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Leselupe.de > Ungereimtes
wir hörten ihn fließend fremdeln
Eingestellt am 08. 11. 2007 00:41


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ENachtigall
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???

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wir hörten ihn fließend fremdeln

wussten nicht woher er kam
so oft wir auch saßen
am Saum seines Bettes
verschworen warteten
verschwiegen
zwischen flirrenden Mücken

        auf wessen Hochzeiten mochten sie gerade Blut gesogen haben

nie verriet ihn sein Fieberschlafgesang
nie sein fließend gekieseltes Murmeln
nie sein schlammfarbenes Traumwandlerhemd

saßen da wie zur Strafe
im Fingergefängnis
rechtschaffen
das Fell gesträubt
die Sinne punktiert

        kein Wasser kein Brot kein Erbarmen

allein sein weit gereister Atem
und der Duft unserer Pranken
hielten uns zahm

        wie viele Träume hatten wir schon in den Sand gesetzt

nie wuchsen daraus Orchideen
nie verscharrte ein Hund einen Knochen darin
nie vergaßen wir neue auszuschwitzen

die Muttersprache
des väterlichen Hypnotiseurs
war immer Vergänglisch

        wie die Gärten der Königin nach Dornen lechzten

und einzig von Bestand
diese Trockenübung
gegen den disziplinierten Verfall zu Staub

        in welchen Bergen war jenes Hochgefühl gewachsen

einen Klumpen Matsch warm zu wiegen
einen Faden Spucke verreisen zu lassen
einen milchigen Zahn zu versenken

in der Strömung
so wild
von geschmolzenem Schnee



© elkENachtigall








__________________
Wer Spuren sucht, wird Wege finden.

Version vom 08. 11. 2007 00:41

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Milko
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ständiges

gemurmel
vergänglisch

beim ersten lesen 9+
beim zweiten 8
warum

fließend fremdeln sehr gut, bis das
märzherz
stört
alle dem
echt gut

gutlen nachteln
__________________
gedachtDenn die Einen sind im DunkelnUnd die Andern sind im LichtUnd man siehet dieIm LichteDie im Dunkeln sieht man nichtBerthold Brecht

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ENachtigall
Foren-Redakteur
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Hallo Milko, danke für die ehrliche Wiedergabe des Leseeindrucks. Hast Recht. Das braucht es nicht. Es wäre ein feinerer Zug beim Hauptdarsteller (dem Fluss) als bei seinen Zuschauern zu enden. Gute Erkenntnis gegeben!


lieben Gruß

Elke


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