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Leselupe.de > Gereimtes
was wird aus meinem Herzen
Eingestellt am 01. 10. 2005 15:44


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Marcus Richter
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Jan 2003

Werke: 73
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Was soll aus meinem Herzen werden?,
wenn ich es Dir nicht schicken kann –
und was aus meinen KĂĽssen,
wenn sie auf meinen Lippen,
wie Herbstlaub an dem Ahornstamm,
zwar wachsen, doch verdorren mĂĽssen

Was wird aus meinen Träumen?,
wenn sie doch nicht zu Dir gelangen
und hinter Eisenzaun und Stacheldraht
den Weg in das Vergessen säumen
und nur in meinem Kopf gefangen,
ersticken, eh der Morgen naht

Was wird aus meinen LĂĽsten?,
die, nur noch von der Sehnsucht lebend,
an fernen Ufern fremder FĂĽrsten,
wo sie, dem Schicksal sich ergebend,
gestrandet sind auf kargen KĂĽsten,
verhungern mĂĽssen und verdĂĽrsten

Und was, um Himmels willen
wird aus meiner Liebe?,
die hier in meiner Brust, im Stillen,
am liebsten unbeachtet bliebe
Ich weiß, sie wäre allzu gern
am andr´en Ende dieser Erde,
so weit von meinem Herzen fern,
damit ich Ruhe finden werde

Ach, was soll mit meinem Herz geschehen?,
wenn ich es Dir nicht schicken kann –
ich muss es täglich leiden seh´n,
und kein Paketdienst nimmt es an:
“Hier Postmann, nimm das Päckchen mit auf Reisen,
lass es um den Globus wandern,
hier will´s mir nur vor Einsamkeit vereisen,

es braucht die Nähe eines andern



__________________
"Ein Wort aufs Papier und wir haben das Drama."
Durs GrĂĽnbein

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NewDawnK
???
Registriert: Sep 2005

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Hallo Marcus,

wären da nicht die quälenden Fragen, wäre Dir ein sehr schöner reich bebilderter Text gelungen, und ich hätte geschrieben "gerne gelesen". Gerade wegen der Frageform habe ich ihn nicht so gerne gelesen - so viel nur als subjektive Rückmeldung.

Einen schönen Sonntag Dir,
NDK

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Marcus Richter
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Jan 2003

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hallo NDK,

schön, dass dir das Gedicht gefallen hat.
Auch wenn mir an dem Gedicht so manche Formulierungen selbst zu "einfach" erscheinen, bleibt doch die Konsequenz, dass es eben diese "quälenden" Fragen sind, die mich überhaupt erst bewogen haben, das Gedicht zu schreiben.
Das Leben und die Liebe bestehen eben fĂĽr mich in erster Linie aus Fragen, die ich an das Leben und auch an die Liebe stellen will.
Wenn es also soetwas wie "Antworten" geben sollte, muss ich sie dann nicht erst erfragen, wie "quälend" diese Fragen auch sein mögen?

Ich wünsche dir ein paar ganz außerordentliche und auch quälende Fragen an dein Leben und auch ein paar Antworten - vielleicht auch nur eine(philosophisch gesehen), die alle diese Fragen beantworten kann.

Gruss, Marcus
__________________
"Ein Wort aufs Papier und wir haben das Drama."
Durs GrĂĽnbein

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NewDawnK
???
Registriert: Sep 2005

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Hallo Marcus,

vielleicht hast Du meinen Kommentar in den falschen Hals gekriegt. Das täte mir sehr leid, denn er war durchaus positiv gemeint. Du hast das Quälen sehr schön in Worte gefasst.
Ich gehöre wegen meinem gewöhnungsbedürftigen Humor übrigens zur Trollfraktion der LL. Textkritik im altbackenen Sinne liegt mir nicht so. Das können andere viel besser.

Aber ich kann Dir rückmelden, wie es mir ergangen ist mit Deinem Text. Als DummLeser quasi. Mir war nicht wohl beim Einfühlen, gerade weil der Text so eindrucksvoll war. Ich hoffe, das war jetzt verständlich genug.

GruĂź, NDK

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Joneda
Festzeitungsschreiber
Registriert: Dec 2002

Werke: 270
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Hallo Marcus,

ich mag dieses gefühlsgetränkte Gedicht von Dir sehr.
Deine Vergleiche mit Ersatzbildern, um auszudrücken, was Du fühlst, gibt ihm eine außergewöhnliche Brisanz.

Liebe GrĂĽĂźe
Joneda

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Marcus Richter
Fast-Bestseller-Autor
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Hallo Joneda,

freu mich, dass dir das Gedicht gefallen hat.
Ich selbst "konstruiere" viel zu oft Gedichte und weiĂź doch, dass ein Gedicht in erster Linie Sprache des Herzens und nicht des Verstandes sein sollte.

Gruss, Marcus
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Durs GrĂĽnbein

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