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  • Dirk Schmidt und Barbara Schmidt: Wie werd ich bloß den Hickauf los?

    Von hera | 25.August 2016

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    Als der kleine blaue Elefant stolpert und hinfällt, bleibt ihm kurz die Luft weg. Zwar geschieht ihm nichts und alles bleibt heil, aber dann ist der Hickauf da. Da hüpft sogar der Hut! Damit der Schluckauf wieder weggeht, beschließt der Elefant, etwas Wasser zu trinken. Am Wasserloch trifft er das Nilpferd, den Frosch, die Giraffe, den Affen und viele andere Tiere. Er begrüßt alle mit einem Gruß und einem Hick! Wasser zu trinken, hilft ihm leider nicht. Der Schluckauf bleibt und so fragt der blaue Elefant die anderen Tiere um Rat. Der Elefant ist wirklich bereit, alles auszuprobieren, denn er muss diesen Schluckauf, der ihm so zu schaffen macht, und der für ihn gar nicht lustig ist, endlich loswerden. Die Tiere haben viele Ideen und sicher wird ein Trick darunter sein, der funktioniert.

    Ein Schluckauf kann wirklich sehr nervig und unangenehm sein. Das kann sicher jedes Kind bestätigen. Und jedes hat einen anderen guten Tipp, wie der Hickauf wieder verschwinden könnte. In diesem Bilderbuch wird das aus der Sicht des kleinen blauen Elefanten erzählt. Kinder kennen ihn zum Beispiel aus dem Buch „Bitte blubb blubb rette mich!“
    Die anderen Tiere am Wasserloch und das sind wirklich viele, zeigen sich sehr hilfsbereit. Aber was hilft denn nun wirklich gegen einen Schluckauf, der einfach nicht verschwinden will? In Bild und Text wird dieser Frage nachgegangen und das ist ein wirklich spannendes und lustiges Unterfangen. Die Geschichte wird gereimt erzählt. Das werden Kinder schnell nachsprechen können.
    Auch die Zeichnungen sind wunderbar gemacht Die Szenen sind farbenfroh und sehr individuell gestaltet. Die Tiere sind fantasievoll in ihrem Tun gezeichnet. Sicher lohnt es, das ein oder andere auszuprobieren, das die verschiedenen Tiere vorschlagen, wenn wieder mal ein Schluckauf nicht vergehen will. Vielleicht hilft es ja dann schon, das Buch zu lesen.

    Rezension von Heike Rau

    Dirk Schmidt und Barbara Schmidt
    Wie werd ich bloß den Hickauf los?
    32 Seiten, gebunden
    Verlag Antje Kunstmann
    ISBN-10: 3956141172
    ISBN-13: 978-3956141171
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    ... | Kein Kommentar » | Kategorie Kinderbuch |

    Tim Parks: Worüber wir sprechen, wenn wir über Bücher sprechen

    Von Claudine Borries | 24.August 2016

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    Tim Parks ist ein sensibler, feinsinniger Autor, dessen Bücher mich immer sehr angesprochen haben.

    Hier unternimmt der Autor u.a. den Versuch, einmal über die Beweggründe nachzudenken, die uns zum leidenschaftlichen Leser machen.

    Seine Abhandlungen sind in einem verständlichen und ansprechenden Duktus geschrieben.

    So führt er aus, wie weit unsere Herkunft, unsere Interessen, unsere Lebensphasen und unsere Erfahrungen über die Vorlieben für bestimmte Bücher bestimmen. Für Tim Parks gibt es in diesem Sinn nicht das „gute“ Buch.

    Selber aus einem frommen Pastorenhaushalt stammend gab es in seiner Kindheit „gute“ und „böse“ Bücher. Er wurde in ein System gezwungen, das der moralischen und ethischen Vorstellungswelt seiner Eltern nicht aber der seinen entsprach.

    Er begann früh, sich aus diesem System abzusetzen und seinen eigenen Weg in der Auswahl seiner Lektüre zu treffen.

    In seinen Ausführungen spricht er von der inneren Verfasstheit des Lesers, die ihn zu diesem oder jenem Zeitpunkt seine Bücher wählen ließ. Rezensionen sind nach seiner Vorstellung immer subjektiv und haben keinen Absolutheitsanspruch. Aus seiner Sicht gesehen haben wir alle das Recht, uns die Bücher zu wählen, die unserem inneren Wesen entsprechen und uns nicht vom allgemeinen Mainstream einfangen zu lassen. Immer einmal wieder heißt es, man müsse dieses oder jenes Werk gelesen haben, um überhaupt mitreden zu dürfen. Das aber stimmt so nicht!

    In Literaturforen von einiger Offenheit erlebt man Fraktionen, die für das eine oder andere Buch in die Bresche springen, andere, die das gleiche Buch ablehnen. Interessant sind die Foren für alle jene, die gerne andere Meinungen hören durch die man Aspekte in der Handlung kennen lernt, die man selber vielleicht noch nicht entdeckt hat. Kontroversen gibt es auch in den so genannten Literaturclubs im Fernsehen, bei denen sich die Diskutanten zuweilen regelrecht feindselig gegenüberstehen. Toleranz stünde den Teilnehmern dieser Sendungen besser an!

    In einzelnen Kapiteln befasst sich Tim Parks z.B. mit der Vergabe der Literaturnobelpreise und der Unmöglichkeit, aus der Vielzahl der Bücher zu einer richtigen Wahl zu kommen.

    Die Vorschläge für diesen Preis kommen ja aus einer Vielzahl von Ländern mit unterschiedlichen Sprachen. Er weist nach, dass niemand die Menge der Bücher lesen könne, aus denen eine gerechte Wahl zu treffen sein soll.

    Dieses Buch über Bücher ist eingängig und leicht zu lesen. Man lernt den Literaturbetrieb auf verschiedenen Ebenen kennen: seien es Überlegungen, die Schriftsteller selber betreffen, die Bürokratie rund um das Buch oder die Vermarktung im Buchhandel, ihrer Verlage und ihrer Kalkulationen etc. Ein rundum lesenswertes Buch ist Tim Parks wieder einmal gelungen. Man könnte es als Sachbuch einordnen, doch dazu ist es zu handfest und lebensnah geschrieben.

    Auf jeden Fall ist das Buch für den interessierten Leser rund um den Literaturbetrieb sehr empfehlenswert.

    Tim Parks
    Worüber wir sprechen, wenn wir über Bücher sprechen
    240 Seiten, gebunden
    Verlag Antje Kunstmann, August 2016
    ISBN-10: 395614130X
    ISBN-13: 978-3956141300
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    ... | Kein Kommentar » | Kategorie Sachbuch |

    Robert B. Parker: Doppeltes Spiel

    Von donkelmann | 22.August 2016

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    Mit „Doppeltes Spiel“ (Original „Split Image“) beendet der Bielefelder Pendragon Verlag seine Jesse-Stone-Reihe von Robert B. Parker, u. a. weil es der letzte Roman dieser Reihe ist, der von dem Autor selbst geschrieben wurde. In den USA wurde die Reihe inzwischen von anderen Autoren fortgeführt. Erneut wird der Leser in die Kleinstadt Paradise entführt, in dem sich die größten Verbrecher der USA ein Stelldichein zu geben scheinen. Jesse Stone, der Chef der Polizei, wirkt dem meist erfolgreich entgegen. Dieses Mal sind zwei Fälle aufzuklären, wobei Jesse bei einem nur die Schützenhilfe für eine befreundete Privatdetektivin spielt. Die 18jährige Cheryl ist von zu Hause abgehauen und hat Zuflucht bei der „Kirche der Erneuerung“ gefunden. Die Eltern beauftragen die Ex-Polizistin Sunny Randall ihre Tochter wieder zurückzuholen. Weil sich Sunny und Jesse kennen („Mord im Showbiz“), bittet sie ihn um Rat und Hilfe. Dabei hat er gerade jede Menge um die Ohren mit einem toten Bodyguard. Der Sicherheitsmann hat für einen Mafioso gearbeitet, der sich nach seinem angeblichen Ausstieg in Paradise zur Ruhe gesetzt hat. Jesse, der in der Verfilmung von Tom Selleck gespielt wird, bekommt es mit dem Sumpf der organisierten Kriminalität zu tun. Wenn man vielleicht glaubt, dass dies für einen Kleinstadt-Cop eine Nummer zu groß ist, wird sich wundern. Schließlich war Jesse erfolgreichster Ermittler beim LAPD.

    Parker hat für die Reihe ein großes Figurenensemble geschaffen. Kamen in der ersten Romanen noch neue Bekannte für den Protagonisten hinzu, so greift der Autor bei den späteren Romanen dieser Reihe in dieses bestehende Ensemble hinein und lässt Jesse mit alten Bekannten (auch dem Leser bekannten, falls er mehrere Romane gelesen hat) agieren. Dabei scheut er auch nicht vor Crossover zurück, denn die Detektivin hat eine eigene 6-teilige Romanserie. Lediglich die Verbrecher sind meist neue Figuren in jedem Roman. Durch das „Wiedersehen“ bzw. Wiederlesen von alten vertrauten Figuren erzeugt Parker ein Gefühl von Heimkehr. Der Leser kann getrost die bekannten Scherze, Gespräche und Frotzeleien erwarten, wobei der „Chef der Polizei“ abgewandelt auch in der TV-Serie „Blue Bloods“ mit Tom Selleck übernommen wurde.
    Etwas überflüssig in diesem vorliegenden Roman sind die Szenen on Sunny mit ihrer Therapeutin, weil sie sich kaum von denen Jesses mit seinem Therapeuten unterscheiden.
    Nichtsdestotrotz ist es ein sehr gut gemachter, unterhaltender Kriminalroman mit einem liebenswerten Protagonisten und seinem Team. Dabei ist die Reihenfolge des Lesens der einzelnen Bände unerheblich. Jeder Roman kann als eigenständiger Roman gelesen werden.

    Parker, Robert B.
    Doppeltes Spiel
    Aus dem Amerikanischen
    von Bernd Gockel
    Pendragon Verlag, Bielefeld
    ISBN 9783865325495
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    ... | Kein Kommentar » | Kategorie Krimi und Thriller |

    Sarah Benwell: Es.ISt.Nicht.Fair.

    Von Claudine Borries | 15.August 2016

    Dieses Buch direkt bei Amazon bestellen!Sarah Benwell hat sich in ihrem Debütroman, oder vielleicht sollte man besser „Bericht“ sagen, eines kritischen Themas angenommen: dem von Krankheit und drohendem Tod.

    Abe Sora ist ein Junge von 17 Jahren. Er lebt mit seiner Mutter auf engstem Raum. Man spürt aber sehr bald, dass er Abstand und Distanz zu allen und jedem sucht.

    Er ist krank. Die Krankheit ist tödlich, macht Angst und schreitet sehr schnell fort. Es handelt sich um die Diagnose Amyotrophe Lateralsklerose. Die tückische Krankheit führt unweigerlich zum Tode. Im täglichen Leben ist der Rollstuhl Soras steter Begleiter. Der Muskelschwund, an dem er leidet, macht ihm das Atmen und Sprechen schwer.

    Wie viel Zeit wird ihm noch bleiben, um das im Leben zu tun, was er sich sehnlichst wünscht? Von seinen Träumen ist oft die Rede!

    Von Beginn der Erzählung an ist man fasziniert und bewegt, wie Sora mit seinem Schicksal zurechtkommt. Man spürt seine Scheu, sich wem auch immer zu offenbaren. Er scheint wie in sich eingeschlossen. Die Therapiestunden bei Dr. Kobayashi sind ihm keine wirkliche Hilfe. Seine Schulfreunde begegnen ihm fremd und gehemmt. Sora kann das Mitleid und die Hilflosigkeit der anderen Menschen allenthalben wahrnehmen. Er hasst diese ihm entgegen schwappenden Gefühle!

    So sucht und findet er, dem Segen des Internets sei Dank, zuerst einmal Menschen, die nicht so viel von ihm wissen, und mit denen er ohne deren Mitgefühl ungehemmt kommunizieren kann. Ganz offensichtlich sind die Protagonisten Japaner. Er nennt sich bezeichnender Weise im Internet „Samurai“.

    Benwell lässt den Verlauf der Handlung vor unserem inneren Auge erstehen: die langsame Verschlechterung im Befinden des kranken Jungen; die ambivalenten Gefühle eines 17 Jährigen, der seiner Mutter nicht zur Last fallen will, und die innere Scham, auf ihre Hilfe auch in den intimsten Handlungen angewiesen zu sein. Im Internet findet er Freunde, zu denen er Vertrauen fasst. Die Freundschaften sind in ihrer Absolutheit und Treue bemerkenswert. Sie bilden den roten Faden, durch den die Handlung ihre Spannung und Intensität bezieht. Hier wagt Sora allmählich, rückhaltlos über seine Ziele und Wünsche zu sprechen.

    Die Wahl des Internets als geschützter Raum wird geschickt eingesetzt, um zu zeigen, wie man hier seine wahre Identität eine Zeit lang für sich behalten kann.

    Es gelingt der Autorin, dem Spagat zwischen Erleben und den unausgesprochenen Wünschen Sprache und Raum zu geben

    Eine rundherum gelungene Handlung ohne Sentimentalität und Schwülstigkeit ist Sarah Benwell mit ihrem Debüt gelungen. Die Handlung ist ernst und wird gleichzeitig von einer inneren Selbstironie und Distanz getragen.

    Sarah Benwell lebt in Bradford Upon Avon und lehrt kreatives Schreiben.

    Sarah Benwell
    Es. Ist. Nicht. Fair.
    352 Seiten, gebunden
    Carl Hanser Verlag, Juli 2016
    ISBN-10: 3446252967
    ISBN-13: 978-3446252967
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    ... | Kein Kommentar » | Kategorie Belletristik |

    James Carol: Prey – Deine Tage sind gezählt

    Von hera | 13.August 2016

    Dieses Buch direkt bei Amazon bestellen!
    Jefferson Winter hat nach seinem letzten Fall um den Serienmörder Ryan McCarthy eigentlich vor, nach Paris zu reisen. Doch er wird aufgehalten. Eine junge Frau spricht ihn in einem Restaurant an. Sie scheint ihn zu kennen, doch Winter kann sich das nicht erklären. Und dann verhält sie sich völlig unerwartet. Mit einem Messer geht sie auf den Koch los, der keine Chance hat, und verschwindet dann. Nur eine alte Zeitung bleibt zurück. Auf der Titelseite wird von einem brutalen Doppelmord an einem jungen Paar berichtet. Jefferson ruft Carla Mendoza von der Polizei an den Tatort und wird erst einmal verhaftet. Recht schnell gelingt es ihm, seine Unschuld zu beweisen, so dass er seine Arbeit als Profiler aufnehmen kann. Es gilt herauszufinden, wer die junge Frau ist und was sie von Jefferson will. Der Doppelmord an dem Paar muss also noch einmal aufgerollt werden, auch wenn der Fall klar ist, und es einen Täter gibt. Tatsächlich gibt es hier Unstimmigkeiten.

    Jefferson ist der Sohn eines Serienkillers, der hingerichtet wurde. Was er Jefferson vererbt hat, ist die Fähigkeit, sich in einen Mörder hineinzuversetzen. So arbeitet Jefferson als Profiler, wo immer er gebraucht wird, und ist sehr erfolgreich. Er weiß sofort, dass die junge Frau, die den Koch ermordet hat, es nicht zum ersten Mal getan hat und auch, dass sie in eine Rolle geschlüpft ist. Sie bestimmt fortan das psychologisch ausgefeilte Spiel um Mord, Rache und Lüge. Und Jefferson übernimmt die Aufgabe sich in ihr Denken hinein zu versetzten und ihr zukünftiges Tun vorauszusehen. Das ist äußerst spannend, zumal der Krimi sehr flüssig geschrieben und gut zu lesen ist, auch wenn schon ab und an das Entsetzen die Oberhand gewinnt. Mit sehr viel Interesse habe ich die Dialoge von Jefferson und Mendoza verfolgt, die sich, gerade weil sie nicht auf gleicher Wellenlänge liegen, gut ergänzen. So schreitet die Handlung voran und die Hintergründe werden immer grotesker.
    „Prey – Deine Tage sind gezählt“ ist der dritte Teil der Krimi-Reihe um Jefferson Winter.

    Rezension von Heike Rau

    James Carol
    Prey – Deine Tage sind gezählt
    Ein Fall für Jefferson Winter
    Deutsch von Franka Reinhart
    Deutscher Taschenbuch Verlag
    368 Seiten, broschiert
    ISBN-10: 3423216417
    ISBN-13: 978-3423216418
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    ... | Kein Kommentar » | Kategorie Krimi und Thriller |

    Nur eine Ewigkeit mit Dir (Buchvorstellung)

    Von timbim | 9.August 2016

    Im Rahmen des FeuerWerke Verlags erscheinen ausgewählte Romane aus Leselupe-Kreisen als Taschenbuch und eBook. Den sechsten Roman möchten wir Ihnen hier vorstellen:

    Lilly ist fest entschlossen, ihr Leben zu beenden. Als zu wenig lebenswert empfindet sie ihre Welt, die von Verlust und Einsamkeit geprägt ist. Bis Jonas auftaucht – aus Zufall, wie es anfangs scheint – und sie in letzter Minute vor dem Sprung ins „blanke, süße, pure Nichts“ bewahrt.

    Tag für Tag gelingt es ihm, sie wieder neugierig zu machen, neugierig auf das Leben und neugierig auf ihn. Denn Jonas ist alles andere als gewöhnlich, er gehört zu jenen Wesen, die solche „Zufälle“ organisieren – und in die man sich besser nicht verlieben sollte!

    Doch nicht nur das. Jonas ist Lilly unerklärlich vertraut. Schon bald wird klar, warum ausgerechnet er sie vom Brückengeländer zog und ihr eine Vergangenheit vor Augen führt, die doch unmöglich ihre eigene sein kann – oder…? Wer ist Lene, das Bauernmädchen, das viele Jahrzehnte vor ihr gelebt hat und deren Geschichte ihrer eigenen so verblüffend ähnelt? Was ist aus Lenes großer Liebe Paul geworden? Und was verbirgt Jonas vor ihr?

    Mit Jonas‘ Hilfe und Lenes Aufzeichnungen aus einer anderen Zeit beginnt Lilly nach und nach zu verstehen, dass die grenzenlose Macht der Liebe, nicht nur jeden Schmerz, sondern auch alle Zeiten überdauert. Doch was wird aus ihr und Jonas, jetzt, da die Grenze zwischen den Zeiten brüchig geworden ist…?

    Titel: “Nur eine Ewigkeit mit Dir”
    Autor: Kristina Moninger
    Genre: Liebesroman, Drama, Paranormal Romance
    Verlag: FeuerWerke Verlag
    Jahr: 2016
    ISBN eBook: 978-3-945362-22-8
    ISBN Taschenbuch: 978-3-945362-23-5
    Leseprobe: PDF
    Kaufen: Amazon.de

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    ... | Kein Kommentar » | Kategorie Belletristik, Buchvorstellung, Fantasy |

    Grégoire Delacourt: Die vier Jahreszeiten des Sommers

    Von donkelmann | 2.August 2016

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    Bei diesem neuen Roman des französischen Schriftstellers, der dafür bekannt ist, dass er sehr poetisch und sanft schreibt, handelt es sich um einen Episodenroman, dessen einzelne Episoden auf sehr angenehme Weise miteinander verzahnt sind. Der Titel deutet bereits an, worum es in dem Roman geht, wenn man dabei berücksichtigt, dass es sich bei den Jahreszeiten nicht um die des Kalenderjahres, sondern die des Lebens geht.

    Im nordfranzösischen Bedaeort Le Touquet trifft der Leser auf vier verschiedene Gerationen von Pärchen. Es ist der französische Nationalfeiertag, der 14. Juli 1999. Laut den Medien steht mit dem bevorstehenden Jahrtausendwechsel auch der Untergang der Welt bevor. Im Radio wird Hors Saison von Francis Cabrel hoch und runter gespielt. Dies sind nur einige der Gemeinsamkeiten aller Episoden. In jeder der vier Lebens- und Liebesgeschichten spielt eine Blume eine ganz besondere Rolle, die der jeweiligen Geschichte ihren Namen leiht. Da sich alle Protagonisten zur gleichen Zeit an demselben Ort befinden, bleibt es nicht aus, dass sie sich über den Weg laufen. Das wird jedoch nicht lauthalsd hinausgeschrien, sondern der Leser muss nach den dezenten Andeutungen suchen. Delacourt versteht es, sie gleichzeitig zu verstecken und doch preiszugeben. Nicht gleich im ersten Moment wird dem Leser bewusst, dass er dieselbe Situation gerade ein zweites Mal aus anderer Sicht gelesen hat. Dieser Aha-Effekt schafft ein wohliges Gefühl. Das Universum der Geschichten wird breiter.

    In seiner Wortwahl sanft und poetisch, sicherlich auch dank der passenden Übersetzung, fesselt jede einzelne Geschichte und man möchte wissen, wie die Liebesgeschichte der jeweiligen Figuren bzw. des Erzählers, denn jede Geschichte wird von einem Teil des Paares erzählt, ausgeht. Wird der fünfzehnjährige Junge seine erste Liebe auf Dauer gewinnen? Wird die ledige Mutter endlich einen Mann finden, der sie nicht enttäuscht? Wird die Mittfünfzigerin ihren Seitensprung bereuen? Wird das Paar, welches vor Kurzem die goldene Hochzeit feierte, noch viele weitere Jahre miteinander verbringen?

    Jede dieser vier Episoden ist zunächst nach dreißig bis vierzig Jahren beendet. Sie haben ein Ende, welches auch so stehen bleiben könnte, ohne dass die Geschichten an Faszination verlieren. Doch Delacourt hat am Ende der vierten Episode jeder Geschichte noch einen drei- bis vierseitigen Epilog hintenangestellt. Dort bekommzt jede Geschichte noch ein weiteres Ende, zehn Jahre nach dem 14. Juli 1999. Einfach nur schön und lesenswert!

    Grégoire Delacourt
    Die vier Jahreszeiten des Sommers
    aus dem Französischen von Claudia Steinitz
    192 Seiten, gebunden
    Atlantik, Juli 2016
    ISBN-10: 3455600417
    ISBN-13: 978-3455600414

    © Detlef Knut, Düsseldorf 2016
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    Milena Busquets: Auch das wird vergehen

    Von Claudine Borries | 1.August 2016

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    Blanca ist eine Frau um die vierzig Jahre. Sie hat kürzlich ihre Mutter verloren.

    Ihre Gedanken schweifen zurück und wechseln in der Perspektive zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die Beziehungen zu ihrer Mutter waren ambivalent. Teilweise störte sie im bunten Leben ihrer Tochter. Doch ihr Tod lastet dennoch schwer. Die Icherzählerin spricht die Mutter in ihren Gedanken an. Doch zahlreich sind ihre Erinnerungen nicht.

    Wesentlicher sind in diesem Buch die Geschichten über das Leben am Meer mit Müßiggang und Schlendrian.

    Blanca lebt mit vielen Freunden und Freundinnen ein ausschweifendes Leben auf dem Familiensitz der Familie Cadaqués am Meer.

    Hier treffen sich Ehemänner und Exehemänner, Freunde, Liebhaber, Freudinnen und die Kinder aus den verschiedenen Verbindungen.

    Der Erzählton ist betrachtend bis reflektierend. Über der ganzen Erzählung liegt ein Schleier aus Vergangenem und Gegenwärtigem. Man weiß nur nicht, wie und wen die Erzählerin erreichen will: sind es nur Gedanken der Selbstbesinnung? Gibt es einen Wendepunkt im Leben der Erzählerin? Hat der Tod der Mutter sie verändert?

    Da quasi essayistisch über das Leben hier und heute nachgedacht wird, sexuelle Begegnungen Erlösung aus der momentanen Tristesse vorgaukeln, ohne sie wirklich zu erfüllen, bleibt der Roman in seiner Intention rätselhaft. Es sind die verschiedensten Charaktere, die hier vorübergehend erscheinen. Die Bezüge der einzelnen Protagonisten untereinander sind nicht immer überschaubar. So bleibt die Erzählung flach. Sex spielt eine wesentliche Rolle für alle Beteiligten, als gäbe es nichts Wichtigeres von Interesse.

    Man feiert, trinkt, nimmt Kokain und geht dem Müßiggang nach. Flirts und kurze Affären, gegenwärtige und vergangene, beherrschen das Geschehen.

    Was soll der Titel bedeuten? Er beruht auf einer Geschichte längst vergangener Zeiten. Ein chinesischer Kaiser rief seine Weisen zusammen, um einen Satz zu finden, der für alles und immer Gültigkeit besitzt. Und das ist eben dieser Satz “Auch das wird vergehen“. Nun ja, so ist das wohl mit dem Erleben und dem Leben!

    Wer die Atmosphäre von Bequemlichkeit und Nichtstun liebt, wer sich gerne dem Wohlleben hingeben möchte und selbstverständliche Sexgeschichten liebt, der liegt mit dieser Lektüre richtig.

    Das Buch der Autorin hat den Ruf eines internationalen Bestsellers.

    Milena Busquets
    Auch das wird vergehen
    170 Seiten, gebunden
    Suhrkamp Verlag, Februar 2016
    ISBN-10: 3518425277
    ISBN-13: 978-3518425275
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    René Freund: Niemand weiß, wie spät es ist

    Von hera | 29.Juli 2016

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    Nora kann nichts anfangen mit dem letzen Willen ihres Vaters. Sie weiß nicht, was sie davon halten soll. Mit seiner Urne im Gepäck, soll sie sich auf Wanderschaft begeben. Ein ganz bestimmter Ort ist das Ziel. Hier will ihr Vater seine letzte Ruhe finden. Allein muss Nora dieses Unterfangen nicht bewältigen. Ein Notariatsgehilfe wird ihr zur Seite gestellt. Von diesem befremdlich wirkenden jungen Mann hält sie rein gar nicht. Sie selbst ist chaotisch und Bernhard ein Mensch, der Ordnung hält in allen Lebenslagen. Ihr Erbe möchte Nora dann aber doch antreten und so will sie die Bedingung erfüllen und wandern. Sie beginnt die Reise, im Gegensatz zu Bernhard, völlig unvorbereitet. Das Ziel ist anfangs nicht genau bekannt. Nora wird mit immer neuen Botschaften, die ihr Vater vor seinem Tod erstellt hat, versorgt. Und langsam ergibt sich ein Bild seines Planes. Und auch Bernhard erweist sich immer mehr als guter Begleiter.

    Da kommen zwei Fremde zusammen, die nicht zusammenpassen, um den geheimnisvollen Wunsch eines alten Mannes zu verwirklichen. Das Durcheinander, dass der Vater in Nora nach seinem Tod anrichtet, wird gut beschrieben. Doch sie ist eine Frau, die anpacken kann, auch wenn das eine oder andere schief geht. Bernhard ist dafür da und auch in der Lage, das Chaos wieder geradezurücken. Es sind insbesondere die frechen und spritzigen Dialoge, die sehr unterhaltsam sind. Und es ist die Art und Weise, wie man sich dem nächsten Etappenziel nähert. Wozu das Ganze gut sein soll, wird erst nach und nach klar. Das sorgt für Spannung. Der Roman ist gut aufgebaut, hintergründig entwickelt, ein bisschen traurig, aber irgendwie auch lustig. Verschiedene Emotionen werden also geweckt. Man kommt gut durch das Buch, das viel Stoff zum Nachdenken und vor allem auch ein überraschendes Ende bietet.

    Rezension von Heike Rau

    René Freund
    Niemand weiß, wie spät es ist
    272 Seiten, gebunden
    Deuticke Verlag
    ISBN-10: 3552063269
    ISBN-13: 978-3552063266
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    Birgit Vanderbeke: Ich freue mich, dass ich geboren bin

    Von donkelmann | 28.Juli 2016

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    Sie hat heute ihren siebten Geburtstag und freut sich auf die Geschenke. Doch es gehen ihr an diesem Tag so viele Gedanken durch den Kopf. Deshalb erzählt sie uns davon. Sie erzählt von ihren Großeltern, von Mutter und Vater, vom Abhauen aus dem Osten in den Westen, von Tante Eka im Flüchtlingslager mit ihren zwei Männern Onkel Grewatsch und Onkel Winkelmann mit seinen vielen Büchern und Geschichten. „Das war das Schöne im Flüchtlingslager gewesen. Weil Onkel Winkelmann mir das alles erzählte und aus seinen Büchern vorlas, konnte ich mich an all die fremden Gewürze in der Gemeinschaftsküche sofort erinnern, obwohl ich sie gar nicht kannte und niemals gerochen hatte, aber Onkel Winkelmann und die aufgefädelten Buchstabengeschichten in seinen Büchern erzählten sie so genau, dass ich sie in der Nase hatte und jedes Mal Lust bekam, einen Löffel davon zu probieren.“ Sie erzählt vom Leben im Flüchtlingslager und von der Arbeitersiedlung, die danach folgte.

    Ihr siebter Geburtstag ist irgendwann in den 1960er Jahren. Einen Namen hat sie in dieser Geschichte nicht. Denn schließlich sagt Mutter immer. Kind, was soll ich mit dir bloß machen? Oder: Kind, was soll aus dir bloß werden?
    Birgit Vanderbeke hat als Erzählstil den eines siebenjährigen Mädchens, bzw. das, was sich ein Erwachsener darunter vorstellt, gewählt. Das ist im ersten Moment ungewohnt. Doch nach wenigen Seiten gibt sich das. Der Stil wird einem vertraut, man lässt sich darauf ein, dass ein Kind erzählt. Er wirkt sehr authentisch, und der Leser kann feine Ironie und leichten Sarkasmus spüren. Humor wäre jetzt zu weit hergeholt, denn das, was sie in ihrer kurzen Kindheit alles schon erlebt hat, ist alles andere als lustig. In ganz wenigen Momenten erzählt sie alles andere als von einer heilen Welt in den sechziger Jahren. Doch das Mädchen sucht sich ihre Fluchtpunkte. Ob es „solch eine Person wie“ Tante Eka mit ihren zwei Männern, ihre Freundin Gisela, oder ihr italienischer Freund Tassilo sind. Und irgendwann findet sie für sich einen Weg in die ganz große Freiheit. Sie lernt, ihrer Familie zu entfliehen.

    Vanderbeke gibt eine genaue Milieustudie der 1960er Jahre wider. Mit der kindlichen Sprache wird die verlogene und bigotte Welt der westlichen Kleinbürger besonders gut akzentuiert. Das Thema Flucht aus dem Osten in den Westen schlägt genauso einen Bogen in die heutige Zeit wie die Flüchtlingszüge am Ende des Zweiten Weltkriegs in die westlichen Gebiete Deutschlands. Auch wenn sich die Erzählung auf die damalige Zeit bezieht, spiegeln sich im Verhalten der Figuren die aktuellen gesellschaftlichen Probleme wider und es zeigt sich, dass kaum etwas von damals getilgt worden ist.

    Der Umstand, dass es über den gesamten Roman hinweg kein klar definiertes Ziel in der Geschichte gibt, macht den Roman nicht weniger lesenswert. Denn er fesselt zweifelsohne aufgrund der spielerischen Erzählweise. Interessierte Leser werden an den Figuren und dem Umfeld kleben bleiben.

    Vanderbeke, Birgit
    Ich freue mich, dass ich geboren bin
    Piper Verlag, München
    ISBN 9783492057547

    © Detlef Knut, Düsseldorf 2016
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