„Black Box“
Tarek ist Reporter. Besser gesagt, er war es. Bis vor einem Jahr. Da machte er einige grausige Entdeckung. Bedingt durch seinen Beruf fand er die Leiche eines Entführungsopfers. Er schoss Fotos von der Leiche und machte sich dann aus dem Staub. Die Fotos gab er aber nie an seinen Chefredakteur weiter, dass konnte er nicht. Deswegen wurde er gefeuert.
Nun schägt er sich als Taxifahrer durch und versucht dabei seine Alpträume zu vergessen.
Als er in einer Amzeige von einem Experiment liest, bei dem 9 Männer 2 Wochen lang von 12 anderen unter Gefängnisbedingungen gefangengehalten werden sollen (Bei einer Entschädigung von 200 DM/Tag) wittert er eine große Story.
Aber es steckt mehr dahinter. Er leidet unetr Klaustrophobie. Die „Haft“ bietet ihm die Möglichkeit, es sich selbst zu zeigen. Und seine Journalismuskarriere wieder in Gang zu bringen.
Er meldet sich und wird auch angenommen. Am Abend vor seiner Einkehr ins Gefängnis lernt er die Niederländerin Dora kennen. Es kommt zum One-Night Stand. Doch beide empfinden mehr, können es sich nicht sagen. Tarek nicht, weil er sowieso nicht so gut in sowas ist. Und Dora nicht, weil sie noch nicht wieder gefestigt ist, nachdem sie ein Jahr zuvor ihren Bruder verloren hat.
So geht Tarek ins Gefängnis. Schon nach kurzer Zeit wird klar, dass es sich nicht um eine Spielerei handelt. Denn die als Wärter eingeteilten
Versuchspersonen missbrauchen ihre Macht. Und die Projektleitung ordnet die Situation falsch ein. Den Insassen geht es schlecht, aufgrun schlechter Behandlung. Dazu gehören mangelnde Ernährung, Privatsphäre, Freiheiten und Strafen. Die schlimmste Strafe ist die 1×1 m große Black Box. Sie ist absolut schalldicht, ebenso ist es mit Licht. Tarek versucht alles um nicht in sie zu gelangen, denn er hat schon so seine Probleme mit der Enge des Gefängnisses, andererseits rebelliert etwas in ihm gegen die Behandlung. Doch er hat keinen Verbündeten, der einzige dem er trauen kann ist der undurchsichtige Steinhoff, ein Mitinsasse. Der aber scheint aus irgendinem Grund wenig kooperativ.
Die Lage im Gefängnis spitzt sich zu. Draußen wird Dora immer mehr vom Gefühl der Liebe zu Tarek erfasst, sie macht kehrt nach Deutschland, m ihn zu sehen, als sie ihn nicht findet, tut sie alles um ihn zu finden. Dabei kommt sie hinter Tarek’s Geheimnis. Ob sie ihm trotzdem hilft, und wie sich Tarek überhaupt aus seiner misslichen Lage befreit, sei nicht verraten.
Der Roman weißt teilweise wesentliche Unterschiede zum Film auf. Die beiden sind nicht zu vergleichen, da sie beide exzellent sind, aufgrund ihrer schnellen direkten, aber trotzdem präzisen Erzählweise.
Man hat sicher seinen Spaß mit Film und Buch, da man die Grundidee der Story auf zwei Arten erlebt.
Mario Giordano
„Black Box“
Der Roman zum Spielfilm „Das Experiment“ (D 2000)
ISBN:3499230461
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