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Leselupe.de > Gereimtes
Morgenrot
Eingestellt am 12. 03. 2010 14:39


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Rhea_Gift
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Registriert: Apr 2003

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Morgenrot

Ich grabe mich durch Schnee und Eis
nach meinem Morgen
und kämpfe mich durch Tag und Zeit
schlaf zwischen Sorgen

ich lege Lust und neue Triebe
in kalten Boden
und blase blau dir scheue Liebe
auf weisse Wogen

ich hauche Gold auf helle Haut
auf die ein Sonnenstrahl sich traut
dir heisse Flecken rot zu zaubern

schon bald wird weichen
Zögern Zaudern

im wachend Morgenrot
am End' der Winternot
werd ich geborgen

und mir entgegen
läuft leis ein Lächeln
am lang ersehnten

Frühlingsmorgen


__________________
...Seele, bist du nun erwacht?...Und sie zittert, und sie lacht allen Himmelssternen zu... (Hesse)

Version vom 12. 03. 2010 14:39
Version vom 13. 03. 2010 10:41
Version vom 29. 05. 2010 11:05

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Bernd
Foren-Redakteur
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Das Gedicht spielt mit Klischees: Morgen-Sorgen, Liebe-Triebe

Das ist gewagt.

Reime und Assonanzen wechseln sich ab.
Beispiele:
Assonanz: Zaubern - Zaudern
Binnenreim: Morgenrot - geborgen
Reime: Haut-traut

Verwendung von Stabreimen im Innern der Zeilen, dabei allerdings nur zwei, nicht drei.

lege Lust
hauche Haut
Zögern Zaudern
__________________
Copy-Left, samisdada

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Andere Dimension
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Hallo Rhea,

sehr schöne Bilder die Du da zeichnest.

Besonders gefällt mir

ich lege Lust und neue Triebe
in kalten Boden
und blase Blau und scheue Liebe
auf weisse Wogen

für dieses zarte Bild ist 9/5 etwas "hart"

ich lege Lust und neue Triebe
auf den kalten Boden
und atme Blau und scheue Liebe
in die weisse Wogen

Gruß
A.D.

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Rhea_Gift
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das haut metrisch leider nicht hin... freut mich, dass es dir bildlich gefällt Hab aber trotzdem dort noch was geändert - so auch etwas weicher - der Boden ist kalt, muss hart sein - aber danach kanns weicher werden - mit dir statt und besser...

LG, Rhea
__________________
...Seele, bist du nun erwacht?...Und sie zittert, und sie lacht allen Himmelssternen zu... (Hesse)

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presque_rien
???
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Liebe Rhea,

ich finde, das Gedicht fängt sehr schön an, aber dann "zerfällt" es. Hier meine Version als eine Art Pseudo-Sonett :


Morgenrot

Ich grabe mich durch Schnee und Eis
nach meinem Morgen
und kämpfe mich durch Tag und Zeit
inzwischen Sorgen

ich lege Lust und Triebe neu
in kalten Boden
und blase dir die Liebe scheu
auf weiße Wogen

ich hauche Gold auf helle Haut
auf die ein Sonnenstrahl sich traut
dir heisse Flecken rot zu zaubern

schon bald im wachen Morgenrot
am Ende bleicher Winternot
wird weichen jedes Zögern, Zaudern


Lg presque
__________________
Im Reich der Wirklichkeit ist man nie so glücklich wie im Reich der Gedanken. (Schopenhauer)

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