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Leselupe.de > Feste Formen
zu andern sternen - Triolett
Eingestellt am 11. 09. 2017 23:01


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HerbertH
???
Registriert: May 2007

Werke: 867
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zu andern sternen schweift der blick
und sollte dich allein ansehen
wie h├Ąsslich schmerzt bald das genick
zu andern sternen schweift der blick
ich sp├╝re manchen feinen zwick
wenn neue d├╝fte mich umwehen
zu andern sternen schweift der blick
und sollte dich allein ansehen


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w├╝stenrose
Routinierter Autor
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Werke: 123
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Hallo Herbert,
in Zeile 2, beim letzten Wort, muss die Betonung etwas zurechtgebogen werden, damit es metrisch passt.
Habe nach Alternativen gesucht, was nicht leicht ist, da sich dann schnell (zu gro├če) inhaltliche ├änderungen ergeben.
Trotzdem hier mal ein Versuch:

zu andern sternen schweift der blick
er sollte sich zu dir begeben
wie h├Ąsslich schmerzt bald das genick
zu andern sternen schweift der blick
ich sp├╝re manchen feinen zwick
wenn neue d├╝fte mich umweben
zu andern sternen schweift der blick
und sollte sich zu dir begeben


Was ich an deinem Gedicht herausragend gut finde, ist die Leisetreterei! Hier wird nicht dick aufgetragen, fett markiert, alles in Gro├čbuchstaben gesetzt. Es ist leise, leiser geht es kaum, und doch voller Liebe und Hingabe. Unheimlich viel schwingt in den wenigen Zeilen mit: Hoffen, Greifen, Zweifel, Scham, Selbstironie, Aufruhr, Aufbruch, Freud und Leid. Der intensive Sog vermengt sich untrennbar mit betrachtender Zur├╝ckhaltung.

lg w├╝stenrose




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HerbertH
???
Registriert: May 2007

Werke: 867
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Liebe w├╝stenrose,

das "dich allein" ist mir hier wichtig. Ausserdem korrespondiert das "ansehen" mit dem "blick". Die leichte metrische Sperrung betont das "dich allein ansehen", wobei ich das letzte Wort als dah-daah-dit lese.

Vor allem Deine zweite Variante gef├Ąllt mir aber auch recht gut, da muss ich nochmal nachdenken.

Sch├Ân auch, dass Du die leisen T├Âne in diesem Gedicht nachempfinden konntest.

Liebe Gr├╝├če

Herbert
__________________
┬ę herberth - all rights reserved

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w├╝stenrose
Routinierter Autor
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Moin Herbert,
gut nachvollziehen kann ich Folgendes:

quote:
das "dich allein" ist mir hier wichtig.

sowie
quote:
Die leichte metrische Sperrung betont das "dich allein ansehen", wobei ich das letzte Wort als dah-daah-dit lese.

.
Da lerne ich selber immer noch dazu, dass ein Vers, obwohl metrisch nicht ganz glatt, dennoch im Gesamtzusammenhang die beste L├Âsung darstellen kann. So ist mir auch von Anfang an aufgefallen, dass das "dich allein" eine sch├Âne Wirkung entfaltet.

Trotz allem denke ich, dass irgendwo noch leichte Änderungen erfolgen sollten, da letztlich sozusagen geschrieben steht: Der Blick sollte dich ansehen.
Das finde ich unrund, da der Blick ja bereits das Anschauen, Hinschauen impliziert. Das Auge sieht. Der Blick schweift, gilt jemandem, richtet sich, verf├Ąngt sich usw.

lg w├╝stenrose

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HerbertH
???
Registriert: May 2007

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Liebe W├╝stenrose,

Du hast nicht ganz unrecht, dass Blick und ansehen verwandt sind, die Gefahr einer Dopplung. Allerdings gebe ich zu bedenken, dass "Blicke schweifen" und "dich allein ansehen" sich
in der Blickrichtung stark unterscheiden k├Ânnen, was dann zu steifen Nacken f├╝hren kann.

Liebe Gr├╝├če

Herbert
__________________
┬ę herberth - all rights reserved

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