Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5437
Themen:   92194
Momentan online:
67 Gäste und 1 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Ungereimtes
zukunftsfragen
Eingestellt am 15. 09. 2010 11:36


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
Karl Feldkamp
Routinierter Autor
Registriert: Aug 2006

Werke: 857
Kommentare: 4754
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Karl Feldkamp eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

der teich hat windstill den sp├Ątsommerhimmel aufgebahrt
enten stimmen schnarrend leise trauerges├Ąnge an
jagend st├Âren schwalben die t├Ąnze der m├╝cken
auf ersten laublosen ├Ąsten hocken kr├Ąhen und warten
fl├╝gel schlagend auf die wei├čen schleier der nebelzeit

auf der parkbank fragt sich fl├╝sternd ein altes paar


__________________
Bei jedem Irrtum hat die Wahrheit eine neue Chance.

Version vom 15. 09. 2010 11:36

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Thylda
???
Registriert: Aug 2002

Werke: 114
Kommentare: 2298
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Thylda eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Lieber Karl

Dem ersten Anschein nach ein Herbstgedicht im jahreszeitlichen Sinne.
Beim n├Ąheren Hinsehen kommt es mir mehr wie eine Lebensbetrachtung vor:
Der Teich (das Leben der beiden) ist windstill (ohne gr├Â├čeren Aufregungen) im Sp├Ątsommer (gerade eben Rentenalter, ohne schon richtig alt zu sein)
Enten (k├Ânnten Verwandte oder Freunde sein, jedenfalls welche, die noch auf dem Teich, also voll im Leben sind) stimmen Trauerges├Ąnge an (realisieren, da├č das Paar jetzt alt wird)
Die Schwalben (kommen im Fr├╝hling des Lebens, bleiben den Sommer und ziehen am Ende des Lebenssommers ihre eigenen Wege = Kinder) fangen M├╝cken (strengen sich an, sich selbst zu versorgen)
Die ersten laublosen ├äste (erste Zipperlein) beherbergen Kr├Ąhen (erinnern an die eigene Endlichkeit)
der wei├če Schleier der Nebelzeit (die irgendwann bevorstehende Altersschrulligkeit, vielleicht Furcht vor Demenz)

Und schlie├člich das alte Paar das sich fl├╝sternd (kann man es wagen?) nach der Zukunft fragt (wie genie├čen wir unsere alten Tage, bevor die Zwielichtzeit kommt, in der entweder der Geist oder der K├Ârper aufgibt und das Ende einl├Ąutet)

Liege ich halbwegs richtig, oder bin ich davon galoppiert?
Eine sch├Âne Mischung zwischen goldener Zeit und Verg├Ąnglichkeitswehmut, ohne kitschig zu sein. Auch ein wenig beklemmend. Schn├Ârkellose, einf├╝hlsam schwebende Sprache. Ein Gedicht zum heraus kopieren

Liebe Gr├╝├če
Thylda
__________________
allgemeine Warnung: bei meinen Beitr├Ągen ist Ironie nicht auszuschlie├čen

Bearbeiten/Löschen    


Karl Feldkamp
Routinierter Autor
Registriert: Aug 2006

Werke: 857
Kommentare: 4754
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Karl Feldkamp eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Liebe Thylda,
du liegst vollkommen richtig. Es geht um die Jahreszeit und um die Lebenszeit.
Danke f├╝r deinen sehr einf├╝hlsamen Kommentar.
Herzliche Gr├╝├če
Karl
__________________
Bei jedem Irrtum hat die Wahrheit eine neue Chance.

Bearbeiten/Löschen    


7 ausgeblendete Kommentare sind nur f├╝r Mitglieder und nur mit eingeschaltetem Javascript erreichbar.
Zur├╝ck zu:  Ungereimtes Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!