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  • Frank Goldammer: Tausend Teufel

    Von hera | 14.Dezember 2017

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    In seinem zweiten Fall ist Max Heller Oberkommissar in der neu gegründeten Volkspolizei. Dresden gehört 1947 zur sowjetischen Besatzungszone. Es ist ein eiskalter Winter. Die Menschen leiden und haben kaum das Nötigste zum Überleben. Es mangelt einfach an allem. Angst und Verzweiflung sind ständige Wegbegleiter.

    Heller wird in die Dresdner Neustadt beordert. Doch der tote Rotarmist, den er sich anschauen sollte, wird schnell vom Militär mitgenommen. Heller versucht, sich trotzdem ein Bild zu machen und Spuren zu sichern . In einem herrenlosen Rucksack findet er schließlich einen abgetrennten Kopf. Er beginnt mit den Ermittlungsarbeiten. Sein Assistent Werner Oldenbusch steht ihm zur Seite.

    Der Oberkommissar weiß bald nicht mehr, wo ihm der Kopf steht. Seine Ermittlungsarbeiten werden behindert. Er wird beeinflusst, manipuliert und belogen. Die politischen Umstände spielen dabei eine große Rolle. Doch Max Heller ist keiner, der sich verbiegen lässt.

    Das Buch ist nicht nur als Krimi interessant. Der Autor sorgt auch für eine außergewöhnliche Stimmung. Der bitterkalte Winter und die Probleme der Menschen werden oft in den Vordergrund gestellt.

    Der Fall selbst ist spektakulär! Was da abläuft, ist kaum nachvollziehbar. Ein Mord reiht sich an den nächsten, auch Anschläge sind zu verzeichnen. Aber der Autor wird nicht zu drastisch in seinen Beschreibungen der Taten, was ich sehr gut finde. Der Krimi ist auch so insgesamt dramatisch genug und atmosphärisch sehr dicht gewebt.

    Max Heller hat nichts als Vermutungen. Doch hier habe ich mich getäuscht. Der Oberkommissar lässt sich nicht immer in die Karten schauen. Er ist ein guter Beobachter und äußerst aufmerksam bei Befragungen. Ich war am Ende echt überrascht von dem, was hinter den Morden steckt. Das war so tatsächlich nicht vorherzusehen. Der Krimi ist sehr fesselnd und gefällt mir besser als das erste Buch um Max Heller, das der „Der Angstmann“ heißt.

    Rezension von Heike Rau

    Frank Goldammer
    Tausend Teufel
    Kriminalroman
    368 Seiten, Klappenbroschur
    dtv Verlagsgesellschaft
    ISBN-10: 3423261706
    ISBN-13: 978-3423261708
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    ... | Kein Kommentar » | Kategorie Krimi und Thriller |

    Chimären – Science Force 1 (Buchvorstellung)

    Von timbim | 8.Dezember 2017

    Die neue Sondereinheit Science Force ist kaum gegründet, da startet schon der erste Einsatz: Sie soll verbotenen Gen-Experimenten mit menschlichen Embryos ein Ende setzen. Der harmlos scheinende Auftrag bringt das Team in Lebensgefahr: Die Experimente sind weiter fortgeschritten als gedacht. In der Sperrzone von Tschernobyl begegnen sie Wesen, die es gar nicht geben dürfte.

    Titel: “Chimären – Science Force 1”
    Autor: Klaus Seibel
    Genre: Science-Fiction
    Jahr: 2017
    ISBN Taschenbuch: 978-3744849081
    Kaufen: Amazon.de

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    ... | Kein Kommentar » | Kategorie Belletristik, Buchvorstellung, Fantasy, Science Fiction |

    Landlust: Die Rezepte Band 6 – Unsere Küche der Jahreszeiten

    Von hera | 4.Dezember 2017

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    In diesem Buch sind die Jahreszeiten-Rezepte aus zwei Jahrgängen „Landlust“ zu finden. Es ist also nicht nötig, sämtliche Rezepte aus der Zeitschrift auszuschneiden. Das wird ohnehin schnell unübersichtlich.
    Sortiert ist das Buch aber nicht nach Jahreszeiten, sondern nach der Art der Gerichte. Man muss selbst schauen, was an Gemüse und Obst gerade Saison hat und dann ein passendes Rezept heraussuchen.

    Das Kochbuch ist also in verschiedene Rubriken eingeteilt, darunter Suppen & Eintöpfe, Brot & Butter, Salate, Gemüse, Fleisch & Fisch, Ofengerichte, Nachtisch und Backwerk. Die Rezepte gehen querbeet von „Staudenselleriesuppe mit Birnenspalten“ über „Buttermilchbrot mit Sesam“, „Apfel-Zwiebelbutter“, „Eiersalat mit Kresse“, „Nudelsalat mit Brokkoli“, „Überbackene Schinkennudeln“, „Schlesisches Pilzragout“ bis hin zu „Erdbeerkuchen mit Knusperboden“ und „Quark-Krümelkuchen“.
    Ausprobiert habe ich die außergewöhnliche „Senfgurkensuppe mit Forelle“. Die Suppe ist einfach zuzubereiten und schmeckt sehr gut!

    Meist stehen jeweils ein bis zwei Rezepte auf einer Seite. Die Struktur ist dennoch klar. Es gibt jeweils ein Foto, eine Zutatenliste und eine Rezeptanleitung. Da viele Gerichte recht einfach gehalten sind, sind die Anweisungen dementsprechend kurz gehalten. Viele Rezepte sind damit auch für Anfänger geeignet. Aber es gibt auch Gerichte, die man ohne allzu großen Zeitaufwand für Gäste kochen kann.

    Mir gefällt diese bunte Mischung frischer und moderner Hausmannskost sehr gut! Alle Mahlzeiten sind abgedeckt. Die Rezeptanleitungen sind perfekt nachvollziehbar. Auch das Format mit der Spiralbindung ist sehr praktisch, wenn das Buch offen liegen bleiben soll. Insgesamt gibt es 100 Rezepte. Wem Ideen für Mittagsgerichte, Salate oder Gebäck fehlen, findet im Buch immer ein passendes Rezept.

    Rezension von Heike Rau

    Landlust: Die Rezepte Band 6 – Unsere Küche der Jahreszeiten
    128 Seiten, Spiralbindung
    Landwirtschaftsverlag Münster
    ISBN-10: 3784354947
    ISBN-13: 978-3784354941
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    Ulrike Renk: Die Jahre der Schwalben – Die Ostpreußen Saga, Band 2

    Von hera | 28.November 2017

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    Frederike ist nun mit Alexander zu Stieglitz verheirate. Sein Geheimnis kann er nicht länger vor ihr verborgen halten. Es ist nicht der Altersunterschied, der ihm Sorge gemacht hat, sondern sein Gesundheitszustand. Ax hat Tuberkulose. Dass Mutter Stefanie davon wusste, es verschwieg und sie trotzdem zur Heirat ermuntert hat, ist für Frederike unfassbar. Sie muss nun, da Ax sich zur Behandlung in die Schweiz begeben muss, Gut Sobotka alleine leiten. Allerdings handelt der Inspektor gegen ihre Anweisungen. Zudem zweifeln die Dienstboten ihre Fähigkeiten an. Ihr Stiefvater Erik und Tante Edel leisten schließlich wertvolle Hilfe.

    Frederike vermisst ihren Ehemann. Zugleich kann sie sein Verhalten nicht verstehen. Das Leben gestaltet sich ganz anders als erwartet. Als sie Rudolph von Hauptberge in Berlin trifft, verliebt sie sich in ihn. Doch eine Scheidung kommt nicht in Frage, auch wenn sie nie eine Ehe mit Ax geführt hat.
    Für weitere Probleme sorgt die politische Situation. Der Zweite Weltkrieg steht bevor.

    Tatsächlich ist der zweite Band, der auf „Das Lied der Störche“ folgt sehr viel spannender. Frederike steht wieder im Mittelpunkt. Familiäres bildet den Rahmen. Die Autorin nimmt sich reichlich Platz, um den Alltag auf dem Gut zu schildern. Dabei rückt die politische Entwicklung mit ihren Folgen immer mehr in den Vordergrund. Frederike beweist Mut. Sie lässt sich nicht unterkriegen. Nach schweren Schicksalsschlägen beginnt sie noch einmal neu.

    Ich fühle mich also auch mit dem zweiten Band der Ostpreußen Saga sehr gut unterhalten. Frederike wird sehr authentisch beschrieben. Die Autorin hat sie in ihrem Denken, Handeln und ihren Bemühungen, sich ihre Lebensfreude zu erhalten, sehr glaubwürdig beschrieben. Zudem ist das Buch flüssig geschrieben. Die 550 Seiten sind erstaunlich schnell gelesen. Ulrike Renks Schreibstil ist perfekt und zieht mit! Ich freue mich auf den dritten Band!

    Rezension von Heike Rau

    Ulrike Renk
    Die Jahre der Schwalben – Die Ostpreußen Saga, Band 2
    560 Seiten, broschiert
    Aufbau Taschenbuch
    ISBN-10: 3746633516
    ISBN-13: 978-3746633510
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    ... | Kein Kommentar » | Kategorie Historischer Roman |

    Ulrike Renk: Das Lied der Störche – Die Ostpreußen Saga, Band 1

    Von hera | 21.November 2017

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    Frederike von Weidenfels stammt aus der ersten Ehe ihrer Mutter, die nun in dritter Ehe mit Erik von Fennhusen verheiratet ist. Die Familie kommt auf Gut Fennhusen zusammen. Weitere Kinder werden geboren. Frederike fühlt sich auf dem Gut sehr wohl, auch wenn sie in der Erbfolge weit hinter ihren Geschwistern steht. Sie genießt die Freiheiten, die ihr hier gewährt werden. Erik behandelt Frederike, als wäre sie seine eigene Tochter. Ab einem gewissen Alter macht Frederike sich Sorgen um ihre Zukunft, auch wenn Ihr Stiefvater ihr versichert, dass sie immer eine Heimat auf Gut Fennhusen haben wird. Frederike bekommt eine gute Ausbildung, die ihr weiterhelfen kann. Aber sie weiß, dass man von ihr erwartet, bald zu heiraten. Sie ist mittlerweile in der Lage ein Gut hauswirtschaftlich zu führen. Ax von Stieglitz ist ein reicher Gutsbesitzer und zudem ein Freund der Familie. Frederike mag ihn schon lange, doch er ist viel älter als sie. Die Mutter redet Frederike sehr eindringlich zu. Doch die junge Frau mag sich nicht verschachern lassen. Die Frage ist nur, ob sie eine Wahl hat.

    Mir gefällt, dass das Buch eine eher ruhigere Lektüre ist. Ich habe es sehr gern gelesen und die Entwicklung der der Familie mit großem Interesse verfolgt. Frederike ist die Hauptperson. Sie ist eine sehr sympathische Person und entwickelt sich im Buch vom Kind zur jungen Frau. Man folgt ihr gerne auf ihrem Lebensweg. Die in den 20er Jahren beginnende Geschichte zeigt das Leben auf einem reichen Gutshof im Wandel der Zeit. Viele geschichtliche Aspekte werden verdeutlich.
    Die Ostpreußen Saga beruht auf wahren Hintergründen, welche die Autorin im Anhang zeigt. Sie hat daraus mit viel Fantasie eine Geschichte entwickelt, die sich tatsächlich so ähnlich abgespielt haben könnte.
    Allerdings fehlen Höhepunkte. Es verläuft doch alles in recht beschaulichen Bahnen. Ich denke aber, das wird im zweiten Band „Die Jahre der Schwalben“ etwas anders. Zumindest lässt das Ende dies vermuten.

    Rezension von Heike Rau

    Ulrike Renk
    Das Lied der Störche – Die Ostpreußen Saga, Band 1
    512 Seiten, broschiert
    Aufbau Taschenbuch
    ISBN-10: 3746632463
    ISBN-13: 978-3746632469
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    ... | Kein Kommentar » | Kategorie Historischer Roman |

    Roland Liebscher-Bracht und Dr. med. Petra Bracht: Die Arthrose-Lüge: Warum die meisten Menschen völlig umsonst leiden – und was Sie dagegen tun können

    Von hera | 16.November 2017

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    Arthrose ist eine weit verbreitete Gelenkkrankheit. Nach vielen Jahren mit Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und der täglichen Einnahme starker Schmerzmittel, scheint irgendwann der einzige Ausweg ein künstliches Gelenk zu sein. Denn der Gelenkverschleiß wird als Ursache für die Schmerzen angesehen. Geht es nach Liebscher & Bracht muss es soweit nicht kommen. Die Ursachen für die Schmerzen liegen nach ihren Erfahrungen meist nicht im Gelenk, sondern im umliegenden Gewebe. Diese Spannungsschmerzen sind demnach selbst antrainiert. Aus dieser Erkenntnis heraus haben Liebscher & Bracht ein Regenerationsprogramm entwickelt, das im Buch vorgestellt wird.

    Der Titel des Buches ist überaus provokativ. Es ist schon erstaunlich, dass die Schulmedizin noch nicht drauf gekommen ist, was wirklich hinter den Arthroseschmerzen steckt. Ich frage mich also, welche genialen Fachleute hinter diesem Programm, das schon nach kurzer Zeit zur Schmerzfreiheit führen soll, stecken. Dr. med. Petra Bracht ist Ärztin für Allgemeinmedizin und Naturheilverfahren. Roland Liebscher-Bracht begann bereits als Kind mit asiatischen Kampf- und Bewegungskünsten und studierte später Maschinenbau. Er hat sich weitreichende Kenntnisse zum Thema angeeignet, ist aber weder Arzt noch Physiotherapeut.

    Im Buch wir ein neues Erklärungsmodell für Arthrose und den damit verbundenen Schmerz aufgezeigt. An den Theorieteil schließt sich dann die Behandlungsmethode an. Im Focus steht nicht das Gelenk selbst, sondern das umliegende Gewebe. Auch an der eigenen Einstellung zum Schmerz und an der Ernährung wird gearbeitet. Anleitungen zur Faszien-Rollenmassage und zu Dehnübungen folgen.

    Im Buch wird nicht nur erklärt, es wird auch sehr offensiv für die Behandlungsmethode geworben. Damit hat man alles gleich alles beieinander und weiß, wo man das speziellen Faszien-Rollmassage-Set, die Übungsschlaufe, das Übungsvideo und die Premium Nahrungsergänzungsmittel bestellen kann. Natürlich erfährt man auch, wie man einen ausgebildeten Therapeuten finden kann. So funktionieren Marketing-Strategien nun einmal! Mich stört diese immer wiederkehrende Form der Werbung in einem Buch doch sehr.

    Ich kann das Erklärungsmodell von Liebscher & Bracht durchaus nachvollziehen. Die Entstehung von Arthrose und Schmerzen wird sehr gut erklärt. Die Gegenüberstellung von eigenen Erkenntnissen und den Erkenntnissen der Schulmedizin ist gut dargestellt. Das daraus entstandene Therapieprogramm überzeugt mich. Und wie die Autoren selbst sagen, sollte man es ausprobieren! Ein künstliches Gelenk muss wirklich die letzte Option sein.

    Rezension von Heike Rau

    Roland Liebscher-Bracht und Dr. med. Petra Bracht
    Die Arthrose-Lüge: Warum die meisten Menschen völlig umsonst leiden – und was Sie dagegen tun können – Mit dem sensationellen Selbsthilfe-Programm
    280 Seiten, Klappenbroschur
    Goldmann Verlag
    ISBN-10: 3442222257
    ISBN-13: 978-3442222254
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    Stéphane Reynaud: 1 Topf und fertig! – schnell, einfach, köstlich

    Von hera | 7.November 2017

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    Mit nur einem Kopf zu kochen, ist sehr bequem, zumal die meisten Rezepte auch weniger Aufwand erfordern. Bei vielen Gerichten im Buch reicht ein Topf dann aber doch nicht aus. Wenn ich beispielsweise ein Biergulasch zubereite, ein Frikassee oder den Weißkohl mit Räucherspeck brauche ich noch eine Beilage wie Reis, Nudeln oder Kartoffeln dazu. Ein weiterer Topf wird nur dann nicht benötigt, wenn Baguette dazu serviert wird.

    Nicht erwartet habe ich auch Dips zu Rohkost, für die ich keinen Topf brauche, oder eine Gemüsetarte, die auf einem Blech gebacken wird. Die Käserezepte passen ebenfalls nicht ins Konzept, auch wenn sie eine schöne Zugabe sind.

    Im Buch sind vor allem Rezepte zu Eintöpfen und Schmorgerichten. Dazu zählen „Kalbfleisch mit Rübchen & Spargel“, „Lachs mit Gemüse & Oliven“, „Meeresfrüchteeintopf“. Interessant ist sicher das „Milchkalb im Heubett“ mit Bio-Heu aus dem Tierhandel. Im Buch gibt es eine schöne Variante Milchreis, aber auch „Buntes Fruchtkompott“ und „Pflaumen in Gewürzwein“.

    Die Gerichte sind sehr abwechslungsreich und enthalten sehr oft Fleisch oder Fisch. Für die Schmorgerichte wird grundsätzlich ein Backofen benötigt. Und für viele Gerichte muss noch, wie schon erwähnt, eine Beilage zubereitet werden. Die Rezeptanleitungen sind meist sehr kurz gehalten. Der Aufwand hält sich also in Grenzen. Zu jedem Rezept gibt es ein ganzseitiges Foto. Hier wird meist das Gericht roh oder fertig im Topf gezeigt. Das sieht sehr appetitlich aus.

    Insgesamt gefällt mir das Buch ausgesprochen gut, auch wenn es dem Titel nicht ganz entspricht. Ein gutes Schmorgericht ist immer ein Genuss und kann auch als Sonntagsbraten oder wenn Gäste das sind serviert werden. Dazu kommen die vielen kleinen Rezepte, die sich auch gut als Vorspeise eignen. Wer möchte, kann ein komplettes Menü zusammenstellen. Es bleibt ja etwas Zeit, während das Hauptgericht im Ofen schmort.

    Rezension von Heike Rau

    Stéphane Reynaud
    1 Topf und fertig! – schnell, einfach, köstlich
    Fotos von Marie Pierre Morel
    312 Seiten, gebunden
    Dorling Kindersley Verlag
    ISBN-10: 3831033609
    ISBN-13: 978-3831033607
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    Jörg Pfenningschmidt und Jonas Reif: Hier wächst nichts – Notizen aus unseren Gärten

    Von hera | 3.November 2017

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    Jörg Pfenningschmidt und Jonas Reif sind Gartengestalter. Sie wissen um die Freuden, Sorgen und Nöte der Gartenbesitzer. Was die Sorgen und Nöte betrifft, dürfte es diese nicht geben, wenn man die Vielzahl an Gartenratgebern, Gartenzeitschriften und Garten-Fernsehsendungen bedenkt, die für einen schönen Garten werben, der fast keine Arbeit macht und nur Vergnügen ist. Wer gerne mal über den Gartenzaun anderer schaut und in die hinteren Ecken seines eigenen Gartens weiß, dass das nicht ganz der Realität entspricht.

    In „Hier wächst nichts“ werden entsprechende Themen auf satirische Art und Weise betrachtet. Man sieht das schon am Titelbild, das aufzeigt, welche Probleme im realen Gartenleben existieren. Wie ein gepflegter Rasen zu erreichen ist, nämlich gar nicht, wird natürlich erwähnt. Auch die Sache mit dem angeblich perfekten Komposthaufen, der feine Erde produziert, wird nicht ausgespart.

    Natürlich gibt es auch Themen, die sich jenseits des Gartens abspielen. Ein schönes Beispiel ist das Straßenbegleitgrün. Der Blick für wahrhaft gelungene Arrangements wird geschärft. Auch Zwischenmenschliches spielt eine Rolle: zwischen Ehepartnern, Eltern und Kindern und Auftraggeber und Gartengestalter.

    „Hier wächst nichts“ ist, wie ich finde, ein sehr übertriebener Titel. Jeder weiß, dass immer irgendetwas wächst. Giersch zum Beispiel!

    Hingewiesen werden soll auch noch auf die Bilder im Buch. Solche sind in keinen Gartenratgeber zu finden! In Wort und Bild beschrieben werden auch innovative Neuzüchtungen wie die „Venusfliegenfalle „Vegan Star“ und die gewaltfreie „Pyracantha Softdorn“ mit biegsamen Dornen, die sich bei Berührung auch noch bereitwillig zurückziehen.

    Und wer jetzt immer noch überlegt, ob er sich das unterhaltsame Buch zulegen sollte oder nicht, den möchte ich darauf hinweisen, dass es leicht verdaulich ist. Es ist glutenfrei und enthält wertvollen ungesättigten Humor aus zertifiziertem Raubbau. Das ist auf dem Buchrücken nachzulesen und deshalb nicht anzuzweifeln!

    Rezension von Heike Rau

    Jörg Pfenningschmidt und Jonas Reif
    Hier wächst nichts – Notizen aus unseren Gärten
    192 Seiten, gebunden
    Verlag Eugen Ulmer
    ISBN-10: 3818600007
    ISBN-13: 978-3818600006
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    Elena Lappin: In welcher Sprache träume ich?

    Von Claudine Borries | 3.November 2017

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    Wächst ein Mensch in unterschiedlichen Ländern, Orten und Sprachstationen auf, kann man möglicherweise nicht mehr festmachen, welches die (Mutter)- Sprache oder der Ort der Verwurzelung ist.

    So erging es Elena Lappin. Geboren wurde sie 1954 in Moskau. Mit 4 Jahren zog sie mit ihrer ledigen Mutter zum zukünftigen Mann der Mutter nach Prag. Von dort wechselte die Familie 1970 nach Deutschland. Später folgten Kanada, USA und Israel. Jetzt lebt die Schriftstellerin mit ihrer Familie in London. Ihre Mutter studierte Geographie, der Vater ist Schriftsteller und Übersetzer literarischer Werke.

    In Moskau lebten die Großeltern und Urgroßeltern von Elena. Ihre junge Mutter erscheint selbstständig und selbstbewusst. Als sie zu ihrem künftigen Mann nach Prag zieht, nimmt er das Kind als eigenes an. Sie bilden nun eine kleine, glückliche Familie. Ihr leiblicher „Vater“ ist Amerikaner, doch diese Verbindung war nicht von Bestand. Spät erst erfährt Elena, dass sie einen anderen Vater hat als den von ihr sehr geliebten bisherigen. Ihre Eltern bekamen 1960 noch einen gemeinsamen Sohn, der als Schriftsteller Maxim Biller bekannt ist.

    In Elenas Familie gab es viele Merkwürdigkeiten, und es ist gar nicht so schnell zu verstehen, wer da alles mit wem verheiratet war und wann und woher man eigentlich kam.

    Die zahlreihen Länderwechsel spiegeln die Geschichte der russischen und sowjetischen Ära wieder. Juden wurden wie immer und überall als Außenseiter betrachtet. In Moskau herrschte die Nach-Stalinära, und in Prag ereignete sich 1968 der so genannte Prager Frühling. Der Aufstand wurde bekanntlich von russischen Truppen niedergeschlagen.

    Infolge der vielfältigen politischen Bedrohungen zog die Familie 1969 nach Hamburg.

    Zu Russisch und Tschechisch wurde nun Deutsch zur Heimatsprache. Doch war Deutschland Heimat für die entwurzelte Familie?

    Temporeich, sprühend vor Neugierde und Lebenslust bewegt sich Elena Lappin durch die Stationen ihres Lebens. Sie trifft überall Menschen, zu denen sie sich hingezogen fühlt und schließt schnell gute Freundschaften. Nach Hamburg bricht sie zum eigenen Leben nach Israel auf, wo sie ihren Mann kennenlernt. Sie heiraten und bekommen Kinder. Einmal leben sie in Tel Aviv, dann wieder in Kanada, erneut in Haifa, dann USA und zuletzt England. Nicht alle Sprachen können den Kindern nach den vielen Wohnortwechseln erhalten bleiben.

    Die Verständigung mit den russischen Verwandten bleibt auf der Strecke.

    Elena Lappin wird eine selbstständige, agile und leidenschaftliche Literaturliebhaberin.

    Sie schreibt, dichtet und arbeitet als Journalistin.

    Die Biographie richtet den Fokus zum Ende hin immer mehr auf Sprachen und Dichtung. Wo findet man sich zu Hause? Wo lebt man am liebsten? Welche Rolle spielen Sprachen für das eigene Leben und Gedeihen?

    Die Familie ist wichtig, und für ihre Biographie interessiert sich Elena immer mehr für die weitverzweigten Familienbindungen, die nach Russland und Amerika weisen. Der leibliche Vater tritt in Erscheinung, und wieder tun sich neue Familienzweige auf.

    Die Suche nach Familie und Zugehörigkeit bestimmen richtungsweisend die Erzählung und lassen ahnen, wie sehr Familie zum Bestimmungsort der eigenen Identität wird.

    Die Lebenserinnerungen sind lebendig, warmherzig und mit Herzblut geschrieben.

    Hier gibt es kein kleinliches Miteinander. Die Verbindungen und der Umgang untereinander lassen auf einen gebildeten, liberalen und wohlwollenden Geist schließen. Zeigen sie doch ein weltoffenes und tolerantes Familienklima. Dass die Wanderungen der Familie auch politisch mit verursacht sind, ist exemplarisch für das traurige Schicksal unser aller geschichtlichen Vergangenheit.

    Man liest diese Lebenserinnerungen als Zeitdokument mit hohem Interesse.

    Elena Lappin
    In welcher Sprache träume ich?
    352 Seiten, gebunden
    Kiepenheuer&Witsch, September 2017
    ISBN-10: 3462050451
    ISBN-13: 978-3462050455
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    Jens Henrik Jensen: Oxen – Das erste Opfer

    Von hera | 31.Oktober 2017

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    Niels Oxen ist ein ehemaliger Elitesoldat, der für seine besondere Tapferkeit viele hochrangige Auszeichnungen erhalten hat. Aber diese Zeit ist vorbei. Nach dem Militärdienst ist er traumatisiert und schafft es kaum, wieder Fuß zu fassen. Mit seinem Hund Mr. White zieht er in den Wald, um endlich Ruhe zu finden.

    Der Plan geht allerdings nicht auf. Ein nächtlicher Streifzug zum Schloss Nørlund wird ihm zum Verhängnis. Der ehemalige dänische Botschafter Hans-Otto Corfitzen ist hier durch Folter zu Tode gekommen. Sein Hund, was zunächst unbedeutend erscheint, wurde erhängt. Kommissar Grube ermittelt. Auch der Inlandsgeheimdienst mit Axel Mossman rückt an. Oxen wird nicht direkt verdächtigt, aber er wird gebeten, sich inoffiziell an der Klärung des Falls zu beteiligen. Er ist der richtige dafür, denn hier wird jemand gebraucht, der nicht davor zurückschreckt, sich außerhalb des Gesetzes zu bewegen. Als Oxen seinen Hund erhängt auffindet, erklärt er sich einverstanden. Er geht damit ein hohes Risiko ein. Tatsächlich bleibt es nicht bei dem einem Todesopfer.

    Der Autor schreibt flüssig und legt von Anfang an ein ordentliches Tempo vor. Der Thriller ist undurchsichtig, aber die Vorkommnisse treiben die Spannung auf die Spitze. Oxen zeigt sich nicht als Superheld, aber seine Fähigkeiten sind natürlich von Vorteil. Schließlich kristallisiert sich ein mögliches politisches Motiv für die Morde heraus. Doch es ist schwer, Beweise zu finden. Sie zu sichern, ist noch viel schwieriger. Ein unvorstellbar heftiges Machtspiel entwickelt sich. Es ist schon interessant, wie Zusammenarbeit geheuchelt wird, während der eine den anderen belügt, hintergeht und überwacht. Und jeder glaubt, er ist der Schlauste. Zusammen mit der Geheimdienstmitarbeiterin Margrethe Franck, deren Loyalität sich schlecht einschätzen lässt, kommt Oxen schließlich einem Geheimbund auf die Spur, der scheinbar über Leichen geht.

    Der Thriller ist ausgesprochen interessant und überaus fesselnd! „Oxen – Das erste Opfer“ ist der Auftakt einer Trilogie. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht.

    Rezension von Heike Rau

    Jens Henrik Jensen
    Oxen – Das erste Opfer
    Aus dem Dänischen von Frederike Buchinger
    464 Seiten, Klappenbroschur
    dtv Verlagsgesellschaft
    ISBN-10: 3423261587
    ISBN-13: 978-3423261586
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