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Leselupe.de > Ungereimtes
winterherbstwinter
Eingestellt am 22. 09. 2005 15:21


Autor
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Christoph M. M├╝hlmann
???
Registriert: Aug 2000

Werke: 7
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winter schwerer meister
trittst das sommergebein tot

geselle herbst riecht erdig
der freund geht not

├╝berall drau├čen
schei├čt er blattgold

den liebesmund genommen
du eisiges loch
fickt dich wei├čhimmel

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Sandra
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Christoph,

einmal auf den Geschmack gekommen, lassen mich deine Gedichte nicht mehr los. Du rutschst in deinen Texten immer wieder gerne ins Umgangssprachliche ab, aber m.E. geschieht dies nicht willk├╝rlich, sondern es rei├čt einen so wunderbar vom doch sehr romantischen Bild ins Alltagsleben zur├╝ck und ist das Salz in der Suppe. Dir gelingt - nicht nur in diesem Gedicht - eine Gradwanderung zwischen poethischen Bildern und deftigen Beschreibungen. (die zudem auch oft sehr humoristisch sind) Und genau damit triffst du die Sache auf den Punkt. Ich bin beeindruckt, so etwas bekommt man in der LL nicht so h├Ąufig zu lesen.

quote:
├╝berall drau├čen
schei├čt er blattgold

So etwas macht einfach Spa├č zu lesen.

Sandra

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Stoffel
gesperrt
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Registriert: Jun 2002

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guten Morgen,

ich tu mich schwer mit der Reihenfolge hier.
Wenn der Winter beginnt, mag vielleicht noch "Sommergebein" existieren, aber dann..w├Ąre es schon "tot" und "Gebeine" sind es doch eh,oder? Und erstmalkommt ja der Herbst.

Nachdem der Winter das "tut", kommt der Herbst ins Spiel. Ok, man kann im Winter auch fr├╝hlungshafte Witterung/Tage haben. Vielleicht darum der Titel?

Der Begriff "schei├čt" erscheint mir unpassend hier.

Was hat es mit dem "Liebesmund" auf sich?

Und "Wei├čhimmel" f├╝r Winter, damit kann ich auch nichts anfangen.

In Deinen Texten bisher, fehlen mir oft die Zusammenh├Ąnge. Mir kommen sie wie Wolkenfetzen vor. Angerissene Gedankeng├Ąnge.

Nur mein pers├Ânliches Empfinden,um meine Wertung zu rechtfertigen.Ich denke mal, es fordert einen Autoren sicher mehr und regt an zur Diskussion, wenn er auch mal die andre Seite h├Ârt.*smile*

Zudem k├Ânnte der Text sicher unter "Natur" passen? Oder ist das hier ein Liebesgedicht und ich habe es falsch interpretiert?

lG
Sanne

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Prosaiker
Guest
Registriert: Not Yet

hallo christoph,
zur ersten strophe dasselbe wie stoffel: das bild stimmt vorn und hinten nicht, ergibt keinen sinn, wenngleich du h├╝bsche bilder bem├╝hst, ebenso les ich hier einen unsch├Ânen rhytmus, stolpere ├╝bers "gebein".
die zweite strophe gef├Ąllt mir, den herbst als gesellen des winters kann ich zwar gedanklich nachvollziehen, wei├č blo├č nicht ob ich ihn teile. die dritte strophe ist mist wegen des f├╝r mich gezwungen wirkenden "schei├č",obwohl doch "blattgold" ein so h├╝bsches wort ist; in der vierten strophe scheint der fluch (fickt dich) passender und sinnvoller. bin mir nicht so recht schl├╝ssig, was ich f├╝r ein fazit ziehen soll, deswegen halt ich mich damit erstmal zur├╝ck.
soweit meine gedanken dazu
liebe gr├╝├če von
Prosa.

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Christoph M. M├╝hlmann
???
Registriert: Aug 2000

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..

liebe sandra ..dank f├╝r deinen kommentar auch hier .. das was du darin beschreibst trifft sehr mein gef├╝hl und meine intention beim schreiben .. tats├Ąchlich m├Âchte ich das leben so wie ich es wahrnehme und empfinde in lyrische formen gie├čen ..dazu geh├Ârt oft auch umgangsprachliches ..welches ich dann einfach nicht umschreiben oder lyrisch erh├Âhen mag .. da m├Âchte ich ehrlich sein auch wenn es manches mal und f├╝r manchen leser zu direkt, derb oder flach erscheint .. ich erfahre aber immerhin im alltag meine freunde und andere menschen durchaus umgangsprachlich ..in ihrer freude in ihrer wut, angst oder trauer und nichts wirkt auf mich dabei flach .. und derb nur das leben in seiner ganzen intensit├Ąt ..positiv wie negativ ..

hallo stoffel, hallo prosaiker,

dank auch f├╝r euer beider kommentar .. der winter ist mein ganz pers├Ânlicher meister und ich f├╝rchte ihn bereits wenn der sommer seine letzten warmen schatten wirft ..endg├╝ltig tritt der winter mein gebein tot .. wenn es anf├Ąngt zu frieren .. dieses gebein was rheuma hat .. dieses gebein was sich dann tot f├╝hlen m├Âchte ..aber es lebt und schmerzt..und geht schon im herbst not .. dessen blattgold f├Ąllt sicher sanft herab .. f├╝r mich wirds geschissen .. weil ich es beschissen finde das es schon und wieder f├Ąllt ..und ich verwende hier wieder umgangssprachliches der derbsten art .. weil ich es nicht sanft umschreiben will .. was ich f├╝rchtend wahrnehme ..der weisshimmel am boden ..das v├Ąterchen frost ..davon bin ich gefickt ..weils mir besonders weh tut ..der liebesmund ist empfindet geil ..wenn schmerzen das nicht zunichte machen ..schon der herbst nimmt fort.. im winter ist es fort.. was ich in k├╝rze beschreiben kann mag ich nicht in die l├Ąnge ziehen ..keine lange rede und kurzer sinn .. nur kurzes sprechen sinngem├Ą├č ..und rhytmisch unsch├Ân auch, wenns sein mu├č ..lyrik ist f├╝r mich nicht etwas ├╝berkommenes ..sondern etwas was das leben immer neu erfindet und was das denken und sprechen auch neu in form bringt ..auch eine chronologische reihenfolge mu├č nicht fehlen nur weil man f├╝rchtend, liebend oder hoffend vorgreift ..es passt sehr wohl alles ineinander und zueinander und steht wechselseitig miteinander in beziehung ..

lG
vom chris

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Stoffel
gesperrt
One-Hit-Wonder-Autor

Registriert: Jun 2002

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Gr├╝├č Dich,

nat├╝rlich hat jeder sein eigenes Empfinden ├╝ber eine "Sache" und spiegelt es in seinen Texten wider. Das m├Âchte ich auch niemanden nehmen. Ok, verstehen t├Ąt ich dennoch manches gern. Und, das meine ich ebenfalls generell, m├Âchte ich nicht das Gef├╝hl haben, wenn da kein Titel zu sethen w├╝rde, w├╝sst ich ├╝berhaupt nicht worums geht.

Ok, hier verstehe ich schon was Du aussagen willst. Mei, es ist nichts verwerfliches dran, um eine kleine Erkl├Ąrung zu bitten. Immerhin zeugt es ja von Interesse.*smile*

Tja, dann haben wir bei uns heut also so ein
"Herbst-Winter-Herbst-Sommer"-Tag
Denke mal,morgen wirds wieder Winter. *smile*
Des Sommers "Gebeine" sind also heut wieder auferstanden.

Danke Dir
lG
Sanne

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