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Schlagwort: Ernährung

Dr. Steven R. Gundry: Gemüse ohne Gift – Lektinfrei kochen

Dr. Steven R. Gundry: Gemüse ohne Gift – Lektinfrei kochen

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Es gibt Pflanzen, die sich auf ganz bestimmte Art vor Fressfeinden schützen. Zu diesen Fressfeinden gehört auch der Mensch. Die Rede ist von Lektinen, die durch den Verzehr den Darm schädigen und Folgeerkrankungen und Gewichtszunahme auslösen können. Nicht jeder ist davon betroffen, aber es gibt Menschen, die besonders sensibel auf lektinhaltige Nahrungspflanzen reagieren. Für diese ist das Buch gedacht. Es ist informativ und verständlich geschrieben.

Zunächst erklärt Dr. Steven R. Gundry, wie schon in seinem Buch „Böses Gemüse – Wie gesunde Nahrungsmittel uns krank machen“ das Pflanzen-Paradox. Damit stellt er die Empfehlungen, die es zur gesunden Ernährung gibt, auf den Kopf. Denn als gesund geltende Lebensmittel wie Vollkornprodukte und bestimmte Obst und Gemüsesorten werden entweder aus dem Speiseplan gestrichen oder anders zubereitet als gewohnt. Es geht darum, das Gift Phasin zu meiden oder unschädlich zu machen.

Aus seinen Erkenntnissen als Wissenschaftler und Arzt hat Dr. Steven R. Gundry ein Ernährungskonzept entwickelt. Anders als in seinem vorherigen Buch zum gleichen Thema enthält „Gemüse ohne Gift“ einen großen Rezeptteil. Es ist ein Kochbuch mit Rezepten für das Frühstück und zu Vorspeisen, Hauptgerichten und Nachspeisen. Denn so einfach ist die Umsetzung seines Ernährungskonzepts nicht. Die Listen mit den erlaubten und verbotenen Lebensmitteln sind zwar hilfreich, aber Rezepte sind besser! Eine bestimmte Küchenausstattung benötigt man nicht. Einzig der Schnellkochtopf ist Pflicht.

Zunächst muss das Einkaufsverhalten verändert werden, denn die Rezepte enthalten viele Lebensmittel, die man nicht unbedingt zu Hause hat. Manches muss in Spezialläden oder im Internet besorgt werden. Die Rezepte sind abwechslungsreich und fantasievoll. Es gibt sogar Ersatz für herkömmliche Brötchen, Brot, Pizzaboden und Kuchen.

Für einen bestimmten Kreis von Menschen könnte es sich lohnen, auf eine lektinarme oder lektinfreie Ernährung umzusteigen. Dr. Gundry ist überzeugt davon. Wer also unter Magen- und Darmproblemen, Autoimmunerkrankungen oder starkem Übergewicht leidet, sollte sich das Ernährungskonzept einmal näher ansehen.

Rezension von Heike Rau

Dr. Steven R. Gundry
Gemüse ohne Gift – Lektinfrei kochen – Den Darm heilen und das Gewicht reduzieren
Aus dem amerikanischen Englisch von Stefanie Heim
288 Seiten, broschiert
Südwest Verlag
ISBN-10: 3517098574
ISB-13: 978-3517098579
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Prof. Dr. Michaela Axt-Gadermann: Natürlich! Schöne Haut – Strahlend gesund mit der richtigen Ernährung, Kosmetik und Lebensweise

Prof. Dr. Michaela Axt-Gadermann: Natürlich! Schöne Haut – Strahlend gesund mit der richtigen Ernährung, Kosmetik und Lebensweise

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Natürlich schöne Haut möchte jeder! Jedoch haben viele Menschen trotz intensiver Pflege Hautprobleme, die sich auf verschiedene Arten zeigen können. Es gibt zahlreiche Aspekte, die Einfluss auf die Haut nehmen. Unser Erscheinungsbild zeigt, wie wir leben, ob wir gesund und munter sind mit strahlender Haut oder unzufrieden und müde mit entsprechend fahlem Hautbild.

Die Autorin zeigt auf, was wichtig für ein attraktives Hautbild ist. Sie spricht über die Ernährung, die Darmflora, die Hautalterung und über Inhaltsstoffe, die in einem Pflegeprodukt nicht fehlen sollten.

Zunächst einmal geht es um die Haut selbst mit ihren verschiedenen Schichten und der sichtbaren Hautoberfläche. Der Leser erfährt, was die Haut leistet und wie sie versucht, sich zu regenerieren. Allerdings muss sie mit vielen äußeren Einflüssen fertig werden. Und dann ist da noch die natürliche Hautalterung. Eine reichhaltige Pflege, wenn sie die falschen Inhaltsstoffe hat, kann nichts ausrichten, auch wenn das auf der Verpackungen suggeriert wird.

Prof. Dr. Michaela Axt-Gadermann ist Dermatologin. Ihre Ratschläge sind durch wissenschaftliche Studien belegt oder haben sich in der Praxis bewährt. Es wird vermittelt, was die Haut braucht, um gesund auszusehen. Das kann man direkt umsetzen, indem man einige Änderungen in die Ernährung einbaut, um die Haut mit allen Stoffen zu versorgen, die sie braucht. Hier spielt auch die Darmgesundheit mit hinein. Es geht zudem um den Schutz von außen, der sich mit einem entsprechenden Sonnenschutz, einem Blaulichtfilter bei Displays und Bildschirmen (Den Nachtmodus habe ich gleich eingeschaltet!), und einer geeigneten Pflege erreichen lässt.

Ein großer Teil des Buches widmet sich einer kritischen Betrachtung der Inhaltsstoffe bei konventionellen Produkten und Naturkosmetik. Diese werden benannt und beschrieben. Dabei kristallisiert sich heraus, welche dieser Stoffe tatsächlich wirksam sind. Der Hauttyp findet dabei Beachtung. Es ist allerdings schwierig, ein passendes Produkt zu finden, das die ausgewählten Inhaltsstoffe hat. Die Autorin gibt mit weiterführende Werbung einen Hinweis auf eine entsprechende Internetseite mit Pflegeprodukten.

Insgesamt erhält man viele Informationen zum Aufbau und der Funktion der Haut sowie Tipps zu einer hautgesunden Lebensweise. Man wird in die Lage versetzt, die passenden Kosmetikinhaltsstoffe für den eigenen Hauttyp herauszufiltern. Hier sind insbesondere die übersichtlichen Tabellen sehr hilfreich.

Die verschiedenen Themen im Buch werden auf eine unterhaltsame Art und Weise vermitteln, sodass es Spaß macht, sich mit dem Buch zu beschäftigen. Die schöne Gestaltung mit Fotos und Hintergrundzeichnungen sorgt für Auflockerung.

Rezension von Heike Rau

Prof. Dr. Michaela Axt-Gadermann
Natürlich! Schöne Haut – Strahlend gesund mit der richtigen Ernährung, Kosmetik und Lebensweise
208 Seiten, Klappenbroschur
Südwest Verlag
ISBN-10: 3517097845
ISBN-13: 978-3517097848
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Dr. med Bernhard Dickreiter: Chronisch gesund statt chronisch krank – Wie Arthrose, Diabetes, Alzheimer und andere Zivilisationskrankheiten entstehen und was Sie dagegen tun können

Dr. med Bernhard Dickreiter: Chronisch gesund statt chronisch krank – Wie Arthrose, Diabetes, Alzheimer und andere Zivilisationskrankheiten entstehen und was Sie dagegen tun können

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Dr. med Bernhard Dickreiter geht mit diesem Buch den Ursachen chronischer Zivilisationskrankheiten nach. Er hat dabei einen anderen Ansatz entwickelt, als die Schulmedizin allgemein und geht davon aus, dass sich Arthrose, Diabetes, Alzheimer, Rückenbeschwerden, Krebs und Burnout heilen lassen. Es geht also nicht um eine Symptombehandlung mit Medikamenten, sondern um die Behebung der Ursachen auf biologischem Weg. Seiner Meinung nach beginnen die chronischen Zivilisationskrankheiten in der extrazellulären Matrix. Das ist die Zellumgebung. Ihre Bedeutung wurde bisher in der Schulmedizin vernachlässigt. Doch, so schreibt der Autor, muss diese Umgebung unbedingt lebensdienlich sein. Denn ist sie es nicht, entstehen verschiedene Krankheiten.

Zunächst wird die Zellumgebung beschrieben. Sie wird verglichen mit einem Aquarium, in dem die Fische in verunreinigtem Wasser schwimmen. Der Fisch wird krank, wenn das Wasser nicht ausgetauscht wird. Was beim Aquarium einfach geht, ist beim Menschen dann aber doch etwas schwieriger. Erklärt wird, wie es dazu kommen kann, dass die innere Umwelt aus dem Gleichgewicht gerät und die Selbstreinigung nicht mehr funktioniert. Es ist aber wieder in den Griff zu bekommen, wenn die Lebensumstände geändert werden. Hier spielt die Naturheilkunde eine Rolle. Denn wichtige Ansatzpunkte sind Ernährung und Bewegung, Darmsanierung, Entgiftung und Säure-Basenregulation. Sie fließen in die „Zellbiologische Regulationstherapie“, die Dr. med Bernhard Dickreiter entwickelt hat, mit ein.

Das Buch ist spannend! Auch wenn bekannt ist, wie wichtig Ernährung, Bewegung und ein gesunder Darm für ein gutes Befinden sind, setzt das, was der Autor sagt, noch mal andere Maßstäbe an. Jetzt wird verständlicher, was im Körper passiert. Der Autor weiß, dass eine Behandlung mit Medikamenten zwar hilft, die Symptome abzumildern, aber noch lange nicht zu Gesundheit führt; die „Zellbiologische Regulationstherapie“ dagegen schon.
Besser ist es natürlich, präventiv etwas zu tun, damit Krankheiten gar nicht erst entstehen. Die Tipps im Buch sind nicht unbedingt eine große Herausforderung, sondern machbar. Wer sich einmal bewusst gemacht hat, was die Zellumgebung braucht, kann Veränderungen durch einen angepassten Lebensstil herbeiführen und die eigene Gesundheit unterstützen und verbessern.

Rezension von Heike Rau

Dr. med Bernhard Dickreiter
Chronisch gesund statt chronisch krank – Wie Arthrose, Diabetes, Alzheimer und andere Zivilisationskrankheiten entstehen – und was Sie dagegen tun können
320 Seiten, Klappenbroschur
Heyne Verlag
ISBN-10:3453207157
ISBN-13:978-3453207158
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Dr. Tomas Rampp und Andrea Jakob: Hilfe bei Rückenschmerzen – selbst aktiv werden – Beschwerden lindern und heilen – Lebensqualität steigern

Dr. Tomas Rampp und Andrea Jakob: Hilfe bei Rückenschmerzen – selbst aktiv werden – Beschwerden lindern und heilen – Lebensqualität steigern

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Viele Menschen haben Rückenschmerzen, ohne das eine ernsthafte Krankheit zugrunde liegt. Man gibt sich geschlagen, behilft sich mit Salben und Schmerztabletten und bewegt sich möglichst wenig. Dabei ist Eigeninitiative gefragt! Es gibt Möglichkeiten, die Schmerzen zu lindern. Das vorliegende Buch, kann dabei helfen, die Ursachen für die Rückenschmerzen zu finden und die Schmerzen durch Selbsthilfe zu lindern.

Die Autoren erklären im Buch für jeden verständlich, was Rückenschmerzen verursachen kann. Körperliche, psychische und soziale Faktoren können eine Rolle spielen. Es ist also sinnvoll, die Lebensgewohnheiten unter die Lupe zu nehmen. Der Leser wird angeregt, eine Bestandsaufnahme zu machen und sich persönliche Ziele zu setzen.
Sind Stress und Überforderung Ursache? Dann können Entspannungstechniken helfen.
Liebt es am Bewegungsmangel? Auch hier gibt es viele Möglichkeiten, die Muskulatur aufzubauen und für eine gute Beweglichkeit des Körpers zu sorgen. Außerdem gibt es verschiedene Übungen, die bei Schmerzen hilfreich sind.
Die Hydrotherapie und die Pflanzenheilkunde können mit in den Selbsthilfe-Plan aufgenommen werden.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Ernährung. Eine Vollwerternährung ist wichtig, damit der Körper mit allem versorgt ist, was er braucht. Davon abgesehen kann auch Übergewicht eine Rolle bei Rückenschmerzen spielen.

„Hilfe bei Rückenschmerzen“ ist ein Buch, das mit seinen Informationen dem Leser ein Verständnis für den eigenen Körper und die Rückenprobleme vermittelt. Mit knapp100 Seiten beschränkt es sich auf wichtige Informationen. Das Mitmach-Programm fordert sofortige Aktivität beim Leser ein. Ratschläge können also dirket umgesetzt werden. Erfolge werden dargestellt, sodass eine gute Motivation gegeben ist.

Wer das Buch kauft, weil er Rückenprobleme hat, kann also schnell aktiv werden. Er kann sich informieren, die eigene Situation überdenken, eine Strategie entwickeln und sich Gutes tun, damit die Lebensqualität wieder steigt.

Rezension von Heike Rau

Dr. Tomas Rampp und Andrea Jakob
Hilfe bei Rückenschmerzen – selbst aktiv werden – Beschwerden lindern und heilen – Lebensqualität steigern
96 Seiten, Klappenbroschur
Knaur MensSana
ISBN-10: 342665833X
ISBN-13: 978-3426658338
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Heng Ou: Die ersten vierzig Tage – Was junge Mütter nach der Geburt wärmt und stärk

Heng Ou: Die ersten vierzig Tage – Was junge Mütter nach der Geburt wärmt und stärk

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Die ersten Wochen nach der Geburt eines Babys sind ein Lebensabschnitt, in dem Mutter und Kind sich langsam aneinander gewöhnen. Im vorliegenden Buch geht es aber einmal nicht um das Neugeborene, sondern um die Mutter.
Heng Ou hat sich hier von traditionellen chinesischen Ritualen inspirieren lassen, die einen Rückzug, verbunden mit viel Ruhe und Wärme vorsehen. Die junge Mutter erhält emotionale Unterstützung sowie stärkende Speisen. Im Buch kommen alte Weisheiten und moderne Erkenntnisse zusammen.

Zunächst erzählt die Autorin ihre eigene Geschichte und stellt ihre Mitstreiterinnen vor. Auch schaut sie auf Geschichtliches und beschreibt alte Traditionen der Mütterpflege. Mit der Rückbesinnung auf Altes ergeben sich fünf Säulen: Auszeit, Wärme, Unterstützung, Ruhe und Ritual. Danach wird aufgezeigt, wie die ersten vierzig Tage für Mütter heute aussehen könnten. Das ist natürlich kein starres Konzept. Jede Mutter kann diesem Plan nach ihren eigenen Bedürfnissen und natürlich auch nach ihren Möglichkeiten folgen.

Die Autorin geht immer wieder auf Befindlichkeiten in diesen ersten und doch sehr sensiblen Wochen ein. Sie beschreibt die mögliche Gefühlslage und zeigt auf, wie die Mutter nach anstrengender Schwangerschaft und Geburt ihr Gleichgewicht und ihre Kraft wiederfinden kann. Die Autorin findet den richtigen Ton! Sie wiederholt sich oft, sodass ihr Zuspruch verinnerlicht werden kann. Beschrieben wird, wir Hilfe gefunden werden und auch auf welche Weise diese angenommen werden kann.

Im letzten Kapitel des Buches geht es um die Ernährung. Suppen, Mama-Bowls und Getränke werden hergestellt. Zwar gibt es genaue Rezepte. Aber eigentlich wird einfach und intuitiv gekocht. Es gibt also einfache und gehaltvolle Gerichte, solche, die die Milchbildung anregen und Gerichte, die Geschwisterkinder mitessen können. Wärmende und gesunde Zutaten werden bevorzugt. Nach Möglichkeit werden die Speisen für die Mutter von anderen gekocht oder vorbereitet. Auch können Suppen schon in der Schwangerschaft vorgekocht und eingefroren werden.

Der Autorin und ihren Mitautorinnen ist ein sehr schönes Buch gelungen, das die erste Zeit mit dem Neugeborenen sehr erleichtern kann. Die Informationen, Anleitungen und der Zuspruch sind gerade, wenn es das erste Kind ist, sehr hilfreich.

Rezension von Heike Rau

Heng Ou
Die ersten vierzig Tage – Was junge Mütter nach der Geburt wärmt und stärk
Mit Amely Greeven und Marisa Belger
Fotos von Jenny Nelson
Aus dem Englischen von Magdalena Kotzurek
240 Seiten, gebunden
Verlag Antje Kunstmann
ISBN-10: 3956142098
ISBN-13: 978-3956142093
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Annette Sabersky: Einfach fermentieren – Gesund durch fermentiertes Superfood – Alle Basics, Rezepte und Einkaufstipps

Annette Sabersky: Einfach fermentieren – Gesund durch fermentiertes Superfood – Alle Basics, Rezepte und Einkaufstipps

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Das Fermentieren kommt wieder in Mode. Vor allem, es selbst zu tun. Dabei begegnet uns Fermentiertes eigentlich täglich in Form von Sauerteigbrot, Joghurt und Käse. Die traditionelle Technik des Fermentierens macht Lebensmittel haltbar. Spontan denkt hier sicher jeder an Sauerkraut oder milchsauer vergorenes Gemüse. Die Autorin zeigt auf, welche Lebensmittel noch fermentiert sind und welchen Stellenwert sie in der Ernährung haben. Diese werden auch hinsichtlich ihres Gesundheitswertes hinterfragt. Und klar wird, das Fermentos auch Superfoods sind. Wobei hier selber machen Vorteile bringt, denn die industrielle Herstellung, zielt nicht unbedingt auf eine althergebrachte Fermentation ab.

Die Autorin erklärt sehr genau, wie beim Fermentieren vorgegangen wird und was mit den Lebensmitteln geschieht, insbesondere auch hinsichtlich der Inhaltsstoffe und des Geschmacks. Es ist ein interessanter Prozess der hier stattfindet. Wer es selbst ausprobieren will, kann sich an die Rezepte im Buch halten und Knoblauch-Sauerkraut, Kimchi, Roggenbrot, Hafer-Porridge, Joghurt und Cashewkäse selbst herstellen. Wer lieber kaufen will, kann die Einkaufstipps studieren. Wobei hier auch klar wird, was es an Fermentos überhaupt zu kaufen gibt. Milchprodukte, Brot, Wurst, Fisch, Gemüse und fermentierte Getränke können den Speiseplan bereichern. Das hat eine gesundheitliche Wirkung auf die Darmflora und damit auf das Wohlbefinden, wie die Autorin erklärt. Dabei hat sie auch den Versuch unternommen, zu klären, wie oft Fermentiertes verspeist werden sollte.

Der Text im Buch ist übersichtlich gestaltet, interessant gemacht und gut nachvollziehbar. Ich fühle mich nach der Lektüre des Buches gut informiert. Leider ist das Taschenbuch in seiner Gestaltung etwas farblos. Es gibt keine Bilder. Dafür ist das Buch aber preiswert.

Rezension von Heike Rau

Annette Sabersky
Einfach fermentieren – Gesund durch fermentiertes Superfood – Alle Basics, Rezepte und Einkaufstipps
265 Seiten, broschiert
Heyne Verlag
ISBN-10: 3453604008
ISBN-13: 978-3453604001
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Sebastian Loth: Der Fuchs, der keine Gänse beißen wollte

Sebastian Loth: Der Fuchs, der keine Gänse beißen wollte

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Eines Tages erzählt die Mama dem kleinen Jakob von den Gänsen. Zwar ist Jakob noch ein kleiner Fuchs, aber er soll wissen, dass große Füchse Gänse fressen. Und auf dem Weg zum großen Fuchs muss Jakob nun endlich beginnen, sich sein Futter selbst zu suchen Das Problem ist nur, dass Gänse Jakob überhaupt nicht schmecken. Zäh und trocken und pelzig schmeckt so eine Gans. Diese Erfahrung hat er schon gemacht, als er im Sommer mit einer kleinen Gans Fangen gespielt und sie dabei, natürlich aus Versehen, leicht gebissen hatte.
So lässt Jakob es sich im Wald weiter gutgehen, bis dann doch irgendwann der Hunger kommt. Erst ganz wenig, dann immer dringlicher. Jakob fragt die Schnecke, was er essen kann. Aber die vorgeschlagenen Mirabellen haben harte Kerne, an denen man sich die Zähne ausbeißen kann. So geht es weiter. Brombeeren, Blaubeeren und Himbeeren sind auch nicht das Richtige. Mit Hilfe eines Schmetterlings findet Jakob dann doch noch etwas, das schmeckt. Ein wirklich leckerer Ersatz für Gänse und kein bisschen tierisch …

Es ist ein etwas anderes Kinderbuch. Es hebt sich ab aus der Masse an Neuerscheinungen. Das betrifft die fantasievolle Geschichte mit ihren vielen Dialogen und auch die Zeichnungen, die in einem außergewöhnlichen Stil, scheinbar ohne Wert auf Details zu legen und dennoch ausdrucksstark, zu Papier gebracht worden sind. Das Buch ist nach meiner Meinung insbesondere für Kindergartenkinder geeignet. Die Geschichte ist überraschend und aufschlussreich und endet ganz anders, als man es sich je vorstellen könnte. Der kleine Fuchs entscheidet eben selbst, was er essen mag und weicht damit von der Tradition ab. Das geschmackliche Erlebnis, das ihm dadurch zuteilwird, können Kinder mit einem vegetarischen, obwohl er Gänse in einer Wortspielerei enthält, Brotaufstrich nachvollziehen.

Rezension von Heike Rau

Sebastian Loth
Der Fuchs, der keine Gänse beißen wollte
32 Seiten, gebunden
Lappan Verlag
ISBN-10: 3830312377
ISBN-13: 978-3830312376
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Esther Miskotte: Drachenschnodder

Esther Miskotte: Drachenschnodder

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Bär und Kalle Kaninchen sitzen im Wald und essen Brombeeren und Äpfel. Aber auf einmal fällt ein großer Schatten über den Wald und ein lauter Knall ist zu hören. Bär hat bemerkt, dass das laute Geräusch vom Hügel kam. Die Tiere des Waldes machen sich auf den Weg, um zu sehen, was geschehen ist. Kalle, der mutiger ist, als die anderen, geht vor. Und auf einmal steht er einem Drachen mit einer Erkältung gegenüber, der heftig niest und schnieft. Djordo kann nach einer Notlandung nicht weiterfliegen. Er fühlt sich viel zu krank.

Kalle berichtet seinen Freunden, dass Djordo mindestens eine Woche bleiben muss. Solange braucht er, um gesund zu werden. Dabei ist der Drachenschnodder, den Djordo überall hin niest, gar nicht gut für den Wald. Ein weiteres Problem könnte der Hunger des Drachen werden. Damit der Drache also nicht auf dumme Gedanken kommt und ganz schnell wieder gesund wird, beginnen die Tiere damit, ihn zu versorgen. Djordo bekommt reichlich Obst und leckere Gemüsesuppe.

Ein Drache ist bestimmt kein Vegetarier, aber der Plan der Tiere ist nicht schlecht. Obst und Gemüse enthalten viele Vitamine und Mineralstoffe, sodass jedes Kind, das die Geschichte hört, erwartet, dass der Drache, wenn er genug davon bekommt, schnell wieder gesund wird. Schon am dritten Tag muss Djordo nicht mehr niesen.

Die Geschichte hat also eine Botschaft, die mit der Ernährung zusammenhängt. Wenn ein Drache Obst und Gemüse mag, warum dann nicht auch ein Kind … Außerdem tut es dem kranken Drachen sehr gut, liebevoll von den Tieren umsorgt zu werden. Auch das kann natürlich jedes Kind gut nachvollziehen.

Die Geschichte lässt sich sehr gut vorlesen. Der Text ist kindgerecht geschrieben. Das Buch ist sehr aufwändig und farbenfroh illustriert. Die fein gezeichneten und detailreichen Bilder begeistern und lassen eine sehr lange und spannende Beschäftigung mit dem Buch zu.

Rezension von Heike Rau

Esther Miskotte
Drachenschnodder
Helmut Lingen Verlag
32 Seiten, gebunden
ISBN-10: 3945136423
ISBN-13: 978-3945136423
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Annette Sabersky und Jörg Zittlau: Mit Vorsicht zu genießen – Die neuen Lügen der Lebensmittelindustrie

Annette Sabersky und Jörg Zittlau: Mit Vorsicht zu genießen – Die neuen Lügen der Lebensmittelindustrie

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Glaubt man den Werbeversprechen, wird unsere Ernährung immer gesünder. Die Produkte werden wieder natürlicher und auf künstliche Zusatzstoffe wird verzichtet. Doch ist das wirklich so? Die Autoren, die Ernährungswissenschaftlerin Annette Sabersky und der Wissenschaftsjournalist Jörg Zittlau haben sich die Zutatenlisten einmal genau angeschaut. Dabei decken sie Dinge auf, die alles andere als appetitlich sind. Gerade Fertigprodukte und solche mit einer langen unverständlichen Zutatenliste sollte man meiden.

Also, zurück zu den traditionellen Lebensmitteln. Aber auch hier hört man, dass Obst und Gemüse immer weniger Vitamine hat. Ist das wahr? Oder wird das nur gesagt, damit man Bio kauft?
Zu den traditionellen Lebensmitteln gehört auch das Fleisch. Da weiß man auch nicht mehr so recht, ob man sich dran wagen kann. Massentierhaltung, genmanipuliertes Futter und die sorglose Anwendung von Antibiotika sprechen nicht gerade dafür, Fleisch zu essen. Ist es also sogar besser, sich vegetarisch oder sogar vegan zu ernähren? Ist ein Soja-Steak besser als eines vom Schwein?
Vom unserem Brot hört man auch nichts Gutes. Aber dafür gibt es jetzt in jedem Supermarkt die glutenfreien Lebensmittel. Andererseits hat man da genau das, was man vermeiden sollte, nämlich die lange Zutatenliste. Also fasten wir besser öfter? Oder ist das auch nicht der richtige Weg?

Tatsächlich ist es gar nicht so schwer, sich zurechtzufinden. Die Autoren beschäftigen sich der Reihe nach mit jedem unserer traditionellen Lebensmittel. Fleisch, Fisch, Getreide, Obst und Gemüse, Zucker, Salz, Kaffee und Milch kommen auf den Prüfstand. Und man erfährt sehr genau, wie eine für den Menschen gesunde Ernährung aussehen sollte. Es werden Studien ausgewertet und die Meinung von Fachleuten gehört. Nicht zuletzt wird auch der gesunde Menschenverstand sensibilisiert. Das Buch ist sehr spannend. Eine gute Verständlichkeit ist gegeben. Man lernt eine ganze Menge über Lebensmittel. Es gibt viele gute Tipps, die leicht umzusetzen sind. Damit bieten die Autoren praktische Hilfe, die jeder sofort für sich nutzen kann.

Rezension von Heike Rau

Annette Sabersky und Jörg Zittlau
Mit Vorsicht zu genießen – Die neuen Lügen der Lebensmittelindustrie
320 Seiten, broschiert
Heyne Verlag
ISBN-10: 3453603273
ISBN-13: 978-3453603271
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Prof. Dr. Allessio Fasano und Susie Flaherty: Die ganze Wahrheit über Gluten

Prof. Dr. Allessio Fasano und Susie Flaherty: Die ganze Wahrheit über Gluten

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Bei Büchern zu Gesundheitsthemen lese ich immer zuerst die Autoreninfo. So weiß ich schon vor der Lektüre des Buches, dass Prof. Dr. Alessio Fasano Kindergastroenterologe und Direktor des Zentrums für Zöliakieforschung am Mass-General Hospital for Children in Boston, Massachusetts ist. Das Buch ist in Zusammenarbeit mit Susie Flaherty, der Kommunikationschefin des Zentrums, entstanden. Ich verspreche mir also von dem Buch umfassende und vor allem handfeste Informationen zum Thema Gluten und Zöliakie.

Tatsächlich hat mich das Buch überrascht. Denn scheinbar liegt hier wirklich einiges im Argen. Es scheint viel mehr Fälle zu geben, als bisher angenommen und auch die Krankheiten, die durch eine Unverträglichkeit von Gluten entstehen können, spielen sich unter Umständen nicht allein im Magen-Darm-Bereich ab.

Der Autor zeigt auf, wie er seine Arbeit begann und welche Ergebnisse seine Forschungsarbeit erbracht hat und er zeigt natürlich auch die Konsequenzen auf, die daraus entstanden sind. Natürlich ist diese Arbeit noch nicht beendet. Die Behandlung besteht ja bisher nur aus einer Ernährungstherapie. Doch auch hier bietet der Autor erfolgversprechende Zukunftsaussichten.

Im Buch geht es um Zöliakie, Glutensensivität und Weizenallergie. Der Autor möchte aber auch praktische Hilfe geben. Er zeigt auf, wie die Ernährungstherapie aussehen muss und liefert gleich Rezepte mit. Man erfährt im Buch, ob die Küche Betroffener tatsächlich frei sein muss von jedem glutenhaltigen Mehlstäubchen, was von Nahrungsmitteln mit dem Glutenfrei-Zeichen zu halten ist, ob Hafer nun verträglich ist oder nicht und mehr. Auch wenn die Regale mit glutenfreien Lebensmitteln immer voller werden, ist es doch keineswegs leicht, auf eine glutenfreie Ernährung umzustellen, die wirklich alles enthält, was der Mensch für eine gute Gesundheit braucht. Davon abgesehen, wird auch auf Patienten eingegangen, die nicht auf eine glutenfreie Ernährung ansprechen und weiterhin Problem haben.

Es geht aber auch um die Frage, ob Gluten generell von Menschen gemieden werden sollte. Macht Weizen tatsächlich irgendwann jeden krank? Der Autor bezieht hier, auf eine doch recht vorsichtige Art und Weise, Stellung. Wichtig scheint es mir vor allem, sich mit dem Thema einmal auseinanderzusetzen, um zu sehen, ob man eventuell selbst ein Problem mit dem Gluten hat und nur noch nicht drauf gekommen ist.

Fazit: Das Buch liest sich gut. Fachbegriffe werden nicht gemieden, aber immer sofort erklärt. Gut finde ich neben dem fachlichen auch den praktischen Teil des Buches. Das passt alles gut zusammen und ist wirklich hilfreich im Verständnis und der Therapie der Zöliakie.

Rezension von Heike Rau

Prof. Dr. Allessio Fasano und Susie Flaherty
Die ganze Wahrheit über Gluten
Aus dem amerikanischen Englisch von Claudia Fritzsche
384 Seiten, gebunden
Südwest Verlag
ISBN-10: 351709370X
ISBN-13: 978-3517093703
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