du kamst mit den Flüssen
den treibenden Sand noch im Ohr
in der Locke das Algengeflecht
ein Firnis aus Muscheln und Schilf
haftete auf deiner Haut
du brachst
vom Land dir ein Stück
unbekümmert um geltendes Recht
nichts ahnend von Kompass und Kurs
doch beharrlich von Anfang an
und in deine Faust gepresst
ein Versprechen auf hellere Zeit
du gabst mir die Hand
lehrtest mich da zu sein
mein Kind
was bin ich schon
ohne dein schlagendes Herz
dein Gedicht finde ich sehr berührend, klangschön und sprachlich gelungen. Die Stringenz der Bilder wirkt professionell.
Lediglich eine winzige Mäkelei möchte ich unterbringen: zweimal "- recht" ist mir einmal zuviel. - Vielleicht kannst du noch ein gutes Synonym für "aufrecht" finden (evtl. "standhaft" oder etwas mit "steil")?
Herzliche Grüße
Heidrun
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Rhea_Gift Häufig gelesener Autor
Registriert: Apr 2003
Hallo Heidrun,
hab mich sehr gefreut über deine Antwort. Ist schon recht, wenn du nach lobenden Worten auch noch mäkelst: wiederholtes recht - das werd ich wohl ändern, da muss ich nochmal in mich gehen.
lg wüstenrose
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wüstenrose Häufig gelesener Autor
Registriert: Jan 2010
Hallo Rhea,
danke für den lächelnden Knirps!
an die von dir erwähnte Stelle werd ich wohl nochmal rangehen. Das von Heidrun eingeworfene "steil" beschäftigt mich, vielleicht:
und dein Fähnchen steil
im Wind von Anfang an
... was ich sagen will, geht mehr in die Richtung: dem Wind ausgesetzt sein. "Gegen den Wind gestellt" geht mir eine Spur zu weit, danke für's Gedankenmachen.
werd das nochmal in Ruhe angehen...
lg wüstenrose
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Rhea_Gift Häufig gelesener Autor
Registriert: Apr 2003