...tja, also, hierher kehre ich nun schon zum dritten Mal zurück. Es fasziniert mich, obwohl ich anfangs fast gar nichts verstand.
Morbide, das Ganze. Unsentimental.
Faszinierende Wortschöpfungen. - Oder sollte ich die alle nicht kennen?
Beim ersten Anklicken dachte ich ganz selbstverständlich an die Krankheit "Knochenkrebs". Dann war da so ein "Häää? Was ist denn das jetzt???" Irgendwie Ablehnung. Beim zweiten Mal dachte ich:"Da war doch was - was war es doch gleich? - Ach jaa, der Knochenkrebs!" Mehrmals durchgelesen, immer wieder diesen sonderbaren Wörtern nachgeschmeckt, einen Krebs vor mir gesehen. Heute ist's mir schon ganz vertraut und ich sehe jetzt beides, ein Tier und die Krankheit, wie sie den Körper zerstört und sich schliesslich selbst. Und deine Wortschöpfungen gefallen mir von Mal zu Mal besser.
vielen Dank für deinen freundlichen Kommentar. Das Gedicht ist nicht brandneu, stand bei mir immer in der zweiten Reihe und löst bei mir einen ähnlichen Effekt aus wie bei dir: Mit der Zeit freundet man sich trotz anfänglicher Widerstände damit an. Im Laufe der Jahre hat es daher einige Verbesserungen hinter sich gebracht. Die sprachliche Dichte und Irritation zu Beginn, welche den "stoken Haufen" umschreibt, habe ich gerade wegen ihrer dazupassenden Unzugänglichkeit nie zu ändern gewagt. Auch die verqueren und befremdlichen Sprachschöpfungen ragen wie "strube Teile" daraus hervor - und diese Rückbezüglichkeit auf sprachlicher Ebene kompensiert den fehlenden Einstiegsschliff.
Es handelt sich tatsächlich um Wortschöpfungen, daher ist kein Wortschatz-Manko zu befürchten. Auch mit der Interpretation des Knochenkrebses als urtümliches Tier und gleichzeitig Bild einer Krankheit liegst du richtig (oder als Bild eines wirts-zerstörerischen Virus oder des Menschen im Umgang mit seiner Natur)...
Herzliche Grüße,
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Der Ohrenschützer
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Bernd
Foren-Redakteur Routinierter Autor
Registriert: Aug 2000
Mich erinnerte es sofort an das Gedicht "Jabberwocky" von Lewis Caroll. Dein Gedicht klingt sehr ähnlich, verwendet ähnliche Methoden - allerdings ist es kein Gedicht für Kinder.
Neue Begriffe, die sich aus dem Zusammenhang erschließen, unklar bleiben, lautliche Anklänge formen.
Wird schwer zu übersetzen sein.
Ich finde es gut.
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Copy-Left, samisdada
Dein Gedicht hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Ein beklemmend dunkles Sprachspiel, das mit einer hervorragenden Verbindung von abstrakten/irrealen und konkreten Elementen daherkommt.
Die "struben Teile" und der "stoke Haufen" wollen mir gar nicht mehr aus dem Kopf gehen. Unglaublich überzeugend, diese Wortneuschöpfungen!
Nochmals vielen Dank für die freundlichen Kommentare!
Noch ein paar Anmerkungen meinerseits: Zum einen hat Bernd ins Schwarze getroffen, denn den "Jabberwocky" hatte ich schon während der Entstehungsphase des Gedichts im Hinterkopf.
Zum anderen freut es mich, dass es auch für Justina eine ähnliche Faszination zu haben scheint wie für mich. Die Szenerie im Prolog wurde interessanterweise in seiner beklemmenden Finsternis schon mit der Anfangssequenz von "Terminator I" assoziiert. Man mag von dieser stilistischen Querverbindung halten was man will, stimmungsmäßig erscheint es mir ziemlich ähnlich.
Schöne Grüße,
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Der Ohrenschützer
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