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Leselupe.de > Erz├Ąhlungen
Kurzgeschichten
Eingestellt am 10. 10. 2002 10:42


Autor
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Ankurei
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Oct 2002

Werke: 7
Kommentare: 1
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(Auszug aus "Der Hobbykiller)


Vorwort


Darf ich mich kurz vorstellen? Ich bin der Bogumil, genannt „Bogi“, ein Papageienherr, der Rasse Amazonen entstammend. Bevor ich mir ├╝ber die Farbe meines sp├Ąteren Federkleides schl├╝ssig wurde, befragte ich renommierte Designer und Fummelhersteller, tendierte von pink ├╝ber anthrazit, entschied mich letztendlich jedoch f├╝r ein frisches apfelgr├╝n. Als besonderen Farbtupfer habe ich mir eine gelbe Haube bestellt, die ich voller Stolz auf meinem Haupte trage.

Gezeugt wurde ich in einem Beamtenhaushalt, beh├╝tet vom Z├╝chter meines Vertrauens, verscherbelt an Leute mit einem gewissen Know-how, jedoch ohne auch nur den geringsten Schimmer davon, wie man mit Papageien umgeht. Na klar, es h├Ątte alles noch viel katastrophaler kommen k├Ânnen, zumal es sogar Krummschn├Ąbel geben soll, die in K├Ąfigen „gehalten“ werden, doch h├Ątte ich mir mein sp├Ąteres zu Hause selbst aussuchen k├Ânnen, w├Ąre ich mit Sicherheit bei Menschen eingezogen, die zumindest ein Schlo├č ihr eigen nennen und ├╝ber Horden von Dienstpersonal verf├╝gen.

Ich schl├╝pfte im Jahr 1992 und feiere in K├╝rze mein zehntes Wiegenfest, wozu ich schon jetzt herzlich einlade. Zu meinem Familienstand gebe ich freiwillig an: „verheiratet“, denn mit der Wahrheit f├Ąhrt man bekanntlich noch immer am besten. Meine Frau, die ich mit „Pyka“ anrede, ist ein wenig j├╝nger, so wie das bei Herren meines Schlages an der Tagesordnung zu sein scheint. Auch wenn ich der Ansicht bin, da├č Hennen lediglich dazu bestimmt sind, Eier zu legen sowie sich um die Federpflege ihrer H├Ąhne zu k├╝mmern, mu├č ich eingestehen, nach neun Jahren noch immer kinderlos zu sein. An mir liegt’s nat├╝rlich nicht, da├č sich kein K├╝kensegen einstellen will – versteht sich ja wohl von selbst.

Pyka ist Hessin, w├Ąhrend ich meinen Geburtsort Berlin auch als Wohnort beibehielt. Wir leben in einem Mehrfamilienhaus inmitten des ├╝blichen Gro├čstadtl├Ąrms, trotzdem umgeben von viel Gr├╝n, so da├č ich nicht auf graue Fassaden starren mu├č, wenn ich meine Blicke auf das Treiben in den Stra├čen richte.

Unsere Unterkunft soll aus einem ehemaligen Wintergarten entstanden sein, um den meine selbsternannte Chefin noch immer trauert, zumal sie behauptet, ausgerechnet in diesem Winkel der Wohnung ihr Gl├╝ck gefunden zu haben. Nun ist es aber zu sp├Ąt daf├╝r. Die Sache ist sozusagen „gegessen“, denn nun verf├╝gen Pyka und ich ├╝ber die Wohnfl├Ąche und atmen manchmal direkt auf, wenn die Schiebet├╝r hinter uns geschlossen wird. Ab und zu braucht auch ein Vogel mal sein Privatleben ohne die st├Ąndige Anwesenheit des Personals.

Vorgestellt habe ich mich – spontan fallen mir in diesem Zusammenhang auch keine gravierenden Einzelheiten mehr ein.

Auf den folgenden Seiten k├Ânnt ihr gleich lesen, womit sich ein vielbesch├Ąftigter Papagei so alles herumschlagen mu├č. Hei├čt es nicht „lerne klagen, ohne zu leiden“ oder habe ich da was durcheinander gebracht?














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Sirod
Guest
Registriert: Not Yet

Papageien

Liebe Ankurei,

ich habe selbst auch Papageien und lebe ebenfalls in Berlin (Mitte). Gern w├╝rde ich Sie einladen, meine (braven) V├Âgel zu besuchen.

├ťber ein Mail w├╝rde ich mich sehr freuen,
m.f.G.,
Sirod

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