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Leselupe.de > Kurzgeschichten
wenn nicht heute...
Eingestellt am 11. 07. 2001 22:51


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lara_star
Hobbydichter
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Genervt zog Jenny an ihrer Zigarette, w├Ąhrend sie verbissen auf den Bildschirm starrte.
Warum funktionierte dieser Sch.. schon wieder nicht?

Es war nach einer Woche Pause die erste Schachtel, die sich sich geleistet hatte. Rauchen ist eh ungesund. Und teuer! Daf├╝r hatte sie heute wieder fast alle weg geraucht. Haushalten war nicht immer ihr Ding, stellte sie immer wieder fest.
Sie starrte noch eine Weile auf die Buchstaben und Zahlen vor ihr, bevor sie entnervt beschloss aufzugeben, wenigstens hatte sie den Artikel woanders gespeichert, nachdem ihr Laptop so eben mal beschlossen hatte, einfach komplett verr├╝ckt zu spielen. W├╝rde sie jemand bitten m├╝ssen ihr zu helfen. Aber wen?

Der einzige, den sie kannte, der damit einigerma├čen fit war, war ihr Bruder, und der lebte einige hunderte von Meilen weit weg.

W├╝rde sie eben in der Arbeit den Rest erledigen m├╝ssen.
Resignierend klickte sie auf den aus Knopf.

Was sollte sie nun mit dem angebrochenen Abend anfangen, nachdem sie ihre Arbeit nicht erledigen konnte?
Sie schnappte sich die Katze, nahm sie auf den Arm und trat in das Halbdunkel der Dachterasse hinaus. An den F├╝├čen sp├╝rte sie noch die W├Ąrme des vergangenen Tages. Die Sonne hatte den ganzen Tag geschienen.
Sie kraulte die Katze nachdenklich am Kopf, welche sich von einem Rascheln in der Ecke angezogen aus ihren Armen befreite, um nachzusehen, woher das Ger├Ąusch kam.
Sie trat mit den nackten F├╝├čen an die Br├╝stung der Terasse und blickte hinunter.
Ganz sch├Ân tief sah es aus.
Waren ja auch 8 Stockwerke.
Wie so oft in der letzten Woche starrte sie sinnierend in die Tiefe.
Sie war nun seit 8 Tagen hier, um f├╝r einen Bekannten, die Wohnung, und nat├╝rlich die Katze zu h├╝ten.
Er war zu einem wichtigen Gesch├Ąftsmeeting nach Europa geflogen.
Sie geno├č die Zeit in seinem ger├Ąumigen Appartment sehr.
Ihre Wohnung war mehr eine kleine Bruchbude.
Als Studentin und Aushilfsschreibkraft bei der Zeitung konnte sie sich auch schwerlich mehr leisten.
Der Verkehrsl├Ąrm, der von unten herauf t├Ânte schien sehr fern, fast schon unwirklich.
Sie lehnte sich mit beiden Armen auf das Gel├Ąnder und testete es unmerklich auf seinen Bestand.
Es wackelte nur unmerklich, trotzdem rief es ein wohlig schauriges Gef├╝hl in ihrem Magen hervor.
Wie lange w├╝rde sie wohl fallen, wenn sie hier herunter sprang?
Die Tiefe hatte eine unglaubliche Faszination auf sie.

Was w├╝rde passieren, wenn sie einfach sprang?
Jetzt?

Niemand w├╝rde es sich erkl├Ąren k├Ânnen.

Mysteri├Âser Selbstmord in der City.
Zumindest w├Ąre es wohl eine Schlagzeile wert.
Jetzt im Sommerloch wohl eh, oder?

Aber niemand w├╝rde es sich erkl├Ąren k├Ânnen, niemand w├╝rde es verstehen.
Man w├╝rde wohl versuchen, die Gr├╝nde daf├╝r zu rekonstruieren, aber es gab ja eigentlich auch keine.
Au├čer dieser Faszination....
Sie atmete tief durch.

Shit, sie hatte ihre Zigaretten drinnen liegen lassen.
Aber sie wollte jetzt nicht hineingehen, das w├╝rde diesen magischen Moment zerst├Âren.
Denn drinnen w├Ąre das Licht und die W├Ąrme und die Normalit├Ąt.

Sie fr├Âstelte, als ein leiser Windhauch ├╝ber ihre nackten Arme strich.
W├╝rde ihr Kopf vollkommen zerschmettern?
Nur noch ein Matschfleck sein?
Bei dieser H├Âhe wohl gar nicht so unwahrscheinlich.
Nicht sch├Ân.
Sie wollte auch im Tod, noch so sch├Ân sein, wie sie jetzt war.
Mit einem L├Ącheln auf dem Asphalt auf schlagen und dann in perfekter Sch├Ânheit auf dem Asphalt liegen, einfach regungslos und tot.
Wenn sie absprang, mit etwas Schwung w├╝rde sie vielleicht auf einem der geparkten Autos landen.
Na, der Besitzer w├╝rde sich freuen.
Bei dem Gedanken mu├čte sie kichern.
Gegen solche Sch├Ąden w├Ąre er wohl nicht versichert.

In dem Haus kannte sie niemand und Michael w├Ąre eh noch einen Monat weg, da w├╝├čte niemand woher sie stammte. Und so lange war sie noch nicht in der Stadt, es w├╝rde sie auch niemand hier vermissen.

Und ob man die Fallh├Âhe rekonstruieren k├Ânnte?

Aber die arme Katze w├╝rde verhungern.
Naja, die Putzfrau kam ja alle Tage mal vorbei, die w├╝rde ihr schon ein neues Fressen hinstellen.
Aber das Vieh war ja so verw├Âhnt, da├č es dringend Gesellschaft brauchte.
Deswegen hatte Michael sie wohl gefragt.
Und eine Zeit lang in diesem Appartment wohnen, daf├╝r ertrug sie auch eine verw├Âhnte Katze, die nur die erlesensten Sachen zu fressen bekam.
Vielleicht sollte sie ja einfach nur die Katze hinunterwerfen? Wo war sie eigentlich?
Nein, sie konnte jetzt nicht nachsehen, sie konnte den Blick nicht abwenden,...

In diesem Moment klingelte das Telefon.
Sollte sie es Klingeln lassen?

Und wenn es Michael war?
Er hatte gesagt er w├╝rde nach einer Woche mal anrufen.
Er w├╝rde sich sicher um die Katze sorgen, wenn er sie nicht erreichte und dann w├╝rde alles auffliegen.
Das Klingeln h├Ârte nicht auf.

Sie richtete sich auf und warf von einem Seufzer begleitet
einen letzen Blick nach unten.
Dann Schritt sie zur├╝ck in das helle Licht des Wohnzimmers.

ÔÇ×Vielleicht ja morgenÔÇť,
raunte eine Stimme im Dunkeln.

__________________
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Silberstern
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Hallo Lara!

Jenny scheint ja jemand zu sein, die sich recht allein (gelassen) f├╝hlt. Hat sie keine Freunde? Ich denke mal, da├č sie doch zumindest zu diesem Michael einen recht engen Kontakt haben mu├č, sonst w├╝rde er ihr ja nicht die Wohnung f├╝r eine doch ziemlich lange Zeit anvertrauen. Und deshalb glaube ich auch nicht, da├č er sie nur anrufen w├╝rde, weil er sich wegen der Katze sorgt.
Er w├╝rde nachfragen, ob es ihr gut geht, so allein in einer fremden Stadt und was sie denn macht, wenn sie sich gerade nicht um die Mietzi k├╝mmert.
Aber ich denke auch, da├č das f├╝r Jenny nicht sehr viel ├Ąndern w├╝rde, denn sie hat wohl gerade keinen Draht zu anderen Menschen, lebt ├Ąu├čerlich und innerlich zur├╝ckgezogen und ist damit sehr ungl├╝cklich. Ich glaube, sie ist irgendwo entt├Ąuscht vom Leben. Doch andererseits beweist sie so etwas wie Galgenhumor, einen Blick, Dinge auch in dieser schwierigen Situation mit ein wenig Abstand zu sehen.

ÔÇ×Vielleicht ja morgenÔÇť,
raunte eine Stimme im Dunkeln.

Den Schlu├č verstehe ich nicht so ganz...vielleicht springt sie morgen? Oder vielleicht geht es ihr morgen besser? Gelangt ├╝ber die Treppen auf die Stra├če, und vielleicht scheint die Sonne und sie genie├čt -zumindest einen Augenblick lang- nicht die Tiefe sondern die wie auch immer geartete N├Ąhe von Menschen?

Ich w├╝rde mich jedenfalls freuen, mehr von Jenny lesen zu k├Ânnen!

Ganz lieber Gru├č,
Silberstern

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visco
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wenn nicht heute...

Hi Lara!

Silbersterns Meinung teile ich nicht. Ich denke nicht, da├č der Text gen├╝gend Anhaltspunkte liefert, die auf eine Einsamkeit schlie├čen lie├čen - eher auf Langeweile.
Silberstern interpretiert f├╝r meinen Geschmack etwas viel in etwas hinein, wo eigentlich nichts Genaues steht (diese Kritik geht nat├╝rlich an dich, Lara , nicht an Silberstern). Da├č sich viele Menschen von der Tiefe magisch angezogen f├╝hlen, ist bekannt - da├č der gelangweilten Jenny dabei verr├╝ckte Dinge durch den Kopf gehen, halte ich f├╝r nachvollziehbar.

Weniger nachvollziehbar sind f├╝r mich die vielen Rechtschreibfehler und unn├Âtigen wie st├Ârenden Wiederholungen (beschloss-beschlossen, F├╝├čen-F├╝├čen, 8 Stockwerke-8 Tage, unmerklich-unmerklich, erkl├Ąren k├Ânnen-erkl├Ąren k├Ânnen, Asphalt-Asphalt, Katze-Katze-Katze, ...). Liest du deine Texte nicht noch einmal durch, bevor du sie ver├Âffentlichst?

So, genug gem├Ąkelt! Die Story an sich finde ich n├Ąmlich gar nicht so schlecht. Zumindest spricht sie mich insofern an, da ich das intensive, paradoxer- wie be├Ąngstigenderweise wohlige Gef├╝hl des Unbehagens in der Magengegend kenne, das man nur empfinden kann, wenn man mit sich alleine ist und einmal den Kopf nicht voller sonst so wichtiger Dinge hat.
Schwingt da ein bi├čchen Selbstmitleid mit? Oder Sentimentalit├Ąt? Vielleicht. Im Gegensatz zu Jenny genie├če ich jedoch diese Augenblicke (was sie zwar auch tut, da sie den Blick nicht abwenden will), insbesondere deswegen, weil ich wei├č, da├č sie verg├Ąnglich sind.
Was mich ein wenig irritiert, ist die Einrahmung der Geschichte durch Titel und Schlu├čsatz, die einen morbiden Charakter unterstellen. Eine durchaus plausible Erkl├Ąrung w├Ąre, da├č Jenny unehrlich zu sich selbst ist. Denn wer sich im Tode anderen in "perfekter Sch├Ânheit" pr├Ąsentieren will, der will nicht wirklich tot sein, oder? Da geht es wohl um etwas v├Âllig anderes. (Stichworte: Suche nach Anerkennung, Selbstachtung, Unentschlossenheit, Selbsterkenntnis, Angst vor der Unbedeutenheit)
Trotzdem pa├čt es irgendwie, und deswegen finde ich es okay.


Bevor ich dich in Ruhe lasse, hier dein Text mit einigen Anmerkungen (hervorgehoben):

quote:
Genervt zog Jenny an ihrer Zigarette, w├Ąhrend sie verbissen auf den Bildschirm (Beim Laptop ist es ein Display) starrte.
Warum funktionierte dieser Sch.. schon wieder nicht?

Es war nach einer Woche Pause die erste Schachtel, die sich sich geleistet hatte. Rauchen ist eh ungesund. Und teuer! Daf├╝r hatte sie heute wieder fast alle weg geraucht. Haushalten war nicht immer ihr Ding, stellte sie immer wieder fest.
Sie starrte noch eine Weile auf die Buchstaben und Zahlen vor ihr, bevor sie entnervt beschloss aufzugeben, wenigstens hatte sie den Artikel woanders gespeichert, nachdem ihr Laptop so eben mal beschlossen hatte, einfach komplett verr├╝ckt zu spielen. W├╝rde sie jemand bitten m├╝ssen ihr zu helfen. (Anders formulieren.) Aber wen?

Der einzige, den sie kannte, der damit einigerma├čen fit war, war ihr Bruder, und der lebte einige hunderte von Meilen weit weg.
(Der 1. Teil ist sehr ungl├╝cklich formuliert. Der Bruder lebte entweder einige Hundert Meilen weit weg, oder er lebte Hunderte von Meilen weg.)

W├╝rde sie eben in der Arbeit den Rest erledigen m├╝ssen. (Ist das eine Frage?)
Resignierend klickte sie auf den aus Knopf. (Ich vermute, sie schaltete das Ger├Ąt aus?)

Was sollte sie nun mit dem angebrochenen Abend anfangen, nachdem sie ihre Arbeit nicht erledigen konnte?
Sie schnappte sich die Katze, nahm sie auf den Arm und trat in das Halbdunkel der Dachterasse hinaus. An den F├╝├čen sp├╝rte sie noch die W├Ąrme des vergangenen Tages. Die Sonne hatte den ganzen Tag geschienen.
Sie kraulte die Katze nachdenklich am Kopf, welche sich von einem Rascheln in der Ecke angezogen aus ihren Armen befreite, um nachzusehen, woher das Ger├Ąusch kam. (siehe "Rascheln in der Ecke"; gemeint ist wohl, wodurch das Ger├Ąusch verursacht wurde?)
Sie trat mit den nackten F├╝├čen an die Br├╝stung der Terasse und blickte hinunter.
Ganz sch├Ân tief sah es aus.
Waren ja auch 8 Stockwerke.
Wie so oft in der letzten Woche starrte sie sinnierend in die Tiefe.
Sie war nun seit 8 Tagen hier, um f├╝r einen Bekannten, die Wohnung, und nat├╝rlich die Katze zu h├╝ten.
Er war zu einem wichtigen Gesch├Ąftsmeeting nach Europa geflogen.
Sie geno├č die Zeit in seinem ger├Ąumigen Appartment sehr.
Ihre Wohnung war mehr eine kleine Bruchbude. (ungl├╝cklich formuliert)
Als Studentin und Aushilfsschreibkraft bei der Zeitung konnte sie sich auch schwerlich mehr leisten. (bzw. "etwas Besseres"?)
Der Verkehrsl├Ąrm, der von unten herauf t├Ânte schien sehr fern, fast schon unwirklich. (Ger├Ąusche, die sehr fern klingen, t├Ânen nicht.)
Sie lehnte sich mit beiden Armen auf das Gel├Ąnder und testete es unmerklich auf seinen Bestand. (F├╝r wen unmerklich? F├╝r das Gel├Ąnder oder Jenny oder f├╝r Au├čenstehende? - ├ťberpr├╝ft sie die Materialzusammensetzung des Gel├Ąnders? Oder dessen Stabilit├Ąt?)
Es wackelte nur unmerklich, trotzdem rief es ein wohlig schauriges Gef├╝hl in ihrem Magen hervor.
Wie lange w├╝rde sie wohl fallen, wenn sie hier herunter sprang?
Die Tiefe hatte eine unglaubliche Faszination auf sie. (├╝bte aus)

Was w├╝rde passieren, wenn sie einfach sprang?
Jetzt?

Niemand w├╝rde es sich erkl├Ąren k├Ânnen.

Mysteri├Âser Selbstmord in der City.
Zumindest w├Ąre es wohl eine Schlagzeile wert.
Jetzt im Sommerloch wohl eh, oder? (Besser: Zumindest jetzt im Sommerloch.)

Aber niemand w├╝rde es sich erkl├Ąren k├Ânnen, niemand w├╝rde es verstehen.
Man w├╝rde wohl versuchen, die Gr├╝nde daf├╝r zu rekonstruieren, aber es gab ja eigentlich auch keine.
Au├čer dieser Faszination....
Sie atmete tief durch.

Shit, sie hatte ihre Zigaretten drinnen liegen lassen.
Aber sie wollte jetzt nicht hineingehen, das w├╝rde diesen magischen Moment zerst├Âren.
Denn drinnen w├Ąre das Licht und die W├Ąrme und die Normalit├Ąt.

Sie fr├Âstelte, als ein leiser Windhauch ├╝ber ihre nackten Arme strich.
W├╝rde ihr Kopf vollkommen zerschmettern?
Nur noch ein Matschfleck sein?
Bei dieser H├Âhe wohl gar nicht so unwahrscheinlich.
Nicht sch├Ân.
Sie wollte auch im Tod, noch so sch├Ân sein, wie sie jetzt war.
Mit einem L├Ącheln auf dem Asphalt auf schlagen und dann in perfekter Sch├Ânheit auf dem Asphalt liegen, einfach regungslos und tot.
Wenn sie absprang, mit etwas Schwung w├╝rde sie vielleicht auf einem der geparkten Autos landen. (Stellung ├Ąndern. Oder aber: "Falls sie tats├Ąchlich absprang, dann mit etwas mehr Schwung, um ...")
Na, der Besitzer w├╝rde sich freuen.
Bei dem Gedanken mu├čte sie kichern.
Gegen solche Sch├Ąden w├Ąre er wohl nicht versichert.

In dem Haus kannte sie niemand und Michael w├Ąre eh noch einen Monat weg, da w├╝├čte niemand woher sie stammte. (Wo? Im Haus, oder da, wo Michael jetzt ist? Oder ist eigentlich "daher" gemeint? In diesem Falle w├╝rde ich es weglassen und einen neuen Satz anfangen.) Und so lange war sie noch nicht in der Stadt, es w├╝rde sie auch niemand hier vermissen.

Und ob man die Fallh├Âhe rekonstruieren k├Ânnte?

Aber die arme Katze w├╝rde verhungern. (Ist sie nun tierlieb oder nicht? Falls nicht - wozu es Anhaltspunkte zu geben scheint - dann sollte es "bl├Âde Katze" hei├čen.)
Naja, die Putzfrau kam ja alle Tage mal vorbei, die w├╝rde ihr schon ein neues Fressen hinstellen.
Aber das Vieh war ja so verw├Âhnt, da├č es dringend Gesellschaft brauchte. (Alleinstehende Haustiger brauchen tats├Ąchlich Gesellschaft. Heb┬┤ dir das "verw├Âhnt" f├╝r die "erlesensten Sachen" auf.)
Deswegen hatte Michael sie wohl gefragt.
Und eine Zeit lang in diesem Appartment wohnen, daf├╝r ertrug sie auch eine verw├Âhnte Katze, die nur die erlesensten Sachen zu fressen bekam.
Vielleicht sollte sie ja einfach nur die Katze hinunterwerfen? Wo war sie eigentlich?
Nein, sie konnte jetzt nicht nachsehen, sie konnte den Blick nicht abwenden,...

In diesem Moment klingelte das Telefon.
Sollte sie es Klingeln lassen?

Und wenn es Michael war?
Er hatte gesagt er w├╝rde nach einer Woche mal anrufen. (wenig plausibel. Bestimmt hat er schon am ersten Abend angerufen. Plausibel w├Ąre, wenn er sich 1x pro Woche meldet.)
Er w├╝rde sich sicher um die Katze sorgen, wenn er sie nicht erreichte und dann w├╝rde alles auffliegen. (merkw├╝rdiger Gedanke oder ungl├╝cklich formuliert)
Das Klingeln h├Ârte nicht auf.

Sie richtete sich auf und warf von einem Seufzer begleitet
einen letzen Blick nach unten.
Dann Schritt sie zur├╝ck in das helle Licht des Wohnzimmers.

ÔÇ×Vielleicht ja morgenÔÇť,
raunte eine Stimme im Dunkeln.



Inzwischen habe ich soviel Zeit mit deinem Text verbracht, da├č ich ihn beinahe auswendig kenne.
Falls dir so ausf├╝hrliche Kritiken auf die Nerven gehen, sag┬┤ es einfach. Beim n├Ąchsten Mal halte ich mich dann entsprechend zur├╝ck.

Liebe Gr├╝├če,
Viktoria.

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lara_star
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thanxalot

Hi Visco,

vielen Dank, f├╝r Deinen ausf├╝hrlichen Kommentar!
Zuerst einmal,
ich hab das wirklich geschrieben und sofort gepostet, weil ich es eilig hatte und dummerweise nicht dran dachte, es nochmal vern├╝nftig durchzulesen. Als ich es dann am n├Ąchsten Tag nochmal las, fiel mir auch einiges auf, was ich doppelt geschrieben habe oder nicht so toll fand.
oh weh!
Naja, das mit dem Bildschirm war zB so, da├č ich erst von ihrem PC schrieb und mir dann aber eben dachte, sie wohnt gar nicht da, also mu├č es ein laptop sein, aber das nicht soweit dann ge├Ąndert habe.
Weil Du meinst, ich h├Ątte zu wenig ├╝ber sie geschrieben, ich wollte gar nicht mehr von ihr verraten, weil es gar nicht so sehr um sie geht, sondern nur um diesen Moment und was sie da so denkt. Aber vielleicht ist das zu kurz geraten.

ich hab mir erst im Nachhinein ein paar Gedanken um "sie" gemacht, ich glaube auch nicht, da├č es ihr darum geht tot zu sein, sondern nur um das typische "was w├Ąre wenn Spiel", das eben angetrieben wird von dem Kick es wirklich zu tun, einfach aus dem Moment heraus. Aber kann ja dennoch sein, da├č sie in einer so ges├Ąttigten Langweile lebt, da├č sie sich gerade deswegen von der Tiefe so angezogen f├╝hlt.

Ich glaube auch, da├č sie schon tierlieb ist, aber mehr aus Pragmatismus, nicht weil sie die Katze mag.
Und es ist f├╝r mich auch logisch, da├č er erst nach einer Woche anruft, denn warum sollte er gleich anrufen, wenn er doch gerade erst weg ist? Drum ruft er halt nach ner Woche an, wenn was w├Ąre k├Ânnte sie sich ja auch bei ihm melden.
Hab mir auch ├╝berlegt, er m├╝├čte ja nichtmal ein Bekannter von ihr sein, gibt es ja nicht so selten, da├č Leute andere engagieren um ihre Tiere und H├Ąuser zu h├╝ten. Daf├╝r m├╝├čten sie sich nichtmal kennen.

Aber vielen Dank f├╝r Deine Anregungen, vielleicht schreibe ich es alles nochmal um.

nun zu Dir, Silberstern

ich mu├č auch sagen, da├č Du da sehr viel siehst, was da ├╝berhaupt nicht steht.
Ich denke absolut nicht, da├č sie sich einsam f├╝hlt oder sogar (allein) gelassen.
Sie hat anscheinend lediglich wenig (keine) lokale soziale Kontakte, aber warum sollte das problematisch f├╝r sie sein?
Und die Beziehung zu Michael mu├č, wie oben schon erl├Ąutert keineswegs in irgendeiner weise "eng" sein. Er mu├č weg und braucht jemand f├╝r seine Katze.
Pragmatismus und gl├╝cklicher Zufall, f├╝r ihn oder beide?
Und die Stadt mu├č ihr nicht fremd sein, nur weil sie keinen "kennt" oder kennen mag. Kann ja sein, da├č sie schon seit langem da wohnt, hat ja auch ne eigene "Wohnung", die er vielleicht auch so lang zahlt, denn umsonst wird sie die Katze nicht h├╝ten.
W├Ąre alles zu ├╝berlegen wie gesagt, wenn ich das nochmal besser konstruieren w├╝rde.

"denn sie hat wohl gerade keinen Draht zu anderen Menschen, lebt ├Ąu├čerlich und innerlich zur├╝ckgezogen"

Da mu├č ich Dir wohl ausnahmsweise echt recht geben, aber warum sollte sie damit ungl├╝cklich sein?
Woraus schlie├čt Du das?

Und die Sonne schien den ganzen Tag schon auf die Terasse.
Aber das vielleicht ja morgen war so ein Tick, weil es so ein Moment von "wer sagt das" war.
F├╝r mich zumindest.
Aber in meinem Kopf war die Situation auch viel dichter, als ich sie wohl "zu Papier" gebracht habe.
Werd ich noch dran arbeiten.
Drum auch Dir, dankesch├Ân!

So long.

Lara
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Der kleine Grauhai
Hobbydichter
Registriert: Apr 2001

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mag

wie du schreibst lara_star. und dem
"Musik, die Nacht, der Sommer(tag), das Meer"
kann ich nichts hinzuf├╝gen. Liebe gr├╝├če vom Grauhai (der schon da ist ).
__________________
Kommt doch mal in mein Korallenriff

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Fredy Daxboeck
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Feb 2001

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*fasziniert auch das spiel mit dem feuer ÔÇô so gef├Ąhrlich es manchmal ist*

hallo lara-star

hast du sehr gut r├╝ber gebracht die story. die kleinen dinge die um ├Ąnderung bitten, hat viktoria schon aufgezeigt. von der idee her, die dahintersteckt, bin ich restlos begeistert.
es muss nicht immer depression oder langeweile oder irgend etwas gro├čartiges dahinter sein. manchmal ist es einfach nur . . . ja ÔÇô die frage: was ist hinter dieser verschlossenen t├╝r?

im kleineren sinne wird das auch adrenalinkick genannt, nicht?
oder warum st├╝rzen wir uns an einem gummiseil in die tiefe?

viele liebe gr├╝├če

fredy
_______________
oder warum schreiben wir unsere gef├╝hle in form von gedichten nieder . . .
und posten sie in der LL

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