Warum siehst du so traurig aus?
Möcht dir die Sorgenfalten streichen
aus deinem lieben Gesicht heraus.
Wie zaubre ich in deine Augen
das Lächeln aus vergangener Zeit?
Komm, lass uns jetzt an Träume glauben.
Du kannst noch Glut im Herzen spüren,
gedenkst du all der schönen Stunden,
nimm meine Hand und lass dich führen.
Ich bring dir doch die Jugendzeit:
die Kinderjahre, Sonnenschein
den Regenbogen, Zärtlichkeit.
Erinnere dich! Was war denn schön?
Liefst barfuß du auf grüner Wiese
und hast den Störchen zugesehn?
Gib her die Finger, lass uns laufen
den Strand entlang, mit nackten Füßen,
Wasser riechen, im Sand uns raufen.
Ungebremste Lebensfreude,
herrlich war die Sommerzeit,
drum spür die Sonne hier und heute.
Der Duft der Blumen, diese Pracht,
bunte Fülle – zum Verlieben,
gepflochtnen Kranz ins Haar gebracht.
Die erste Liebe, weißt du noch?
Das Herz zersprang vor wilder Lust,
süßer Schmerz – erinnre dich doch.
Der Mond, er glänzte wunderbar,
nie schien die Sonne jemals heller,
die Nächte – ach, so sternenklar.
Und Schneegestöber, Schlittenfahren,
Eiskristalle an den Scheiben,
Schneeballschlacht vor vielen Jahren.
Weihnachtszeit - welch große Freud.
Die Wünsche schienen riesengroß –
doch wie anders ist es heut.
Was du erlebt hast, wird immer bleiben,
auch Lebenslust und Glücklichsein!
Drum schließ die Augen – lass dich treiben...
Herzlichen Dank an Heidrun, die versucht hat, mir den Jambus nahezubringen.
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Ich schließe meine Augen, um zu sehen. (Paul Gauguin)
inhaltlich sehr schön und berührend - metrisch einige Hopser und für den Reim etwas ungelenk klingende Formulierungen wie z.B.
Möchte streichen deine Sorgenfalten
aus deinem lieben Gesicht heraus.
>> hier vielleicht
Streichen möcht ich die Sorgenfalten
aus deinem lieben Gesicht heraus
zaubern möcht ich in deine Augen
ein Lächeln wie in alten Zeiten
komm, lass uns wieder an Träume glauben
>>herausstreichen klingt aber auch nicht so gut - mir fällt auf "aus" aber jetzt grad auch kein besserer Reim ein...
Kannst du die Wärme im Herzen spüren
wenn du denkst an die erlebten Stunden?
>> hier vielleicht
erinnernd dich an erlebte Stunden?
in bunter Fülle - zum Verlieben
gebundenen Kranz ins Haar gebracht.
>> hier für offeneren Klang vielleicht:
gebundene Kränze ins Haar gebracht
>>alles nur Vorschläge...
LG, Rhea
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...Seele, bist du nun erwacht?...Und sie zittert, und sie lacht allen Himmelssternen zu... (Hesse)
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Estrella fugaz Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jan 2010
erste Änderung.
Möcht streicheln, statt streichen - wie findest du das?
Zaubern will ich, habe ich genommen, weil ich sonst "möchte" doppelt hätte. Erinnernd dich an erlebte Stunden geht nicht, "erinnern" würde sich in der folgenden Strophe wiederholen. Oder ich müsste das dort dann abändern.
Lieben Gruß,
Estrella
Erinnerungen (nach einem Besuch im Altenheim)
Warum siehst du so traurig aus?
Streicheln möcht ich die Sorgenfalten
aus deinem lieben Gesicht heraus.
Zaubern will ich in deine Augen
ein Lächeln wie in alten Zeiten.
Komm, lass uns wieder an Träume glauben.
Kannst du die Wärme im Herzen spüren
wenn du denkst an erlebte Stunden?
Nimm meine Hand und lass dich führen.
Ich bring dir doch die Jugendzeit
die Kinderjahre und Sonnenschein
den Regenbogen aus der Vergangenheit.
Erinnere dich! Was war denn schön?
Liefst barfuß du auf grüner Wiese
und hast die Störche auch geseh´n?
Gib mir die Hand und lass uns laufen
den Strand entlang, mit nackten Füßen
das Wasser riechen, im Sand uns raufen.
Ungebremst die Lebensfreude
so herrlich war die Sommerzeit.
Spürst du die Sonne hier und heute?
Der Duft der Blumen - diese Pracht
in bunter Fülle - zum Verlieben
gebundene Kränze ins Haar gebracht.
Die erste Liebe, weißt du noch?
Das Herz zersprang vor Begeisterung
der süße Schmerz - erinnere dich doch!
Der Mond, er glänzte wunderbar
nie schien die Sonne jemals heller
die Nächte - ach, so sternenklar.
Schneegestöber, Schlittenfahren
Eiskristalle an den Scheiben
Schneeballschlacht vor vielen Jahren.
Weihnachtszeit - welch eine Freude
der Wunschzettel war ellenlang
doch wie anders ist es heute.
Was du erlebt hast, wird immer bleiben!
Verbundenheit, Lebenslust, Glücklichsein.
Schließ die Augen und lass dich treiben!
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Ich schließe meine Augen, um zu sehen. (Paul Gauguin)
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Rhea_Gift Häufig gelesener Autor
Registriert: Apr 2003
streicheln klingt besser - und mit der Wiederholung bei erinnern hast du recht - hab ich in dem Moment nicht dran gedacht...
LG, Rhea
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...Seele, bist du nun erwacht?...Und sie zittert, und sie lacht allen Himmelssternen zu... (Hesse)
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Heidrun D.
Guest
Registriert: Not Yet
Liebe Estrella,
dir ist ein herzergreifendes Gedicht gelungen, wie wir es hier nicht oft zu lesen bekommen - zum Heulen schön. Und deshalb hast du auch schon eine gute Wertung erhalten.
Metrisch zeigst du noch ein paar Mängel, aber man lernt das halt nicht in 4 Wochen ...
Ich stelle dir jetzt mal eine "geglättete" Version ein, die manches leicht verändert, aber hoffentlich den Kern deines so lieben Gedichts erhält:
quote:Erinnerungen (nach einem Besuch im Altenheim)
Warum siehst du so traurig aus?
Ich möchte deine Sorgenfalten
stirnwärts streichen, ganz heraus.
Wie zaubre ich nur in deine Augen
das Lächeln aus vergangner Zeit?
Komm, lass uns jetzt an Träume glauben.
Du kannst noch Glut im Herzen spüren,
gedenkst du all der schönen Stunden,
nimm meine Hand und lass dich führen.
Ich bring dir doch die Jugendzeit:
die Kinderjahre, Sonnenschein
den Regenbogen, Zärtlichkeit.
Erinnre dich! Was war denn schön?
Liefst barfuß du auf grüner Wiese
und hast den Störchen zugesehn?
Gib her die Finger, lass uns laufen
den Strand entlang, mit nackten Füßen,
das Wasser riechen, Schiffe taufen!
Ungebremste Lebensfreude,
herrlich war die Sommerzeit;
drum spür die Sonne hier und heute,
den Duft von Blumen - jene süße
bunte Fülle - zum Verlieben,
geflochtnen Kranz ins Haar gebracht.
Die erste Liebe, weißt du noch?
Das Herz zersprang vor wilder Lust
und süßem Schmerz – jedoch
der Mond, er glänzte wunderbar;
nie schienen Sterne jemals heller,
die Nächte - ach, so herrlich klar.
Und Schneegestöber, Schlittenfahrten,
Eiskristalle, Silberscheiben,
Schneeballschlacht vor vielen Jahren.
Weihnachtszeit - welch große Freud.
Die Wünsche schienen riesengroß -
wie anders ist das heut.
Was du erlebt hast, wird dir immer bleiben,
auch Lebenslust und Glücklichsein!
Drum schließ die Augen - lass dich treiben ...
Du siehst, ich habe nur den Rhythmus verändert, nicht aber in jedem Vers die Silben gezählt. - Mittlerweile wird so etwas auch von vielen akzeptiert.
Ich wünsche dir einen schönen Samstag
Heidrun
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