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Leselupe.de > Ungereimtes
zuschauen und darüber hinaus
Eingestellt am 23. 01. 2012 13:16


Autor
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Karl Feldkamp
Routinierter Autor
Registriert: Aug 2006

Werke: 850
Kommentare: 4772
Die besten Werke
 
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verbannt hinter eine fensterscheibe
von meinem atem halb beschlagen
die weiß gekörnten stürme
treiben hundebesitzer mit ihrem haustier
in windschatten bewacht
von toten der vergangenheiten
versuche ich täglich meine ausbrüche
gegen herzversagen betonte vernunft
verlassen gegenwärtige puppenspieler
schräge nebenrollen
versuchen hysterisch
den ernst des lebens
mit ausdauer zu verlachen
ein dunkler drachen flieht
gehetzt von hellgrauen wolken
blassgrün widerstehen
vorm fichtenwald steile winterweiden

sie will ich bald
durch wiesenschaumkraut
herunterrollen


__________________
Bei jedem Irrtum hat die Wahrheit eine neue Chance.

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Karl Feldkamp
Routinierter Autor
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Hallo Kalei,
zugegeben, ich habe relativ wild zusammengefügt. Aber ich denke, wenn du es langsam liest, wirst du ein Lyr-Ich erkennen, dass aus dem Fenster seine Welt beobachtet und von alten Geistern verfolgt, auf wärmere Jahreszeiten wartet.
Danke für deinen ehrlichen Kommentar.
Gruß
Karl
__________________
Bei jedem Irrtum hat die Wahrheit eine neue Chance.

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gitano
Guest
Registriert: Not Yet

Lieber Karl!
Ich finde hier wieder die wunderbare Sichtweise des erkundenden Blickes in dem die nach außengerichtete Wahrnehmung Fragen im Inneren ankickt...

Es ist mit Sicherheit eines der schwierigsten Unterfangen des Lebens, für sich selbst eine Ethik zu finden, die tauglich für Orientierung ist...Sich zerfleischen ist ein Risiko, sich selbst und anderer Nöte zu vernachlässigen auch...das individuelle birgt auch das Risiko der Isolation...usw.

Die nichtstatische Balance zwischen Allem mag eine heroische Sehnsucht sein...aber für ein Menschenleben und seine Natur vielleicht etwas viel....denn ist es Aufgabe, bedeutet höchste Bemühung...manche sagen Kasteiung...


aber die Sehnsucht bleibt...weil wir erkennen können.

Nach einigen etwas anders gearteten Texten von Dir erkenne ich hier wieder deutlicher Deine Handschrift das ist schön! Soll Dich aber nicht darin bestärken darauf hocken zu bleiben. Mir haben Deine andersartigen Texte (Dezember) imponiert...auch weil ich dachte: sieh an, er versucht etwas Anderes...

Liebe Grüße zu Dir
gitano

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Moony
Guest
Registriert: Not Yet

Gute Lyrik wie diese hier ist kein Rätsel, sondern was Anspruchsvolles, das vom Leser Zuwendung verlangt. Man kann es auch Einfühlung nennen. Sehr gut gelungen!

Einziges Kritikpünktchen: die

quote:
in windschatten bewacht
von toten der vergangenheiten
versuche ich
sind ein bisschen zuviel des Guten. Ich würd den Pleonasmus vermeiden und nur sagen:
quote:
in windschatten bewacht
von den vergangenheiten
versuche ich ...
das reichte, um schön zum Ausdruck zu bringen, dass die Puppenspieler ihre Faxen vergeblich machen.

lg

Moony

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