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  • Ingeborg Gleichauf: Das Leben der Gudrun Enslin

    Von Claudine Borries | 16.Januar 2017

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    Noch immer, auch nachdem so viele Jahre seit der RAF Zeit (Rote Armee Fraktion) vergangen sind, steht man dem Phänomen der Verwandlung von Gudrun Ensslin in eine militante Radikale ratlos gegenüber.

    Es ist das Verdienst von Ingeborg Gleichauf, der Biographie von Gudrun Ensslin nochmals in allen Einzelheiten nachzugehen.

    Bekanntermaßen stammte Gudrun Ensslin aus einem kinderreichen Pastorenhaushalt. Sie wuchs behütet und wohl versorgt an verschiedenen Wohnorten im Schwäbischen heran. Begabt und aufgeweckt konnte sie nach dem Abitur ein Studium in Tübingen beginnen. Fest verwurzelt in der Literatur war sie eifrig und intensiv bestrebt, ein Stipendium als Studienstiftlerin des Deutschen Volkes zu bekommen. Es dauert einige Zeit, bis die Gutachter sich zu einer Zustimmung durchringen konnten. Dabei fiel sie als fröhliche, kluge, analytisch denkende und fleißige Studentin auf. Nicht nur die Literatur auch die Philosophie haben es ihr angetan.

    Aus der Bahn geworfen wurde sie eines Tages durch den Kontakt zu Berliner Studentenkreisen, die sich avantgardistische Gedanken über den Staat und seinen Zustand machten.

    Sie lernte Bernward Vesper kennen, mit dem sie eine erste Liebe verband.

    Vesper war eine in sich zerrissene Persönlichkeit, die mit der Nazivergangenheit des Vaters nicht zurechtkam. Gudrun hatte mit ihm bald einen Sohn. Als dann Andreas Baader ins Spiel kam, begab sich Gudrun ganz unter dessen Einfluss. Es wird berichtet, dass Baader eine faszinierende Persönlichkeit war, der Menschen in seinen Bann ziehen konnte. Er studierte nicht, machte sich aber schon früh in subversiver Manier zum Sprecher einer außerparlamentarischen Opposition. Nach dem unglücklichen und unschuldig zu Tode gekommenen Tod von Benno Ohnesorg im Zusammenhang mit Demonstrationen gegen den Shah von Persien 1967 begann eine Zeit steter Unruhe und revolutionärer Gedanken unter den Studenten, zu deren Sprechern Rudi Dutschke gehörte. Damals war die Opposition noch nicht gewalttätig sondern stark intellektuell gesteuert.

    Andreas Baader verführte Gudrun und zwei andere zum Kaufhausbrand in Frankfurt, weil die Revolution von unten die einzige Waffe gegen den nach seiner Meinung verrotteten Staat sei.

    Damit endete Gudrun Ensslins Leben als bürgerliche Zeitgenossin.

    Es ist müßig, hier nochmals alle Taten der bekannten Outlaws aufzuführen. Jeder weiß, wohin diese Zeit in den siebziger Jahren mit hinterhältigen Morden, Erpressungen und Zersetzungsversuchen gegenüber dem ungeliebten Staat führte.

    Wichtig alleine scheint mir, wie Ingeborg Gleichauf sowohl die politische Entwicklung jener Jahre als auch die Besonderheit der Begegnungen aufführt, die fast schicksalhaft Menschen zusammenführte, deren Lebenswege dann in den Untergang mündeten.

    Gudrun Ensslin, eine hoch begabte, intelligente, hübsche, empfindsame und nachdenkliche junge Frau aus gutem Elternhaus gerät wie durch einen Zufall in eine Falle des Abseits, in der sie jeden Halt und jede Vernunft ausschaltet. Ein Zurück gibt es nicht mehr, denn sie ist dem Gedankengut der Zersetzung und dem vermeintlich besseren Weg für ein demokratisches Deutschland verfallen. Handeln statt Denken wird zu ihrer Devise.

    Am Beispiel der Figur von Gudrun Ensslin kann man erfahren, wie unwahrscheinlich und wechselvoll Lebensschicksale verlaufen können. Die Entwicklung zu einer revolutionären Rebellin ist nur im Zusammenhang zu verstehen, den die Radikalisierung gewisser Studentenkreise mit sich brachte und der Begegnung mit dem anarchisch gesteuerten Andreas Baader. Ingeborg Gleichauf hat sich intensiv in das Leben von Gudrun Ensslin eingefühlt, Zeugnisse gesichtet und Zeugenaussagen herangezogen. Letztlich bleibt es rätselhaft, wie weit sich ein Mensch von seinen Wurzeln entfernen kann und alle guten Gaben in den Dienst einer Sache stellts, die über alle Beteiligten nur Unglück bringen konnte.

    Insgesamt ist das Buch eine lesenswerte Studie, die den Versuch macht, Motive und Handeln der betroffenen Personen verstehbar zu machen.

    Ingeborg Gleichauf
    Das Leben der Gudrun Ensslin
    350 Seiten, gebunden
    Klett-Cotta, Januar 2017
    ISBN-10: 3608949186
    ISBN-13: 978-3608949186
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    Bérengère Abraham: Pizzablumen & Pinwheels – Das neue Partyfood aus dem Ofen

    Von hera | 15.Januar 2017

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    Ab und an, etwa bei einer kleinen Party, einem Spieleabend oder einem Picknick, muss es etwas Besonderes zu essen geben. Brötchen, Muffin und Pizza werden ersetzt durch Pizzasonne, Pull-Apart-Bread und Rosenkuchen, denn das ist der neueste Trend. Als Basis dient ein Hefeteig, der entsprechend geformt, belegt oder gefüllt wird. Geformt ist das Gebäck so, dass es sich leicht teilen lässt und als Fingerfood verspeist werden kann. Der Aufwand hält sich in Grenzen, wenn man von der Zubereitung des Hefeteigs absieht. Er braucht eine Ruhezeit von einigen Stunden, die eingeplant werden muss.

    Zunächst werden im Buch die Grundlagen vermittelt. Hier sind die Grundrezepte für Hefeteig, Tomatensoßen und Pesto zu finden. Außerdem ist alles über die Schnitttechniken zum Formen der Zöpfe, Sterne und Sonnen zu erfahren. Dann geht es los mit den Rezepten. Es gibt herzhafte und süße Vorschläge.

    Den Anfang machen die Pinwheels. Hierzu gehören beispielsweise die „Schnecken mit Schinken, Emmentaler, Schnittlauch und Sahne“ oder die „Kleinen Schnecken mit Pistazien und Schokotropfen“.
    Die Sterne sehen auch sehr gut aus. Es gibt „Stern mit Kirschtomaten, Mozzarella, Schinken und Rucola“ und „Stern mit Schoko-Nuss-Creme und Bananen“.
    Nach den Sonnen und Sonnenblumen folgen die Zöpfe. Hier haben wir „Zopf mit Schellfisch“ sowie „Zopf mit roten Früchten und Zitronen-Mascarpone“.
    Zum Aperitif können „Pizza-Pops mit Zucchini, Comté und Leinsamen“ oder „Pide Pfirsich-Mozzarella“ gereicht werden.

    Die Autorin ist sehr fantasievoll was die Form und den Belag ihrer Hefeteigkreationen betrifft. Sie hat mich zum Staunen gebracht! Natürlich braucht man ein wenig Übung, um alles perfekt hinzubekommen, aber das Experimentieren macht Spaß. Die Vorstellungskraft wird durch die schönen Fotos, die es zu jedem Rezept gibt, angeregt. Zudem sind die Zubereitungsanleitungen sehr ausführlich und gut verständlich gehalten. Damit ist das Buch für kreative Hobbyköche, sehr zu empfehlen.

    Rezension von Heike Rau

    Bérengère Abraham
    Pizzablumen & Pinwheels – Das neue Partyfood aus dem Ofen
    96 Seiten, gebunden
    Jan Thorbecke Verlag
    ISBN-10: 3799511601
    ISBN-13: 978-3799511605
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    ... | Kein Kommentar » | Kategorie Kochbuch |

    Peggy Weber (Herausgeber): Im Licht von Orion: 2015 Collection of Science Fiction Stories

    Von jon | 13.Januar 2017

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    Ich habe nicht viel Zeit und Muse, außerhalb des Jobs noch etwas zu lesen. Eine Geschichtensammlung kam mir da gerade recht. Science Fiction aus deutscher Feder verspricht „Im Licht von Orion“ aus dem Verlag für Moderne Phantastik. Warum der Untertitel („2015’ Collection of Science Fiction Storys“) englisch sein musste, wissen wohl nur der Verleger und die Herausgeberin Peggy Weber-Gehrke. Dass das Cover-Motiv sehr Fantasy-artig wirkt, störte mich hingegen überhaupt nicht. Außerdem kann man durchaus einen Bezug zum Inhalt herstellen – aber dazu später.

    Zur Sammlung also …

    Die Güte der Texte spannt sich über fast die gesamte Qualitätsbreite. Ganz dicht an „Das geht gar nicht“ bewegte sich zum Beispiel „Das Symbol“ von F. Anderson. Die eher krude Wüsten-Abenteuer-Story ohne nennenswerten Spannungsbogen, dafür mit emotionsloser, aber kitschig formulierter Love-Episode und wie abgehackt wirkendem Ausgang, der eine Weiterführung fürchten lässt, ist in einem Stil erzählt, wie ich ihn eigentlich nur von Erst-Schreibern (und welchen, die in dem Stadium steckenbleiben) kenne. Um der Wahrheit die Ehre zu geben: Es gibt noch eine zweite Story von F. Anderson in der Anthologie und diese ist zwar auch nicht perfekt – insbesondere die sehr unoriginelle Idee enttäuscht – aber doch um Längen besser erzählt.

    Das betrifft auch die anderen Storys, die ich eher an der Nicht-so-überzeugend-Seite ansiedeln würde. Mal erreichte mich die offenbar beabsichtigte Stimmung nicht, mal fehlte mir bei aller Technikerklärung die Story, mal waren die Dialoge unglaubhafte Infodump-Vehikel. Einmal ärgerte ich mich über die verpatzte Pointe, die eine an sich witzige Wendung ins Kitschig-Alberne überdehnte. Dazu kommt, dass vor allem am Anfang so viel Setz- und Korrektoratsfehler enthalten sind, dass der Einstiegseindruck nicht eben überzeugend war.

    Und jetzt das Aber: Das alles ist nur ein Teil der Anthologie – ein Sechstel oder Fünftel vielleicht. Der „Rest“ der Geschichten ist gut bis sehr gut. Also sprechen wir lieber über einige dieser Geschichten …

    Cliff Allisters Story rund um Wells’ Zeitmaschine ist stimmig gemacht, kam mir aber sehr vertraut vor. Sicher, dass der Text 2015 das erste Mal veröffentlicht wurde?

    Die „Flitterwochen“ von Matthias Falke hatten eine ausgesprochen nette Idee in Sachen „fremde Gebräuche“, spielen erzählerisch aber nicht ganz oben mit.

    „NNT 275“ von Galax Acheronian bot beides: eindrucksvolle Ideen, die mich voll und ganz ansprachen, und Erzählkunst. Auch „Harmonice mundi“ von Regine Bott überzeugte mich in dieser Hinsicht. An beiden Texten gefällt mir vor allem, dass Themen aufs Tapet kommen, die in allen Zeiten zu den eher problematischen oder zwiespältigen Aspekten des Menschseins gehör(t)en. In gewissem Sinne gehört auch „Reha 2.0“ von Michael Stappert dazu, wobei hier der Bogen zu den Niederungen wirtschafts-politischer Entscheidungen schon sehr deutlich geschlagen wird. In „Der Gebühreneinzugbevollmächtigte“ von B. C. Bolt geht es ebenfalls ums Finanzielle, allerdings wird hier ein richtig schön schwarzhumoriger Tonfall angeschlagen.

    An der Stelle ein kleiner Rückgriff in die Schublade der grenzwertigen Story: „Spätes Erwachen“ ist die Geschichte, die den oben erwähnten Bezug zum Cover-Motiv herstellt. Michael Thiele erzählt in einem durchaus süffigen Ton von einem Amazonen-Abenteuer. Leider sind einige Erotik-Elemente eher albern (Lieber Herr Thiele: Soooo groß ist das weibliche Interesse an der männlichen Brust nicht, vor allem nicht, wenn da was anderes ist der Gegend rumsteht.) und die eigentliche Geschichte (Was ist das für ein Typ, was macht er da und was bedeutet dieses Erlebnis für ihn?) wird nicht hier erzählt.

    In „Zilie“ führt Christopher Dröge andererseits vor, dass dieses „Worum geht es eigentlich“ gar nicht immer in eine Geschichte hineingepresst werden muss. Er entfaltet im Hauptteil der Story ein farbiges Bild von einem unter wirtschaftlicher Knute Chinas stehenden Afrika, kombiniert es mit einer glaubhaften Außenseiter-Story und einem spannenden Seltsame-Ereignisse-Plot. Das war richtig, richtig gut geschrieben. Leider konnte er sich nicht verkneifen, im Ausklang noch ein Haufen Hintergrundinfos für diese Ereignisse zu liefern – das ist zwar auch süffig gemacht, zerdehnt aber den Spannungsbogen nach hinten raus etwas zu sehr.

    Die Highlights der Anthologie sind für mich „Fehler im System“ von Oliver Koch und „Die Verführung der Mona Lisa“.

    In ersterer Story überraschte mich zuerst die sehr schlicht gehaltene Sprache: Es „hörte“ sich an, als erzähle ein Kind. Dann wurde klar, dass es um einen erwachsenen Mann ging. Geistig zurückgeblieben vielleicht. Dazu passten – so merkwürdig das auch klingen mag – die wunderschönen, hochkreativen Formulierungen, wenn es um tiefe Gefühle des Protagonisten geht. Da hat jemand mal so ganz und gar nicht auf Standards zurückgegriffen – vielleicht der Held aus Unwissen um diese Konventionen, der Autor vermutlich, um sehr wirksame Akzente zu setzen. Dass sich diese so spezifisch eingeschränkte Sprachfähigkeit auch ganz anders erklären lässt, wird erst am Ende klar. Ich neige beim Lesen wirklich nicht zu Gänsehaut – hier hatte ich so einen Moment.

    Ganz anders die Wirkung von „Die Verführung der Mona Lisa“ von Rico Gehrke. Hier herrscht von Anfang an eine sehr gekonnte und dabei völlig natürlich wirkende Sprache vor. Der Mann, der da von seiner irritierenden, ihm aber durchaus angenehmen Begegnung mit einer bildschönen jungen Frau spricht, ist bis in die Haarspitzen hinein glaubhaft. Beide Figuren sind ausgesprochen sympathisch, obwohl sie Dinge tun und denken, die in anderer Verpackung wohl eher Naserümpfen auslösen würden. Man versteht aber, warum sie es tun, und dass es in gewissem Sinne die natürlichsten, die menschlichsten Reaktionen der Welt sind. Die Story kommt ohne Effekthascherei aus und entwickelt sich doch nach allen Regeln der Kunst zu einer schönen Überraschung.

    Nun könnte ich sicher noch über die anderen Geschichten sprechen – hier und da reizt es mich sogar –, aber für einen Eindruck soll das hier mal genügen. Alles in allem: „Im Licht von Orion“ ist nicht die perfekte SF-Story-Sammlung, aber eine durchaus lesenswerte mit richtig schönen Perlen. Kaufempfehlung!

    Peggy Weber (Herausgeber)
    Im Licht von Orion: 2015 Collection of Science Fiction Stories
    Verlag für Moderne Phantastik, 2016
    ISBN-10: 3981692985
    ISBN-13: 978-3981692983
    528 Seiten
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    Süßkartoffeln – Rezepte für gesunden Genuss

    Von hera | 11.Januar 2017

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    Süßkartoffeln bereichern noch nicht lange meinen Speiseplan. Meine Rezeptauswahl ist daher noch etwas begrenzt. So freue ich mich über das vorliegende Kochbuch, denn hier spielt die Süßkartoffel die Hauptrolle in den Rezepten.

    Es gibt „Süßkartoffelchips mit Kokosraspeln“, „Süßkartoffel-Pommes“, aber auch „Süßkartoffel-Kichererbsen-Stampf mit Chorizo und Zwiebeln“, also Klassiker, die man sonst mit Kartoffeln zubereitet.
    Oftmals sind es die Gewürze bzw. Gewürzmischungen, die ein Gericht zu etwas Besonderem machen. Bei den „Süßkartoffeln aus dem Ofen mit indischen Gewürzen“ ist es das Biryani Masala und beim „Süßkartoffelgratin mit Kokosmilch“ das Ducca-Gewürz.

    Sehr fantasievoll ist die „Pizza mit Süßkartoffelcreme“, die belegt ist mit Berglinsen, Tomaten und Mozzarella.
    Auch Süßes lässt sich mit der Süßkartoffel zaubern, wie beispielsweise der „Süßkartoffelkuchen mit Vanilleeis und Himbeeren“ beweist.

    Die Auswahl an Rezepten gefällt also sehr gut. Es gibt abgewandelte und auf die Süßkartoffel zugeschnittene Kartoffelgerichte, Suppen und Salate, Ofengebackenes, Kuchen und mehr. Dei Süßkartoffel wird also gekocht, gebraten und frittiert. Von klassisch bis exotisch ist alles dabei. In der Mehrzahl sind die Gerichte vegan oder vegetarisch. Es gibt aber auch einige Rezepte mit Fleisch, beispielsweise mit Pute, Hähnchen, Entenbrust, gemischtem Hackfleisch oder Lamm.

    Das Buch ist in seiner Gestaltung schön anzusehen. Es gibt zu jedem Rezept ein passendes Foto. Hier sieht man das fertige Gericht mit perfektem Foodstyling. Die Rezeptanleitungen sind übersichtlich gestaltet. Die einzelnen Schritte sind gut nachvollziehbar. So ist dieses Kochbuch für alle empfehlenswert, die Gerichte mit der Süßkartoffel ausprobieren wollen oder die nach weiteren Rezepten suchen. Auch zum Verschenken an Hobbyköche ist es gut geeignet.

    Rezension von Heike Rau

    Süßkartoffeln – Rezepte für gesunden Genuss
    64 Seiten, gebunden
    Jan Thorbecke Verlag
    ISBN-10: 3799511792
    ISBN-13: 978-3799511797
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    Cristina De Stefano: Oriana Falacci, ein Frauenleben

    Von Claudine Borries | 10.Januar 2017

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    Die 2006 verstorbene Oriana Falacci war eine berühmte Reporterin italienischer Zeitungen und Feuilletons des vergangenen Jahrhunderts und Autorin zahlreicher Bücher.

    Sie war eine streitbare Frau. Ihrer Herkunft nach war sie nicht prädestiniert dafür, eine große Karriere zu machen. Die Mutter, eine einfache Frau, tat alles für ihre sehr intelligente Tochter Oriana, um ihr eine akademische Laufbahn zu ermöglichen. Geboren 1929 schloss sich Oriana wie ihr Vater und ein bewunderter Onkel schon als ganz junges Mädchen dem Widerstand gegen das faschistische Regime des mit Hitler verbündeten Mussolinis an. Früh schon war sie aufmüpfig und kritisch und gelangte über Volontariate als Reporterin zu einschlägigem Zeitungen, für die sie jahrelange als Auslands-und Kriegskorrespondentin arbeitete.

    Sie führte ein abenteuerliches Leben.

    Längere Zeit wohnte sie in Los Angeles, um sich Schauspielern und deren Umfeld in ihren Reportagen zu nähern. Danach interessierte sie sich brennend für die Raumfahrt und lebte einige Zeit unter Astronauten, um mehr von deren Leben und ihren Motiven für die Raumfahrt zu erfahren. Sie war stets zur Stelle, wenn es um wichtige Reportagen ging.

    In England begegnete sie ihrer großen Liebe Alfredo, der sie nicht liebte und ihr den Laufpass gab. Am Scheitern dieser Liebe ist sie fast zugrunde gegangen.

    Nun war sie lange alleine und wollte sich nie wieder in eine Liebesabhängigkeit begeben.

    Als Kriegsreporterin war sie fortan auf den damals wichtigsten Kriegsschauplätzen der Welt in Korea und Vietnam zu finden. Ihr Mut und ihre Schlagfertigkeit waren legendär. Die zierliche Gestalt und die beschriebene Schönheit standen ganz im Widerspruch zu ihrer draufgängerischen Natur, mit der sie keiner Gefahr auswich.

    Insgesamt wird in der Biographie von Cristina De Stefano die Gestalt einer außergewöhnlichen Persönlichkeit herausgearbeitet. Mutig, hoch intelligent, charakterstark, unabhängig und eigenständig zieht uns die Persönlichkeit von Oriana Falacci ganz in ihren Bann. Man folgt ihren Abenteuern, ihren Liebeskümmernissen, ihren ungewöhnlichen Freundschaften, vor allem aber der einmaligen Eigenständigkeit, mit der diese Frau die Welt durch das geschriebene Wort für sich eroberte und ihren Weg ungeschönt und ehrlich ging.

    In der Biographie von De Stefano wird immer wieder betont, wie scharfzüngig ihre Interviews waren. Sie konfrontierte ihre Interviewpartner mit gezielten Fangfragen, die diese zu unangenehm ehrlichen Antworten zwangen. Da sie mit den Jahren eine hoch angesehene Journalistin wurde, öffneten sich ihr zwangsläufig Türen zu ebenso hoch angesehenen Persönlichkeiten in Politik und Gesellschaft.

    Das Leben von Oriana Falacci mutet selber fast an wie ein Roman. Es würde den Rahmen dieser Besprechung sprengen, wollte man alle die Namen und Orte aufzählen, an denen sie sich aufgehalten hat. In der Toskana besaß sie ein Landgut, in dem ihre Familie wohnte. In Rom, Paris und New York hatte sie eigene Wohnungen. Als sie älter wurde, verlegte sie sich auf das Schreiben von Büchern. Dabei zeigte sich, dass sie eine besessene Arbeiterin war, die wochenlang in ihrem Zimmer verbleiben konnte, um zu schreiben.

    Zuletzt rundet sich das Bild von ihr zu einer starken, nicht immer einfach zu ertragenden aber äußerst charismatischen Persönlichkeit.

    Man ist fasziniert von dieser Ausnahmeerscheinung und liest das Buch mit Spannung und hohem Interesse. Es sind die Orte, Länder und Kontinente, die uns die Welt öffnen und uns am politischen Klima der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts noch einmal teilnehmen lassen.

    Cristina De Stefano
    Oriana Falacci
    Ein Frauenleben
    352 Seiten, broschiert
    btb Verlag, September 2016
    ISBN-10: 3442714168
    ISBN-13: 978-3442714162
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    C. R. Neilson: Das Walmesser

    Von donkelmann | 9.Januar 2017

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    »Das Walmesser« des schottischen Schriftstellers C. R. Neilson würde ich zunächst als Roman, in zweiter Linie als Kriminalroman sehen. Doch im zunehmendem Verlauf der Handlung entwickelt er sich tatsächlich zu einem Thriller. Es ist ein besonderer Roman nicht nur wegen des ungewöhnlichen Handlungsortes, den Färöer-Inseln nördlich von Schottland. Dieser Landstrich, wo es in den Nächten kaum Dunkelheit gibt, ist vielen Menschen in unseren Regionen weitgehend unbekannt. Das nutzte der Autor genüsslich aus, um seinen Lesern dieses unwirtliche Land ausführlich vorzustellen. Nahezu jedes noch so winzige Detail oder Begebenheit im Tagesablauf der Inseln wurde mit passenden Worten, Metaphern und Vergleichen so bildreich erlebbar gemacht, dass es den Leser in eine Stimmung versetzt, die ihn mit guten Kenntnissen über die Inseln und für das Grauen der Handlung ausstattet. Ich persönlich wurde in meine Jugend versetzt und an einige Tage erinnert, in denen ich mich im Hafen der Hauptstadt Tórshavn Anfang der 1970er Jahre befand (Unser Schiff hatte Maschinenschaden und wir mussten auf das Einfliegen von Ersatzteilen warten.).

    Der Ich-Erzähler John Callum, ein Schotte, erwacht. Ihm schmerzen alle Knochen und Muskeln, sein Kopf ist auf grauen Felsen gebettet. Mühsam erhebt er sich und begibt sich auf den Nachhauseweg, kann sich nicht daran erinnern, was passiert war, warum er auf dem Boden gelegen hatte. In seiner Hosentasche befindet sich ein Messer. Es ist ein typisches Messer, mit dem die Inselbewohner das Walfleisch zum Essen zerkleinern. Zufällig beim Griff in die Tasche schneidet sich Callum und stellt fest, dass sich am Messer Blut befindet, was nicht sein Blut sein kann. Er hat keine Ahnung, wo das Messer herkommt. Doch dann hört er von einem Toten auf der Insel.

    Soweit das erste Kapitel des Romans. Anschließend geht es zeitlich drei Monate zurück und Callum erzählt uns, wie er auf den Färöer ankommt. Hier beginnt eine spannende Schilderung des Lebens auf den Färöer und ihrer kargen Landschaft, den wenigen Bäumen, dem ewig schlechten Wetter, den leeren Straßen. Einfach fantastisch. Hier ein Beispiel: »Der Sonnenstrahl schlich sich von links nach rechts, eine Provokation in Millimeterschritten. Auch wenn ich mir alle Mühe gab, ich konnte den Blick nicht davon losreißen, von dieser klar sichtbaren Quelle meiner Qual. Zwanghaft starrte ich auf den Gott verdammten Sonnenstrahl, auf das einzige, was ich auf keinen Fall sehen wollte. Ein nicht enden wollender, durchwachte Tag folgte dem anderen, und nicht nur der Schlafmangel quälte mich. Sondern auch das was mich erwartete, wenn das Einschlafen doch gelang.«

    Allein schon wegen solcher Beschreibungen, wie in diesem Zitat die extrem kurzen zu Schlaflosigkeit führenden Nächte, ist der Roman empfehlenswert. Doch aus dem ersten Kapitel weiß der Leser schon, dass irgendwann ein Mord passiert sein muss. Einzelne Kapitel mit Albtraumsequenzen weisen zwischendurch immer wieder darauf hin, dass die Vergangenheit des Erzählers heftig gewesen sein muss und er einen mehr als triftigen Grund hat, seine Zelte auf den entlegensten Inseln der Welt aufzuschlagen.

    Im Rahmen einer sehr spannenden fiktiven Handlung erzählt Neilson in atmosphärisch dichter Weise von der Rauheit und Kargheit der Landschaft, den Menschen und ihre Traditionen. Ein kriminelles Inselporträt auf höchstem Niveau. Roman und Handlung sind so angelegt, dass es wohl keine Fortsetzung geben wird. Schade, denn diese Figuren sind mir ans Herz gewachsen.

    Neilson, C. R.
    Das Walmesser
    Aus dem Englischen von Ulrich Thiele
    Heyne Verlag, München
    ISBN 9783453419674

    © Detlef Knut, Düsseldorf 2017
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    Ulrike Schweikert: Léon & Claire – Er trat aus den Schatten

    Von hera | 8.Januar 2017

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    Claire ist mit ihren Eltern von New York nach Paris gezogen. In der Schule lebt sich die 15-jährige schnell ein und findet Anschluss. Sie freut sich, dass Adrien sich für sie interessiert. Sie glaubt, sich in ihn verlieben zu können, bis sie Léon kennenlernt. Er ist ganz anders vom Wesen und scheint ein Schutzengel zu sein, denn er ist immer dann zur Stelle, wenn sie ihn braucht und rettet sogar ihr Leben. Dass er in den Katakomben unter Paris zu leben scheint, stört Claire zunächst nicht. Er ist nun mal anders als andere und hat viele Geheimnisse und so wie es aussieht auch besondere Fähigkeiten. Claire ist sich jedoch bald nicht mehr sicher, ob sie ihm vertrauen kann. Er könnte etwas mit einigen seltsamen Vorfällen und den spektakulären Diebstählen wertvoller Gemälde zu tun haben. Zumindest hat er die Möglichkeiten. Ob Claire seinen Unschuldsbeteuerungen glaubt oder nicht, spielt jedoch bald keine Rolle. Sie ist offensichtlich in großer Gefahr, ohne jedoch zu wissen, wer es auf sie abgesehen hat.

    Die Geschichte ist sehr faszinierend. Auch die Kulisse ist gut gemacht, insbesondere wenn sich die Handlung unterirdisch abspielt. Hier gebietet ein Schatten über die Unterwelt, dem Léon sich unterzuordnen hat. Was es damit auf sich hat, wird auf spannende Art und Weise ein Stück weit preisgegeben. Claire, Léon und Adrien sind die Hauptfiguren in diesem Buch und Léon und Adrien auch Gegenspieler. Es dauert, bis Claire seine wahren Absichten erkennt. Sie muss Hintergründe erforschen, erlebt romantische Momente, aber auch sehr befremdliche.
    Über weite Teile des Buches ist die Stimmung düster und geheimnisvoll. Immer wieder ist Magie im Spiel. Worauf es hinausläuft, lässt sich erst nach und nach erraten. Die Spannung wird immer mehr angefacht. Aber nicht alle Fragen werden beantwortet, denn es wird einen zweiten Band geben.

    Rezension von Heike Rau

    Ulrike Schweikert
    Léon & Claire – Er trat aus den Schatten
    480 Seiten, gebunden
    cbt, München
    ISBN-10: 3570164276
    ISBN-13: 978-3570164273
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    Ralf Kramp: Ihr Mord Mylord

    Von donkelmann | 6.Januar 2017

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    Ralf Kramp, ein Liebhaber britischen Lebensstils, hat nach vielen Kriminalromanen und unzähligen Kurzgeschichten nun ein Buch veröffentlicht, welches acht Krimis sehr britischen Stils beinhaltet. Dabei hat er sich einerseits auf die Beschreibung detailreicher britischer Unumgänglichkeiten, wie sie noch heute bei Reisen auf die Insel anzutreffen sind, eingelassen. Andererseits hat er Vieles bemüht, was aus dem Fernsehen und der Literatur als typisch britisch eingestuft wird.
    Für die Geschichten hat er zwei Protagonisten geschaffen, die sich gegenseitig den Ball beim Ermitteln zuspielen. Da ist zunächst Lord Merridew, der vor Langeweile vor die Hunde gehen würde, wenn er nicht ermitteln könnte. Dieser zieht den Londoner Rechtsanwalt Nigel Bates in den Bann, der ihn fortan bei der Detektiverei bereitwillig assistiert. Vom Typus her ist dieses Ermittlerpärchen vergleichbar mit Sherlock Holmes und Dr. Watson. Ihre Fälle bzw. Geschichten sind kleine abgeschlossene Kriminalfälle, bei denen dem Leser viele bekannte Figuren über den Weg laufen, welches eine weitere Rätselebene bietet. Bei jeder Geschichte ist man gespannt, wer in dieser auftauchen wird. So klären beide Hobbyermittler die wahren Hintergründe um Sir Toby, Mr. Winterbottom, Mr. Pomeroy und Admiral von Schneider auf. Sie bringen Licht in den Mord im Orientexpress und belehren Hercule Poirot eines besseren. Im „Geheimnis der fliegenden Juwelen“ lassen Sie sich unter anderem von Lord Brett Sinclair helfen, der bekanntermaßen mit dem amerikanischen Playboy Daniel Wilde ermittelt, Golf spielt und dumme Sprüche vom Stapel lässt. Schließlich finden sie sich am Drehset zu „Der Doktor und das liebe Vieh“ wieder und entbinden eine trächtige Kuh.

    Alle Geschichten sind amüsante und lesenswerte Geschichten, die den Flair des britischen Empires ausstrahlen. Liebhaber von Agatha Christie, Inspektor Barnaby oder Father Brown werden um dieses Buch nicht herumkommen. Dabei hat jeder Fall vielleicht gerade mal eine Spielfilmlänge, d.h. man hat ihn in derselben Zeit gelöst wie man sich einen Film anschaut.

    Spannender Happen als Nachspeise bei jeder Gelegenheit.

    Kramp, Ralf
    Ihr Mord Mylord
    KBV Verlag, Hillesheim
    ISBN 9783954413195

    © Detlef Knut, Düsseldorf 2016
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    Richard Laymon: Die Spur

    Von donkelmann | 5.Januar 2017

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    Laymon wird als Meister des Psychothrillers gehandelt. Seine Romane werden gerne mit denen von Stephen King auf eine Ebene gestellt. Kribbelnde Spannung zieht sich durch die streckenweise actionreiche Handlung.

    In „Die Spur“ erfährt der Leser in zwei unterschiedlichen parallelen Handlungssträngen zwei Geschichten. Während Rick und seine neue Partnerin Bert in die Berge fahren, um zu campen und zu wandern, geht die junge Gillian ihrem außergewöhnlichen Hobby nach: Sie sucht nach Häusern, deren Bewohner offensichtlich verreist sind. Diese Häuser nimmt sie einige Tage in Beschlag, lebt in ihnen, schnüffelt in den fremden Sache, bevor sie dann zum nächsten Haus weiterzieht.
    Bert und Rick begegnen bei ihrer Bergtour verschiedenen Leuten, die ebenfalls wandern. Doch Rick scheint in der Vergangenheit besondere Erfahrungen gemacht zu haben, denn er ist der Angsthase von beiden. Während die energiegeladene Bert mit großen Schritten voranschreitet, versucht Rick sie stets zur Umkehr zu drängen und glaubt, von jedem anderen Wanderer bedroht zu sein. Gillian befreundet sich zur gleichen Zeit mit einem Nachbarn an, was sie eigentlich sonst nie macht. Doch als sie die Videosammlung ihres Hausbesitzers in Augenschein nimmt, muss sie Ungeheuerliches feststellen. Sie wohnt momentan in dem Haus eines Serienmörders.

    Wie eingangs bereits erwähnt, geht es bei Laymon sehr subtil zu. Die Spannung scheint sanft über alle Seiten zu flirren. Beim Lesen spürt man ein sonores Summen im Hinterkopf. Man spürt die Gefahr genau so wie die Protagonisten, weiß aber nicht, wann und aus welcher Richtung sie kommen wird. Das ist ein ganz besonderer Stil, der Spaß beim Lesen beschert. Er erinnert an Gruselbücher aus der Kindheit, bei denen man am liebsten unter die Bettdecke gekrochen wäre, um nicht vom schwarzen Mann geholt zu werden.

    Diese subtile Spannung bedeutet aber nicht, dass keine rasche Handlung erfolgt. Im Gegenteil. Laymon versteht es, mit einigen Kämpfen, Schlägereien und Messerstechereien das Lesen gefährlich zu machen. Die Figuren müssen viel Action erleben, durch die Wälder fliehen, sich in Baumwipfeln retten, bevor sie der Lösung Ihres Problems näherkommen. Langweilig wird es nicht. Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen. Ich empfehle ihn gerne den Lesern, die actionreiche Psychothriller in amerikanischer Umgebung mögen. Vielleicht mögen auch Sie mit Richard Laymon einen neuen und interessanten Lesestoff eindecken?

    Laymon, Richard
    Die Spur
    Heyne Verlag, München
    Aus dem Amerikanischen von Sven-Eric Wehmeyer
    ISBN 9783453676466

    © Detlef Knut, Düsseldorf 2016
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    James Salter: Charisma

    Von Claudine Borries | 3.Januar 2017

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    Der im Jahr 2015 verstorbene Schriftsteller James Salter war ein wunderbarer Erzähler. Das stellte sich heraus, als er seine Karriere als Pilot der Air Force im Koreakrieg aufgegeben hatte. Er hat so wunderbare Romane geschrieben wie „Lichtjahre“ und „Alles, was ist“.

    In diesem vom Berlin Verlag neu aufgelegten Band sind alle seine Erzählungen zusammengefasst. Im Anhang findet man drei Vorlesungen über Literatur.

    Ob es sich um Familien, Zerfall menschlicher Beziehungen oder die Freude und das Glück handelt, ob es um Einzelschicksale oder Freundschaften geht: eine jede Geschichte ist ein Roman für sich.

    Salter berichtet von gewöhnlichen Ereignisse aus dem Alltag. Er erzählt über vielerlei Begegnungen, er spricht über die Liebe, die das Leben mitbestimmt, und über schicksalhafte Wendungen, die unser Erdendasein beschweren können. Dazu gehören Familiendramen aller Art.

    Das Leben ist kompliziert, und diese einfachsten Lebensgeschichten tragen romanhafte Züge. Sie in feinen Szenen einzufangen, ist das große Können dieses großartig beobachtenden Autors. Geschichten von großer Einfachheit mit einem Glanz zu versehen, dass man sich hineingezogen und in gebannt geschlagen fühlt, wird in einfachen Sätzen heraufbeschworen.

    Erzählungen sind oftmals nicht leicht zu besprechen, weil immer nur Eindrücke über kürzere Zeiträume abgehandelt werden. Im Kontrast zu ganzen Romanen gibt es keinen einheitlichen Handlungsstrang. Und doch: auch und gerade Erzählungen bieten dem geneigten Leser die Chance, etwas über das Leben zu erfahren, ohne sich der Prozedur eines langen Lesevorgangs hingeben zu müssen. Ich fange an, sie zu mögen.

    James Salter
    Charisma
    368 Seiten, gebunden
    Berlin Verlag, Dezember 2016
    ISBN-10: 3827013275
    ISBN-13: 978-3827013279
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