Neulich schlendere ich durch meine Bibliothek. Suche nach einem passenden Buch, welches mir hilft bei der Auswahl, bei der Pflege, Ernte und Vermehrung von Kräutern. Eines, welches das alles am Besten gleich noch selbst macht, statt bloß zu helfen.
Plötzlich entdecke ich da ein Büchlein und traue meinen Augen kaum! Vorsichtig schaue ich nach links und vorsichtig nach rechts, nach oben und unten auf der Suche nach einer versteckten Kamera. Was passiert, wenn ich einfach zugreife, zur Ausleihe gehe, das unheimliche Buch und meinen Bibliotheksausweis hinlege? Werde ich vielleicht vor der Bibo festgenommen oder erst zu Hause? Ist das ein Test der Drogenbehörde?
Ich greife zu und nichts passiert. Ich komme sogar unbehelligt zu Hause an. Hole mir ein Bier und stelle ein zweites kalt. Setze mich und lerne alles über Sorten, Menge und Qualität des Saatguts. Über Keimung, Anbau im Freien und den Innen-Anbau. Spannend wirds beim Geschlechterkampf der zweigeschlechtlichen Pflanze (hier dreht sichs mal nicht um Zuhören oder Einparken). Letztlich gehts noch um Ernte und Weiterverarbeitung.
Inzwischen habe ich schon das zweite Bier geöffnet, das dritte im Kühlschrank eingeparkt und spüre die Wirkung des Genussmittels. Fantastisch! Ich blättere zur nächsten Seite und finde immer lustiger, was ich da lese, ein richtiger Schenkelklopfer. Ist ja auch witzig geschrieben, dieser ‘Leitfaden zum Hanfanbau in Haus, Hof und Garten’ von Katja Behrens.
Der Morgen danach. Ich liege im Bett und pflege meine Haarwurzelentzündung. Die Bilanz des letzten Abends: ich habe drei Bier, zwei Schnäpse und ohne mit der Wimper zu zucken eine Fliege gekillt. Aber eine Sache lässt mich erleichtert aufatmen: ich habe nichts mit Einstiegsdrogen am Hut, die mich erst lustig und dann hemmungslos werden lassen! Zitat eines Zitats aus dem Leitfaden: ‘…Diejenigen, die süchtig nach Marihuana sind, verlieren nach einem anfänglichen Gefühl von Lustigkeit bald jegliche Hemmung. Sie werden zu bestialischen Dämonen, voll irrer Lust zu töten…’
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Anmerkung: Ich habe keine Ahnung, wie das im Buch beschriebene Zeugs wirkt, ob es zugelassen oder verboten gehört. Hanf ist eine Nutzpflanze (gewesen), aus der man Papier, Fasern für Kleidung, Seile, Medikamente, aber eben auch Haschisch (aus dem Harz) und Marihuana (aus Blüten und Blättern) herstellt(e). In den dreißiger Jahren wurde der Hanfanbau verboten. Laut Leitfaden deshalb, weil amerikanische Firmen wie DuPont ihren Profit bedroht sahen. Es ging um die Papierherstellung aus Holz oder eben Hanf, um Fasern aus Nylon oder natürliche Fasern. Es ging um die Ausschaltung von Konkurrenz.
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KaGeb
Foren-Redakteur Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Nov 2007
Sorry cutter, aber ich kann deiner Geschichte leider auch nichts abgewinnen, da schließe ich mich flammarions Meinung an.
Prinzipiell müsstest du dich m.M.n. auf eine Zeitzone festlegen:
quote:Neulich schlendere ich durch meine Bibliothek.
"Neulich" bedeutet eigentlich "Vergangenheit", doch "schlendere" bringt den Text wieder in die Gegenwart. Vielleicht wäre es besser, den gesamten Text in "Vergangenheit" zu schreiben. Z.B.: Neulich schlenderte ich durch eine Bibliothek ...
quote:Suche nach einem passenden Buch, welches mir hilft bei der Auswahl, bei der Pflege, Ernte und Vermehrung von Kräutern. Eines, welches das alles am Besten gleich noch selbst macht, statt bloß zu helfen.
Vielleicht besser (als kleine Idee): Suchte nach einem Buch über Kräuter. Auswahl, Pflege, Ernte und Vermehrung. Und womöglich mit Adressen von Gärtnern, die leidenschaftlich ihrem Hobby frönten - und zur kostenlosen Demonstration ihrer Begabung fremde Gärten suchen ...
Verstehst, was ich meine? Du müsstest versuchen, den Witz nicht in die Formulierungen zu bringen, sondern in die Aussagen.
Nur so paar Ideen,
LG, KaGeb
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cutter Nennt-sich-Schriftsteller
Registriert: Feb 2010
Eine Frage an die Alteingesessenen habe ich: wieso sieht man als Gast nur den letzten Kommentar unter einer Geschichte? Ich wurde von vielen Neugierigen angesprochen, die gern alle Kritiken lesen wollten.
Überhaupt finde ich die Bedienung der "Leselupe" extrem gewöhnungsbedürftig. Zum Beispiel ist der Chat offenbar eher ein Platzhalter, als eine sinnvolle Einrichtung.
>Zur Zeit im Chat: Niemand< scheint fest eingemeißelt zu sein.
ich finde es leider auch weder komisch noch satirisch. Es wirkt bemüht auf mich.
Eines, welches das alles am Besten gleich noch selbst macht, statt bloß zu helfen.
Hier dachte ich mir, geht’s hier um einen ausgemachten Faulpelz oder soll das was mit Zauberei werden?
Plötzlich entdecke ich da ein Büchlein und traue meinen Augen kaum!
Jetzt frag man sich ziemlich lange: „Ja warum traut er denn seinen Augen kaum? Was ist denn daran so besonders. Muss ja wirklich ein höchst bemerkenswertes „Büchlein“ sein!“.
Ich greife zu und nichts passiert. Ich komme sogar unbehelligt zu Hause an.
Irgendwie versuchst du mit solchen Sätzen eine Spannung aufzubauen, die aber im ganzen Text nicht gerechtfertigt wird.
Am Ende blieb ein Stirnrunzeln bei mir mit der Erkenntnis: „Aha, ein Hanfbuch, ja gut.“
Gruß
Thys
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Ja, is denn scho Weihnachten?
(F. Beckenbauer)
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