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  • Dr. Malte Rubach: Die Kaffee-Apotheke – Die Bohne für mehr Gesundheit

    Von hera | 22.Februar 2019

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    Kaffee kann am frühen Morgen Muntermacher sein und nachmittags ein besonderer Genuss. Viele Menschen trinken mehrere Tassen am Tag und können sich nicht vorstellen, auf das Vergnügen zu verzichten. Doch ab und an heißt es, dass Kaffee ungesund sei. Sollten wir lieber verzichten?

    Ernährungswissenschaftler Dr. Malte Rubach hat im Bereich der Kaffeeforschung promoviert. Er ist also Experte auf diesem Gebiet. Er schreibt dem Kaffee positive Wirkungen zu und kann das auch begründen. Seine Aussagen untermauert er mit Studienergebnissen. Hinten im Buch findet sich ein zugehöriges Quellenverzeichnis.

    Zunächst vermittelt der Autor Kaffee-Basiswissen. Hier geht es Geschichtliches und Hintergrundwissen zur Kaffeepflanze.

    Interessant sind natürlich die Inhaltsstoffe des Kaffees, hier insbesondere die bioaktiven Substanzen wie Chlorogensäuren und Koffein. Die Aromastoffe sind ebenfalls von Interesse. Auch von den Farbstoffen, die dem Kaffee die schwarze Farbe geben, ist die Rede. Diese Melanoidine haben ebenfalls antioxidative Eigenschaften. Auch wie Acrylamid und Furan zu bewerten sind, wird aufgezeigt.
    Besonders spannend zu lesen ist es, wie Kaffee auf den Körper wirkt und welche gesundheitlichen Vorteile sich daraus ergeben. Kaffee kann offensichtlich präventiv wirken und sogar Heilmittel sein.

    Diese Vorteile, die Kaffeetrinken mit sich bringt, kann jeder nutzen, auch derjenige, der Kaffee nicht verträgt oder der vom Kaffeetrinken absieht, weil er beispielsweise hohen Blutdruck hat. Es kommt nämlich auf die Dosis, die Kaffeesorte und die Zubereitungsart an. Der Kaffee-Konfigurator hilft hier weiter, einen verträglichen Kaffee zu finden. Auch ist die Liste mit den Kaffee-Varianten hilfreich und regt dazu an, Neues zu probieren.

    Es macht sehr viel Spaß sich bei einer Tasse Kaffee mit dem Buch zu beschäftigend! Der Autor geht ins Detail und erklärt dabei aber verständlich und gut unterhaltend. Aufgelockert wird der Text von Zeichnungen und Grafiken.

    Rezension von Heike Rau

    Dr. Malte Rubach
    Die Kaffee-Apotheke – Die Bohne für mehr Gesundheit
    176 Seiten, gebunden
    Knaur MensSana
    ISBN-10:3426658445
    ISBN-13:978-3426658444
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    Jukian Barnes: Die einzige Geschichte

    Von Claudine Borries | 21.Februar 2019

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    Julian Barnes führt uns in seiner einzigartigen Erzählweise die Geschichte seines Icherzählers und dessen erster großer Liebe vor.

    Auf dem Tennisplatz, wohin Paul im Alter von 19 Jahren auf Drängeln seiner Mutter zur Ausschau nach einer geeigneten Partnerin fürs Leben geschickt wurde, lernt er die zwanzig Jahre ältere Susan kennen.

    Paul lebt mit seinen Eltern in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts in einer bürgerlichen Siedlung südlich von London in Gemeinschaft mit saturierten Bürgern der Mittelschicht.

    Paul ist reichlich angeödet von dem englischen, prüden und langweiligen Milieu, in dem er aufwuchs, und das ihn nach dem ersten Studiensemester noch mehr auf die Nerven geht. Seine pauschale Bezeichnung für die Kinder dieser Schicht sind Hugos und Carolines, die nur darauf warten, in die Fußstapfen ihrer Eltern zu treten. Dort gibt es dann die obligatorische Eheschließung, Kinder, Hund und Haus.

    Paul aber sucht anderes und rebelliert gegen die Vorgaben seiner Eltern.

    In Susan findet er den Gegenpart zum Spießerleben seiner Umgebung. Sie hat Mann und Töchter, die sogar älter als Paul sind, ist lustig, lebt dem Augenblick, und freut sich an ihrer gemeinsamen Liebe. Ihr sexuelles Eheleben ist schon lange erloschen. Umso euphorischer ist die Erkenntnis, dass sie von ihrem jungen Liebhaber als anziehend und liebenswert empfunden wird. Leider bleibt die Zeit nicht stehen, nie, und so verliert sich die Geschichte nach und nach in einer tragischen Lebensform. Susan trennt sich von Mann und Kindern und lebt mit Paul zusammen. Er vollendet sein Jurastudium. Die Leidenschaft der Anfangszeit weicht bald einem langweiligen Alltag.

    Beide wollen das lange nicht wahrhaben und klammern sich an die Erinnerung ihrer frühen ersten Begegnung.

    Daneben ereignet sich eine innere Wandlung, die in erschütternder Weise Susan als innerlich leer und dem Alkohol verfallende Frau zeigt. Der Alltag spielt nun bald keine Rolle mehr. Barnes geht in die Tiefe und versucht vergeblich zu ergründen, was zu der entgleisenden Entwicklung beigetragen haben könnte. Paul ist gewissenhaft und hilft noch lange, wo und wie er kann, gibt aber schließlich auf.

    Die Mischung aus Alltagsgeschichten und Beleuchtung des spießigen Bürgertums mit Ausflügen in philosophische Gedankenwelten sind es, die uns die Geschichte nahebringt, zu eigenem Nachdenken reizt und von tiefer Weisheit zeugt. Die nach und nach enthüllende Leere zwischen dem Paar lässt keine Hoffnung keimen.

    In einem dritten Teil des Romans zieht Paul seiner Wege und lebt in Zukunft ein einsames Leben. Eine neue Liebesgeschichte ist nach kurzen Versuchen nicht in Sicht.

    Julian Barnes wäre nicht der Schriftsteller von Weltruf, wenn er seine Geschichte nicht mit Erkenntnissen, Weisheiten, Reflexionen und der Darstellung momentaner Gefühlslagen gespickt hätte. Poetisch und brillant sind seine Stimmungsbilder, mit denen er äußere und innere Befindlichkeiten ans Licht bringt. Man ist tief bewegt und angerührt darüber, wie Lebenswege verlaufen können. Was ist determiniert, und was selbst verschuldet? Die Frage nach der Schuld stellt sich nicht. Es wird seziert und wiedergegeben, was passiert. Fazit: Lebensläufe werden von unerwarteten äußeren und inneren Entwicklungen mitbestimmt.

    Am Ende erfahren wir eine resignierte Weltsicht, nüchtern und ohne Zukunftsvision oder Hoffnung.

    Was bleibt ist die Erkenntnis, dass hier ein Autor wirklich viel vom Leben und von seinen Höhen und Tiefen versteht und dieses Wissen in geeigneter Form dem Leser zu vermitteln versteht. Dr Bogen von erster Liebe bis zum Aus ist weit gespannt und fasziniert von der ersten bis zur letzten Zeile!

    Julian Barnes
    Die einzige Geschichte
    304 Seiten, gebunden
    Kiepenheuer&Witsch, Februar 2019
    ISBN-10: 3462051547
    ISBN-13: 978-3462051544
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    Judith Winter: Finsterwald – (4. Buch mit Emilia Capelli und Mai Zhou)

    Von hera | 20.Februar 2019

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    Niemand sollte sie finden! Der Mörder hatte sein Opfer gut im Wald versteckt. Doch ein Tierschützer hat hier einen Beobachtungspunkt. Kurz nachdem er die Leiche entdeckt hat, läuft er Kommissarin Emilia Capelli vors Auto und bringt sie zum Anhalten. Die Autopsie ergibt Schreckliches. Eine monatelange Gefangenschaft muss der Tat vorausgegangen sein. Einige Zeit später wird eine Lehrerin ermordet in ihrem Haus aufgefunden. Der Täter hat sie in eine seltsame Position gebracht. So unwahrscheinlich es auch klingt, Emilia Capelli und ihre Kollegin Mai Zhou sehen trotz des ungleichen Tathergangs einen Zusammenhang zwischen den beiden Taten. Sie müssen davon ausgehen, dass ein weiterer Mord geplant ist.

    Eine andere Perspektive schildert die unglaublichen Strapazen, die eine Frau, die in einem Kellerverlies gefangen gehalten wird, erdulden muss. Es ist stockdunkel hier, sodass sie, was Raum und Zeit betrifft, völlig orientierungslos ist. Und sie weiß, dass sie so schnell niemand vermissen wird. Sie versucht dennoch einen Plan zu entwickeln, erkennt schließlich eine Möglichkeit und bewahrt sich damit einen Rest Hoffnung.

    Emilia Capelli Kollegin Mai Zhou müssen diesen Serienkiller stoppen. Es gibt erschreckend deutliche Parallelen zu einem alten Fall, das ist ein wichtiger Hinweis. Doch der Täter ist in Sicherheitsverwahrung im Kronenhof. Er hat keine Möglichkeit, die Klinik zu verlassen oder Kontakte zu knüpfen. Doch er verfügt über Wissen, das er nicht haben dürfte. Geschickt spielt er seine Karten aus, und treibt damit die Ermittlerinnen in den spürbar Wahnsinn.

    Der Krimi ist extrem spannend. Die Autorin lässt Capelli und Zhou Hand in Hand arbeiten, auch wenn sie sich wie bei jedem neuen Fall, nicht immer einig sind. Ihre verschiedenen Sichtweisen und Herangehensweisen sorgen für Abwechslung und regen zu eigenen Spekulationen an. Es bringt die beiden voran, sich auf den anderen einzulassen, Gedanken aufzugreifen und weiterzudenken. Was zunächst abwegig erscheint, wird irgendwann greifbar. Dennoch bleibt die Spur zum Täter unerträglich dünn. Die beiden Ermittlerinnen stehen unglaublich unter Druck. Es fehlt an Zeit. So fühlt man sich auch als Leser gehetzt. Dazu kommen die Szenen aus dem Kellerverlies, die nervenzerreißend sind. Kein Wunder also, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.

    Rezension von Heike Rau

    Judith Winter
    Finsterwald – (4. Buch mit Emilia Capelli und Mai Zhou)
    496 Seiten, broschiert
    dtv Verlagsgesellschaft
    ISBN-10: 3423217480
    ISBN-13: 978-3423217484
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    Jan van Es: Das Mädchen mit dem Poesiealbum

    Von Claudine Borries | 19.Februar 2019

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    Bart van Es hat über eine wichtige Episode seiner Familiengeschichte geschrieben.

    Er bedient sich dafür sehr genauer Recherchen über die Nazizeit und den Holocaust in Holland. Es ist auch ein Stück schlimmer holländischer Geschichte!

    Das Land wurde schon zu Beginn des Zweiten Weltkrieges von deutschen Truppen besetzt.

    Einmal mehr aber wird über den Mut und die Hilfsbereitschaft einer großen Anzahl von Hilfswilligen berichtet. Neben einer starken Widerstandsbewegung gab es wie überall auch Mitläufer und Handlanger des Systems.

    Betroffen in diesem Bericht ist Bart van Es selber, als er herausfindet, dass seine Großeltern ein kleines jüdisches Mädchen vorübergehend versteckt hielten, bis sie ihr nach einem Verrat keinen Schutz mehr bieten konnten.

    Die dramatische Geschichte von Lien de Jong beginnt 1941. Sie wohnte mit ihren Eltern in Den Haag, als es zu den ersten jüdischen Abtransporten kommt. 1942 schicken die Eltern sie mit einem Poesiealbum und einem Brief auf eine Reise ins Ungewisse. Es beginnt eine Odyssee, deren Verlauf voller Schrecken ist. Das kleine Mädchen wird immer weitergeschickt zu fremden Menschen und Orten. Als ihre Reise beginnt, ist sie 9 Jahre alt. Innerlich schottet sie sich allmählich ab. Wie soll ein Kind auch verstehen, was da mit ihm geschieht? Fühlt sie zuerst noch Kummer und Sehnsucht nach der Mutter, wird ihre Gefühlswelt schließlich ganz vom Sog des Untergangs mitgerissen.

    Bart van Es holt weit aus, beschreibt Städte, Orte und Unterkünfte und findet vor allem Kontakt zu Lien, die ihm ihre ganze Geschichte nach und nach erzählt.

    Die Familie van Es, aus der Bart van Es stammt, spielte die größte Rolle in ihrem Fluchtleben. Lien fühlte sich dort im Kreise der Kinder, die sie wie Geschwister empfand, sehr wohl. Sie muss das Versteckt verlassen, als sie aufgespürt wird. Und weiter geht es von einem Versteck in das andere, von einem Ort zum anderen und schließlich in die bigotte Familie van Laar, wo sie Dienstmädchenaufgaben verrichten muss.

    Nach dem Krieg wünscht sich Lien in die Familie van Es zurück, wo sie auch wieder wie ein eigenes Kind aufgenommen wird, da ihre Eltern im KZ umgekommen sind. Unerklärlicherweise riss der Kontakt zu der Familie Jahre später ab. Warum?

    Bart van Es beschreibt in einem angenehmen Tempo und mit zahlreichen intensiven und charakteristischen Ausschmückungen, was dem Mädchen Lien in ihrem jungen Leben alles passiert ist. Er folgt ihrer Lebensgeschichte auch nach dem Krieg und bis in ihr hohes Alter.

    Man liest die Beschreibung dieser ganzen Zeit während und nach dem Zweiten Weltkrieg mit Spannung und Empörung darüber, zu was Menschen, auch die angeblich guten, fähig sind. Immer wieder mag man es nicht glauben, wie die jüdische Tragödie während der Nazizeit und danach unser aller Leben und das unserer Nachbarstaaten verändert hat.

    Dass es zu menschlichen Missverständnissen und Brüchen in Beziehungen kommen kann, ist eine der Begleiterscheinungen einer Familiengeschichte, die intensiv auch den zwischenmenschlichen Vorkommnissen nachgeht.

    Zahlreiche Fotos dokumentieren Liens Leben und komplettieren eine Lebensgeschichte, die voller Dramatik und an guten und schlechten Erfahrungen reich war.

    Wiewohl man  denken mag, nun ist es einmal genug mit den Erinnerungsbüchern an die jüdische Geschichte, ist gerade dieses Buch noch einmal von besonderen Bedeutung. Geht es doch hier um ein Familienporträt von außerordentlicher Brisanz in seiner Komplexität des menschlichen Miteinanders.

    Die Aufmachung des Buches ist edel, die Übersetzung aus dem Englischen von Silvia Morawetz und Theresia Übelhör gelungen.

    Der Autor lebt mit seiner Familie in England und lehrt Englische Literatur in Oxford.

    Bart van Es
    Das Mädchen mit dem Poesiealbum
    320 Seiten, gebunden
    DuMont Buchverlag, Februar 2019
    ISBN-10: 3832198563
    ISBN-13: 978-3832198565
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    Franzobel: Rechtswalzer

    Von hera | 13.Februar 2019

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    Malte Dinger, Getränkehändler und Besitzer einer Bar, könnte zufrieden sein mit seinem Leben. Er ist glücklich mit Frau und Kind. Dass die Politik im Land einen ungünstigen Verlauf nimmt, muss ihn nicht interessieren.

    Doch als er beim Schwarzfahren erwischt wird, wendet sich sein Leben. Dabei hat er eigentlich einen gültigen Fahrschein. Doch seine Frau Elvira hat vergessen, ihm seine Monatskarte zurückzugeben. Solche Ausreden kennen die Kontrolleure. Das lassen sie nicht gelten. Malte kann die Strafe nicht bezahlen, ihm fehlen drei Euro, die sich auch nicht auf die Schnelle beschaffen lassen. Auch hat er, wie sich herausstellt, falsche Personalangaben gemacht. So wird ihm mit einer Anzeige wegen Betrug gedroht. Doch auf die Wachstube will er nicht. Er setzt sich zur Wehr, tritt um sich und verletzt einen Polizisten. Das bringt ihn schließlich ins Gefängnis. Und da bleibt er.

    Kommissar Groschen interessieren solche kleinen Fälle nicht. Er ist mit einem Mord beschäftigt. Scheinbar ist dieser ominöse Branko, man nennt solche Typen Witwentröster, beim Ausleben fragwürdiger sexueller Vorlieben ums Leben gekommen. Was für ein Anblick! Aber kann man das glauben? Die Ermittlungsarbeiten bringen jedenfalls etwas anderes ans Licht.

    Der Krimi spielt in der nahen Zukunft im Jahre 2024. Österreich wird von einer neuen rechtsnationalen Regierung angeführt. LIMES will ein Schutzwall sein, nicht nur gegen illegale Einwanderung. Die wirklichen Ziele lassen sich nicht so einfach durchschauen. Aber Kommissar Groschen kommt diesen im Zuge seiner Ermittlungsarbeiten nach und nach auf die Spur.

    Es ist schon absurd, was da geschieht! Es entwickelt sich eine Gesellschaftssatire, die extrem irrwitzig und überzeichnet ist, im Kern wohl aber eine Warnung.

    Das Buch ist nicht einfach zu lesen. Der Autor hat es vollgepackt und treibt den Irrsinn mit Schwung voran. Ich hatte Mühe, da mitzukommen und mich hineinzudenken. Es gibt nichts, woran man sich festhalten kann. Und auch keine der agierenden Personen wirkt sympathisch. Das Szenario, das der Autor entwickelt, mag absichtlich abwegig sein, aber es ist vielmehr haarsträubend. Da werden Fäden gesponnen und zu irgendwas zusammengefügt, das für mich nicht passen will.

    Rezension von Heike Rau

    Franzobel
    Rechtswalzer
    Kriminalroman
    416 Seiten, Klappenbroschur
    Paul Zsolnay Verlag
    ISBN-10: 3552059229
    ISBN-13: 978-3552059221
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    Bente Helene Schei: Für Yoga ist es nie zu spät – 50 einfache Übungen

    Von hera | 11.Februar 2019

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    Bente Helene Schei leitet das „Zentrum für Klassisches Yoga“ in Oslo. Sie ist Yoga-Lehrerin und praktiziert Yoga seit über 20 Jahren, auch meditiert sie regelmäßig. Ihr Ziel ist es, Yoga für alle, die Interesse daran haben, zugänglich zu machen. Beispielsweise kann das Buch dafür Ausgangspunkt sein, mit dem sie ihre Erfahrungen im weitergibt. Das Hatha-Yoga Einstiegsprogramm ist für Anfänger ausgelegt und soll die Vitalität und die Gesundheit steigern.

    Da die Atmung ein zentrales Element im Yoga ist, werden zunächst die Grundlagen der Atemtechnik erklärt. Die drei Ebenen der vollständigen Atmung mit Bauch-, Flanken-, und Schlüsselbeinatmung werden erlernt und schließlich zusammengesetzt. Die Wirkung dieser Übung wird beschrieben und auch wie wichtig Entspannung für den Körper und den Geist ist. Sich richtig zu entspannen und zur Ruhe zu kommen, kann man lernen.

    Drei Programme unterschiedlicher Länge werden im Buch vorgestellt. Für das kurze Yoga-Programm reichen 10 bis 20 Minuten aus. Es beginnt mit einer entspannenden Übung, bei der man ganz still liegt, atmet und sich auf den Körper konzentriert. Es folgen Übungen, die Schaukel, Rolle, Schulterstand und Universalstellung genannt werden. Den Abschluss bildet wieder einer entspannenden Wahrnehmungsübung. Die Übungen sind relativ leicht nachvollziehbar, auch weil sie gut erklärt und mit Fotos versehen sind. Man kann sie anfangs an die eigene Leistungsfähigkeit anpassen und sich nach und nach in der Beweglichkeit steigern und etwas länger üben oder mit dem mittleren Yoga-Programm fortfahren. Dann sind 30 bis 50 Minuten einzuplanen. Wer möchte, kann mit dem langen Yoga-Programm auf bis zu 90 Minuten verlängern.

    Es sind also viele Übungen dabei, die von Ungeübten, die 50+ sind, ausgeführt werden können. Man kann anfangs gut die Übungen herausfiltern, die man für machbar hält und nach und nach Übungen, die mehr Beweglichkeit oder Kraft fordern, dazunehmen. Insgesamt gibt es 50 Übungen.

    Weiterhin gibt es noch gezielte Yoga-Programme für Bauch und Verdauung, Nacken und Rücken sowie Balance und Konzentration.

    „Für Yoga ist es nie zu spät“ ist kein reines Trainingsbuch. Yoga wird leicht verständlich erklärt und der Nutzen wird deutlich gemacht. Bente Helene Schei, selbst über 50, macht die Übungen vor. Sie ist also auf den Fotos zu sehen. Es gelingt ihr sehr gut, mit ihrem Programm zu motivieren!

    Rezension von Heike Rau

    Bente Helene Schei
    Für Yoga ist es nie zu spät – 50 einfache Übungen
    160 Seiten, gebunden
    O.W. Barth Verlagsgesellschaft
    ISBN-10: 3426292890
    ISBN-13: 978-3426292891
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    Jane Gardam: Weit weg von Verona

    Von Claudine Borries | 7.Februar 2019

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    Jessica ist eine aufsässige kleine Person, die immer und fast überall aneckt. Wir erleben sie als Schülerin mit 9 Jahren. Der Zweite Weltkrieg überschattet ihr Leben und das ihrer Mitmenschen an der Nordostküste von England.

    Als sie in der Schule einen Schriftsteller kennenlernt, der ihre Art zu schreiben als begabt einordnet, bleibt sie besessen vom Schreiben, das sie schon lange praktiziert. Die Liebe zur Literatur und ihr Bekenntnis, dass sie nicht beliebt ist, sind die ehrlichen Selbsteinsichten dieses eigenwilligen jungen Mädchens.

    Ihre Familie ist beschäftigt mit Kriegsbedrohung und Not. Der Vater, einst ein Lehrer, lässt sich an die Nordostküste Englands versetzen, wo er sich als Hilfsprediger betätigt. Jessica muss sich neu in eine fremde Schule eingewöhnen. Die Mädchen und Lehrerinnen sind ihr nicht immer wohl gesonnen!

    Von Beginn an bleibt man fasziniert vom Eigensinn und von der Burschikosität, mit der sich Jessica überall ihren Weg bahnt. Sie sagt immer genau das, was ihr in den Sinn kommt und stößt damit so manchen Mitmenschen vor den Kopf.

    Voller Witz und Sprachreichtum sind die Lebenserfahrungen der Schülerin, die immer wieder in denkwürdige Abenteuer – und Kriegserlebnisse verstrickt wird. Sie legt sich mit Lehrern und Eltern an und geht zielstrebig ihren eigenen Interessen nach.

    Die Unmittelbarkeit und Frische, mit der Jane Gardam ihre Figur agieren lässt, zieht den Leser sogleich in Bann. Mit wehenden Kleidern läuft Jessica z. B. dem Schriftsteller nach der Schulstunde hinterher, um ihm ihre Konvolute in die Hand zu drücken, nicht ahnend, dass dieser sie nach der Lektüre in Anerkennung ihrer Begabung wirklich zu einer Schriftstellerin erklärt.

    Leider kann Jane Gardam den Spannungsbogen in diesem Roman nicht durchhalten. Zu abgesetzt und willkürlich erlebt man die Abenteuer der Protagonistin, und zu viele Personen spielen in die Geschichte hinein. Es gehört Geduld dazu, um allen ihren Eskapaden zu folgen. Alleine ihre Liebe und fast Leidenschaft zur Literatur bleibt durchweg erhalten und krönt das Ende der Geschichte.

    Die Autorin ist einem breiten Leserpublikum bekannt durch die Trilogie ihrer Romane um den „old Filth“ genannten Anwalt in der Kronkolonie Hongkong. Diese Romane haben die Literaturszene eines breiten Lesepublikums und auch mich zu Begeisterungsstürmen hingerissen.

    Jane Gardam ist spät entdeckt worden und feierte ebenso einen späten Ruhm mit ihrem Werk. Der vorliegende Roman ist schon 1971 erschienen und gilt als ihr erster. Er kann m.E. mit den drei berühmten späteren Werken über die Anwälte in der Kronkolonie Hongkong nicht mithalten.

    Jane Gardam
    Weit weg von Verona
    240 Seiten, gebunden
    Hanser Berlin, Juli 2018
    ISBN-13: 978-3446260405
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    Linus Geschke: Tannenstein

    Von hera | 5.Februar 2019

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    Keiner kann sagen, warum der Wanderer in der Dorfkneipe von Tannenstein elf Menschen umgebracht hat. Nur der Wirt wurde verschont. Es ist kein Motiv ersichtlich. Doch als der Killer seine Kollegin und Freundin Lydia Wollstedt während der Ermittlungsarbeiten ermordet, wird der Ex-Polizist Alexander Born munter. Kaum aus dem Knast entlassen, er saß hier drei Jahre wegen Veruntreuung und Drogendelikten, macht er es sich zur Aufgabe, dem bisher nicht abgeschlossenen Fall noch einmal nachzugehen und den Wanderer aufzuspüren. Er will Rache. Als Ex-Polizist hat er weitaus bessere Möglichkeiten.

    Born muss von vorne beginnen und herauszufinden, was Lydia entdeckt hat. Er nutzt dafür seine alten Kontakte und gibt sich provokant. Offiziell ist Polizeioberkommissarin Norah Bernsen an dem Fall dran. Sie agiert pflichtbewusst nach Vorschrift, muss aber einsehen, dass sie damit nicht weit kommt. Vielleicht kann man gemeinsam mehr erreichen.

    Der Autor legt ein ordentliches Tempo vor. Die Spannung, die aufgebaut wird, ist extrem. Dazu kommt, dass die Perspektive immer wieder wechselt. Damit erhält der Leser Hintergrundwissen. Ihm ist die Gefahr also sehr viel deutlicher bewusst, als Alexander Born oder Norah Bernsen. Beide sind nicht unbedingt positiv besetzt. Insbesondere Born übt Selbstjustiz ohne genaue Kenntnis der Fakten und Bernsen hindert ihn nicht daran. Moralisch einwandfrei ist das nicht. Aber gut nachvollziehbar. Die Gegenseite ist schließlich kriminell, kennt keine Grenzen und geht über Leichen. Krasse, brutale Gewaltszenen verdeutlichen das. Zum Glück beschreibt der Autor diese auf eine kaltschnäuzige, emotionslose und direkte Art. Lässt man die eigene Fantasie nicht anspringen, kann man ganz gut über diese Szenen hinweg lesen. Ich finde das gut! Wer mag, kann natürlich das Kopfkino anlaufen lassen.

    Alexander Born ist echt gut! Die Handlung ist stimmig und realistisch, auch wenn mich wundert, wie viel Glück Born manchmal hat! Besonders am Ende des Buches wird das deutlich.

    Rezension von Heike Rau

    Linus Geschke
    Tannenstein
    Thriller
    384 Seiten, Klappenbroschur
    dtv Verlagsgesellschaft
    ISBN-10: 3423262184
    ISBN-13: 978-3423262187
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    Sara Wolf: Heartless, Band 1 – Der Kuss der Diebin

    Von hera | 1.Februar 2019

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    Zera hat kein Herz. Sie ist die Gefangene der Hexe Nightsinger. Zera hat ihr das Leben zu verdanken, während die Banditen ihre Eltern ermordeten. Als Herzlose hat sie nur eine Möglichkeit ihr Herz, das Nightsinger in einem Glas verwahrt, und damit ihre Freiheit wiederzubekommen: Sie muss das Herz des Kronprinzen stehlen und so gleichzeitige den drohenden Krieg, der sich zwischen den Menschen und den Hexen anbahnt, verhindern.

    Um in seine Nähe zu gelangen, wird sie bei Hof als Heiratskandidatin eingeschleust. So kann sie an der Brautwahl teilnehmen. Bisher hat Prinz Lucien allerdings alle Bewerberinnen abgelehnt. Doch von Zera, die so mutig und schön ist, ist er sofort fasziniert. Dass sie eine Attentäterin ist, ahnt er nicht. Zera kann sich keine Gefühle für den Prinzen leisten, aber sie muss welche vorgeben. Ihre innere Stimme, das Monster in ihr, hetzt sie ohnehin pausenlos gegen ihn auf.

    Zera wartet auf eine passende Gelegenheit, um die geplante Tat ausführen zu können. Doch immer wieder zögert sie. Dabei hängt ihre Zukunft davon ab, ihr Leben! Aber Lucien gewinnt sie immer mehr für sich und sie kann ihre wahren Gefühle kaum unterdrücken.

    Die Ich-Erzählerin Zera ist eine beeindruckende Heldin! Sie ist witzig, frech und schlagfertig! Und auch viele weitere Figuren sind gut durchdacht. Hier insbesondere Luciens Leibwächter Malachite und die Adlige Y’shennria, die Zera als ihre Nichte ausgibt und bei Hofe einführt.

    Manchmal glaubt, man im Mittelalter zu sein. Doch es werden viele moderne Ausdrücke verwendet, die dort nicht hingehören. Das Buch spielt also in seiner eigenen Zeit.

    Die Handlung ist unterhaltsam und spannend. Actionreiche Szenen werden durch humorvolle immer wieder etwas beruhigt. Zera reagiert, auch in brenzligen Situationen und auch wenn Dialogen aus dem Ruder zu laufen drohen, immer überraschend schlagfertig. Das vermittelt allerdings auch den Eindruck, dass sie ihre Mission und auch sich selbst nicht ganz ernst nimmt.

    Auch die Romantik kommt nicht zu kurz. Zera und Lucien nähern sich langsam aneinander an trotz der Widerstände. Ein Knistern beginnt, doch Zera muss dagegen ankämpfen. So sehr sie sich als Herzlose auch nach dem Menschsein sehnt, sie hat eine wichtige Mission zu erfüllen.

    Vielleicht ist das Buch, was den Schreibstil betrifft, nicht immer ganz perfekt. Aber es ist ausgesprochen fesselnd und faszinierend! Es hat Spaß gemacht das Buch zu lesen! Und das Ende macht sehr neugierig auf den zweiten Band 2.

    Rezension von Heike Rau

    Sara Wolf
    Heartless, Band 1 – Der Kuss der Diebin
    480 Seiten, gebunden
    Ravensburger Buchverlag
    ISBN-10: 3473401781
    ISBN-13: 978-3473401789
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    ... | Kommentare deaktiviert für Sara Wolf: Heartless, Band 1 – Der Kuss der Diebin | Kategorie Fantasy, Jugendliteratur |

    Ulrich Woelk: Der Sommer meiner Mutter

    Von Claudine Borries | 25.Januar 2019

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    Die Erzählung führt uns in die Mitte der sechziger Jahre an den Rand einer kleinen Stadt bei Köln: hier lebt das Ehepaar Ahrens in einem neu gebauten Einfamilienhaus mit Doppelgarage und Waschbetonterrasse. Tobi, der Sohn und Icherzähler, ist 11 Jahre alt. Schon bald ziehen neue Nachbarn ein. Sie stellen sich vor als Ehepaar Leinhard mit Tochter Rosa, die mit ihren 12 Jahren schon mitten in der Pubertät steckt.

    Die sechziger Jahre werden mit diesen beiden Familien, ihrem Leben, ihren Gedanken und ihren Lebensformen vom Autor kolossal gut charakterisiert. Geht es doch darum, über Verklemmung und Fortschritt zu berichten.

    Die Eheleute Leinhard verkörpern die intellektuelle Elite ihrer Zeit mit Adorno, Bloch und der Frankfurter Schule. Professor Leinhard lehrt Philosophie und ist Vertreter einer glühenden Weltbesserung. In den abendlichen Unterhaltungen wird viel vom Geist der damaligen Zeit spürbar. Ein wenig Salonkommunismus spielt in die Gespräche hinein.

    Das Ehepaar Ahrens lebt in wirtschaftlich guten Verhältnissen, ist aber sexuell verklemmt, was auch dem Sohn aus nächtlich belauschten Gesprächen seiner Eltern ein wenig spürbar wird. Er kennt sich aber mit der Sexualität noch nicht so aus, denn seine Interessen liegen eindeutig bei der Erforschung des Weltraums.

    Herr Ahrens ist ein liebevoller und partnerschaftlicher Vater für seinen Sohn und hält dennoch die Generationenschranke ein, “weil Kindheit schön ist“.

    Als seine Frau der neuen Nachbarin nacheifert und Englisch lernen will, um wie diese Kriminalromane aus dem Englischen übersetzen zu können, ist er vollends ratlos! Was sollen die Freunde und Kollegen denken, da er doch gut verdient, und sie ihr Auskommen haben? Bürgerliche Wohlanständigkeit und eben solche Regeln vereinbaren sich schlecht mit der allgemeinen Aufbruchsstimmung hinzu mehr Freizügigkeit in allen Bereichen.

    Mit dem Zusammenspiel der beiden Paare wird eine leicht erotisierende Stimmung erzeugt, die auch die beiden Kinder zusammenführt.

    Woelk lässt die Zeit der sechziger Jahre neu erstehen. War es doch der Beginn gesellschaftlicher Umwälzungen in Form von Demonstrationen gegen den Vietnamkrieg, Befreiung der Frauen aus sexueller und wirtschaftlicher Abhängigkeit und ganz allgemein in weiten Kreisen auch Befreiung aus bürgerlichen Zwängen. Kindern wurde Freizügigkeit gewährt, und die Formen pädagogischer Allmacht lösten sich auf. Jeder wollte auf seine Weise an der allgemeinen Aufbruchsstimmung teilhaben.

    Aus der Perspektive des 11 jährigen erscheinen die Beobachtungen teilweise naiv und sind von Ahnung, Unwissenheit, Hoffnung und Neugierde gekennzeichnet. Die Sätze sind knapp und kurz und zuweilen in ihrer Naivität auch drollig.

    Dass die Geschichte einen unerwarteten und tragischen Ausgang nimmt, lässt sich zu Beginn nicht ahnen. Alles in Allem ist es Ulrich Woelk gelungen, ein Zeitkolorit mit adäquaten Stimmungsbildern zu erfassen. Das Büchlein ist konzentriert und inhaltsreich und sehr empfehlenswert!

    Ulrich Woelk
    Der Sommer meiner Mutter
    189 Seiten, gebunden
    C.H.Beck, Januar 2019)
    ISBN-10: 3406734499
    ISBN-13: 978-3406734496
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