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Sehnsucht
"Ich bin in Sehnsucht eingehüllt ..." - ein Thema der Lyrikerin Selma Meerbaum-Eisinger (1924-1942), das mich sehr berührt.
Ein Mensch ohne Sehnsüchte ist nackt, ihm ist kalt. Er hat nichts, an das er sich anschmiegen, in das er hineinkriechen kann, in dem ein Geborgensein entsteht. Das Sich-Sehnen hört auf, die Träume sterben, das Leben wird grau.
Eingehüllt in Sehnsucht, welch wunderbares Bild: Sehnen erweckt Hoffnung, öffnet die Augen, weitet das Herz, bringt Licht in finstere Gedanken, kein grelles Licht - sanftes, wärmendes Leuchten. Es wird aus dem Herzen geboren, strömt, bildet eine Aura. Ich sehe sie deutlich vor mir, ich will sie malen - in allen warmen Tönen der Farbskala. Die Sehnsucht ist keine Flucht, kein Sich-Hinwegträumen - die Aura wird durchlässig, ein wundersam feines Spiel der Farben, luftig, bewegt, lebendig.
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"Poesie tritt oft durch das Fenster der Unwesentlichkeit ein." M.C. Richards
Version vom 11. 07. 2010 15:19 Version vom 13. 07. 2010 19:02
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