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  • Heike Knauber: Najaden – Das Siegel des Meeres

    Von hera | 15.Juni 2018

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    Dass Meliaé noch lebt, hat sie dem Heeresfürsten Abu Sayaf zu verdanken. Er hat ihre Hinrichtung verhindert, während ihre Mutter durch eine Lanze im Rücken beim Verhör zum Schweigen gebracht worden ist. Es war ein Fehler, um das Leben ihres Gemahls und ihres Sohns, die ebenfalls Gefangene sind, zu bitten. Amir Khayam, der den Tod befohlen hat, wahrt mit Mühe das Gesicht.

    Der Heeresfürst lässt Meliaé auf sein Schiff bringen, damit sie außerhalb der Reichweite seines Bruders ist. Dennoch wird sie wie eine Gefangene behandelt, denn sie könnte etwas über die Gilde ihres Vaters wissen. Meliaé hat von dem geheimnisvollen Siegel, das den Untergang des Reichs verhindern könnte, gehört. Doch auch für sie ist es ein Mysterium. Noch weiß sie nichts über ihre wahre Herkunft, ihre Wandlungsfähigkeit und ihre magischen Kräfte.

    Mit einem Rauschmittel soll sie zum Plaudern gebracht werden, denn die Wahrheit muss in ihr verborgen sein. Doch Meliaé zeigt sich selbstbewusst und kampfeslustig. Das ist der Zweitgeborene des Sultans von Frauen nicht gewöhnt.

    Das Buch ist eine echte Überraschung! Schon nach wenigen Seiten hat es mich in den Bann gezogen. Eine spannende Handlung rollt wie eine Lawine heran und man taucht ein in eine fremdartige Geschichte, die auf Sagen der orientalischen Mythologie beruht.

    Die Handlung ist aus vielen Fäden gewebt, sehr komplex und wird von mehreren Seiten beleuchtet. Die Autorin schreibt sehr bildhaft, sodass alles sehr gut vorstellbar wird, wenn man sich auf diese Art Fantasy einlassen möchte.

    Aber es wird nicht nur schön gezeichnet. Es gibt viele äußerst dramatische Szenen, die ich lieber nicht in so deutlicher Form geschildert bekommen hätte. Andererseits werden drastische Situationen zwischen der sich entwickelnden Liebe zwischen Meliaé und Abu Sayaf aufgefangen, die sehr gefühlvoll geschildert wird.

    Immer wieder gibt es Überraschungen und spannende Wendungen. Auch das Ende gefällt mir gut!

    Rezension von Heike Rau

    Heike Knauber
    Najaden – Das Siegel des Meeres
    608 Seiten, Klappenbroschur
    Blanvalet Taschenbuch Verlag
    ISBN-10: 3734161436
    ISBN-13: 978-3734161438
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    Linn Ullmann: Die Unruhigen

    Von Claudine Borries | 11.Juni 2018

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    Als Kind eines berühmten schwedischen Regisseurs und einer ebenso bekannten Schauspielerin hat man es nicht leicht im Leben! Davon vermittelt dieses Buch einen Eindruck.

    Linn Ullmann ist die Tochter aus der Verbindung von Ingmar Bergmann mit der Schauspielerin Liv Ullmann. Die Tochter der beiden avancierte zu einer anerkannten schwedischen Schriftstellerin. Jetzt hat sie ein Buch geschrieben, das sie eigentlich mit ihrem Vater zusammen schreiben wollte.

    Die Liebe zwischen ihren Eltern war groß, sie überdauerte aber nicht lange.

    Auf der Insel Hammars hatte Bergmann ein Haus gebaut, in das er mit der viel jüngeren Geliebten und Tochter einzog. Hammars bleibt der Bezugsort, für das man den Begriff „Zuhause“ für Linn Ullmann anwenden darf.

    Man meint aus der Erzählung die Bäume, das Meer und die Natur zu riechen und bekommt eine Vorstellung von den heißen Sommern, die zum geselligen Beisammensein animierten.

    Der erste Teil des Buches gilt den Erinnerungen an ihre Mutter; im zweiten Teil widmet Linn Ullmann sich dem Vater.

    In einer langen Reihe von Erinnerungen, die von Zeit und Orten springend eine Episode an die andere reiht, bekommt man eine Bild von ihrem Leben, von dem der Eltern und von ihren Freunden.

    Linn U. spricht von dem „Mädchen“, wenn sie sich ihren Erinnerungen überlässt.

    In freien Assoziationen blendet sie die Vergangenheit ein; da ist das Haus, die große Familie mit Kindern aus noch anderen Verbindungen ihres Vaters, und die kurzen Zusammentreffen mit ihm. Er war ein skurriler Mensch mit Ängsten und strengen Gewohnheiten. Auch war er wie ein Getriebener, der nicht zur Ruhe kam.

    Beide Eltern waren wahrhaftig unruhig!

    Das Mädchen ist in der Kindheit sehr viel sich selber überlassen.

    Mit der Mutter zog sie, als sie klein war, von einem Ort zum anderen. Von Amerika wird berichtet, dass das Mädchen auch dort alleine mit mehreren Kindermädchen aufwuchs, weil die Mutter immer wieder an anderen Orten im Theater oder Filmen auftrat. Die starken Gefühle der Einsamkeit und der Sehnsucht nach der Mutter sind nachfühlbar.

    Das Mädchen musste sich im Leben ganz den steten Regeln der elterlichen Zeiteinteilung fügen. Wurde sie geliebt?

    Auf einem Tonbandgerät hört die Autorin Gesprächsaufzeichnungen ab, die allerdings schwer zu enträtseln sind. In kurzen Sitzungen kommen kleine Gespräche zum Vorschein. Sie sind nur Hinweise und Einsprengsel in das Geschehen, denn alles in Allem sind es Linns Erinnerungen, die den Verlauf der Erzählung bestimmen.

    Sie wählt eine assoziative Form der Erinnerung, mit der man mithalten muss.

    Ihre Kindheit und Jugend vergehen mit ständiger Unruhe, bis sie selber Mutter und Ehefrau wird. Ob dieses Leben eine gute Basis für das eigene Leben sein konnte?

    Man darf es nur erahnen.

    Ich fand die Erzählweise etwas schwerfällig.

    Linn Ullmann erhielt für ihre Romane zahlreiche Literatur-und Kritikerpreise und stand mehrfach auf internationalen Bestsellerlisten.

    Linn Ullmann
    Die Unruhigen
    416 Seiten, gebunden
    Luchterhand Literaturverlag, Juni 2018
    ISBN-10: 3630874215
    ISBN-13: 978-3630874210
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    ... | Kommentare deaktiviert für Linn Ullmann: Die Unruhigen | Kategorie Biografie |

    René Freund: Ans Meer

    Von hera | 7.Juni 2018

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    Anton fährt einen alten Linienbus in einem ländlichen Gebiet. Er bringt die Kinder zur Schule und nimmt die wenigen Leute mit, die auch in die Stadt wollen. Das tut er Tag für Tag …

    In letzter Zeit muss Anton immer öfter an seine Nachbarin Doris denken. Er ist in sie verliebt. Ob sie an der Liebe festhält, weiß er nicht so genau. Letze Nacht war dieser Mann auf ihrem Balkon. Anton hat ihn husten hören.

    Als er am nächsten Morgen die Tour beginnt, will auch Carla mitfahren. Die krebskranke Frau will nicht in die Stadt. Sie möchte nach Italien und ein letztes Mal das Meer sehen. Den Ort, an dem sie aufgewachsen ist. Aber kann Anton seinen Mut zusammennehmen, einfach seine Route verlassen und mit Carla und den Kindern, die eigentlich zur Schule müssen, ans Meer fahren? Eigentlich nicht, aber Doris mag mutige Männer.

    Carlas Tochter Annika, deren Freundin Helene und Eva sind dafür. Nur Ferdinand, Helenes älterer Bruder, hat Bedenken. Allein kann er seine kleine Schwester aber auch nicht lassen. Ein blinder Passagier ist auch noch mit an Bord.

    Nie hat Anton etwa gewagt und nun bricht er aus dem gewohnten Alltag aus. Tatsächlich muss der immer etwas unbeholfen wirkende Mann allen Mut zusammennehmen. Auch darf er die Folgen seiner mutigen Tat nicht bedenken. Denn das die Fahrt ans Meer Konsequenzen haben wird, ist ihm klar.

    Der Autor analysiert die Vorkommnisse nicht haarscharf, sondern vermittelt den Eindruck, als habe er die Handlung einfach so laufen und sich entwickeln lassen. Aber genau das ist es, was dem Buch Tiefgang verleiht. Denn der Blick fällt auf Details im Antons Denken und auf das Zwischenmenschliche in der Gruppe.

    Gedanken, Träume, Empfindungen, Sorgen, Ängste und Hoffnungen der handelnden Figuren sind in ihrer Alltäglichkeit gut nachempfunden, und viel ausdrucksstärker ohne eine Wertung von außen. Vieles steht zwischen den Zeilen. So bleibt Raum für eigene Gedanken und Interpretationen.

    Mir gefällt dieses Buch ausgesprochen gut. Es geht zu Herzen, ohne kitschig zu sein, auch wenn die Geschichte schon ein bisschen märchenhaft ist.

    Rezension von Heike Rau

    René Freund
    Ans Meer
    144 Seiten, gebunden
    Deuticke Verlag
    ISBN-10: 3552063633
    ISBN-13: 978-3552063631
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    Sabine Haag: Mein Haushalt – natürlich sauber – Reinigungsmittel ganz einfach selbst gemacht

    Von hera | 31.Mai 2018

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    Nachhaltig zu leben bedeutet auch, umweltfreundlich zu putzen. Ich frage mich, ob wirklich alles sauber wird ohne Chemie und ob sich auch hartnäckige Verschmutzungen in Bad und Küche entfernen lassen. Ich habe einige Versuche mit selbstgemachtem Waschmittel hinter mir, ich verwende Essig zum Entkalken des Wasserkochers, ich achte darauf, dass Reiniger ökologisch sind, aber dann hört es auch schon auf. Mich interessiert sehr, was ich noch tun kann, um etwas umweltbewusster zu putzen.

    Die Autorin erklärt zunächst, welche Vorteile es hat, Reinigungsmittel selbst herzustellen. Dann werden die verwendeten Zutaten wie beispielsweise Natron, Salz, Essig, Zitronenseife, Wodka und Tonerde erklärt. Als Hygiene-Zusatzstoff werden ätherische Öle verwendet, die keimtötend und antibakteriell wirken. Die Autorin hat hierzu extra moderne medizinische Studien recherchiert. (Schade, dass die Quellen nicht angegeben sind!)

    Die folgenden Kapitel sind untergliedert in Küche, Bad, Wohnbereich und Waschen. Es gibt sehr viele Rezepte. Aber man kann sich eine Sache vornehmen und zunächst eins der einfachen Rezepte dazu ausprobieren. Die Spüle ist zum Beispiel immer eine Problemzone. Kalk und Ablagerungen nehmen ihr, wenn sie aus Edelstahl ist, schnell den Glanz. Hierfür gibt es zwei ganz einfache Rezepte für einen Reiniger und ein Scheuerpulver, das nicht kratzt. Schleifelemente sind bei unempfindlichen Flächen aber manchmal gefragt. Hierfür gibt es den Putzstein mit Tonerde. Wer ein innen liegendes Bad hat, kennt eventuell das Problem mit dem Schimmel. Hierfür gibt es einen Schimmelentferner. Sehr interessant finde ich noch den Fensterreiniger mit Zitrusduft und den Gelbe Verfärbungen Entferner für T-Shirts.

    Die Autorin hat Rezepte für alle im Haushalt anfallenden Putzarbeiten verfasst. Wie diese angewendet werden, wird immer genau beschrieben. Denn auch bei der Herstellung und Verwendung von natürlichen Putzmitteln müssen Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden! Wenn alle Hinweise Beachtung finden, ist man aber auf der sicheren Seite.

    Mit dem Buch hat man mehr Spaß am Putzen! Vor allem weiß man, was in einem Reinigungsprodukt drin ist. Sabine Haag hat eine motivierende Art. Sie schreibt mit Begeisterung und weckt Lust auf selbst gemachte ökologische Reiniger. Das Buch ist entsprechende gestaltet und mit vielen Fotos versehen. Die Texte sind informativ und die Rezepte übersichtlich und gut nachvollziehbar.

    Rezension von Heike Rau

    Sabine Haag
    Mein Haushalt – natürlich sauber – Reinigungsmittel ganz einfach selbst gemacht
    112 Seiten, gebunden
    Frech Verlag
    ISBN-10: 3772478069
    ISBN-13: 978-3772478062
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    ... | Kommentare deaktiviert für Sabine Haag: Mein Haushalt – natürlich sauber – Reinigungsmittel ganz einfach selbst gemacht | Kategorie Haushalt, Ratgeber |

    Marjolein Holtkamp: Wildkräuter – entdecken, erkennen, verarbeiten

    Von hera | 26.Mai 2018

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    Die Autorin, mit einer Fachausbildung in Kräuterheilkunde, stellt in ihrem Buch heilkräftige Pflanzen vor, die an Wegesrändern, auf Wiesen oder im Park entdeckt werden können. Sie motiviert zur aktiven Beschäftigung mit der Natur, fordert auf zu Natur-Expeditionen und zu Foto- und Zeichenwettbewerben. Zum Buch gehören zwei Kräuterposter im DIN-A4, die für die Kräutertouren verwendet werden können. Das Format eignet sich gut zum Kopieren.

    Jeder vorgestellten Pflanze ist eine Doppelseite im Buch gewidmet. Den Anfang macht die Birke. Man erfährt, was der lateinische Name bedeutet, welche Birkensorten es gibt und wann die Blütezeit ist. Die Autorin beschreibt interessante Details der Pflanze, zum Beispiel warum die Birke auch Seifenbaum genannt wird, ihre heilsamen Inhaltsstoffe und die gebräuchliche Verwendung der Pflanze. Dazu gibt es etwas Bildmaterial. Wer mag, kann nach Anleitung einen Hexenbesen herstellen.

    Insgesamt werden über 50 Pflanzen vorgestellt, darunter Waldkiefer, Zottiges Weidenröschen, Kletten-Labkraut, Schwarzer Holunder, Gewöhnlicher Blutweiderich, Spitzwegerich, Wildes Stiefmütterchen und Gewöhnliches Hirtentäschel. Wer eine bestimmte Pflanze im Buch sucht, kann die Listen mit den deutschen und lateinischen Namen verwenden.

    Mit dem Buch kann sich der Leser wunderbar beschäftigen und mehr über heimische Pflanzen und ihre Verwendung lernen. Es gibt ein wenig Platz für Notizen oder Zeichnungen. Wer möchte, kann sich Pflanzen vom Spaziergang mitbringen und Holunderblütenpfannkuchen oder Kamillenblütentee zubereiten. Es gibt auch eine Seite mit Beschäftigungsvorschlägen nach Jahreszeit.

    Das Buch fällt auf durch eine sehr kreative Seitengestaltung. Die Autorin hat mit Fotos, Zeichnungen und verschiedenen Schriftarten gearbeitet. Es macht Spaß, im Buch zu blättern, sich zu informieren und sich inspirieren zu lassen.

    Rezension von Heike Rau

    Marjolein Holtkamp
    Wildkräuter – entdecken, erkennen, verarbeiten
    128 Seiten, broschiert
    Landwirtschaftsverlag Münster
    ISBN-10: 3784355404
    ISBN-13: 978-3784355405
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    Hannah O’Brien: Irisches Erbe

    Von hera | 22.Mai 2018

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    Im westirischen County Galway geschieht in einer Kirche in der Vorweihnachtszeit ein Mord. Eine ehrenamtliche Helferin wurde erschlagen. Kommissarin Grace O’Malley ist für diesen Fall zuständig und ermittelt mit ihrem Kollegen Rory Coyne. Es gibt keine Hinweise auf den Täter oder ein Motiv. Am nächsten Adventswochenende geschieht auf ähnliche Weise ein weiterer Mord. Wieder in einer Kirche. Erneut trifft es eine freiwillige Helferin, die dabei war, die Kirche für die bevorstehende Messe herzurichten. Es ist derselbe Priester, der die Leiche findet. Parallelen sind vorhanden. Aber kann wirklich von einem Serientäter ausgegangen werden? Father Duffy ist kurzfristig eingesprungen. Es muss also bezweifelt werden, dass es Absicht war, dass er die Leichen findet, auch wenn seine Vergangenheit eine Rolle spielen könnte.

    Aber so einfach ist es nicht. Der Pastor, der eigentlich Messe lesen sollte, hatte einen durch Sabotage an seinem Fahrrad verursachten Unfall. Er liegt im Krankenhaus. Hier zieht also jemand die Fäden. Es gibt keine Zufälle. Eine weitere Verbindung zwischen den Opfern könnte die Gemeinde-Sekretärin Mary O´Shea sein, die für die Organisation jeder Messe verantwortlich ist. Dann ist da noch der Organist Liam O´Flaherty, der auch in jede Messe eingebunden ist. Verdächtige gibt es also, doch das Motiv ist weiter offen.

    In diesem Krimi kommt ganz schön was zusammen. Der Autorin gelingt es aber, alles gut sortiert darzustellen, sodass der Leser, wenn er gut aufpasst, nicht den Faden verliert. Grace O’Malley und Rory Coyne ergänzen sich perfekt. Für neue Impulse sorgt der Privatdetektiv Peter Burke, mit dem Grace zusammen ist.
    Father Duffy ist, so scheint es, die Schlüsselfigur. Glaubenskonflikte kristallisieren sich immer mehr heraus. Es ist interessant zu sehen, wie scheinbare Zufälle, dann doch eher bewusste Arrangements sind, um das Motiv zu verschleiern. Die Zeugen halten sich zurück mit ihren Aussagen, können sich nicht erinnern oder verstricken sich in Lügen. Jeder hat offensichtlich etwas zu verschweigen. Der Fall ist kompliziert und scheint fast unlösbar. Aber Grace O’Malley zieht irgendwann die richtigen Schlüsse. So kommt der Krimi, zu einem überraschend spannenden Ende!

    Rezension von Heike Rau

    Hannah O’Brien
    Irisches Erbe
    432 Seiten, broschiert
    dtv Verlagsgesellschaft
    ISBN-10: 3423217200
    ISBN-13: 978-3423217200
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    ... | Kommentare deaktiviert für Hannah O’Brien: Irisches Erbe | Kategorie Krimi und Thriller |

    Alex Wu: Wie der Körper sich selbst heilt – Eine verblüffende Gebrauchsanweisung aus der chinesischen Medizin

    Von hera | 18.Mai 2018

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    Der Autor ist Computer-Ingenieur. Mit der chinesischen Medizin beschäftigt er sich seit 20 Jahren. Kein Wunder also, dass er den Körper ein bisschen wie einen Computer sieht. Tatsächlich leuchten seine Vergleiche ein. Sie sind eine Möglichkeit Sachverhalte verständlich darzustellen.

    In der TCM ist ein Beschwerdebild Ausdruck der beginnenden Selbstheilung. In der Schulmedizin werden diese Symptome mit Medikamenten behandelt. Die Ursache bleibt bestehen, da durch die medikamentöse Behandlung die Selbstheilungskräfte unterbunden werden. Das Anti-Virus-Programm, um wieder den Vergleich mit dem Computer heranzuziehen, wird also mitten in der Arbeit gestoppt. Heilung ist nicht möglich. So wie der Autor das beschreibt, ist diese Ansicht nachvollziehbar.

    Wie man sich eine Selbstheilung vorstellen muss, beschreibt Alex Wu am Beispiel der Gicht. Hier führt seiner Ansicht nach die schulmedizinische Behandlung zu einem chronischen Verlauf, da die Selbstheilungskräfte dauerhaft unterbunden werden. Es ist dem Körper also nur dann möglich, eine Heilung herbeizuführen, wenn man ihn in Ruhe lässt und mit entsprechender Lebensweise unterstützt.

    Unsere Lebensweise ist ein weiterer Stichpunkt. Sie führt scheinbar zu vielen Krankheiten, die das Leben beeinträchtigen. Beim Computer würde man sagen, eine kontinuierliche Stromversorgung ist nicht möglich. Wer schlecht schläft, Stress hat und sich nicht ausgewogen ernährt, hat bald keine Energie mehr. Er greift auf die Reserven zurück. Irgendwann ist aber auch der Akku leer. Für eine Selbstheilung und zur Entgiftung braucht der Körper aber Energie. Ist keine da, verschlechtert sich der Gesundheitszustand immer weiter.

    Der Autor erklärt, was im Rahmen der TCM getan werden kann. Er zeigt auf, wie eine Diagnose gestellt wird und der Heilungsprozess angeregt werden kann. Hier umzudenken und den eigenen Körper anders wahrzunehmen, kann eine Chance für ein gesünderes Leben sein.

    Wer gesundheitliche Probleme hat oder oft müde und erschöpft ist sollte das Buch unbedingt lesen!

    Rezension von Heike Rau

    Alex Wu
    Wie der Körper sich selbst heilt
    Eine verblüffende Gebrauchsanweisung aus der chinesischen Medizin
    Aus dem Englischen von Jochen Leitner
    160 Seiten, broschiert
    Knaur MensSana
    ISBN-10: 3426878097
    ISBN-13: 978-3426878095
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    ... | Kommentare deaktiviert für Alex Wu: Wie der Körper sich selbst heilt – Eine verblüffende Gebrauchsanweisung aus der chinesischen Medizin | Kategorie Gesundheit, Ratgeber |

    Christopher Ross: Der Wanderwolf – Folge deinem Herzen

    Von hera | 14.Mai 2018

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    Shadow hat sein Rudel verlassen. Es zieht ihn in die Ferne. Er möchte eine Partnerin finden. Instinktiv folgt Wanderwolf einem Weg, der ihn sehr weit wegführt. Weil er einen Halsbandsender trägt, kann seine Spur von Biologen verfolgt werden. Rancher und Farmer, die Sorge um ihren Viehbestand haben, sehen das nicht gern. Sie versuchen auf eigene Faust herauszufinden, wo der Wolf ist.

    Alana zieht es ebenfalls fort von zu Hause. Sie will dem Lebensweg, den ihre Eltern für sie vorgesehen haben, nicht folgen. Sie möchte nicht weiter Medizin studieren, sondern ein Jahr pausieren, um dann ein anderes Studium aufzunehmen. Alana hat geplant, bis dahin im „Museum of the Mountain Man“ mitzuarbeiten.

    Als Alana die Reise antritt, hofft sie auch, Scott zu entkommen. Er stellt ihr nach, obwohl sie nichts von ihm wissen will. Doch nach einer Autopanne muss sie vor ihm in den Wald flüchten. Hier kommt es zu einer Begegnung mit dem Wanderwolf.

    Es ist eine Geschichte zum Träumen! Für Alana und den Wanderwolf geht es um die Zukunft. Für den Wolf ist es eine lebensgefährliche Reise, doch er lässt sich nicht aufhalten. Der Autor versucht Worte für die Urinstinkte des Wolfs zu finden. Das gelingt gut. Die Wanderung wird nachvollziehbar, was die Beweggründe und instinktiven Sehnsüchte des Wolfs betrifft.

    Zu Alana habe ich keinen Zugang gefunden. Ihre Art, sich gegen Scott zu wehren, ist sehr unrealistisch beschrieben. Scott ist ein Stalker, der sich in sein Opfer hineinversetzt und ihm immer einen Schritt voraus ist, so unmöglich das eigentlich ist. Alana reagiert teilweise irrational und bringt sich noch mehr in Gefahr. Aber gut, das muss scheinbar so sein, damit die Handlung funktioniert. Man kann sich darauf einlassen und dem unterhaltsamen Buch gut bis zum Ende folgen.

    Zum besseren Verständnis gibt es ein Nachwort. Hier kann man weitergehende Informationen über Wanderwölfe nachlesen.

    Rezension von Heike Rau

    Christopher Ross
    Der Wanderwolf – Folge deinem Herzen
    256 Seiten, gebunden
    Ueberreuter Verlag
    ISBN-10: 3764170786
    ISBN-13: 978-3764170783
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    ... | Kommentare deaktiviert für Christopher Ross: Der Wanderwolf – Folge deinem Herzen | Kategorie Jugendliteratur |

    Elizabeth Taylor: Angel

    Von Claudine Borries | 13.Mai 2018

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    Angel ist ein unausstehliches Geschöpf.

    Sie ist die einzige Tochter ihrer Mutter Mrs. Deverell, die einen kleinen Einzelhandelsladen Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts in einer englischen Kleinstadt betreibt. Der Vater ist schon lange tot.

    Mrs. Deverell erfährt von ihrer Schwester, Tante Lottie, Unterstützung gegen die aufsässige Tochter. Diese aber lässt sich nicht beirren: sie fantasiert sich in eine kitschige Oberklassewelt, in der alles nur so glänzt wie Gold. Damit macht sie sich bei ihren Klassenkameradinnen und Lehrerinnen unbeliebt. Mit 15 Jahren verweigert sie jede weitere Schulbildung und beginnt, Romane aus ihrer verstiegenen Fantasiewelt zu schreiben.

    Unbeirrt und energisch bietet sie ihre Romane verschiedenen Verlagen an. Sie bleibt ohne Kompromisse, wenn es um die Entschärfung besonders auffälliger Stilblüten geht.

    Zwei Verleger können sich nicht ganz einigen, ob man diesen Schund dem lesenden Publikum zumuten könne. Einer gibt den Ausschlag dafür, dass Angel einen unerwarteten Siegeszug mit ihren Büchern antritt. Der Zeitgeist lässt ihren Kitsch gut ankommen. Sie kann mit ihre Mutter dank ihrer Einnahmen aus der bisher eher ärmlichen Gegend in eine vornehmere Gegend umziehen und sich ein besseres Leben gönnen.

    Am Ende erreicht sie viel, wird wohlhabend und findet sogar einen Mann. Auch dieser ist mehr Opfer als Zweck zum Erfolg. Zu wahrer Liebe ist sie gar nicht fähig. Die sie umgebenden Menschen sind ihr untertan, weil sie Arbeit und Geld brauchen.

    Einfache Menschen mögen ihre Bücher, die Gebildeten ergötzen sich an ihren Schilderungen und die Kritiker verreissen sie. Auf Kritiken reagierte Angel mit Wut, Zorn und Ärger. Sie arbeitete ohne Unterlass, um nur niemanden ihren Platz in der Rangliste der gelesenen Bücher zu überlassen.

    Elizabeth Taylor hat das Bild einer ungewöhnlichen Frau entworfen. Schon als junges Mädchen fühlt sie sich ihren ärmlichen Verhältnissen entrückt, ist frech und zickig zu Mutter und Tante und plant zielstrebig ihren eigenen Weg: eine erfolgreiche Schriftstellerin zu werden.

    Wie die Autorin das Panorama dieser verqueren Persönlichkeit vor uns ausbreitet, ist bemerkenswert. Da wimmelt es nur so von fantastischen und unwirklichen Lebensgeschichten. Angel bleibt angeberisch, prahlt und ist geltungssüchtig. In ihrem Denken dreht sich alles um ihre eigene Person, alle anderen Menschen sind in ihren Augen dumm und ignorant. Von dem angestrebten Weg zur erfolgreichen Schriftstellerin kann diese Frau niemand abbringen. Die Projektion der eigenen Unvollkommenheit auf die Umwelt ist ein gekonnter psychologischer Trick, mit dem Elizabeth Taylor ihre Menschenkenntnis unter Beweis stellt.

    Anfang des 20. Jahrhunderts mögen die Schichtunterschiede in England noch auffälliger gewesen sein als heute. Arm zu sein ist immer eine traurige Angelegenheit. Hier aber setzen der Wille und die Energie einer aufstrebenden Person diesem Schicksal Grenzen. Auch deshalb konnte Angela so erfolgreich werden: weil die Hoffnung auf Glück und Reichtum die Armen immer berückt.

    Taylor hat die Zeichen ihrer Zeit mit ihrem Roman erfasst.
    Sie lebte von 1912 bis 1975. Nicht nur in ihren Geschichten wurden Träume wahr. Ihre Protagonistin Angel lebt diesen verwegenen Traum und realisiert ihn. Das Gesellschaftsbild hochfahrender Eitelkeit gewinnt in der Gestalt von Angel eine unerwartete Parallele zu ihren erfundenen Geschichten. E. Taylor entwirft ein sprachlich und inhaltlich lebhaftes Gemälde einer längst vergangenen Zeit. Die Übersetzung von B. Abarbanell rundet die Geschichte zum Wohl einer geneigten Leserschaft sehr schön ab.

    Elizabeth Taylor
    Angel
    400 Seiten, gebunden
    Dörlemann; 1. Auflage Februar 2018
    ISBN-10: 3038200522
    ISBN-13: 978-3038200529
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    Krischan Koch: Pannfisch für den Paten

    Von hera | 8.Mai 2018

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    Im nordfriesischen Fredenbüll ist was los! Die Naturschützer sind alarmiert, will doch WinWind auf dem Deichvorland Windräder installieren. Die Initiative „Sei (k)ein Frosch“ wird ins Leben gerufen, schließlich geht es um das Leben der bedrohten Rotbauchunke. Polizeiobermeister Thies Detlefsen geht die ganze Aufregung nicht ans. Doch als eine Leiche aus dem frischen Betonsockel für ein weiteres Windrad gezogen wird, kann er nicht länger wegsehen. Zusammen mit seiner attraktiven Kollegin Nicole Stappenbek beginnt er die Ermittlungen.

    Doch auch die Dorfbewohner interessieren sich für das, was im Ort vorgeht. Sie sind gute Beobachter! In Antjes Stehimbiss „De Hidde Kist“ oder in Alexandras Friseursalon wird eifrig diskutiert und wild spekuliert.

    Die Blicke der Frauen gehen hin zu dem charmanten Italiener Tony, der mit seiner Familie aus New York zugezogen ist. Das bringt Unruhe. Was will so einer in Fredenbüll? Von den Gästen, die sich in Renates kleiner Pension eingemietet haben, hört man dagegen nicht viel. Renate ist jedoch misstrauisch. Sie hat ein Gefühl dafür, wenn etwas nicht stimmt mit ihren Gästen.

    Die Ermittlungsarbeiten gehen nur schleppend voran. Thies bekommt einfach nichts mit. Nur wenn sich jemand in „De Hidde Kist“ im Eifer des Gefechts verplappert, geht es voran. Eins ist allerdings klar. Ein Mörder geht um und er hat seine Arbeit noch nicht beendet.

    Eine sehr gelungene Krimikomödie! Spannend, unterhaltsam und urkomisch!
    Als Leser wird man hinein gesaugt in dieses Buch. Es ist, als könnte man jederzeit von den Seiten aufblicken und einen Pannfisch bestellen!

    Die Handlung ist turbulent. Ein großes Aufgebot an Figuren mischt mit. Durcheinander kommt man nicht. Es sind alles alte Bekannte, denn „Pannfisch für den Paten“ ist der 6. Band der Krimireihe. Mir gefällt die Art, wie der Autor schreibt, sehr gut. Ich freue mich schon sehr auf das nächste Buch.

    Rezension von Heike Rau

    Krischan Koch
    Pannfisch für den Paten
    288 Seiten, broschiert
    dtv Verlagsgesellschaft
    ISBN-10: 3423217219
    ISBN-13: 978-3423217217
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