Der Tresen trägt Trauer, trägt uns und den Tag
zu Grabe, zu langsam und dauernd und doch
zu Louis und Wonderful World, und ein Blag
zerschmettert so spät noch dies Fest hier im Loch,
die Andacht mit Lachen von draußen, mit Ha,
mit Hi und dem Mist, der noch aufrichtig ist;
und Jacques brellt tatsächlich sein «Ne me quitte …» Pah!
Verpiss Dich, du Kind und du elende Frist!
Du Fehlende frisst mich noch auf … Ach, verdammt,
ich denk nicht an dich. Nein, ich denk nicht an dich.
Nicht hier zwischen Tod, zwischen Kotze und Samt.
Hier lass mich doch siechen – hier lasse mir mich.
Ich habe das Gefühl, nur die Hälfte von dem verstanden zu haben, was ich gelesen habe, aber ich habe wirklich viel gefühlt, als ich gelesen habe, und - "Du Fehlende frisst mich noch auf" - plötzlich reißt du ganz schön viel in mir wieder auf.
Ich weiß garnicht, ob das jetzt für meine Stimmung so gut ist, aber das Werk, das Werk - wenn es so viel verursacht, dann kann es nur gut sein.
Wow.
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Bernd
Foren-Redakteur Routinierter Autor
Registriert: Aug 2000
Erinnert mich an Rühmkoff!
Hallo Nostuga!
Atmosphärisch schön konturiert, glaubhaft (für mich das Wichtigste!) Einer der seltenen Texte wo die Form mittel zum Zweck erscheint...der Inhalt wohltuend im Vordergrund bleibt und sich in einer Symbiose offenbahrt die vielmehr ist als ihre einzelnen Bestandteile...eben poetische Dichtung!
ich freue mich mit Dir, daß Dir soetwas in der Wahrnehmung auf diese Art begegnet und Du den Schneid (und das Können) hast es auch so zu formulieren!...deins, ohne Befürchtungen...trifft man selten in Lyrikforen.
für ein Moment neben dem LI sitzend
gitano
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Ich aber trank, gebannt und gleichsam wie im Wahn aus Ihren Augen wie ein Himmel im Orkan...die Süsse, die entzückt, die Lust, die Tod bereitet(Charles Baudelaire)
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