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Leselupe.de > Kurzprosa
wo Wind und Nebel nisten
Eingestellt am 24. 09. 2008 15:55


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Joh
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Registriert: Mar 2008

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wo Wind und Nebel nisten


Eine KĂŒste wo Wind und Nebel nisten, Vögel die Felsen weißen, dĂŒrre Nester auf schmalen Simsen, nebelnder Dunst fließt ĂŒber die Kante, ich hocke zitternd in einer Nische, Schwaden verhĂŒllen den Weg zurĂŒck, nasser Stein lĂ€ĂŸt meinen Mut abgleiten, neben mir Möwen im verschwimmenden Licht, in die Felsen gekrallt, windgestrĂ€ubtes Gefieder, SchnĂ€bel den schwachen Böen zugewandt, ausharrend, der Dunst saugt mich auf und wir fließen in die schĂ€umende Brandung, ich schlĂŒpfe aus seinen klammen Fingern, falle in hartes Kalt, sehe die SchnĂ€bel der Vögel verzerrt durch KrĂ€uselwasser, zupfend an meiner Kleidung, ich sinke aus dunklen Blicken aus Augen, die in Wind und Trauer um sturmzerschellte Eier keine TrĂ€nen ins Meer fallen lassen, trockene Trauer verwundet sich am unvergossenem Salz - ich bin herausgefallen aus der Zeit, tauche in Himmel - Blau entfernt sich wellengebrochen, braun die KelbwaldstrĂ€nge, in zĂ€rtliche Umarmung gewiegt, die nicht wĂ€rmt, eisig beißt sich langsam in die Haut, aus meinem Mund entweichen zarte Kugeln schillernd, wabernd mit meinem letzten Atem gefĂŒllt, befreien sich schmerzend aus meinen Lungen, sie steigen auf zu den Vögeln, kleine Blasen aus abgestoßenen GefĂŒhlen, schwebend, verzerren was dahinter liegt, zerplatzen an der OberflĂ€che, die mich ruft und ich treibe mit gespreizten Armen aus dieser fremden Welt, hinauf ins Licht zu den WeißgeflĂŒgelten - Möwen, gedĂ€mpft schreiende BegrĂŒĂŸung des ersten Atemzugs - Felsen still im Dunst, löchrige Schwaden geben den Blick frei , auf steiniges Ufer - am Ende der MĂŒhen . . .


Johanna Pless
9.2008


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