vollkommen ausreichend und lassen dem Leser Raum f├╝r eigene Gedanken. Das ├╝bernehme ich gerne.

Wortsetzung:
Eigentlich kommt mir diese Schreib-/Lesart sehr entgegen, weil ich es dem Leser nicht "zu einfach machen will". Ich habe mal so einen Werk geschrieben (gerade festgestellt, dass es hier nicht gepostet ist, reiche ich nach) und seltsame, teils emp├Ârte Reaktionen bekommen.
Nicht wenige haben das nicht auseinander gewurstelt bekommen und mich daf├╝r gescholten.
Ich bin dann hingegangen und habe beide Versionen unter einander gestellt. Dann war Ruhe im Karton.
Ich werde es hier genau so machen, weil ich auch hier ├Ąhnliches bef├╝rchte.

Danke daf├╝r.

lg
Uwe

Korrektur: Das oben genannte Werk steht hier schon.

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Duisburger
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quote:
oder habe ich falsch verstanden
Jein.
Leider ist es so, das nur ganz wenige Menschen wirklich sicht- und f├╝hbare Spuren hinterlassen. Die Masse unserer Vorfahren ist als Individium in Vergessenheit geraten, weil nichts Spezifisches an sie erinnert.
Ich habe in vielen deiner Kommentare festgestellt, das du viele Gedichte und ihre Ausgestaltung sehr w├Ârtlich nimmst. Gerade in der Lyrik, wo mit Bildern, Methapern, Andeutungen und miunter kryptischer Sprache gearbeitet wird, f├╝hrt dich diese w├Ârtliche Auslegung oft auf den falschen Weg bzw. zu einer falschen Interpretation.

lg
Uwe
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Fettauge
Guest
Registriert: Not Yet

was bleibt

Hallo Duisburger, wir alle hinterlassen Spuren mit unserer Existenz, sei es durch Tun oder Nichttun. Das ist der Inhalt des Gedichts. Ein bisschen kurzgegriffen, etwas zu spartanisch, finde ich, denn dies ist eine so allgemeine Erkenntnis, dass sie eigentlich keiner weiteren Worte bedarf. Was ich vermisse, ist der besondere Gedanke, der das Lesen des Gedichts wirklich lohnend macht. Zudem erachte ich das ├╝berm├Ą├čige Auseinanderziehen eines Gedankens (jede Verszeile m├Âglichst nur ein Wort) f├╝r wenig lyrisch, man hat sogar den Eindruck, es soll ein gro├čer Gedanke vorgef├╝hrt werden, der am Ende aber doch recht bescheiden ist. G├Ąnzlich abhold bin ich den drei P├╝nktchen am Schluss, denn ich sage mir, dass das Gedicht zu Ende ist, weil nichts mehr dasteht, begreift auch ein Analphabet. Dass sich einer beim Lesen was denkt oder dass man mehr sagen k├Ânnte, wird doch bei einem Gedicht vorausgesetzt. So recht angetan bin ich leider nicht von dem Gedicht, mir fehlt einfach was, das zu lesen lohnt.

lg Fettauge

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Duisburger
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quote:
Hallo Duisburger, wir alle hinterlassen Spuren mit unserer Existenz, sei es durch Tun oder Nichttun. Das ist der Inhalt des Gedichts.
Nein.
Das Werk behauptet genau das Gegenteil.
quote:
nichts bleibt
spurlos
das tun
und
lassen
Und das nicht als Erkenntnis, sondern als Provokation.-
Die Auseinandersetzung, dass das Leben doch Spuren hinterl├Ąsst, wollte ich durch die Verneinung erreichen.
Der Mensch an sich mag Spuren hinterlassen, das Individium dagegen eher selten.
quote:
G├Ąnzlich abhold bin ich den drei P├╝nktchen am Schluss, denn ich sage mir, dass das Gedicht zu Ende ist, weil nichts mehr dasteht, begreift auch ein Analphabet
Na, da sage ich doch Dankesch├Ân ob des freundlichen Einwands.
Entschuldige, aber ich muss dir leider vorwerfen, dass du (wieder) nicht richtig liest. Diese Punkte sollen nicht das Ende des Gedichts markieren, sondern stehen als Patzhalter f├╝r einen letzten Gedanken. Das alles l├Ąsst sich einfach in den anderen Kommentaren nachlesen (auch in der vorherigen Version is diese Poition besetzt).
Weiterhin ziehe ich die Gedanken nicht "├╝berm├Ą├čig auseinander", sondern m├Âchte den Leser an eine bestimmte Lesart heranf├╝hren. Mit Pausen und Rhytmus.
Beim Lautlesen wird das deutlich.
F├╝r mich geh├Ârt Inhalt und Rezitation zusammen. Auch ein Gedicht hat einen "Klang".

Uwe
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Label
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Hallo Uwe

ich gebe Herbert recht, hinter Vordergr├╝ndigem lauern weitere M├Âglichkeiten, auch erm├Âglicht die Distanz oft erst das Gesamtbild wahrzunehmen.
Da du deinen Text nun mal so geschrieben hast (offen, ohne zwingende Struktur)bildet die sich der Leser selbst, selbstverst├Ąndlich nah an seinem pers├Ânlichen Vorverst├Ąndnis.
Deinen Text kann ich in diametral gegen├╝berliegende Aussagen lesen

jeder atemzug ein letzter gedanke
ein aus tilgt im takt was war
nichts bleibt
spurlos
das tun und lassen
kein bedauern vor dem letzten

jeder atemzug ein letzter
gedanke
ein aus
tilgt im takt
was war
nichts bleibt spurlos
das tun und lassen
kein bedauern vor dem letzten

und genau das, macht f├╝r mich den Reiz an deinem Gedicht aus.

liebe Gr├╝├če
Label

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sie lasen soeben die buchstabenfolge, zensiert nur von eigener meinung

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