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Schlagwort: Tiere

Ernst Molden: Das Nischenviech – Die wilden Tiere meines Lebens

Ernst Molden: Das Nischenviech – Die wilden Tiere meines Lebens

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Die Wildnis ist überall. Nur wer schaut schon genau hin, wenn es um Tiere geht, die ein Nischendasein führen? Ernst Molden, Schriftsteller und Musiker, tut es! Mit großem Interesse erforscht er die Tierwelt in seiner Umgebung. Er sieht, was andere nicht sehen, recherchiert in Bestimmungsbüchern und hat sich so ein breites Wissen angeeignet. Seine Erlebnisse und Erkenntnisse hat er zu Kurzgeschichten bzw. Kolumnen aufgearbeitet und mit Wissenswertem untermalt. So hat man als Leser Anteil an seinen Erkundungsgängen und den alltäglichen sowie den fast schon spektakulären Entdeckungen.

Das Buch ist in vier Kapitel, die sich nach den Jahreszeiten richten, unterteilt. Jedes wird von einer Zeichnung geschmückt.

Diese erzählenden Porträts sind faszinierend. Der Autor begegnet den Tieren nie mit Abneigung. (Nun gut, der Höckerschwan macht eine Ausnahme, aber dafür kann er nichts.) Vielmehr steht jedem Lebewesen interessiert beobachtend gegenüber. Dabei ist er nicht scheu! Oft wird eine wunderbare Freude offenbart, besonders bei seltenen Begegnungen.

Ich habe eine vergnügliche Zeit mit dem Buch verbracht. Ernst Molden weiß sich auf unterhaltsame Weise auszudrücken und er hat Sinn für Details. Er regt damit zu mehr Achtsamkeit der Natur gegenüber an. Und dazu gehören nun mal nicht nur Amsel und Eichhörnchen, sondern auch Ohrenschliefer und Gemeine Feuerwanze. So manches, was man über diese Tiere hört, gehört ohnehin ins Reich der Mythen.

Die Geschichten haben auch eine persönliche Note. Denn oft ist Molden mit der ganzen Familie unterwegs. Auch der Urlaub wird für Tierstudien genutzt. So wird manche Entdeckung gemeinsam gemacht. Selbst das eigene Heim wird von Nischenviechern heimgesucht. Stubenfliege, Silberfischerl … Auch sie haben eine kleine Geschichte verdient. Der Autor hat hier eine eigene Auswahl getroffen, die natürlich nicht den Anspruch hat, vollständig zu sein.

Rezension von Heike Rau

Ernst Molden
Das Nischenviech – Die wilden Tiere meines Lebens
Illustrationen von Helmut Pokornig
Nachwort von Carl Manzano
176 Seiten, gebunden
Deuticke Verlag
ISBN-10:3552063935
ISBN-13:978-3552063938
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Peng: Kurt der Bär ist viel zu ……! – Lustige Tiergeschichten für kleine Poeten

Peng: Kurt der Bär ist viel zu ……! – Lustige Tiergeschichten für kleine Poeten

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Schon das Cover ist interessant! Es sieht von der Gestaltung her doch etwas anders aus als bei herkömmlichen Kinderbüchern. Da lohnt es sich für Eltern, etwas genauer hinzuschauen. Denn vorn drauf ist schon der erste Reim zu sehen, den es zu vervollständigen gilt. Der kleine Cartoon wird auf der Rückseite spitzfindig fortgesetzt. Wer Kinder hat, die gerne reimen, wird also direkt von diesem Buch angesprochen und eingeladen, es aufzuschlagen.

Verschiedene kreativ dargestellte Tiere haben in diesem Buch ihren Auftritt. Wir haben hier Tiger Toni, die Schlange Mathilda, das Einhorn Luisa, den alten Hasen Harry, das kleine Känguru Frida und viele weitere. Dass, was sie da Lustiges tun, kann für Kinder wirklich spannend sein!

Was auf dem Bild zu sehen ist, wird in einem kleinen Reim erzählt. Meist ist es das letzte Wort, das fehlt. Das ist durch einfaches Weiterreimen aber schnell gefunden. Da kann wirklich jedes Kind mitmachen! Das fehlende Wort kann auch direkt in das Buch hineingeschrieben werden. Es ist genügend Platz vorhanden. Bei Kindern, die noch nicht schreiben können, gelingt das sicher irgendwann mithilfe der vorlesenden Eltern.

Die Gestaltung der Seiten gefällt gut. Sie sind farbenfroh, wirken aber kein bisschen überladen. Der Blick fällt auf das Wesentliche, also auf das, was die Tiere tun oder zeigen. Und das ist lustig! Eine vergnügliche Stunde können Eltern mit ihrem Kind beim Anschauen des Buches verbringen. Es gibt Anreiz, eigene Reime zu erfinden. Man muss sich bloß umschauen. Überall gibt es Dinge und Situationen, die in einem lustigen Reim verpackt und auch gemalt werden können!

Das Buch ist also bestens geeignet für Kinder, die nicht nur schauen und sich vorlesen lassen wollen. Denn aktives Mitmachen ist beim Reimen gefragt. Empfohlen wird das Buch wird für Kinder von 2 bis 4 Jahren.

Rezension von Heike Rau

Peng
Kurt der Bär ist viel zu ……! – Lustige Tiergeschichten für kleine Poeten
32 Seiten, gebunden
Anje Kunstmann Verlag
ISBN.10: 395614239X
ISBN-13: 978-3956142390
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Franziska Jaekel: Mein Fühlbilderbuch – Bauernhof – Mit Reinem, Fühl- und Glitzerelementen

Franziska Jaekel: Mein Fühlbilderbuch – Bauernhof – Mit Reinem, Fühl- und Glitzerelementen

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Mit dem Buch können Kinder einen Ausflug auf den Bauernhof machen. In der Fantasie tuckert der Traktor über das Feld und die Kinder können überlegen, was alles im Anhänger transportiert werden kann.
Die Kuh hat braunes Fell, über das doch tatsächlich gestreichelt werden kann. Ein kleines Entenküken plantscht im Wasser. Die Schafe stehen auf der Weide. Auch das Lamm darf gestreichelt werden. Das Fell ist ganz weich! Ein Strohballen fühlt sich ganz anders an. Und was ist mit dem Ei, das die Henne die ganze Zeit bebrütet hat? Was glitzert da am Traktor so schön? Sind die Weizenähren schön reif?

Sehr spannend ist dieses kleine Buch! Es gibt sehr viel zu sehen! Die Tiere sind tatsächlich so gestaltet, dass es ein Eckchen zum Streicheln für ein realistisches Gefühl gibt. Eine Kuh fühlt sich anders an als ein Ferkel! Aha! Es gibt viele Fühl- und Glitzerelemente, die es zu erkunden gilt. Das macht sehr viel Spaß!
Farben sind ebenfalls ein Thema im Buch. Die Hintergründe sind verschieden farbig gestaltet und laden ein zum Kennenlernen von Grün, Rot, Gelb und Blau.
Aber auch neue Begriffe können erlernt werden. Zu jedem Bild gehört ein gereimter Zweizeiler. Das gibt viel Stoff für die Beschäftigung mit dem Kind, das vielleicht bald versuchen wird, mitzusprechen.

Das Buch ist für Babys ab einem halben Jahr gedacht. Aber ich denke, so richtig interessant wird es für Kinder, die ein bisschen älter sind. Denn erst dann können Kinder verstehen, was sie da sehen. Das Bauernhofthema ist für die Kleinen sehr spannend. Es macht ihnen viel Spaß, Tiere kennenzulernen! Es sind echte Fotos von den Tieren und den landwirtschaftlichen Fahrzeugen im Buch. Somit wird also ein sehr realistisches Bild vermittelt.

Das Bilderbuch hat ein schönes handliches Format mit einem dicken wattierten Einband. So lässt es sich von kleinen Kinderhänden gut greifen.

Rezension von Heike Rau

Franziska Jaekel
Mein Fühlbilderbuch – Bauernhof – Mit Reinem, Fühl- und Glitzerelementen
14 Seiten, Pappbilderbuch
Dorling Kindersley
ISBN-10: 3831034893
ISBN-13: 978-3831034895
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Bernd Penners und Stefanie Reich: Die kleine Maus sucht ein Zuhaus

Bernd Penners und Stefanie Reich: Die kleine Maus sucht ein Zuhaus

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Die kleine Maus wohnt im Rübenbeet, das Bauer Klaus gehört. Eigentlich ist es hier ganz schön. Doch es macht der kleinen Maus Angst, dass die Katze ihr Mauseloch kennt und öfter an ihre Türe klopft. Deshalb beschließt sie, auf dem Hof umzuziehen. Vielleicht gibt es ja ein schönes Plätzchen im Schweinestall? Die Maus ist willkommen. Da es hier aber ein wenig stinkt, beschließt sie, nach einem anderen Ort zu suchen. Aber auch bei den Hühnern gefällt es ihr nicht. Die sind der kleinen Maus zu wild. Auch die Schäfchen hätten einen Platz frei. Doch das Stroh im Stall pikst.

Die kleine Tiergeschichte ist in lustigen Reimen verfasst, die sich gut vorlesen lassen, und die sehr schön illustriert sind. Die Zeichnungen sind farbenfroh und detailreich. Kindern macht es Spaß, sich lange auf den Seiten umzusehen und die Details zu entdecken. Sie können die Tiere kennenlernen, die es auf dem Hof gibt und sehen, was diese machen. Die Maus könnte überall wohnen, doch sie ist aus gutem Grund wählerisch.

Auf keiner der Seiten ist die kleine Maus in den Bildern zu sehen. Sie ist vielmehr als Stoffmaus am Buchrand befestigt und kann in jede Seite hinein geklappt werden. Das ist eine wirklich raffinierte Idee, die hier umgesetzt wurde. Kinder können der kleinen Maus so aktiv bei der Suche nach einem neuen Zuhause helfen. Auch später, wenn die Maus einen neuen Ort zum Wohnen gefunden hat, die anderen Tiere mit ihr besuchen.

Das Buch ist für Kinder ab zwei Jahren gedacht. Die Reime laden aktiv zum genauen Zuhören und Nachsprechen ein. Anfangs werden es die Wörter sein, die sich in jedem Reim wiederholen. Ältere Kinder können sicher bald die gesamten Reime mit ein bisschen Hilfe der Eltern nachsprechen.

Das Ravensburger Kinderbuch steht für geprüfte Sicherheit. Es hat abgerundete Ecken und ist aus unbedenklichen Materialien gefertigt.

Rezension von Heike Rau

Bernd Penners und Stefanie Reich
Die kleine Maus sucht ein Zuhaus
16 Seiten, illustriertes Pappbilderbuch
Ravensburger Buchverlag
ISBN-10: 3473436968
ISBN-13: 978-3473436965
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Franziska Jaekel und Emma Haines: Tierkinder – Mein kleines Stoffbuch

Franziska Jaekel und Emma Haines: Tierkinder – Mein kleines Stoffbuch

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Das Bilderbuch zeigt verschiedene niedliche Tierkinder, die auf Stoff in ihrer Umgebung gemalt sind. Zu sehen sind der kleine Tiger, die kleine Ente und die kleine Katze. Auf dem Cover ist der kleine Hund abgebildet. Auf jeder Seite steht eine kurze, in Reimen verfasste Frage nach dem jeweiligen Tier. Die Frage muss also mit dem Namen des betreffenden Tierkindes beantwortet werden. Kinder können so die verschiedenen Tiere im Buch mit ihren typischen Eigenschaften nach und nach kennenlernen.

Das Buch bietet aber noch mehr an Beschäftigung. Es weckt nicht nur durch die liebevoll gestalteten Bilder Interesse, sondern auch durch die herrlich knisternden Stoffseiten, die natürlich sofort die Neugier des Babys wecken werden. Umso beherzter ein Kind zugreift, umso lauter raschelt es. Es macht den Seiten absolut nichts aus, von Kinderhänden immer wieder zerknautsch zu werden. Das Buch lädt ein zum Befühlen, Zuhören und Ansehen ein. Es ist wunderbar farbenfroh gestaltet. Es gibt viel auf den Seiten zu entdecken.

Das Stoffbuch ist schon für die ganz Kleinen geeignet. Es kann gut das erste Bilderbuch für ein Kind sein. Schön ist, dass es mitwächst. Anfangs wird es sicher eingehend untersucht. Es wird befühlt und zum Knistern gebracht. Dann werden die Bilder bewusst angesehen, und irgendwann kann das Vorlesen beginnen. Was folgt ist das Kennenlernen und Zuordnen der Tiere mit ihren Verhaltensweisen und natürlich ihren Stimmen, die der Vorlesen vormachen kann.

Das Buch hat einen praktischen Klettverschluss zum Zusammenhalten der Seiten. Dieses Verschließen des Buches werden die Kleinen auch irgendwann mit etwas Geschick lernen. Weiterhin ist eine Aufhängeschlaufe vorhanden. Das Stoffbilderbuch erweist sich als äußerst strapazierfähig. Es hat selbstverständlich eine CE-Kennzeichnung und ist waschbar bei 30°C. Damit ist das Bilderbuch ein sicheres Spielzeug für Babys.

Rezension von Heike Rau

Franziska Jaekel und Emma Haines
Tierkinder – Mein kleines Stoffbuch
8 Seiten aus Stoff
0 – 2 Jahre
Dorling Kindersley
ISBN-12: 3831033781
ISBN-13: 978-3831033782
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Tatjana Kruse: Glitzer, Glamour, Wasserleiche

Tatjana Kruse: Glitzer, Glamour, Wasserleiche

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Die Autorin präsentiert mit diesem Roman eine sehr amüsante Kriminalkomödie. Obwohl gleich zu Beginn eine Leiche im Bodensee versenkt wird, rückt der Kriminalfall über lange Strecken in den Hintergrund. Dafür stehen die Figuren, ihre Dialoge und Eigenschaften, im Vordergrund und amüsieren den Leser. Allen voran Pauline Miller, die als Opernsängerin in Bregenz spielen soll. Auf dem Weg zum ersten Gespräch mit der Festspielleitung und dem neuen Team hat sie ihren Vater im Schlepptau, der sie mit seinem Besuch überraschen wollte. Der und auch Ihr Hund Radames, ein Bostonterrier, haben keinen unwesentlichen Anteil daran, dass sie über zwei Stunden zu spät kommt und das Buffet schon fast abgeräumt ist.

Die Ermittlungsarbeit von Polizisten oder Detektiven wird der Leser hier vergeblich suchen. Das passiert eher alles rein zufällig und nebenbei zwischen der Selbstfindung der sich als Diva gebärdenden Sängerin und den oberflächlich dahinplätschernden Dialogen. Der aufmerksame Leser jedoch wird schnell feststellen, dass das Lamentieren gar nicht so oberflächlich ist, wie es daherkommt, und dass daraus sehr viel Aktualität aus dem Alltag eines heutigen Menschen spricht. Zwar taucht die Leiche immer wieder mal auf, wird aber von der Entführung erst des einen Hundes Radames und anschließend des Nachbarhundes Pogo in den Hintergrund gedrängt. Bis dann plötzlich klar ist, wer die Leiche ist und von wem sie umgebracht wurde.

Tatjana Kruse, die für schwarzhumorige und satirische Kurzgeschichten bekannt ist, hat für den vorliegenden Roman einen solchen geschwätzigen Plauderton entwickelt, dass es kaum aufzufallen scheint, dass gar nicht ermittelt wird. Dafür stehen alltägliche Situationen im Vordergrund, die jeder Leser in der einen oder anderen Weise schon erlebt hat. Auch scheinen die einzelnen Figuren in der Geschichte keine Unbekannten zu sein. Jeder Leser findet sie in seinem Bekanntenkreis.

Das ist fantastisch und macht Spaß beim Lesen. Empfehlenswert nicht unbedingt für hart gesottene Krimifans, aber für Leser, die Witz, Humor und Satire mögen.

Kruse, Tatjana
Glitzer, Glamour, Wasserleiche
Haymon Verlag, Innsbruck-Wien
ISBN 9783852189789

© Detlef Knut, Düsseldorf 2017
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Dirk Schmidt und Barbara Schmidt: Wie werd ich bloß den Hickauf los?

Dirk Schmidt und Barbara Schmidt: Wie werd ich bloß den Hickauf los?

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Als der kleine blaue Elefant stolpert und hinfällt, bleibt ihm kurz die Luft weg. Zwar geschieht ihm nichts und alles bleibt heil, aber dann ist der Hickauf da. Da hüpft sogar der Hut! Damit der Schluckauf wieder weggeht, beschließt der Elefant, etwas Wasser zu trinken. Am Wasserloch trifft er das Nilpferd, den Frosch, die Giraffe, den Affen und viele andere Tiere. Er begrüßt alle mit einem Gruß und einem Hick! Wasser zu trinken, hilft ihm leider nicht. Der Schluckauf bleibt und so fragt der blaue Elefant die anderen Tiere um Rat. Der Elefant ist wirklich bereit, alles auszuprobieren, denn er muss diesen Schluckauf, der ihm so zu schaffen macht, und der für ihn gar nicht lustig ist, endlich loswerden. Die Tiere haben viele Ideen und sicher wird ein Trick darunter sein, der funktioniert.

Ein Schluckauf kann wirklich sehr nervig und unangenehm sein. Das kann sicher jedes Kind bestätigen. Und jedes hat einen anderen guten Tipp, wie der Hickauf wieder verschwinden könnte. In diesem Bilderbuch wird das aus der Sicht des kleinen blauen Elefanten erzählt. Kinder kennen ihn zum Beispiel aus dem Buch „Bitte blubb blubb rette mich!“
Die anderen Tiere am Wasserloch und das sind wirklich viele, zeigen sich sehr hilfsbereit. Aber was hilft denn nun wirklich gegen einen Schluckauf, der einfach nicht verschwinden will? In Bild und Text wird dieser Frage nachgegangen und das ist ein wirklich spannendes und lustiges Unterfangen. Die Geschichte wird gereimt erzählt. Das werden Kinder schnell nachsprechen können.
Auch die Zeichnungen sind wunderbar gemacht Die Szenen sind farbenfroh und sehr individuell gestaltet. Die Tiere sind fantasievoll in ihrem Tun gezeichnet. Sicher lohnt es, das ein oder andere auszuprobieren, das die verschiedenen Tiere vorschlagen, wenn wieder mal ein Schluckauf nicht vergehen will. Vielleicht hilft es ja dann schon, das Buch zu lesen.

Rezension von Heike Rau

Dirk Schmidt und Barbara Schmidt
Wie werd ich bloß den Hickauf los?
32 Seiten, gebunden
Verlag Antje Kunstmann
ISBN-10: 3956141172
ISBN-13: 978-3956141171
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Ute Krause: Die Muskeltiere auf großer Fahrt

Ute Krause: Die Muskeltiere auf großer Fahrt

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„Die Muskeltiere: Einer für alle – alle für einen“ war das erste Buch mit Hamster Bertram von Backenbart, den Mäusen Picandou, Pomme de Terre und der Ratte Gruyère. Mit „Die Muskeltiere auf großer Fahrt“ folgt nun eine weitere, in sich abgeschlossenen, Geschichte.

Der Ausgangspunkt ist Frau Fröhlichs Feinkostladen, hier hausen die vier munteren Gesellen und freuen sich wie immer über die leckeren Abfälle, die sich leicht stibitzen lassen. Allerding soll der Laden bald für einige Zeit geschlossen werden, denn Frau Fröhlich und Margarethe haben eine Schiffsreise nach Ägypten geplant. Der Nachschub an Leckereien ist also nicht gesichert. Doch die Muskeltiere finden eine Lösung. Als blinde Passagiere verstecken sie sich in einem Koffer und gehen mit an Bord.

Dass hier ein Abenteuer auf Mäuse, Ratte und Hamster wartet, ist klar. Mit an Bord ist ein Junge in einem Matrosenanzug. Der sieht, was andere nicht sehen und schon bald gerät Gruyère in arge Bedrängnis. Zum Glück glaubt dem Jungen niemand an Bord, dass er eine Ratte gefangen hat und so kann Gruyère befreit werden. Claus staunt nicht schlecht, als er sieht, dass die Ratte nicht mehr da ist. Es dauert nicht lange bis er die Muskeltiere, die sich nicht besonders gut verstecken konnten, entdeckt.

Was Claus jetzt noch nicht weiß, ist, dass er bald auf die Hilfe der kleinen Tiere angewiesen ist. Ein Betrüger ist an Bord, der sich einen wirklich bösen Plan ausgedacht hat, bei dem Clausens Tante um ihr Geld betrogen werden soll. Das können die Muskeltiere natürlich nicht geschehen lassen.

Auch dieses Buch ist wieder voller tierischer Abenteuer. Mäuse, Ratte und Hamster geben die Muskeltiere und kämpfen gegen das Böse. Das wird auf eine sehr humorvolle Art und Weise beschrieben. Dabei legt die Autorin auch viel Wert darauf, die Eigenschaften und Eigenarten der Tiere unterzubringen. Diese Situationskomik wird auch sehr schön in ihren Zeichnungen dargestellt. Ich bin davon sehr begeistert. Dieser Ausdruck, diese Details, wirklich sagenhaft!

Das Buch liest sich gut vor, ist aber natürlich auch für größere Kinder geeignet, die schon selbst lesen können.

Rezension von Heike Rau

Ute Krause
Die Muskeltiere auf großer Fahrt
200 Seiten, gebunden
cbj, München
ISBN-10: 3570171728
ISBN-13: 978-3570171721
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David G. Haskell: Das verborgene Leben des Waldes – Ein Jahr Naturbeobachtung

David G. Haskell: Das verborgene Leben des Waldes – Ein Jahr Naturbeobachtung

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Wohin man auch schaut, Natur ist überall. Der amerikanische Biologe David G. Haskell beschränkt sich bei seinen Naturbeobachtungen allerdings auf einen Kreis mit einen Durchmesser von einem Meter. Dieser liegt in den Bergen von Tennessee auf einer Terrasse in einem urwüchsigen, an einem Hang gelegenen Wald. Sein Mandala, also die Gemeinschaft die dort herrscht, will er beobachten. Er will sehen, was dieses Fleckchen Erde ihm erzählt und dies an den Leser weitergeben. Es gibt hier einen Stein, auf dem der Naturbeobachter sitzen kann, um Pflanzen und Tiere, bis hin zu den kleinsten Lebewesen, die nur mit einer Lupe zu erkennen sind, zu beobachten.

Ein Jahr dauern die Beobachtungen an. Immer wieder nimmt David G. Haskell sich Zeit und kommt in den Wald. Er verändert nichts, er greift nicht ein, er ist einfach nur da und schaut. Ab und an fotografiert er. Es gibt einige Seiten mit diesen sehenswerten Bildern im Buch.

Natürlich sieht ein Naturforscher etwas genauer hin. Er hat eine andere Wahrnehmung und das nötige Wissen zum Erkennen von Zusammenhängen. Das findet Niederschlag in den sehr lesenswerten Naturbeschreibungen. Sehr komplex sind diese Ausführungen, sehr ausführlich und auch weitertragend. Die Gedanken schweifen ab, natürlich nicht vom Thema, aber Erfahrungen, Gehörtes und Gelerntes fließen ein. Fast schon poetisch sind viele Zeilen im Buch. Der Leser wird zu Überlegungen angeregt, zur eigenen Beschäftigung mit der Natur.

Die Vielfalt, die auf diesem quadratmetergroßen Kreis herrscht, ist unglaublich und auch wie der Verlauf der Jahreszeiten zu Veränderungen führt. Dinge, die man kaum wahrnimmt oder die einfach so sind im täglichen Einerlei, werden plötzlich sichtbar. Es wird Zeit, die Natur neu zu entdecken! Der Autor gibt genügend Anregungen. Damit ist das Buch auch ein sehr schönes Geschenk für Leser mit Sinn für Natur.

Rezension von Heike Rau

David G. Haskell
Das verborgene Leben des Waldes – Ein Jahr Naturbeobachtung
Aus dem Englischen von Christine Ammann
288 Seiten, gebunden
Verlag Antje Kunstmann
ISBN-10: 3956140613
ISBN-13: 978-3956140617
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Ute Krause: Die Muskeltiere – Einer für alle, alle für einen

Ute Krause: Die Muskeltiere – Einer für alle, alle für einen

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Picandou lebt im Keller von Frau Fröhlichs Feinkostgeschäft. Im Müllsack findet er jeden Tag ganz frisch alles, was er braucht. Nur einschlafen sollte man darin nicht. Doch genau das passiert dem Mäuserich. Auf dem Weg nach Hause, es hat auch zu allem Übel noch ein Nieseln eingesetzt, findet er ein Häufchen Elend in der Nähe eines Laternenpfahls. Das Fellbündel ist ebenfalls eine Maus. Eine, wie sich herausstellt, die das Gedächtnis verloren hat. Picandou zeigt sich hilfsbereit, bis er herausfindet, dass es sich bei der Maus um eine Hafenratte handelt.

Da die Ratte sich aber nach wie vor für eine Maus hält, besteht für Picandou keine Gefahr und er beschließt, sie mit nach Hause zu nehmen. Er hat nun mal ein gutes Herz. Allerdings hat sich im Feinkostgeschäft schon jemand anderer eingenistet. Ernie ist, wie es sich für eine Maus gehört, begeistert von den vielen Käsesorten. Ein Revierkampf entbrennt. Aber schließlich wird man sich einig. Ernie möchte der Ratte, die weiter darauf beharrt eine Maus zu sein, ebenfalls helfen.

Die drei machen sich auf den Weg, um herauszufinden, wohin die Ratte, die sich dunkel an ein Schiff erinnert, gehört. Dabei treffen sie auf einen Hamster, der nichts Eiligeres zu tun hat, als seinem Käfig zu entkommen. Es soll endlich Schluss sein mit der Langeweile. Hamster Bertram hat einen Traum. Wie ein Muskeltier unter anderen Muskeltieren möchte er leben. Er kennt die Geschichte von einem Hörbuch seines jungen Besitzers und er begeistert die anderen für seinen Plan. Es wird ihr erstes gemeinsames Abenteuer werden, herauszufinden, wo die Ratte, die glaubt eine Maus zu sein, hingehört.

Das Cover des Buches ist wirklich schön gemacht. Die Autorin hat eine ganz besondere Art, Tiere zu malen und so ist dann auch fast jede Seite illustriert. Die vier Muske(l)tiere, zwei Mäuse, eine Ratte und ein Hamster, sind ganz wunderbar mit ihren Charakterzügen und Eigenheiten gezeichnet. Ihre Mimik ist sehr fein und treffend herausgearbeitet. Es macht unheimlich viel Spaß, der außergewöhnlichen Geschichte zu folgen.

Die Handlung ist spannend, fantasievoll und ausgesprochen witzig. Die Tiere leben ihren Alltag, sind aber auch immer für ein Abenteuer zu haben. Jeder setzt sich für den anderen ein. Dabei gilt es auch immer, einmal zurückzustecken, tolerant und schlau zu sein. Der Hamster fällt in dem Quartett natürlich ein bisschen aus der Rolle. Im Gegensatz zu den anderen Tieren hat er ausgezeichnete Manieren. Es entstehen witzige Szenen dadurch.

Überhaupt hat sich die Autorin eine Menge einfallen lassen, um Leben in die Geschichte zu bringen. Diese ist dadurch durchweg aufregend und sehr unterhaltsam.

Rezension von Heike Rau

Ute Krause
Die Muskeltiere – Einer für alle, alle für einen
208 Seiten, gebunden
cbj, München
ISBN-10: 3570159035
ISBN-13: 978-3570159033
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