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Leselupe.de > Fremdsprachiges und MundART
Mir fehld die A5 - Folge 1
Eingestellt am 04. 06. 2010 01:27


Autor
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Raul Reiser
Festzeitungsschreiber
Registriert: Aug 2008

Werke: 53
Kommentare: 160
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Mir fehld die A5
isch brauch se ned mehr
bin dausend Mal die Streck gefahre
dahin, wo die viele Kirschbäum ware

Steh jetz uff de Brück von Kalsruh rum
unn guck denne ganze Audos zu
Die fahrn all dahin
Wo isch nix mehr hab und nix mehr bin

Die A5 habbe se damals neu gebaud
Dafür hadde mer'n rischdische Baggersee
ohne Chlorwasser, Aufsichd, unn 18 Uhr raus
des war e Stügg Freiheid, Nadur unn schee

Mir sinn die A5 hoch unn runner gefahre
aus Kaff's, die dod und langweilisch ware
Die Fahrde war'n meisdends des Allerbesde
De Resd nur Suff,
mir kaame ned druff
Dass, was uns gefehldt had,
Ned uff de A5,
odder de rischdische Ausfahrd war
E paar war'n dod nach denne paar Jahr.

Des iss abber eigendlisch ned so wischdisch
Steh uff de A5 Brück unn gugg de Audos zu
fahr'n wo vorbei, des war ma so rischdisch
des Haus jedz leer, über'm Gadde nur Ruh

Kein Grund meer, da noch hin zu fahre
Wo Heimad war unn Kriesch für Jahre
Bin abgehaue dann zuledzd
Nie Fuss gefassd und irschendwie
Was mier viele Freunde saache
Bregrenzd erträschlisch,
final verledzd






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Marlene M.
Guest
Registriert: Not Yet

mir gefällt dein Werk sehr gut, lieber Raul.
Die A5 als totes Stück Strasse, als Bild für das Leben, für die Veränderung, die verletzt und einsam machen kann.
Erinnerungen verwoben mit dem Bild der Starße, Landschaft, das sich durchs ganze Werk zieht.
Der Dialekt ( Hunsrück?)macht es athentischer, lebhafter.
Allein der Schluß passt nicht so recht für meinen Geschmack. ich würde es mit dem Bild der Straße ausklingen lassen, die Verletztheit vielleicht am Bild von baustellen oder Schlaglöschern festmachen. Also lyrisch ausklingen lassen.
Vielleicht Geschmacksache.
LG von Marlene

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