kleine welten die sich auftun
im zwischendrin
redscheu
baumelt mein hirn ins vielleichtchen
nehm ich auch zeit
in den mund und lass sie gelassen
auf umwegen murmeln - seltsam
genug
An einer Stelle komme ich nicht so ganz klar. Wahrscheinlich stehe ich da auf dem Schlauch.
Du schreibst, dass das Lyri "gelassen" sei, dann aber "händeringend" handelt.
Vielleicht meinst Du aber auch:
Leg ich mein Herz ins blau gelassene vielleichtchen
Stünde der Text dort so, könnte ich das Gedicht verstehen.
Vielleicht gibst Du mir einen Aufschluß.
Liebe Grüße
Vera-Lena
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Der Mensch ist sich selbst das größte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.
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Venus Häufig gelesener Autor
Registriert: Oct 2003
herzlichen Dank, für dein feedback obschon du doch krank bist, wie ich an anderer Stelle las.
Wirklich, ich war gar nicht der Ansicht, dass sich die Aussage widersprechen könnte und muss jetzt ernsthaft nachdenken. Danke sehr, für den Hinweis!
Zum einen mag ich deinen Gedanken. Zweifelsohne, das macht wirklich Sinn, wie du aufzeigst. Ich kann ihn nur nicht lesen, ohne aus dem Takt zu rutschen. Mag sein, dass ich momentan noch zu gebunden bin, in meiner Denkweise.
Zum einen ist das "blaue" ja das "ins Irgendwo" - so ins Blaue reden/denken/agieren.
Zum anderen auch das aus der "blue mood", der Melancholie.
Nun kann man schon (so denk ich) gelassen melancholisch sein, völlig "unverkrampft unkrankhaft".
So sich das "ins Blaue melancholierende" Lyri dann wieder fängt und gedenkt tatkräftig zu sein, mag es sich dennoch in seiner faktischen Agitation verhaspeln. Und ringt dann vielleicht(chen), mit den Händen, welche es hinreichen möchte. Weil da sind ja immer noch (womöglich) die kleinen Welten... und "zahlt" einfach blindlinks zurück. "Wie du mir, so ich dir".
eujeee -
Du hast recht. Da muss "Budda bei die Fische". Und zwar ordentlich.
Ich stelle deinen Vorschlag hinzu und hau mich aufs Hirn -
Liebe Grüße, Vera-Lena, dankeschön und
recht, recht gute und schnelle Besserung!
Deine
Gabriele
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den wind im rücken, sterb ich mich ein
in den großpassat -
und lebe erst recht
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Vera-Lena Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002
"kleine Welten die sich auftun im zwischendrin".Darunter kann man sich so Vieles vorstellen.
Ich glaube, es sind die glücklichen , mit ihrem Leben zufriedenen und dankbaren Menschen, für die sich solche kleinen Welten immer wieder auftun, solche, die den Dingen nicht immer hinterherrennen und ihr Aufnahmevermögen mit tausend Wünschen zukleistern, solche sind es,denen derartige überraschende Geschenke über den Weg laufen.
Ich lese es ganz sicher anders, als Du es meinst. Aber das ist nicht das Wesentliche. Wesentlich ist für mein Empfinden, wenn man einen Text findet, der die eigene Lebenserfahrung widerspiegelt und man sagt sich: Wow, so hätte ich das nicht formulieren können.
Also hier meine Lesart:
Das Lyri fühlt sich beschenkt bis hin zum Verstummen (geht mir auch immer so bei überraschenden Geschenken). Aber dann findet es seine Gelassenheit wieder und sagt sich: wer weiß, was daraus wird. Es könnte dies sein, es könnte jenes sein.
Dann möchte es aber auch ein Geschenk machen und es ringt die Hände im Suchen, was es denn wohl sein könnte, bis es fündig wird und gibt alles zurück.
Vielleicht hast Du es nicht so positiv gemeint, aber nun siehst Du, wie weiträumig man den Text auslegen kann.
Dein Gedicht gefällt mir wirklich sehr. Und der Titel ist natürlich auch sehr schön.
(Danke für Deine guten Wünsche! Da ich die Nächte jetzt nicht mehr durchhuste, wird es wohl schnell bergauf gehen.)
Dir einen lieben Gruß
Vera-Lena
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Der Mensch ist sich selbst das größte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.