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  • Elizabeth Poliner: Wie der Atem in uns

    Von Claudine Borries | 20.Juli 2016

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    Jüdisches Leben und Schicksalsschläge …

    Molly Leibritzky ist die Icherzählerin einer typisch jüdischen Familiengeschichte in Middletown/Connecticut. Die Familie verbringt die Sommer am Meer in Woodmont/Connecticut. Wie so viele Juden sind die Ahnen der Familie ursprünglich vor Jahrzehnten aus dem Osten nach Amerika zugewandert. Mit ihrem Kaufhaus hat sie eine einträgliche Einkommensquelle, so dass sie sich ein gutes Leben leisten kann. Man hilft sich untereinander und steht sich in allen schwierigen Fragen des Lebens zur Seite. Doch wie überall auf der Welt gibt es in der Familie nicht nur eitel Sonnenschein. Schicksalsschläge und Querelen untereinander geben so manchen Anlass zur Sorge und zu Zwietracht.

    Der Sommer 1948 prägt sich allen ins Gedächtnis ein, denn es ist der Sommer, in dem Davy, der Jüngste der Familie, zu Tode kommt. Er ist damals erst acht Jahre alt.

    Molly, seine Schwester, versucht in ihrem Rückblick nach Jahren Ordnung in die Geschehnisse von damals zu bringen.

    Auf diese Weise erfahren wir etwas vom Zusammenleben ihrer Mutter Ada mit ihren Schwestern Vivie und Bec.

    Ada ist in Laufe der Jahre mit drei Kindern gesegnet worden und hat ihre unbefangene frühere Lebensfröhlichkeit verloren. Vivie hat ihrer Schwester lange verübelt, dass sie ihr den Mann einst ausgespannt hat. Doch nun ist sie früh zu einem gewissen Gleichmut und einer korrekten Realitätseinschätzung gelangt. Mit Leo und ihrer gemeinsamen Tochter Nina führt sie schließlich eine ruhige und treue Ehe. Bec, die jüngste der Schwestern, hat einen ganz eigenen Weg genommen.

    Elizabeth Poliner zeichnet ein lebhaftes Bild der Gemeinschaft in ihrem Sommerdomizil. Man isst zusammen, treibt Sport, geht schwimmen und verlustiert sich auf vielerlei Weise.

    Elizabeth Poliner vermittelt das Bild einer jüdischen Familie, wie wir sie aus zahlreichen Familiengeschichten schon kennen. Wichtig ist allen, dass man unter sich bleibt. Die jüdische Familie fordert bedingungslose Achtung bei der Einhaltung ihrer Traditionen und fest gefügten Lebensmuster. Das fällt nicht jedem leicht! Die Liebe erfährt Veränderungen und sprengt den Rahmen dessen, was jeder zu leisten vermag.

    Als in Sommer 1948, der Gründung des Staates Israel, Davy tödlich verunglückt, bricht das mühsam konsolidierte Familienleben zusammen.

    Die tragischen Ereignisse um Davys Tod berühren jeden tief.

    Warum interessiert einen dieser Roman so sehr?

    Er sprüht vor Lebendigkeit, erzählt von Klima, Luft und Familiensinn mit feiner Beobachtungsgabe und beinhaltet zudem eine Menge Erkenntnisse zu dem, was das Menschsein ausmacht. Hinzu kommt eine Einsicht, die so oft zum Leben gehört: Zufälle können eine unerwartete Wende bringen, die das Leben aller Beteiligen erschüttert. Keiner bleibt unberührt, wenn ein junges Leben vorzeitig endet. Und die Erwartungen an aneinander sind, wie sich zeigen wird, nicht immer erfüllbar.

    Zitat: “Doch so sind Familien: sie sagen uns, was wir sind, und das sind wir dann, und deshalb besteht ein Teil des großen Lebenskampfes darin, sich jenseits der Last der erdrückenden kollektiven Definition selbst kennenzulernen.“(S.88)

    So klar ausgesprochene tiefsinnige Betrachtungen findet man selten in diesem Roman. Sie fassen aber zusammen, worum es in der Geschichte geht: Selbstfindung, Identitätssuche und Überlebensstrategien. Am Ende ist die Geschichte schlüssig und man legt das Buch mit dem Wissen aus der Hand, dass hier wieder einmal ein Roman lehrt, wie das Leben so spielt und wie viele Variablen es beinhaltet.

    Elizabeth Poliner
    Wie der Atem in uns
    428 Seiten, gebunden
    DuMont Buchverlag. Juli 2016
    ISBN-10: 3832198172
    ISBN-13: 978-3832198176
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    J. L.Carr: Ein Monat auf dem Land

    Von Claudine Borries | 19.Juli 2016

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    In einem abgeschiedenen Örtchen in Nordengland, in Oxgodby in Yorkshire, erscheint eines Tages der Restaurator Tom Birkin, der für zwei Monate in der kleinen örtlichen Kirche ein mittelalterliches Fresko freilegen soll. Wir schreiben das Jahr 1920.

    Er ist ärmlich ausgestattet und wohnt im Kirchenschiff höchst ungemütlich und wenig komfortabel.

    Man beobachtet ihn bei seiner Ankunft und bei seiner Tätigkeit an der Kirchenwand. Er bleibt der Icherzähler, aus dessen Blickwinkel die dörfliche Gemeinschaft zum Leben erwacht. Denn von Zeit zu Zeit gesellen sich Anwohner zu ihm. Oxgodby ist klein, überschaubar und von wenigen Honoratioren bewohnt.

    Einmal gibt es da den Stationsvorsteher des Bahnhofs und dessen Tochter; nebenan in seinem Zelt wohnt Mr. Moon, ein Archäologe, der im Namen einer verstorbenen reichen Mäzenin nach verschollenen Gräbern sucht.

    Der Auftraggeber für Mr. Birkin ist ein Pfarrer von mürrischer Wesensart. Als seine Frau eines Tages in der Kirche erscheint, um sich den Fortgang der Arbeit anzusehen, ist Mr. Birkin höchst erstaunt über ihre Jugend und ihre fast überirdische Schönheit. Alice Keach erinnert ihn an das Frauenporträt „Primavera“ von Botticelli.

    Zarte Liebesgefühle erwachen in ihm!

    So langsam lernt man sich kennen, trinkt hier und da einen Tee zusammen oder es folgt sogar einer Einladung zum Essen.

    Unspektakulär und bescheiden bewegen sich die Menschen aufeinander zu und wieder fort. Und doch wird in den Gesprächen deutlich, dass jeder ein Interesse am anderen hat.

    Tom Birkin suchte in der Abgeschiedenheit des Landlebens Ruhe und Erholung von schweren Schicksalsschlägen, denn er kämpfte im Ersten Weltkrieg, und seine Frau hat ihn kürzlich verlassen. Hier scheint er die Ruhe zu finden!

    J.L.Carr versteht es trefflich, die Atmosphäre der ländlichen Abgeschiedenheit zu vermitteln.

    Seine kurze Erzählung ist inhaltsreich und von bestrickender Poesie.

    Die Stimmungsbilder zeugen von wunderbarer Ruhe und von der Schönheit der Wälder und Felder, der Luft, dem Duft und dem Vogelgesang. Die Menschen mit ihren Eigenheiten und das ländliche Leben sind Balsam für die Seele eines Helden, der verwundet an Leib und Seele gerade hier auftanken wollte. Der Fortgang der Restaurierungsarbeiten wird fachgerecht beschrieben, und kunstgeschichtlich Betrachtungen runden den Bogen zu der kleinen aber feinen Erzählung ab.

    J.L.Carr lebte von 1912 bis 1994 und gilt als moderner englischer Klassiker. Seine ruhige Prosa ist auch Balsam für Seele des Lesers!

    J.L.Carr
    Ein Monat auf dem Land
    144 Seiten, gebunden
    DuMont Buchverlag, Juli 2016
    ISBN-10: 3832198350
    ISBN-13: 978-3832198350
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    Lot Vekemans: Ein Brautkleid aus Warschau

    Von Claudine Borries | 18.Juli 2016

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    Lot Vekemans hat ein ergreifendes Romandebüt verfasst.

    Jeder weiß, wie schwerwiegend die Folgen der Judenverfolgung auch und gerade in Polen während der Nazizeit waren.

    Hier geht es um eine junge Frau, die aus einfachen bäuerlichen Verhältnissen stammt. Ihre Mutter ist eine harte Frau, die der Tochter nichts durchgehen lassen will.

    Auf einer Rückreise aus Warschau in ihr Dorf kommt Marlena mit einen jungen Mann in Kontakt, der ihr zum Abschied seine Telefonnummer zusteckt. Sie ruft ihn an, und schon bald sind sie ein Liebespaar. Natan ist Amerikaner. Er ist Jude und ist nach Polen gereist, um nach den Spuren seiner Vorfahren zu fahnden, die ursprünglich hier beheimatet waren. Seine jüdische Familie ist teilweise im Holocaust umgekommen oder nach Holland und Amerika geflohen.

    Die beiden sind sehr verliebt und müssen ihre Liebe verstecken, denn Marlenas Mutter würde diese Beziehung nie dulden.

    Auf Vermittlung von Natan beginnt Marlena bei seinem Onkel Szymon in dessen Hotel als Küchenhilfe zu arbeiten. Der Onkel soll später noch eine besondere Rolle im Leben der beiden Liebenden einnehmen.

    Kurzfristig wird Natan nach Amerika zurückgerufen. Marlena und Natan geben sich das Versprechen, sobald wie möglich voneinander hören zu lassen. Marlena ahnt nicht, dass sie schwanger ist.

    Kurz darauf schlägt sie sich tapfer mit ihrem Sohn Stan durch. Sie hat keine Adresse von Natan und hört nichts mehr von ihm.

    In der Folge beginnt eine verzweifelte Lebensgeschichte. Aus vielerlei Versäumnissen heraus muss Marlena einen einsamen Weg gehen, der sie nicht glücklich macht. Enttäuschte Hoffnungen und verzweifelte Überlebensstrategien pflastern ihren Weg, der sie nach Holland führt.

    Lot Vekemans erfindet subtile Geschichten, mit denen sie ihre Protagonisten in einzelnen Kapiteln in der Ichform erzählen lässt. Trauer, Täuschung und Enttäuschung paaren sich mit dem Kampf um Liebe und Verstehen. Doch das Schweigen beherrscht das Leben aller Figuren und lässt sogar den kleinen Stan für viele Monate ganz verstummen. In diesem Klima kann Vertrauen kaum wachsen, und jeder bleibt mit seinem Schicksal allein.

    Eine gewisse Melancholie liegt über dem Geschehen. Doch ist das Buch nicht bedrückend. Eher erfasst den Leser eine unterschwellige Spannung, wie sich die Beziehungen  entwickeln werden, und wie man aus Dilemma der verworrenen  Zusammenhänge herausfinden könnte.

    Zum Ende hin bleiben viele Fragen offen, doch ist man in die Familiengeschichte tief eingetaucht.

    Lot Vekemans lebt mit ihrer Familie in New York.

    Lot Vekemans
    Ein Brautkleid aus Warschau
    253 Seiten, gebunden
    Wallstein, Februar 2016
    ISBN-10: 383531601X
    ISBN-13: 978-3835316010
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    Lisa Elsässer: Fremdgehen

    Von Claudine Borries | 17.Juli 2016

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    Mit einem kurzen Einblick in die Geschichte einer Freundschaft beginnt Lisa Elsässer ihre Erzählung über eine ungewöhnliche Liebe. Einleitend zu ihrem Briefroman zitiert sie Hannah Arendt, die sagt „wenn es nicht so gefährlich wäre, sollte man der Welt doch einmal erzählen, was eine Ehe wirklich ist“. Die weise Philosophin sollte es wissen!

    Zuerst zaghaft, dann immer schneller offen, ehrlich und schließlich zärtlich erzählt Elsässer über den Beginn einer großen Liebe, die sich in Briefen und Mails manifestiert.

    Lino ist Gastdozent in einer europäischen Metropole, Julia lebt in der Pampa und von Bergen umgeben. Sie lektoriert und schreibt ein wenig. Nur einmal sind sie sich kurz begegnet. Danach fingen sie einen Mail- und Briefwechsel an. Die Mitteilungen zeugen von einer zunächst sehr scheuen Annäherung. Schnell ist man beim Du und bei immer intensiverem Austausch über das, was man erlebt, und wie man sich in der Beziehung zu einander fühlt.

    Wie aber soll man diese Beziehung, die sicher auch von der Distanz beflügelt wird, mit den eigenen Bindungen an Ehepartner und Kinder in Einklang bringen?

    Zwei Menschen geraten unerwartet in eine Beziehung, die tief und innig wird.

    Lisa Elsässer erfasst die Verführung und Sehnsucht zweier Menschen in einer wunderbar klaren Sprache. Die Geschichte wird durch poetische Einschübe über Naturerlebnisse und das Großstadtleben bereichert. Sie beschreibt zwei kluge, diskrete und feinsinnige Menschen, die sich zunehmend in einen Strudel der Gefühle füreinander verlieren. Psychologisch klug und einfühlsam werden die Erwartungen, Träume und Sehnsüchte der beiden Liebenden dem Leser vermittelt.

    Lisa Elsässer hat ein feines Gespür dafür, wann eine Beziehung nicht mehr im Gleichgewicht bleibt.

    Hier finden sich wie überall auf der Welt unterschiedliche Charaktere zusammen. Konfliktscheu der eine, offen und direkt die andere. Über das alltägliche Leben mit den eigenen langjährigen Partnerbeziehungen gibt es nur Andeutungen.

    Phantasien mögen den Adressaten ideell erhöhen, da man den Alltag mit ihm nicht kennt.

    Viele Fragen rühren den Leser an: wie ist das mit der ehelichen Treue? Kann man Parallelbeziehungen haben? Sind die auf Distanz und Briefwechsel beschränkten Liebesschwüre aus einer Fiktion geboren? Gelegentliche Treffen der beiden Liebenden werden leidenschaftlich erlebt. Irritationen über den jeweils anderen bleiben jedoch nicht aus. Ist in einer nahen Beziehung die Liebe auf Dauer haltbar?

    In diesem kleinen Büchlein, setzt sich Lisa Elsässer mit Fragen von Treue, Sehnsucht, Phantasie und Wirklichkeit auseinander. Da sie eine ästhetische Sprache benutzt, ist die Geschichte nie flach oder gewöhnlich. Man bekommt einen Eindruck davon, wie verwirrend das Zusammenleben unter den Menschen sein kann. Zwei sensible und feinfühlige Menschen suchen einen Ausweg. Wie wird das Ende sein?

    Sehr lesenswert!

    Lisa Elsässer
    Fremdgehen
    192 Seiten, gebunden
    Rotpunktverlag, Juli 2016
    ISBN-10: 3858697141
    ISBN-13: 978-3858697141
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    Regine Kölpin: Die Lebenspflückerin

    Von donkelmann | 12.Juli 2016

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    Mit dem Roman bringt Regine Kölpin die Leser in das Ostfriesland des 16. Jahrhunderts. Ein Jahrhundert, das geprägt war vom Kampf der Religionen. Die Reformer bekamen immer mehr Zuspruch, doch die Katholiken versuchten mit allen Mitteln, ihre Machtpositionen auszubauen und zu halten. Am Rande dessen entstanden neue und besondere Religionsgemeinschaften, die ihren eigenen Weg gehen wollten. In Ostfriesland fanden sie Ländereien und Wohlgesinnte, die ihnen ein Leben in ihrem Glauben und Frieden versprachen. Ostfriesland war Zufluchtsort vieler Glaubensflüchtlinge besonders aus Holland.

    Der Roman zeigt aber, dass es nicht immer ruhig zuging in diesen Gemeinschaften. Als Hiske Aalken, die in Jever als Hexe vor dem Tribunal stand und in letzter Minute fliehen konnte, in der „Herrlichkeit Gödens“ ankommt, ist gerade ein Mord geschehen. Das Opfer war ein Anführer einer Gruppe von Täufern. Sofort wird klar, dass es um Macht innerhalb der Gemeinschaft geht, und dass Hiske für so manchen eine willkommene Täterin wäre. Aber auch der große Junge, von der Erscheinung her beinahe ein Erwachsener, aber nach Alter ein Kind, wird als Täter ins Spiel gebracht. Nur mit Mühe und dank der Menschen, die erkennen, dass Hiskes Kenntnisse als Hebamme und Heilerin unverzichtbar für die Gemeinschaft sind, kann sich Hiske den Anschuldigungen erwehren. Bis schließlich ein weiterer Mord geschieht …

    Kölpin hat in diesem Roman eine bedrückende Atmosphäre um eine Religionsgemeinschaft aufgebaut und bringt das Geschehen der damaligen Zustände in einer spannenden Geschichte näher. Schnell erkennt nicht nur die Protagonistin, sondern auch der Leser, dass eine Gemeinschaft so gut wie jede andere ist, wenn es um die Macht und den Anspruch der Führung darinnen geht. Nach umfangreicher Recherche hat die Autorin mit viel Akribie die Zustände beschrieben und reale Personen mit fiktiven Figuren in eine Handlung verstrickt, bei der man auf das Ende hin miträtselt und darauf neugierig bleibt. Doch als Erzählung angelegt, bleiben viele Aktionen, Handlungen und Dialoge etwas auf der Strecke. Ich hätte mir etwas mehr Lebhaftigkeit gewünscht. Der Spannung haben diese erzählenden Strecken allerdings nicht geschadet.

    Der erste Band gibt der Trilogie um die Hebamme Hiske Aalken einen angemessenen Auftakt und erhält eine unbedingte Leseempfehlung. (Zur Info: Band 2 „Der Meerkristall“, Band 3 „Das Signum der Täufer“)

    Kölpin, Regine
    Die Lebenspflückerin
    KBV-Verlag, Hillesheim
    ISBN 9783942446396

    © Detlef Knut, Düsseldorf 2016
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    Schrot&Korn Kochbuch – vegetarisch, vegan, saisonal

    Von hera | 10.Juli 2016

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    Wer im Bio-Laden oder im Reformhaus einkauft, kennt die Zeitschrift. Einmal im Monat gibt es Neuigkeiten zu Bio-Produkten und Umweltthemen. Außerdem gibt es spannende vegane und vegetarische Rezepte. Ich habe immer einige Zeitungen, aufgeschlagen auf einer Rezeptseite, in der Küche liegen. In Buchform machen sich die Rezepte natürlich viel besser!

    Geordnet ist das Kochbuch nach den Jahreszeiten. Schließlich soll die Küche saisonal sein. Davon abgesehen natürlich auch möglichst regional. Verwendet werden Bio-Lebensmittel. Die Rezepte im Buch sind ebenfalls vegan oder vegetarisch. Es kommen reichlich Gemüse und Obst auf den Tisch.

    Den Anfang macht der Frühling. Es gibt „Kartoffel-Brunnenkresse-Suppe“ oder „Karottentarte mit Ziegenkäse“. Für den sommerlichen Genuss stehen „Melonen-Tomaten-Salat“ und „Geeiste Honig-Charlotte mit Beeren“. Im Herbst gibt es „Rote-Beete-Apfelsuppe“ und „Kichererbsen-Eintopf“ und im Winter „Feldsalat mit Granatapfel“ und „Wirsingpäckchen mit Grünkernfüllung“.

    Ausprobiert habe ich die Zucchinipuffer mit Joghurt-Gurken-Soße. Das ist ein leichtes und einfaches Gericht für den Sommer. Die Puffer können, wenn man mag, auch kalt gegessen werden. Die Joghurtsoße ist durch die Gurke und die Minze sehr erfrischend passt wunderbar dazu. Es hat sehr gut geschmeckt!

    Die Zubereitungsanleitungen sind gut verständlich und schön übersichtlich gemacht. Zu jedem Rezept gibt es ein ansprechendes Foto.
    Bei den Zutaten, das sieht man gleich, ist Fantasie im Spiel. Es macht Spaß, Neues zu entdecken. Dazu gehören vielleicht Hafersahne, Agavendicksaft, Buchweizennudeln oder Pastinaken. Gewürzt wird viel mit frischen Kräutern von Bohnenkraut bis Dill.
    Es gibt Suppen, Salate, Gebackenes und Desserts. Knapp 80 Rezepte, alle gut sortiert, sind im Buch. Das sorgt für reichlich Abwechslung im Jahresverlauf.

    Rezension von Heike Rau

    Schrot&Korn Kochbuch – vegetarisch, vegan, saisonal
    190 Seiten, gebunden
    Verlag Eugen Ulmer
    ISBN-10: 3800108267
    ISBN-13: 978-3800108268
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    Anna Helm Baxter: Salate im Glas – 60 Rezepte für unterwegs

    Von hera | 4.Juli 2016

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    Ein guter Salat ist immer ein Geschmackserlebnis. Im Buch geht es um Salate im Glas, die man mitnehmen kann. Die Zutaten werden Schicht für Schicht ins Glas gegeben und erst vor dem Verzehr mit der Salatsoße, die ganz unten im Glas ist, durch Schütteln vermengt. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, die Salatzutaten zusammenzustellen. Die Autorin liefert mit ihrem Buch die Ideen. Dabei können unterschiedlich große Portionen hergestellt werden. Die Vielfalt an Zutaten kann sich wirklich sehen lassen. Es macht sehr viel Spaß, sich von den Ideen der Autorin inspirieren zu lassen.

    Zunächst wird man darüber informiert, was man für die Zubereitung von Salaten braucht und wie die Zutaten zusammengestellt werden, damit alles schön frisch bleibt. Für das Getreide werden die Garzeiten aufgezeigt und auch bei der Auswahl der Obst- und Gemüsesorten gilt es einiges zu beachten. Eine Pestizidbelastung zu vermeiden, liegt der der Autorin am Herzen.

    Den Anfang machen Rezepte zu Salatsoßen. Man kann diese gut vorbereiten. Zu jedem Salatrezept wird eine Soße empfohlen. Aber man kann diese natürlich nach eigenem Geschmack auch austauschen.
    Es folgen Rohkost-Rezepte für Gläser mit 500 ml Inhalt, wie „Fenchel, Mais & Tomate“ oder „Radieschen, Möhre & Kohl“.
    Danach kommen Rezepte für kleine Gläser mit 500 ml Inhalt, die als leichtes Mittagessen oder Beilage gedacht sind. Dazu gehören „Räucherlachs, Kapern & Kresse“ und „Feta, Heidelbeeren & Walnüsse“. Hier ist auch Mizuna (japanischer Senfkohl) enthalten. Solche interessante Zutaten tauchen immer mal wieder auf.

    Nun folgen Rezepte für große Portionen. Diese enthalten dann auch Getreide als Sattmacher und können als vollständige Mahlzeiten angesehen werden. Gefallen hat mir der „Caesar-Salat mit Grünkohl“, der neben Hähnchenbrust und reichlich Gemüse auch Parmesan und Croutons enthält. Ebenfalls sehr lecker
    ist der „Nizza-Salat mit Buchweizen“, der neben Bohnen (selbst verständlich blanchiert) und Tomaten auch Thunfisch und Oliven in der Zutatenliste hat.
    Süße Gläser gibt es ebenfalls. Diese haben 300 ml Inhalt. Hier begeistert mich „Quinoa & Brombeeren“ mit griechischem Joghurt und gemischten Kernen.
    Da gerade Melonenzeit ist, habe ich den „Exotische Früchtemix“ ausprobiert. Neben verschiedenen Obstsorten enthält dieser Salat auch etwas Kokosblütenzucker und Kokosraspeln. Der Salat schmeckt sehr lecker und ist eine schöne Erfrischung jetzt im Sommer!

    Das Buch, das leider nicht aufgeschlagen auf dem Tisch liegen bleibt und demzufolge einen Buchständer benötigt, hat eine sehr schöne Gestaltung. Die Zutaten sind nicht nur als Aufzählung dargestellt, sondern auch auf einem Foto in der Draufsicht zu sehen. Gegenüber sieht man dann ein Bild vom fertig geschichteten Salat im Glas. Hier kann man neben der Zubereitungsanleitung auch lesen, welchen gesundheitlichen Wert ein Salat hat. Das ganze Buch ist also wirklich gut durchdacht!

    Rezension von Heike Rau

    Anna Helm Baxter
    Salate im Glas – 60 Rezepte für unterwegs
    160 Seiten, gebunden
    Dorling Kindersley Verlag
    ISBN-10: 3831030642
    ISBN-13: 978-3831030644
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    Anne Sanders: Sommer in St. Ives

    Von donkelmann | 28.Juni 2016

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    „Her name was Lola, she was a showgirl.“ Diesen Spruch hat Lola, die Protagonistin dieses Romans, schön öfters gehört. Aber aus dem Mund von Chase Bellamy klingt er doch etwas anders.

    Sommer, Sonne, Strand und Meer, dazu Meeresrauschen, Möwengeschrei, kieloben liegende Boote und eine Bildergalerie neben der anderen. Wenn dies auch etwas nach Klischee klingen mag, so ist das vielleicht nur in dieser Rezension so, denn in dem Roman beschreibt die Münchner Autorin sehr fein und mit viel Liebe zum Detail die Straßenzüge von St. Ives, die Landschaft von Cornwall und das Leben in diesem Landstrich. Bei den Lesern passende Bilder im Kopf hervorzurufen (Ich muss rot sein wie ein italienischer Kleinwagen.), fällt ihr leicht. Einfach zurücklehnen und die Bilder genießen, sollte zumindest beim Hörbuch gut funktionieren. Beim Lesen schweift man schnell vom Text ab und verliert sich in der cornischen Region.

    Worum geht es in diesem Roman? Vor einem Jahr ist Großvater verstorben. Großmutter Elvira hat die Tochter Samantha samt Schwiegersohn Ben und den Enkelkindern Lynda, Lola und Luca an den Ort eingeladen, der für ihr eigenes Leben so prägend war. Noch im Flugzeug gehen alle davon aus, dass es sich um ein kleines Cottage handeln wird, in dem sie sich die nächsten sechs Wochen vergnügen dürfen, obwohl manchen von ihnen die Arbeit im Nacken sitzt. Doch dann werden sie bei ihrer Ankunft von einem großen Herrenhaus auf den Höhen überrascht. Die Großmutter erwartet sie schon, denn sie war wegen irgendwelcher Vorbereitungen eine Woche früher nach Cornwall gereist.

    Am ersten Tag wundert sich die Familie, dass sich Großmutter für den ganzen Tag über verabschiedet und erst am Abend wieder alle treffen werde. Noch dazu in einem Pub unten im Ort zu einem Konzert. Nun gut, alle wissen, dass Großmutter hin und wieder ein Klassikkonzert besucht. Um so überraschter sind sie, als sich herausstellt, dass es sich um ein Rockkonzert handelt. Die Familie versteht die Großmutter nicht mehr. Als nach dem Konzert der Gitarrist und Frontmann Sam Watson auf den Tisch der Familie zukommt, kommt es noch dicker …

    Anne Sanders hat diesen Roman im Sprachspiel eines Tagebuches angelegt. Die sechsundzwanzigjährige Protagonistin Lola plaudert und plätschert ihre Erlebnisse so locker, als würde sie sie ihrem Tagebuch anvertrauen. Manchmal etwas zu locker, denn die Figuren sagen nichts, vielmehr quietschen, krächzen, schreien, quieken, quäken, brummeln und murmeln sie. Murmeln vor allem. Der Spannung und guten Laune beim Lesen kommt das aber nicht in die Quere. Auch der reichlich enthaltene Konfliktstoff, den die Familienmitglieder mit sich herumtragen, lässt keine wirklich düstere Stimmung aufkommen. Das gelegentlich schlechte Wetter in St. Ives sorgt ebenso wenig für Unbehagen, verbergen sich darin doch so manch spaßige Überraschungen.

    Sander erzählt auf geschickte Weise gleich zwei Liebesgeschichten, die der Protagonistin Lola und die ihrer Großmutter Elvira. Sie erzählt von schwierigen Verhältnissen, welches die Frauen dieses Romans mit ihren Müttern hatten, und stellt dar, dass jede Generation mit ähnlichen Problemen zu tun hat und doch jeder seinen eigenen Weg gehen muss. Während die Hauptgeschichte von Lola selbst in der ersten Person erzählt wird, so erschließt sich die Geschichte der Großmutter über Rückblenden, die in der dritten Person erzählt werden. Stück für Stück setzt sich ein riesiges Familienpuzzle zusammen.

    Ein rundum lesenswerter Roman für viel Sonne und Wärme im Herzen, der sich nach der letzten Seite nur schwer zuschlagen lässt.

    Sanders, Anne
    Sommer in St. Ives
    Blanvalret Verlag, München
    ISBN 9783764505462

    © Detlef Knut, Düsseldorf 2016
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    Christa Bernuth: Die Nacht in dir

    Von hera | 24.Juni 2016

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    Der Junge ist vom Glockenturm gesprungen. Es scheint ein Selbstmord zu sein. Doch im Landschulheim wird viel vertuscht. Darauf wird Kommissarin Sina Rastegar auf mysteriöse Art und Weise aufmerksam gemacht. Und auch ihr Bauchgefühl sagt ihr, dass noch viel mehr nicht stimmt. Doch sind ihr die Hände gebunden, weil es keine Beweise für einen Mord an dem Schüler gibt.

    Lukas Salfeld, ein verurteilter Mörder, hat seine Strafe abgesessen. Seine Schuld, auch wenn es Tod auf Verlangen war, bleibt bestehen. Er ist weiter in psychologischer Behandlung und wird von der Polizei überwascht. Sina Rastegar überzeugt sich immer wieder selbst von seinem Zustand. Sie glaubt, er habe sich im Griff. Salfeld könnte die Polizei außerdem zu seinem Sohn Leander führen, der ein gesuchter Serienmörder ist.

    Rastegar weiß, dass Salfeld sich wegen seiner Veranlagung gut in einen raffinierten Mörder hineinversetzen kann. Und so schleust sie ihn als Hausmeister in das Nobelinternat mit dem Glockenturm ein. Doch was dann zusammenkommt, war nicht zu erwarten. Es entwickelt sich ein kompliziertes Spiel, bei dem ein raffinierter Mörder seine blutigen Fantasien verwirklicht.

    Der Thriller ist von einer unheilvollen Stimmung durchzogen, schließlich treibt ein skrupelloser Mörder sein Unwesen. Mit Sina Rastegar und Lukas Salfeld entsteht ein sehr zweifelhaftes Ermittlerteam. Dass ein verurteilter Mörder einer Polizistin zuarbeitet ist doch sehr ungewöhnlich und ich habe von Anfang an nicht daran geglaubt, dass dies gutgehen kann.

    Die Autorin schreibt ausgesprochen gut und sehr lebendig. Aber ihre detailreichen Schilderungen der Morde gingen mir etwas zu weit. Man wird zum Glück schnell durch eine spannende Ermittlungsarbeit abgelenkt. Das Buch ist schon ein bisschen anders als „Das Falsche in mir“. Hier ging es erstmals um Lukas Salfeld. Diesmal ist die Handlung sehr viel emotionaler und gefühlsmäßig sehr viel derber. Sinar Rastegar wird beruflich und privat dargestellt. Man hat als Leser die Empfindung, direkt Anteil zu haben. Das ist makaber, aber es hat auch seinen Reiz. So wird man hingelenkt bis zum unglaublichen Ende des Buches.

    Rezension von Heike Rau

    Christa Bernuth
    Die Nacht in dir
    Thriller
    416 Seiten, Klappenbroschur
    Deutscher Taschenbuch Verlag
    ISBN-10: 3423261072
    ISBN-13: 978-3423261074
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    Robin Black: Porträt einer Ehe

    Von Claudine Borries | 20.Juni 2016

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    Nichts eignet sich so sehr zum Thema eines Romans wie das Porträt einer Ehe.
    Sind es doch die immer gleichen Ereignisse, die uns Menschen während eines langen Lebens bewegen.

    In diesem Roman finden sich zwei Künstler zusammen, die auf lange gemeinsam verbrachte Jahre zurückblicken. Sie sind aus Philadelphia aufs Land gezogen. Owen ist Schriftsteller, und Augusta, genannt Gus, malt. Kinder wollten sie zuerst nie, und als sie daran dachten, bekamen sie keine mehr.

    Gus hatte noch in Philadelphia eine heiße Affäre mit Bill, dem Vater einer ihrer Malschülerinnen. Sie hat sich Owen offenbart, weil sie nicht mit einer Lüge leben wollte. Die Wunde bei ihrem Mann sitzt tief, und beide haben allerhand zu tun, um diesen gravierenden Zwischenfall und Vertrauensbruch zu verwinden.

    Nun leben sie ein zurückgezogenes Leben auf dem Land. In einem alten Farmhaus haben sie sich eingerichtet. Sie sind nicht gläubig und leben gegen den Mainstream. Doch gewisse Formen geben Halt, und so haben sie sich eigene Rituale zugelegt: wo sie wann, wie und was z.B. feiern werden.

    Doch in die selbst gewählte Stille und kontemplative Ruhe bricht eines Tages eine Nachbarin ein. Auch sie ist Malerin und sucht Ruhe und Alleinsein nach einer langjährigen desaströsen Ehe. Alison hat eine Tochter, die erwachsen geworden ist und das Elternhaus verlassen hat.

    Alison und Gus, die beiden Malerinnen, freunden sich an, und man ist gespannt, wie sich das Dreiergrüppchen mit Owen dazwischen arrangieren wird. Wie zu vermuten ist, kann das nicht lange gut gehen.

    Warum ist diese Geschichte so reizvoll für den Leser?

    Nun, es ist das geruhsame Landleben und die prickelnde Versuchung neuer Gemeinsamkeiten, die mit Alison in das Leben von Owen und Gus getreten ist. Einmal trifft man sich zu einem Glas Wein, dann wieder ist es ein Abendessen, das man mit einander verbringt. Die Frauen beginnen, sich kleine Geheimnisse aus ihrem Eheleben mitzuteilen, was am Ende nicht zum Guten gereicht.
    Mit ihren diffizilen Querverbindungen unter den verschiedenen Protagonisten steigert Robin Black die Geschichte zu einer Erzählung, die mit einem unerwarteten Ende aufwartet.
    Das psychologische Feingefühl der Autorin lässt uns glauben, dass genau solche Ereignisse im wirklichen Leben und quer durch alle Schichten passieren könnten. Da vermischen sich Missverständnisse mit Lug und Betrug und Eifersucht mit Versuchung. Robin Black gewährt uns Einblicke in die sensibelsten Empfindungen ihrer Protagonisten.

    Die Erzählung verläuft zunächst in einem ruhigen Strom von Beschaulichkeit und Einkehr, um dann an Fahrt aufzunehmen. Genauso aber spielt das Leben: unerwartete Wendungen passieren ohne unser Zutun, und alle guten Vorhaben mögen zunichtewerden, wenn der Zufall als Schicksal in Erscheinung tritt. Eine außergewöhnliche Liebesgeschichte mit nicht zuletzt kriminellem Einschlag ist Robin Black mit diesem Roman gelungen.

    Robin Black
    Porträt einer Ehe
    320 Seiten, gebunden
    Luchterhand Literaturverlag, Mai 2016
    ISBN-10: 3630873227
    ISBN-13: 978-3630873220
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