leselupe.de Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   4297
Themen:   66423
Momentan online:
6 Gäste und 2 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?

 Leselupe Werke   Werke suchen
Foren-Übersicht
Prosa-Foren
Lyrik-Foren
Das Beste
Das Neueste
Werke des Monats
Die LL empfiehlt
Schreibwerkstatt
Diskussionsforen
Anonymus

 Leselupe Service
Anthologien u. Reihen
Ausschreibungen
Fan-Shop
Für Webmaster
Lektorat
Neues von der LL
Rezensionen
Literatur-Webkatalog


Leselupe.de > Kurzgeschichten
der Nebelmann (gelöscht)
Eingestellt am 14. 09. 2009 17:55


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Gernot Jennerwein
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Oct 2008

Werke: 97
Kommentare: 793
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Gernot Jennerwein eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Der Text wurde vom Autor gelöscht.
Gemäß den Forenregeln bleiben die Kommentare jedoch erhalten.

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Retep
Häufig gelesener Autor
Registriert: Jun 2008

Werke: 41
Kommentare: 658
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Retep eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Morgen Gernot,

eine Kurzgeschichte ist es wohl nicht, aber deine Erzählung gefällt mir.
Bildhaft zeigst du, beschreibst mit Hilfe vieler Adjektive, die aber hier passen.

Ein paar kleine Anmerkungen:

quote:
Zärtlich hauchte sie: „Brauchst du einen Platz, wo du dich wohlfühlst?“
- streichen ?

quote:
Das mittelgroße Schiff fuhr irgendwann damals zur See, es musste lange her sein.
- war irgendwann mal zur See gefahren? (damals streichen?)

quote:
Fischgräten mit erbärmlichen Schmerzen,
?

quote:
und die Kiemen voller Sand steckten.
- und dessen Kiemen voller Sand steckten ?

quote:
Es war das Sanatorium seiner Begierde.
?

quote:
und seine Samenstränge spuckten aus, was er vom Leben bisher bekommen hatte.
- nichts ?

quote:
Am nächsten Morgen hing er am Mast und ein paar Leute blickten wohlwollend zu ihm hoch. Eine Silbermöwe ruhte auf seiner Schulter und spielte mit seinem Haar und einem seiner Augen. Bernadette saß, wie ein trauriges Walross darunter und weinte. Der Fischer streichelte ihr Haar und schwieg wie damals, als der Nebelmann noch lebte und etwas später dann, da küsste er sie.
- diesen Schluss finde ich sehr gelungen

Sehr gerne gelesen.

Gruß

Retep
__________________
>Die Kritiker nehmen eine Kartoffel, schneiden sie zurecht, bis sie die Form einer Birne haben, dann beißen sie hinein und sagen: „Schmeckt gar nicht wie Birne.“< (Max Frisch)

Bearbeiten/Löschen    


Gernot Jennerwein
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Oct 2008

Werke: 97
Kommentare: 793
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Gernot Jennerwein eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

siehst du @look closer, das meinte ich mit genial, Retep zeigt schon einige Fehler auf.

hallo lieber Retep

freut mich, dass es dir gefällt.

zum Text:

quote:
Zärtlich hauchte sie: „Brauchst du einen Platz, wo du dich wohlfühlst?“

- streichen ?

Ich hab den Satz etwas geändert. Ich denke, der Satz ist wichtig, weil ich die Erzählperspektive wechsle.

quote:
Das mittelgroße Schiff fuhr irgendwann damals zur See, es musste lange her sein.

- war irgendwann mal zur See gefahren? (damals streichen?)
geändert

quote:
Fischgräten mit erbärmlichen Schmerzen,
ich hab's so gern skurilspinnig

quote:
und die Kiemen voller Sand steckten.

- und dessen Kiemen voller Sand steckten ?
geändert

quote:
Es war das Sanatorium seiner Begierde.
geändert

quote:
und seine Samenstränge spuckten aus, was er vom Leben bisher bekommen hatte.
hab ich geändert in: "und seine Samenstränge spuckten aus, was er vom Leben bisher bekommen hatte - etwas Eiweiß und ein bisschen warmen Wind."

Ich dank dir Retep, und feine Sache, wenn dir der Schluss auch so gut gefällt wie @look closer.

liebe grüße
gernot

Bearbeiten/Löschen    


bluefin
Guest
Registriert: Not Yet

lieber @gernot,

schilderungen aus dem prekären milieu können durchaus berühren, wenn die sprache den bildern entspricht und nicht übertrieben wird. insgesamt ist dir das hier durchaus gelungen.

leider bist du, wie schon öfters bemerkt, sprachlich nicht immer ganz auf der höhe (scheiß-konjunktive!) und kommst zudem immer wieder mit details an, die nicht ganz stimmig sind. sowas versaut jenen, die texte genau lesen, immer wieder die stimmung, die du (keinswegs immer erfolglos!) zu erzeugen bemüht bist.

Beispiele:

quote:
Manchmal sprachen sprechen die Leute (noch) von ihm. Von dem Mann, der wie ein Geist im Hafen gelebt haben soll. Sie nannten ihn den Nebelmann.

Er sei nicht daran zerbrochen, weil ihm etwas genommen worden sei wäre, sagen sie, denn er hätte habe nie etwas besessen, nur sein Leben und eine dreckige Hose und ein paar Träume, die ihm die Menschen und die Ratten nicht hätten wegfressen können (ratten können jederzeit eine hose anknabbern). Er schlief habe im Park unter der Brücke geschlafen, und wenn es regnete(,) hinter den Containern in einer leeren Blechhalle der Konservenfabrik.



Zu seinem Boot solle er durch einen glücklichen Zufall gekommen sein. Bernadette, die anlehnungsbedürftig Händchen (welches denn?) gehalten haben solle, habe stundenweise als Buchhalterin beim Hafenmeister im Erdgeschoss gearbeitet. Er solle sie das erste Mal an einem Augusttag, an dem die Wellen hoch vor dem Kai brachen gebrochen hätten (in einem bodenseehafen??), gesehen haben. Er habe gerade unter dem Löwen von Lindau auf vergammelten Zeitungen geschlafen, als ihre Lippen ihn wachgeküsst hätten.

Wispernd fragte sie: „Möchtest du ein Zuhause, wo du dich wohlfühlst?“

Bernadette nahm ihn bei der Hand und sie gingen zu einem alten Segelboot. Das mittelgroße Schiff war irgendwann mal zur See gefahren die see ist immer das meer - also besser auf, über oder um den ~, es musste lange her sein. Der Anstrich war abgebröckelt und der Mast ragte wie eine rostige krumme Fahnenstange empor alte kleinsegler hatten nie eisenmaste, sondern hölzerne. Am Rumpf war vergilbt verwittert „Nebelkrähe“ und die Jahreszahl „1952“ zu lesen die jahreszahl steht eigentlich nie da, weder am bug noch am heck. sie ist hier zudem überflüssig, weil ja schon gesagt wurde, dass das schiff alt ist. da wir nicht erfahren, um welche zeit die geschichte spielt, ist das datum also belanglos.
oder:
quote:
Sie führte ihn kichernd unter Deck. Die Kajüte war klein und dreckig, die Luft reizte seine Schleimdrüsen schleimhäute. Es stank nach Öl und das Bullauge war (stumpf,) ein ödes Loch mit blinder Scheibe, die Pritsche koje notdürftig mit einem sauberen hieß es nicht vorher: dreckig? wieso ist ein sauberes laken in einem dreckloch was notdürftiges? La(c)ken überzogen und Bernadette fett und nackt. Es besser: sie war das Obdach seiner Begierde.
Bernadette kam fast jeden Abend auf das Boot. Ihre kalten Hände und der Zigarettenatem waren das die Einzigen in diesem schwülen Sommer, was die nicht schwitzten. Bevor die Sonne aufging, war sie wieder verschwunden, so wie der Dunst über dem Dreckwasser der bodensee hatte nie dreckwasser. die stuttgarter trinken es seit hundert jahren ohne beschwerden des Hafens. Tagsüber döste er der hafen? vor sich hin. Die Boote in der Nachbarschaft fuhren morgens raus und die Freizeitkapitäne legten ihm gegenüber eine schmierige Freundlichkeit an Tag, die seinen Magen rebellieren ließ.
Auf den Booten, die in seiner unmittelbarer Nähe vertäut waren, sah er die Spießer unmöglich! eine wertung durch dritte taucht plötzlich auf als edle dito Kapitäne verkleidet dito und ihre Weiber dito als kreischende Hautkrebsfinalistinnen dito, im übrigen ein blödsinniges wort mit ihren blassen Gören dito.

tipp, gernot: konjunktive üben und, wenn du mit indirekter rede arbeiten möchtest, diese stringent durchhalten, sonst wie der leser sehkrank. wenn du dich auf gebiete begibst, die dir nicht wirklich geläufig sind (der bodensee und seine segler sind's offenbar nicht), dann geh nicht zu sehr ins detail, weil sonst fußangeln und selbstschüsse drohen. autoritäre bewertungen von personen unbedingt vermeiden; wenn's dumm kommt, sagt dir ein walfisch am ende, dass der größte spießer deiner geschichte der penner selbst ist, weil der sich so schrecklich gewöhnlich verhält.

nichts für ungut und liebe grüße aus münchen

bluefin

p.s.: übrigens - im ejakulat eines gesunden mannes ist eiweiß das allergeringste. das meiste ist wasser, daneben die kohlenhydrate. das bisschen zelleiweiß mitsamt seinen (hoffentlich vielen) kernen zählt nicht.

Bearbeiten/Löschen    


4 ausgeblendete Kommentare sind nur für Mitglieder und nur mit eingeschaltetem Javascript erreichbar.
Zurück zu:  Kurzgeschichten Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.