Manchmal ist der Vogone
groß in mir.
Dann will es raus,
einfach nur raus in die Welt.
Oh, du Stern du.
Oh, du Stern
Du.
Starrst mich an,
mit starrem Silberblick,
als ob du mich nur kennest.
Es scheint, als trüge Absicht
dein Geleuchte.
Mir zu dienen, im inneren Gedäuchte.
Dann öffne ich das Groß-
und auch das kleine Hirn,
und ode in die Welt hinein.
Beleuchte in Gedanken das Gedäuchte,
und flieg´ mit starrem Silberblick,
hinein in dein Geleuchte.
Dort ist es hell, so hell und warm,
dass man die Kleidung gar nicht bräuchte.
Man könnte nackt, wie Glodistan einst
einen schuf, in Mördermeeren baden.
Sich mit schlüpfrig moden Würmern aalen,
und zum Dank fürs inspirierische Gedäucht
den ein und andren Wurm im Wurmfortsatze
widerhaken – für zwei oder drei Jahre bald.
Dort würde er in meinem Safte gehen und gehen,
um dir am Ende, du großes Glodistan,
das schleimig restliche Getier zu übergeben.
Es soll dienen dir.
In deinen Magen-Darm-Sekreten schwimmen,
und all das Ungetier, dass du gefrasst und frasst,
zersetzen.
Oh Stern,
du Stern du.
Es reicht mir nun.
Dein ewiges Geblitze blendet mich
und meinen hellen Geist.
Drum leuchte nun ein letztes Mal,
bevor ich dich vernichte.
Wie du wohl schmackest,
so pulverisiert und kleingehackt?
Ob wohl dein ausgelöschtes Licht
in mir wieder leuchte? Wenn es zum Kern vordringt.
In dies große Seelenlicht, das mich beleuchtet.
Den letzen großen Dichter dieser kalten dunklen Welt.
Wir werden sehen.
Oh ja...wir werden sehen.
Bearbeiten/Löschen ebook Druckversion
Bernd
Foren-Redakteur Routinierter Autor
Registriert: Aug 2000
Ja, die Vogonen. Gefährlich für alle, denen sie begegnen.
Vogonische Dichtkunst.
Es soll die zweitschlechteste im All sein - sie soll auch vernichtend wirken bei Lesungen.
Aber Vogonen halten sich für groß und bedeutend.
So ist auch dieses Werk eine schöne Erweiterung vogonischer Dichtkunst.
Otto schaffte es, ein neues Werk aus dieser Gattung zu schaffen.
Vogonische Dichtkunst ist besser als ihr Ruf.
---
Ein Wettbewerb in vogonischer Dichtkunst wäre ein schönes Andenken an Douglas Adams.
__________________
Copy-Left, samisdada
Bearbeiten/Löschen
Otto Lenk Routinierter Autor
Registriert: Nov 2001
Mit der vogonischen Dichtung ist das so eine Sache:
Ich lese:
„Manchmal ist der Vogone groß in mir.“
Das kann heißen:
„Der Vogone ist immer in mir, manchmal wird er groß und dann muss es raus...“
oder
„Manchmal nur ist der Vogone in mir, aber dann groß und dann muss es raus...“,
jedenfalls kam es raus, bzw. „odete es in die Welt hinein“ von Glodistan, Mördermeeren, schlüpfrig moden Würmern und einem zu verdauenden Stern, der evtl im Kern wieder leuchtet, obwohl es doch im „letzten großen Dichter dieser kalten dunklen Welt“ groß seelenleuchtet.
Vielleicht sollte ich mich auch mal per Anhalter durch die Galaxis schlagen.
Welch’ Glück, dass wir hier in „Humor & Satire“ sind, „...denn die vogonische Dichtkunst ist die drittschlechteste im Universum“.